Ein grauer Blick

Ich bin durchgekommen durch diese Woche. Auch wenn es Tage gab an denen ich morgens am Frühstückstisch saß und leer in das dunkle grau nach draußen gestarrt habe. Warum das genau so war kann ich auch nicht sagen, wichtiger ist dann doch das ich Sonntags wieder hier sitze und Glück zurück in meinen Körper strömt.

Ich habe das getrennt behandelt. Die Zeit mit meinem Freund, ein bisschen trösten, ein bisschen Freunde treffen, beim tanzen zu müde sein. Die andere Zeit war mit dem Besuch aus Sachsen, ein bisschen arbeiten, viel reden und am Ende bleibt auch hier ein glückliches Ende.

Ich bin kulinarisch unterwegs gewesen diese Woche. Nach langem warten konnte ich am Dienstag die Lichter der Großstadt bestaunen und dann vorzüglich essen. Ob es nun das wirklich wert war ist schwer zu diskutieren. Sterneküche bleibt Sterneküche, ein bisschen unantastbar, besonders und eben teuer.

Da war die Idee einen Tag später ein schönes Wiener Schnitzel und ein paar deutsche Tapas zu teilen genau so gut. Dabei lerne ich das Sauerkraut nichts anderes ist als deutsches Kimchi. Wir haben gelacht und hatten dann doch eine tolle Woche.

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Orientierung

Früher war das so, da war ich Ergebnis und Zeit orientiert. Es war fast schon eine Sucht jede Stunde  und jede Minute mit einem Ereignis vollzupacken. Von A nach B, gern weiter zu C und D.

Heute bin ich eher Entspannungsorientiert, es schert mich nicht wann die Sonne aufgeht. Zumindestens am Wochenende entscheide ich in dem Moment wenn ich mich umdrehe wann die Sonne aufgeht.

Es ist schwer etwas über die Liebe zu schreiben, aber der obere Satz war schon eindeutig der Beste.

Es sind die Kleinigkeiten die das Gesamtpuzzle ausmachen. Wenn dein Freund dich im Club auf die Tanzfläche holt, weil es eine Überraschung gibt und da dann dein Lieblingslied läuft weißt du, hier bist du richtig. Das er dies erkennt obwohl es nicht mal in seiner Heimatsprache ist, zeigt dir noch viel mehr.

Ich will gar nicht so viel über die Woche schreiben, aus Angst zu ersticken in den immer selben Mustern habe ich mal wieder fleißig durch gemischt in meinen Aktivitäten. Wir hatten einen Pizzafail und ich ein wenig Angst vorm Blut abnehmen.

Dann kam das Wochenende und seine Ideen. Wir wollten Ramen essen gehen. Die Schlange in Mitte war uns zu lang, in Kreuzberg mussten wir 20 Minuten auf einen Tisch warten, geschmeckt hat es auch, da bleibt einem Europäer und Berlin erfahrenen wie mir auch mal eben der Mund offen stehen. Was ist hier los?

Mit Freunden waren wir aus. Fleißig Selfies knipsen an jeder Ecke, wohl ein asiatisches Hobby. Umgeben von chinesischer Sprache immer wieder glücklich.

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Im Aufschwung

Ihr kennt dieses Gefühl an grauen Herbsttagen, wenn man denkt man kommt einfach nicht vorran. Zwischenzeitlich stand ich genau da. Die 2. Ablehnung für das DSL Internet stande ich ratsuchend im entsprechenden Shop. Erstmal das Hausnummern Chaos lösen und dann das Kabel Internet bestellen. 3 Tage später schon die Box im Haus, WLAN aufgebaut und Handy und Drucker verbunden, geht doch. Jetzt kann die Zukunft kommen.
Zwischenzeitlich dachte ich mir auch das ich hier ein Montags Haus erwischt habe. Erst erreiche ich die Hausverwaltung nicht, dann geht die Heizung lahm und meine Küche ist auch noch nicht ganz fertig. Doch auch hier erscheint Licht am Ende des Tunnels. Das mit der Küche wird sich bald klären und die Heizung läuft dann auch an, mir wird warm am Arsch dank Fußboden Heizung.

Ich wollte noch was schreiben über Arbeit. Freitag haben wir einen lustigen Clip gesehen, ausgerechnet auf Arbeit. Gib Arbeit keine Chance. Eine Selbsthilfegruppe, die mal wieder eine Woche überstanden hat. Clever aus der Affäre gezogen habe ich mich mit einem tollen Spruch. Ich kann das, du kannst das aber auch, deswegen kannst du es auch machen. Cool wieder was gelernt.

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Kunst

Die Kunst des Verstehens, zu hören und etwas schönes daraus machen. Es ist herbstlich, ich trage das Haar jetzt wieder länger und bräunlicher. Nur unbewusst, weil das blond des Sommers sich verabschiedet. Was bleibt ist das Wissen um viele tolle Momente und Menschen mit denen ich Zeit hatte. Einen davon trage ich in den Herbst. Denken für 2 und immer wieder gut zuhören und die Gefühle und Wünsche des anderen erkennen.
Für mich selber erstmal Sport machen. Bälle werfen und schlagen sich fit halten und raus gehen. Dann Abends ins Kino gehen zu Original sprache , sich die versauten Würste ansehen.

Am nächsten Abend mit unglaublich vielen Freunden, 10 an der Zahl zur Einweihung bowlen und dann noch bei mir knallig weiter feiern.

Am Samstag dann die Einzelpremiere. Nicht verkackt, aber auch nicht großartig gespielt, also weiter üben.

Burger verputzt und Hot pot gegessen, Zeit und Romantik geteilt mehr gibt es nicht zu sagen.

Fever

Getragen vom Fieber der Roosevelts geht es quer durch die Stadt. Wiedermal Möbel kaufen bei Ikea. Ich bin schon am Feinschliff, Vorhang planen, Kleiderschrank verändern, begleitet von einem Freund der mich antreibt.
2 Tage mit meinem Freund. Einmal japanisch essen und den Abend genießen. Einen Abend geht es mir nicht gut, gut zu wissen das er auch nach einer dunklen Stunde für mich da ist.

Danach bleibt nicht viel. Ein arbeitsreiches Wochenende, viel Schlaf, wenig Schöne Gespräche. Gut das am Ende alles fertig ist und zwei mich wieder auffangen. Eine Nacht zusammen und viel Entspannung, es braucht auch das in diesem schnellen hektischen Leben. Und gerade jetzt im Herbst träume ich von gemeinsamen Spaziergängen,Tee und Zeit auf dem Sofa das noch fehlt genau so wie der Zugang zur smarten medialen Welt.

Wir arbeiten daran und machen jeden Tag was neu.

Einmal schön essen im Transit, ein Ausgleich am Tag der Einheit, der schon für ein bisschen was von oben steht, halt nur Sofa und Internet fehlen noch, aber manchmal braucht es nicht viel um glücklich zu sein.

Schön

Schön habe ich es hier. Mit diesem Gedanken habe ich die Woche begonnen. Endlich mehr Zeit. Einmal rund um die Storkower Straße schlendern, etwas die Wohnung machen und dann zufrieden zum Sport pendeln. Schön auspowern, 4 x diese Woche.
Mehr Zeit zum schönen Eis essen oder schön auf dem Balkon sitzen.

Schön die schönste Zeit am Wochenende. Erst eine Pizza essen und Crêpe dazu. Dann schön mit Freunden vortrinken und schön zu Indie Musik tanzen, schön mit Gästeliste so gehört sich das.

Schön eine kleine Meinungsverschiedenheit, ausdiskutiert und dann seinen Plan gefolgt. Schön geformte Dumplings essen und dann ein schönes Schaumbad bei Wein mit Holunder.

Schöner Spaziergang am Sonntag, bei schönem Wetter, ein bisschen Friedrichshain, ein bisschen Mitte. Schön es Mittagessen, dann Schönheitsschlaf. Brownies mit Birne backen und schön mit Kokosraspeln verzieren.

Sommer im September

Den hatten wir schon einmal, quasi auf den Tag genau vor einem Jahr. Schön wenn sich Geschichte wiedeholt. Den Müßiggang Vergleiche zu ziehen schenke ich mir jetzt mal, ich bin sicherlich viele Schritte weiter und da tun sich Baustellen auf, alles klar soweit.
So direkt in die Arbeit gestürzt habe ich mich noch nicht. Erstmal die Zeit genießen, im Park Indiaca spielen und Tags später bei dem Geburtstag meines Freundes schön das Fleisch selber grillen im Stock und Stein. Eis essen war ich auch und bei IKEA. Irgendwie war sehr Akku dann aber auch mal leer. Lang geschlafen am Wochenende etwas Sport, etwas Schuhregal aufbauen und Fortschritt, nächste Woche Bitte mehr.

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Hallo Friedrichshain

Hallo Friedrichshain

Es ist gestemmt, der große Tag vorrüber, die Kisten ausgepackt und nun bin ich mich am einleben.

2x noch Anfangs der Woche pendeln. Einmal noch quer durch die Stadt zum Indiaca und zum Rodizo. Einen Tag vorbereiten, bei IKEA spät frühstücken,TV Kommode und Türen für den Kleiderschrank kaufen. Für Kleinkram muss ich noch mal los.

Dann haben sie es gestemmt. Bei 30 Grad den großen Eckschrank 4 Etagen runter und eine wieder hoch. Gut das ich professionelle Hilfe hatte. Danach Kisten auspacken und sortieren. Neues Raumkonzept mit Schlafzimmer und Wohnküche. Weit bin ich aber die Zeit habe ich auch genutzt zum Leben mit Freund. Ein bisschen Bar, ein sehr entspannter und heißer Samstag und ein schöner Sonntag im Sand. Am schönsten ist es aber wenn du ihn glücklich sehen kannst wie er sein Hot Pot schlürft und du selbst in einer fremden Welt sitzt. 

Danke Johannisthal

Es ist leer geräumt, nur noch das nackte Gerüst aus Korpussen und Türen steht. Ich treibe mich sowieso schon heimlich im Fhain rum, irgendwo zwischen Stock und Stein, vollsüß und meiner neuen Wohnung halt.

Bisher läuft alles nach Plan. Anfangs der Woche noch Sommersport getrieben, dann fleißig Kisten gepackt. Mit Sunnyboy die Liebe zum Deutschen Buffet geteilt und Tags später lieb gekuschelt. Schöner Abend Schöne Aussichten. Freitags schreite ich das erste mal auf den Balkon, erkunde jeden Winkel und suche nach Raum Konzepten. Ich merke, ich bin ein einfacher Mensch. Alles schön klar mit Korpussen und geraden Linien, einen bunten Teppich da, ein auffälliges Sofa hier, so soll es werden.
Als Pionier erobern wir ein Haus was komplett neu ist. Meine neue Nachbarin entpuppt sich als ehemalige Zwickauerin und zeigt sich schön Gesprächig.
Ein bisschen auf dem Sitzsack kugeln, etwas Eiskaffee hier, Chinanudel da.

Berlin ick liebe dir.

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Ich packe es

Plötzlich Lust bekommen, es ist doch halt mehr als einfach mal in den Urlaub fahren, denn am Ende will alles mit umziehen, die Klobürste auch. In diesem Sinne steht dann oben auch das was mich gerade antreibt, ich packe es und in der Tat, ich bin sehr weit gekommen. 10 Tage  auf Sparflamme leben, am Mittwoch schon mal die Schlüssel übernehmen und die ersten Dinge reinstellen, in das noch leere Schmuckstück im Friedrichshain.

 

Einfach mal mutig gewesen, einen handgewebten Teppich im Moroccan Sunset Design bestellt, buntes Muster mit Pfeilen die mich nach vorn treiben werden. Darauf darf aufgebaut werden, schauen wir mal wie es weiter geht.

 

Ansonsten vieles beim Alten. Mein Sportprogramm mal eben auf 0 reduziert, um etwas mehr Zeit für Freunde zu haben, eigentlich ins Kino gewollt, dann nicht geschafft und halt Pizza essen gewesen. Wedding ist wild, mit Wedding werde ich nur langsam warm.

 

Ein bisschen geschlendert durchs Möbelhaus, MIA. mal wieder live gesehen Umarmung von Mieze abgeholt, das alles auf dem Rooftop ohne Aussicht, blöd. Trotzdem ich liebe diese lockeren Sommernächte mit Freunden die ich so zwanglos habe.

 

Nächste Woche vielleicht mehr, vielleicht auch weniger.

Extreme Neigungen

Stell dir vor du hast einen Freund, du teilst Zeit mit ihm und dein Herz freut sich.

Stell dir vor du hast viele Freunde, du teilst viel Zeit mit Ihnen und dein Herz, fragt besser nicht, am überschäumen.

 

Einer meine Freunde wollte es so, also erst Asia Essen und dann nach KW kurzgesagt, lang gesagt dann eher doch Königs Wusterhausen oder doch Königs Wuuusterhausen, keiner weiß das so genau und da sitzen sie dann bei abkühlender Sommerluft und lauschen den Tieren die Menschen streicheln, die Bank hat eine extreme Neigung, einer sagt ich habe eine extreme Neigung wegen meiner na ihr wisst schon, was für ein Witz, was haben wir gelacht.

 

5 jähriges Berlin Jubiläum gehabt, so ganz unbemerkt, nicht wirklich gefeiert, dafür einfach mal die Woche durchgelebt. Hättet ihr mich vor 5 Jahren an so einen Ort wie die Grießmühle entführt, mich hätte es vor Sprachlosigkeit einfach umgeworfen, jetzt aber spaziere ich wie selbstsicher durch das Labyrinth der Liebe, sitze im dunklen Raum und streichle seine zarten Hände oder spiele einfach Pong, it´s a friendly game.

 

Projekte, Projekte, Projekte, Kisten packen hier, sich über Sofadesign mit sich selbst streiten da und ganz nebenbei noch die Türen für den Kleiderschrank zusammenstellen. Bald, seht bald, nah dran an der magischen 14 Tage Marke wird es hier etwas chaotischer im Sammeln von Ideen und Finden von Fragen und Lösungen.

 

Ich gebe ab, bis nächste Woche.

Große Poesie

Geklaut: „Manchmal denke ich, dass wir als Single wirklich eine andere Gestalt haben. Wenn wir nach einem Partner suchen, haben wir Ein- und Ausbuchtungen wie Puzzleteile und halten ständig nach dem Gegenstück Ausschau. Als Single hingegen sind wir glatt und rund und selbstgenügsam und können uns nicht mehr nahtlos in andere Persönlichkeiten einfügen. Es sei denn, jemand ist wie ein großes rundes Vakuum, was natürlich wenig attraktiv ist.

* aus: Nein! Ich möchte keine Kaffeefahrt von Virgina Ironside

Selbst geschrieben: „Diese Woche war mein Leben wie der Punkt auf dem i, nicht nur ein simpler Kreis, ausgemalt viel perfekter“

 

Schön ist es, wenn der Muskelkater nachlässt und die Endorphine ausgeschüttet werden, dann sind diese kleinen Dinger die sich Glückshormone nennen. Jedenfalls bin ich dieses Wochenende rangekommen an meine körperlichen Grenzen, habe unglaubliche 18 Stunden auf dem Badmintonfeld gestanden und das alles nur um einem Projekt näher zu kommen. Vom C Spieler will ich mich zum C+ Spieler mausern, ein kleiner Schritt eigentlich, aber im Detail unglaublich schwer zu gehen. Liga spielen will ich, ab September, das ist also bald, montags die Heimspiele, am Wochenende die Auswärtsspiele in Berlin, kurzum der Herbst wird sportlich und ich habe eine eindeutige Priorität, dessen Tiefe und Faszination ich gerade erst erkenne.

 

Das alles gilt es zu entdecken vom Ring aus und da sind wir schon bei dem 2. Projekt das mir im Kopf rumgeistert und es ist wirklich so, es vergeht kein Tag wo ich nicht schon virtuell in meiner Wohnküche stehe und in weißen klaren Linien male, was mal das schönste meiner neuen Wohnung sein soll. Über das genaue Design des Sofas bin ich noch unschlüssig, ich schwankte zwischen klar und einfach oder doch einen Hauch extravagant und als haptischer Typ muss ich sowieso alles anfassen und fühlen, ich bin da kompliziert oh mein Gott.

 

Dabei gehen all die anderen Dinge fast unter, im Park zum Sport, zum Kochen beim Manager, hart gehen wir ins Gericht miteinander, das Gericht was ich koche schmeckt eher bescheiden, China kann er halt nicht der kleine mit den blonden Haaren die wieder so perfekt sitzen das es zum Daten mehr als reicht, entsteht da wohl mehr oder stehe ich mir da selbst wieder im Weg, ich rundes Puzzleteil.

Chaotic

From the outside point of view my life seems to be running in a very orderly and regularly way. Just doing some sports, meeting friends, going out for a dinner and have time for myself. But when you take a look a bit closer you see, I drive much through the city, I have so many friends who like to spent time with me and end of the discussion is, to bring this all together is every week a challenge, simply chaotic.

 

Just start on Monday, maybe the reason why doing this blog in English today. Visiting J. for a short round Kubb and then going to the Gleisdreieck, introducing a new person to other players, doing this all in English, it´s a lot of fun. I found a person completing my friends circle just on that way, so cool.

 

So trying something new this week, going out for a typical Chinese restaurant. Ordering in Chinese language is like getting lost in the own city, so beautiful. Take some cucumber in a spicy style. The chicken in a broth out of glass noodles, mushrooms and spices which I cannot assign, is not really my taste, good that my friend ordered this. I take some beef in a bed of vegetables, seasoned powerful with cumin is more my style.

 

So just flying to the weekend. After a long period of time I decided to take the way to good old Saxony, just visiting my parents, there care dog, a very calm and sweet dachshund, this translation is very crazy but obviously right and last but not least my grandma and grandpa in there new flat. It was how I expected it, nothing special, just have some traditional DDR food, going out for collecting some ideas for my new room and just coming back happy to Berlin. All good.

Ganz nah bei mir

Rausgeklettert auf den Balkon, dieses eine Lied gehört, diesmal ohne Xylophon Begleitung, weil ich es verliehen habe, glücklich gewesen an diesem Abend.

 

Wenig später schon, im Bett liegend, an das Ende denkend und an alle die, die es schon erreicht haben, danke dass wir mit dir tanzen, lachen, singen und schwitzen durften, du wirst vermisst.

 

Ganz nah bei mir ist einer dieser Artikel, der tiefer geht, näher dran ist an der eigenen Reise zum Ich, als die letzten zuvor.

 

Letzte Woche habe ich noch einen menschlichen Fehler gemacht, ein einfache Tut mir Leid hätte ausgereicht, aber in meinen Kopf waren eher S Bahn Abfahrtszeiten, simple Ausreden und das Schimpfen auf andere, als dieser einfache Satz. Jetzt sitze ich hier und gleiche die Schuld mit einem Gyros vom Drehspieß aus, komme zu spät zum Völkerballtraining, lasse mich von fremden beeinflussen  und fange mir die nächste Rüge ein.

 

Menschlich bin ich trotzdem weiter gekommen diese Woche, ich habe alle Pläne aufrecht erhalten und neues entdeckt, das wichtigste was ich gelernt habe ist, Erfolg ist nicht so wichtig, lieber dieses Teamgefühl, Nudelsalat machen, tanzen, anfeuern und eben ein Nein an einer Stelle akzeptieren an der es andere nicht können, das hat mich Stolz gemacht und finden andere sogar cool. 2 schöne Nachmittage im Sand bei der Strandvölkerballweltmeisterschaft, das bleibt.

 

Ich bin weiter gekommen in meiner Idee eine lockere lässige Freundschaft zu führen und so diskutieren wir über E Zigaretten und Langzeitstudien zu Bananen, es endet friedlich mit einer Kakaolimonade auf dem Balkon, es ist einer dieser freudschen  Versprecher der diese Woche bereichern soll.

 

Ich bin weiter gekommen in meiner Idee eine locker lässige Freundschaft zu führen und so sitzen wir gemeinsam in der selben Bahn auf dem Weg zum Abendbroten mit Freunden, das wir Stühle und Tische erst selbst raustragen müssen und der Kellner seinen Berliner Humor spielen lässt, ist Teil des Konzepts sich wohl zu fühlen. Am Essen und so scheint es, das ist das wichtigste gibt es nichts zu meckern, Bruschetta aus dem Ofen, eine säuerlich scharfe Soljanka, eine leicht cremiges Schweinegeschnetzeltes und ein Eis mit Cookies und Sahne, es gibt eben nichts zu meckern.

 

Ich bin weiter gekommen in meiner Idee nach neuen Clubmöglichkeiten Ausschau zu halten. Ich weiß jetzt was ich nicht brauche. Ich brauche keinen Darkroom, keine Transe die Schnaps ausschenkt, keine Transe die eine Show bietet, keine Tombola, keine Karaoke, keinen Aktionsfloor, keinen Candyboy, keine Fotowand, kein Kuchenbuffet, keinen Discobus, kein Karussell, keine Wurf Bude, keine Mega Hollywood Schaukel, keinen Mann mit Mega Brüsten, keine Frau mit Bart, keine Wahrsagerei und vor allen Dingen keinen Türsteher der mir sagen will das ich in locker lässigen Jogginghosen hier nicht reinkomme, weil wir da drin ja so ein gewisses … und dann traut er es sich nicht einmal auszusprechen, Niveau haben. Es ist viel zu einfach die schwule Partyszene in einem langen Schachtelsatz nieder zu schreiben. Da können die Schwulen und Lesben in Zukunft schön allein im Kreis tanzen, ich habe ganz spontan den nächsten Schritt gemacht und bin ausgegangen zu Techno, House und 80&90 Trash Pop und diese Party war besser als alles was ich im ersten halben Jahr gesehen habe, ein Hoch auf Birgit und sein Bier.

 

Und gerade fühle ich, das ist gerade erst der Anfang, einer neuen Club Zeit, ich habe noch mehr als 28 Jahre vor mir, hoffentlich. Guter Plan, gute Nacht.

Danke für nix

Ich nehme das Motto des diesjährigen CSD in meine Überschrift auf, auch wenn ich dieses Jahr nicht persönlich dabei war. Sommer 2016 läuft anders als gedacht, aber für was steht dieser Sommer eigentlich.

 

Erinnern wir uns zurück.

 

Sommer 2012: Angekommen in Berlin, neue Freunde, viele neue Erfahrungen, Diplomarbeit.

Sommer 2013: Arbeitslos, die erste Liebschaft, neue und alte Freundschaft, ein Tanz auf der Rasierklinge.

Sommer 2014: Der erste Job, die zweite Liebschaft, eine unglaubliche Reise nach Japan, die wohl beste Zeit oder?

Sommer 2015: Der zweite Job, keine Liebschaft, sich selbst vollkommen neu entdecken.

 

Und jetzt?

 

Nach dem Motto für 2016 suche ich noch. Die AIDA Kreuzfahrt hat es eingeläutet, die Freunde mit denen ich die Zeit verbringe begleiten es fort, aber es scheint so, dass das ganz große Finale mir noch bevorsteht. Jede Woche ein kleiner Schritt, der Speditionsauftrag ist unterschrieben, 3 Kisten warten im Wohnzimmer, um gefüllt zu werden, aber vorher erstmal Leben.

Ganz entscheidend für diese Woche war ein sehr schöner Satz. Ich halte nicht viel von diesem Trend, immer nur am Smartphone zu kleben, Pokémon zu fangen, Spots abzulaufen und Chats zu führen, dafür ist die Welt doch viel zu schön. Also raus mit echten Freunden zum Völkerball und Badminton, nach Brandenburg zum Musikfestival und auch mal absagen müssen, weil sich Arbeit einen Tag in Knechtschaft verwandelt und ich den nächsten Tag darunter leide und allein sein möchte. Zum Glück hat es nur einen Tag gedauert und Sonntag kann ich sagen, die Sonne scheint mir aufs Gesicht und ich freue mich mit euch.