Was soll’s mit der Zurückhaltung

Wenn die ersten Tage im Mai nicht der Durchbruch waren, dann weiß ich auch nicht. Durchbruch auch nur weil ich mir Anfang des Jahres mal so ein System ausgedacht hatte und prompt über Standard bis auf Reihenweise 10 geschossen bin. Danach hatte es etwas nachgelassen, punktuell bin ich sehr glücklich gewesen aber ich bin ab und an auch unter Standard gefallen, viel gearbeitet, weniger auf Party gewesen, das Leben tagsüber geschätzt und dann auf einmal 4 freie Tage am Stück, sorgen für einen Strudel an Verabredungen und Neuigkeiten, dabei habe ich sogar mit eigenen Regeln gebrochen.

 

Diesmal gelbe App, es gibt Tage da sitzt du davor und es passiert nichts und es gibt so Phasen da weißt du gar nicht wie du es managen sollst.

 

Fangen wir mal ganz langsam an, ein bisschen Ball spielen Montag und Dienstag, ein kurzer Anschiss auf Arbeit, sich zusammen reißen und wieder ausbügeln können. Danach ein entspannter Mittwoch und abends kurze lange weile. Also gelbe App an und danach noch mal schnell nach Karlshorst rollen.

 

Für Donnerstag markiere ich einen schönen Satz. „Gibt es da eine extra Kategorie für bei tinder?“ Offensichtlich schon auch wenn es grindr war, so treffen sich am Ende 2 Jungs dir vegetarischen Burger essen und mit ihrem Scooter über das Tempelhofer Feld rollen, nach einer Kugel Eis am Ende und einem kleine Kuss darf ich die Hoffnung auf ein Wiedersehen niederschreiben.

 

Freitag im Garten, im Norden bei der Tante, wieder gelbe App, 2 Stunden später schon im Park und abends noch im flax, wie schnell doch alles geht, dabei er eigentlich zu jung und ich viel zu jung Gestylt, am Ende gilt dasselbe wie für oben.

 

Samstag sportlich über den Kanal per Muskelkraft, abends schön sitzen bei Roastbeef und Spargel, der Tag wird sich am erst um 6 Uhr morgens zu Ende neigen, ich tanze noch ab bei Rose Kennedy im Jahrmarkt von  Birgit und Bier.

 

Mehr geht nicht Danke Sommer Sonne Sonnenschein

 

kajak

Meer

Was für ein schönes einfaches Wort für einen einfach schönen Urlaub.

 
So gefasst und sortiert saß ich lange nicht im Flugzeug, Platz am Gang, Blick nach vorn, spotify im Ohr und mit sich selbst diskutieren, herausgekommen ist kein völlig neuer Lebensentwurf, aber das was mich mal ganz stark gemacht hat ist zurück, appfrei mal wieder, euch hängt das zum Halse raus, genau wie mir, scheinbar gefangen in dieser Scheinwelt, seien wir mal ehrlich das war ich doch auch.

 
Gran Canaria dafür als Gegenentwurf, WLan nur im Bungalow, dafür viel Face to Face Kommunikation, angekommen und deutsches Abendessen in Spanien, das ist Widerspruch, das bin ich. Der erste Tag am Strand und in den Dünen, ein erster Ausflug in den Supermarkt und Abendessen in el tablero, diesmal wieder Deutsch aber mit einheimischen Produkten. Ausfahrt nach Las Terrazas zum Shoppen und auf der Suche nach Mustern neue Ideen, diesmal was klassisches Slim Fit, mit Krokodil drauf und ein paar Kaffeekapseln dazu, Láminas de Chocolate Negro 70% Cacao. Abendessen bei Nudeln an Karotte und Champignons und Serano Schinken, dazu ein Gläschen Antioxidant.

 
Ein Tag trennt uns es, ich Segel raus auf den Atlantik, er sucht seinen Lebensentwurf in den Dünen, Abendessen italienisch und dann eine lange Nacht. Ich komme nicht in den Schlaf, frage und grüble immer wieder, es endet in einem Spaziergang, lass uns runtergehen ans Meer so wie wir grad sind, bei Sonnenaufgang.

 
Ein Tag in den Dünen und einen Tag in der Stadt, neue Mode für den Sommer 2016 jetzt schon kaufen, Nike Air Max besitzen, das muss halt auch sein, wenn einer mit 27 auftreten will wie 18. Eine letzte Nacht und Stangentanz, Sonne tanken und zurück nach Berlin fliegen, die Löschung vollziehen und mit einem Freund so großartig vietnamesisch essen gehen und mit dem nächsten eine Waffel, das ich weiß, ja es ist richtig, ich brauch das alles nicht mehr.

Ich lass ein Haar

Ich lass ein Har diese Woche, nur welche Farbe hat es eigentlich.

 
Ist es grau, des Alterns wegen?

Ist es schwarz vom Ärgern?

Ist es blond, weil ich Freude strahle?

Ist es gar blau, so wie bei Mieze Katz?

 
Egal wie ich mich schüttle, diese Woche fällt ganz viel von mir ab.

 
Es ist immer abhängig vom Anspruch den man mitnimmt, wenn man ausfliegt und wiederkehrt.
Natürlich hätte ich eine tolle Woche in Berlin haben können, bei Freunden und bei Sport, tagsüber vielleicht mit Ausflügen in der Stadt versehen, oder Langeweile, aber ich mag keine Konjunktivkonstruktionen, also habe ich mich entschieden aus zu fliegen.

 
Erst ging es nach Sachsen, um da relativ schnell fest zu stellen, wie wenig da los ist. Keine alten Kontakte mehr, die Luft riecht nicht nach Mobbing und Gewalt, alles ist verflogen, was übrig bleibt ist Alter auf den Straßen, zwischen Asia Imbiss und Dönerstand.
Also gab es ein zurückhaltendes Programm aus Oma & Opa, sowie Großtante besuchen, viel Essen, wenig sehen, ein wenig Kino und weiter nach München.
Hinein in eine saubere reine Stadt, rotzfrech tönt die Mieze im Backstage Protest, gut wir haben schon besseres gesehen und ich habe auch schon wilder getanzt aber es war okay, weil es nach wie glücklich macht, Punkt aus, fertig los für 2 weitere Tage, einmal in der Filmwelt zu Bavaria Filmstudios und dem Tierpark bei Hellabrunn. Erwähnen muss ich noch, das ich die sitzende Frau von Picasso gesehen habe, ein fabelhaftes Meisterwerk, aber dann bitte ganz schnell zurück nach Berlin, da wo alle so schön dreckig rum laufen, das reden die, die keine Ahnung haben, kommen vom Dorf, da wo es nicht mal eine Gah-leh-ria gibt in die wir Abends einfach mal reinspazieren, nur um Lockstoff für die weiteren Stunden auf zu tragen.

Ich wünsche mir

Du kannst dir alles kaufen, du kannst alles haben, der größte, schönste und Beste sein, aber das nützt dir nichts wenn du keine Freunde hast. Eine Huldigung auf die Freundschaft.

1 Woche noch, dann werde ich Geburtstag haben und feiern und weil ich das nicht alleine tun will gibt es eine große Geburtstagsshow. Ja ihr habt richtig gelesen. Ich traue mich wieder auf die Bühne. Es ist meine eigene, mein Wohnzimmer wird sich verwandeln in einen Tempel der Gaylheit und ihr seid herzlich eingeladen.

Ich wünsche mir Freunde, Freude, egal ob männlich oder weiblich, ob lesbisch oder schwul, ob Transe oder Drag, ob klein oder groß, ob dick oder dünn, ob, ob, ob… an diesem Abend ist es egal. Wir sind alle zusammen und werden feiern und weil ich heute schon weiß was es nächste Woche gibt will ich euch die Spannung jetzt schon nehmen.

Wir sehen uns wieder für ein Live Programm der Extraklasse. Mit Musik Intro, kurzen Blogtexten à la freestyle, einer Improeinlage und Konfetti!

Und dann werde ich lesen, dafür gibt es wieder eine Setlist mit vielen Wahrheiten und Unwahrheiten, Ansprachen und sicherlich dem ein oder anderen Zwischentext. Ich gehe dabei auch wieder live, ob nun Trend oder nicht, younow und die Welt werden mich genauso begleiten wie ihr mich.

Damit es bunt und lustig wird, kommt, kommt, ja verdammt nochmal kommt vorbei, dann stoßen wir an mit Sekt und essen Kuchen, kitzeln uns und lachen, weil wir alle Ende 20 oder gar noch älter sind und diesen Spaß und Freiheit an diesem Tag genießen werden.

#Florianhatam11.AprilGeburtstag

So fest ich kann

Ich weiß das Krokodil, das beißt nicht. Ich mag Mode. Ich mag Mode die Gimmicks haben mit denen man nicht rechnet. Spacig war ich aus und habe 3 Zacken entdeckt. 3 Zacken wie von einem Krokodilbiss. 3 Zacken die nicht böse sind, es geht nur um ein bisschen auffallen in der allzu grauen Masse. Fresh halt.

Florian ich will ganz ehrlich zu dir sein. Die spannendsten Momente sind immer die, wenn sich wichtige Fragen klären. Dann wenn ich das kribbeln spüre und eine Antwort erhalte. Auch wenn es freundlich negativ ist, so bleibt eine Zeile die diese Woche mich ganz sehr motiviert hat.

Und ich halte meine Welt ganz fest zusammen

ich halte meine Welt so fest ich kann

und wenn du mich berührst fällt alles zusammen

alles zusammen

und ich halte meine Welt ganz fest zusammen

das niemand raus oder rein kann

und wenn du mich berührst fällt alles zusammen

fällt alles zusammen

* aus „So fest ich kann“ von „JULI“

Florian ich will ganz ehrlich zu dir sein. Das war eine tolle Woche. In jeder Situation die richtige Entscheidung. Ein sportlicher Auftakt mit Freunden, ein kribbelnder Mittwoch, ein perfekt strukturierter Donnerstag der mich am Abend mit Glück überströmt das es nicht fassen kann.

Der einzige Moment wo ich nicht ganz bei mir war, war dieser Freitagnachmittag. Da habe ich mich kurz verloren in Gedanken. An Freitage die mit D. um 17 Uhr begannen. Jetzt beginne ich allein und stehe manchmal vor dieser Leere, vor dieser Frage was mache ich jetzt mit all dieser Zeit. Ich kann so schwer allein sein, ich will immer Freunde und Freude um mir herum haben und ich brauche immer einen Plan.

Ich trieb auf das Juli Konzert. Das ist Musik die mich abholt und dahin bringt wo ich hingehöre. Midtempo Pop mit soften Mitspringpassagen, keine Platzangst, nette Gespräche, Gehalt in Tourshirt investiert, ja so soll das sein. Dann weiter in die „Heile Welt“ Club Mate, Orangina gelb und rot. Ein Abend mit Enddreißiger Freundschaft und mir.

Samstag wieder kurze Leere, aber ich war motiviert etwas draus zu machen. Also ein kleiner Ausflug an die Nordsee in der Frankfurter Allee und dann zum Badminton. Es zeigt sich wieder einmal. Mitdreißiger integrieren mich nett. Ich brauche den ganzen jugendlichen Scheiß gar nicht mehr.

Samstags nachts gehe ich aus, habe ich oben schon erwähnt. Wer clever ist, weiß was ich anhatte und wo ich war. Interessiert hat das vor Ort ein paar. Neu verkuppelt wurde ich nicht, aber ich treffe immerhin jemand der am nächsten Morgen mein Frühstücksgast ist. Dann trödel ich so dahin. Erwarte nochmals Besuch ob das nun was bringt oder nicht weiß nicht.

Goldener Engel

Auf der Suche nach Worten, Überschriften und Konstruktionen die im Kopf existieren. Immer wenn das länger dauert wisst ihr was passiert. Gar nichts meint ihr. Aber das ist dann eher so, dass ich mir selbst ganz nah bin, ich flow rufe, also Fluss spüre und mir um kaum irgendwas Gedanken machen muss, weil es einfach so passiert.

Einen Designwechsel hatte ich angekündigt. Kritik wegen den IKEA Möbeln kam ja auch von irgendwem, aber da erinnere mich spontan an den Satz: „Coole Bude hier“ Bunt durchdesignt habe ich das hier schlussendlich nicht, aber T-Shirts auf A4 gefaltet und sortiert und sortiert und entsorgt und dann Ausschau gehalten. Ich mag ja besondere Stücke, Muster, Farbe, eben das was abseits von weiß, grau, schwarz ist und mein Sommershirt habe ich in blau rot weißer Fleckenoptik gefunden. Es ist quasi wie für mich gemacht.

Und kaum ein paar Tage später ist es soweit. Der Frühling strahlt extrem, fast schon trügerisch schraubt sich das Thermometer auf 15 Grad Celsius und kurz überlege ich den Kurzmantel gegen die Sommerjacke zu tauschen. Ich bin mir da nicht so sicher, denn das was sich da draußen abspielt ist trügerisch und so lasse ich Khaki im Schrank und wähle Grüngrau. Ich fliege aus in das Bikkini Haus, mit meiner Nachbarin auf dem Holländerfahrrad im Look der Französischen Avantgarde. Kurz weilen wir am Affenfelsen und treiben dann ab in ein recht industrialisiertes Shopping Zentrum. Den Concept Store für Berliner Designer habe ich selbst gewählt und so stöbern wir durch ganz besondere Mode die zwischen Untragbar, Auffällig und teuer schwankt. Aber es spiegelt meinen aktuellen Wunsch wieder. Ich möchte für dieses Jahr ein Stück Mode besitzen das ganz besonders und so warte ich auf Noé und werde im Frühsommer wiederkommen.

Der Goldene Engel flog am Montag auf mich hernieder. Ich bin ja immer noch überrascht von dieser Professionalität und Flexibilität. Wo ich früher einfach nur die Zeit bis 16 Uhr absaß, in einem stinkenden kleinen Kabuff, so nenne ich nun ein schönes Büro, eine eigene Produktionsstätte und Kollegen die mit mir scherzen mein eigen. Und wenn eben mal nichts zu tun ist dann bekommt man auch die Freigabe für einen Goldenen Nachmittag, ab auf den Scooter und raus.

In der Nacht

Ich komme entspannt und ich gehe entspannt und das was dazwischen liegt nennt sich Arbeit, oder sagen wir besser Berufung.  32h die Woche arbeiten, so entspannt war ich noch nie. Dabei trotzdem das Gefühl haben ernst genommen und gebraucht zu werden und trotzdem noch Zeit für Freunde zu haben. Freunde sind Arbeit, nein das sollten sie eigentlich nicht, aber wer wie ich den hohen Anspruch hat so viel wie möglich mit Freunden zu unternehmen darf sich nicht hängen lassen.

Diese Woche, da war noch viel Konsumgedanken im Kopf. Es ist wie ein Kreislauf, ich trenne mich von Dingen und schaue nach neuem, verbessere mein Ordnungssystem und steigere die Qualität. Ich suche nach einer Steigerung für mich selbst und hinterfrage. Kallax Regal aufgebaut und Schubkästen eingeschraubt. Wie ich den Platz auf nur 35m² nochmals optimiert habe ist eine große Leistung. Und trotzdem wohnlich, sauber, ordentlich das sind nun Ziele. Und Platz für neues heißt nun zu prüfen was ist der nächste Schritt wo geht es hin, das ist es ja was mich immer antreibt.

Ich suche nach besonderen Stücken und habe diese Idee im Kopf die mich nicht so loslässt. Ich will das hier nochmal bunt durchdesignen und es auf dem Körper tragen, und wenn es 200€ kostet dann bin ich auch bereit dazu.

Day to night das ist ein schönes Motto. Ich treibe hinaus und bin darauf vorbereitet, das es ein neues Wiedersehen gibt. Ich spüre kurz Wärme in mir und rede dann und amüsiere mich später, weil ich weiß es war eine schöne Zeit aber ich brauche das nicht, weil  ich einen Menschen will der zu mir passt und keinen der sich noch ausprobiert. In der Nacht, das ist das wo ich allein bin obwohl ich das nicht mehr jeden Abend mag und so konzentriere ich mich auf den Tag. Ich stelle fest, das es sich in der Sonne sehr schön leben lässt. Dann wenn man früh aufsteht und zum Frühstück geht, wenn man mehr hat vom Tag als nur Club und Nacht und cool.

Keine neuen Wege aber sich einfach darauf besinnen was zwischenmenschlich wichtig ist.

Bilder im Kopf

Ich bin schon wieder in Berlin, so schnell vergeht die Zeit. Als Nachtrag quasi die letzten beiden Tage auf Gran Canaria, die sich nicht so spannend lesen, aber trotzdem etwas ausgelöst haben, was wichtig für mich ist.

Der ganze Urlaub war schon von einer großen Lockerheit geprägt. Beeinflusst von meinem Reisepartner und dem schönen Spruch, aber bitte doch im Moment zu leben und nicht zu viel im Voraus zu planen.

Und so startete unser Freitag mit einer spontanen Änderung. Kurzfristig sprang ich als Fahrer ein, weil mein Reisepartner seinen Führerschein nicht dabei hatte. Eigentlich hasse ich solche spontanen Änderungen, weil sie Unruhe in meinen Körper bringen. Aber diesmal stellte ich mich schnell auf diese Situation ein, beherrschte das Schaltauto schon nach der 2. Kreuzung und fühlte mich frei und sicher.

Und so ging es nach Las Terrazas in ein Outlet Center auf der Jagd nach besondere spanischer Mode oder bekannten und günstigen Markenprodukten. Ausgelöst hat es in mir das ich ganz besonders auf Muster und Farbe stehe, am besten Bunt, denn tragen kann ich offensichtlich alles. Ausgewählt habe ich aber nur ein Stück mit einem schönen und bekannten Motiv, was ich bald auftragen werde

Später fand ich im Atlántico noch eine kleine goldene Casio Uhr, einer dieser Stücke die mir schon länger im Kopf rumschweben.

Am nächsten und letzten Tag blieb ich für mich allein, weil diesmal mein Reisepartner einen anderen Rhythmus einschlug. Also rein in die Dünen zum Sonnen und später an der Promenade entlang, eine Steinskulptur bauen und ein Eis essen und ganz viel glücklich sein in diesem Moment.

Ich starte

Nur 10 min. Nur eine kurze Fahrt bis zum Ostkreuz. Es könnten 10 min sein bevor sich alles verändert?

Übertrieben geschrieben. Ja, denn das was ich mache ist nur die logische Umsetzung von dem was ich selbst von mir erwarte.

Es ist selten geworden auf den liebevoll blauen Seiten genannt, knallhart gesagt gayromeo, jemanden kennen zu lernen der einfach mal Interesse auf ein unverfängliches Treffen hat.

So ganz ohne Hintergedanken. So ganz ohne Schwanz rein und Sperma raus.

Spannend ist das alles mal. Und wenn sich gleich die Tür am Ostkreuz öffnet bin ich einfach gespannt was mich erwartet.

Let’s just pretend it’s summer

Feta oder Filter?
Maya oder Punk?

Die Fashion week ist in der Stadt und die angesagte Mode tummelt sich in Mitte. Es ist Indie Sommer Zeit. Die Hosen werden knapp, die Muster floral und bunt ist gerade eine total angesagte Sprache. Wir wagen wieder was. Einer in blau, der andere glitzert Diamant. Wie kann eine Stadt nur so hip sein. Angestoßen wird mit Pilsener, kleiner Scherz und gestöbert wird bei Urban Outfiters. Die Mode ist von Kinderhänden hergestellt aber trotzdem teuer, so das Fazit. Wir wuseln Richtung Alexanderplatz vorbei an Pharrell williams, der von Happy, sieht aber nicht Happy aus. Kurz danach entwickelt sich meine Schwäche für Schuhe wieder. Ich finde adidas ist ein schicker Laden.

Auf dem Alexanderplatz lassen wir uns noch darüber belehren, was die Abholzung von Bäumen anrichten kann und speißen zum Schluss bei Burger King.
Etwas langweilig bis hierhin?

Es ist so. Atmet die Indie Szene nun gerade durch oder ist es Ihr letzter Atemzug. Wir sind auf der Suche nach Kulturen die irgendwann mal untergegangen Ich bin für Maya. Er für Punk. Hinter uns brüllt einer ins Telefon. Was soll ich mitbringen? Filter? Ich habe Feta verstanden.

Ich meine jedes Wort hier ernst. Das mit meiner leichten sozialen Ungeschicktheit genauso wie mit dem beruflichen Konsequenzen und ich finde ich habe verdient das sich beides positiv entwickelt.

Der tiefere Sinn

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann gibt es bei jeder Veranstaltung die ich besuche einen Sinn und einen tieferen Sinn. Der Sinn ist es Spaß zu haben, der tiefere Sinn ist es auch jemanden kennen zu lernen, besonders auf schwulen Veranstaltungen gehe ich dem nach.

Ich erwarte keine Wunderdinge aber meine Hoffnung ist es das irgendjemand mit seinen Augen kurz an mir hängen bleibt und mich im Idealfall noch anlächelt. Darauf bin ich vorbereitet, fast immer steckt hinter dem was ich anhabe und wie ich mich verhalte ein Sinn. Kein Kleidungsstück trage ich zufällig und mittlerweile verfüge ich über genug Outfits die sich gut zwischen Mainstream und Indie einordnen und manchmal auch einen Hauch sexy sind.
Ich erwarte das auch von meinem gegenüber und die allermeisten folgen dem Trend sich beim Ausgehen auch entsprechend an zu ziehen. Leider sagt das wenig über jemanden aus.

Charakter und Persönlichkeit.

Nach der ersten Kontaktaufnahme mit Blickkontakt oder einem Lächeln beginnt für mich immer ein spannendes Spiel. Ich weiß mittlerweile über mich sehr genau, dass ich nicht schüchtern bin, aber ich kalkuliere das erste Wort erst sehr spät ein. Vorher werde ich dich scannen. Bist du überhaupt schwul? Verhältst du dich so? Bist du allein da oder mit deinen Freunden und wie interagierst du mit denen? Bist du überhaupt auf der Suche nach Kontakt oder ist es dir egal und drehst dich immer weg? Kannst du tanzen? Ganz wichtig rauchst du? Trinkst du und wenn ja was und in welchen Mengen? Möglicherweise werde ich meinen Standort immer mal ändern. Ich werde vor dir, neben dir und hinter dir tanzen. Ich will dich von allen Seiten sehen und schauen ob du darauf reagierst. Ich laufe auch gern mal weg für ein paar Minuten, um zu registrieren ob du mir nach siehst oder nicht. Ich werde dir auch unauffällig folgen und schauen ob du rauchst oder was du machst. Vielleicht sieht man sich an einer anderen Stelle wieder und ja, irgendwann fällt das erste Wort. Wie gesagt ich bin nicht schüchtern und werde dir vielleicht winken und Hallo sagen oder Fragen wie es dir geht und dann wird man schauen wie es sich kommuniziert.

Wie gesagt es geht um Charakter und Persönlichkeit.

Da ist ja noch die Geschichte mit dem Darkroom. Ich war gestern zum ersten mal auf einer Veranstaltung wo so etwas angeboten wurde. Es gehört zu meinen Eigenarten sich in einem Club alles anzusehen, also gestehe ich auch das ich im darkroom war. Ich bin hineingegangen und habe das schummrige gedimmte Licht wahrgenommen, bin vorsichtig umhergelaufen und habe mich kurz gesetzt. Es war beklemmend aber ich habe nix gesehen was mich verstören würde.

Ich habe an dem Abend jemand wieder getroffen mit dem ich schon über ein Forum kenne. Wir haben etwas geredet und getanzt und ich habe dir aus Spaß gesagt, dass es einen darkroom gibt, Du meintest das wäre für dich unter der Gürtellinie. Okay ich habe dir geglaubt aber später am Abend bist du von 2 Typen angemacht wurden und bist darauf eingegangen. Zum Spaß vielleicht okay. Als ihr dann aber später zu dritt in den darkroom gegangen seit und du erst nach 20 Minuten wieder herausgekommen bist, war mir klar das du keinen Charakter und keine Persönlichkeit hast.

Es überrascht mich nicht, damit entsprichst du dem klassischen Durchschnitt des anwesenden Publikums.

Ich werde auch in Zukunft weiter durchhalten und hoffen das ich irgendwann jemanden treffe der meine Ansichten teilt.

Ansonsten bleibt zu sagen das auch der gestrige Abend Spaß gemacht hat und der Sinn erfüllt war, aber eben der tiefer Sinn nicht.

Kreisel im Kopf

Es mag emotional klingen, aber diese Satz wird die Welt verändern, glaube ich zu mindestens.

„Da gehen sie, die Hipster“
Es ist nachts, schon Freitag und irgendwas um halb 4. Schon etwas eigenartig um diese Zeit unterwegs zu sein, traut sich das der brave Junge. Immerdoch.
An mir ist nichts mehr Fake. Socken, Schuhe, Hosen, Unterhosen, T-Shirt, Frisur und Indie-Nerd Brille, alles dabei, nur meinen Jutebeutel habe ich vergessen. Da würden dann so coole Sprüche drauf stehen „Girls looking for girls“ , „Du hast Angst vom Hermannplatz“ oder „Fuck art let´s dance“

Macht alles keinen Sinn, muss es auch nicht. Herlich willkommen. Berlin.