Danke für nix

Ich nehme das Motto des diesjährigen CSD in meine Überschrift auf, auch wenn ich dieses Jahr nicht persönlich dabei war. Sommer 2016 läuft anders als gedacht, aber für was steht dieser Sommer eigentlich.

 

Erinnern wir uns zurück.

 

Sommer 2012: Angekommen in Berlin, neue Freunde, viele neue Erfahrungen, Diplomarbeit.

Sommer 2013: Arbeitslos, die erste Liebschaft, neue und alte Freundschaft, ein Tanz auf der Rasierklinge.

Sommer 2014: Der erste Job, die zweite Liebschaft, eine unglaubliche Reise nach Japan, die wohl beste Zeit oder?

Sommer 2015: Der zweite Job, keine Liebschaft, sich selbst vollkommen neu entdecken.

 

Und jetzt?

 

Nach dem Motto für 2016 suche ich noch. Die AIDA Kreuzfahrt hat es eingeläutet, die Freunde mit denen ich die Zeit verbringe begleiten es fort, aber es scheint so, dass das ganz große Finale mir noch bevorsteht. Jede Woche ein kleiner Schritt, der Speditionsauftrag ist unterschrieben, 3 Kisten warten im Wohnzimmer, um gefüllt zu werden, aber vorher erstmal Leben.

Ganz entscheidend für diese Woche war ein sehr schöner Satz. Ich halte nicht viel von diesem Trend, immer nur am Smartphone zu kleben, Pokémon zu fangen, Spots abzulaufen und Chats zu führen, dafür ist die Welt doch viel zu schön. Also raus mit echten Freunden zum Völkerball und Badminton, nach Brandenburg zum Musikfestival und auch mal absagen müssen, weil sich Arbeit einen Tag in Knechtschaft verwandelt und ich den nächsten Tag darunter leide und allein sein möchte. Zum Glück hat es nur einen Tag gedauert und Sonntag kann ich sagen, die Sonne scheint mir aufs Gesicht und ich freue mich mit euch.

I’m running with the wolves tonight

Ich renne mit den Wölfen diese Nacht.

Was für eine Woche!

Das was ich Dienstag sagen wollte, gilt Sonntag schon nicht mehr. Ein Übermaß an Energie in mir, leichter Schlafmangel inklusive und alle schlechten Gedanken wie weggeblasen und das obwohl niemand zwischen Beinen war. Ich brauche das nicht mehr und wenn doch dann will ich jemanden der mich einwickelt in ein warmes Tuch am kühlen Abend, im Mittsommernachtstraum, scheiße Grönemeyer zitiert, schöner kann´s nicht werden.

Wo war ich, was bin ich?

Eigentlich dudelte Aurora nur so nebenbei und plötzlich springe ich auf und Wedel umher, was für eine Energie , was für ein Song und nur Tage später tanze ich erneut auf dem Balkon und rolle mit Schaum vorm Mund über den Boden. MIA. hauen ihre Songschnipsel zu „Biste Mode“ raus und trotz all des Gegenwinds bin ich verliebt, es bleibt dabei, jeder sollte eine Mieze Katz zum gemeinsamen schnurren haben und da ich diese noch nicht habe tue ich ganz viel dafür.

Ich bin immer unterwegs und steigere meine eigene Leistung auf 5 Sporttermine in der Woche. Und so begegne ich neuen und alten Bekannten die mich unterstützen und vielleicht ist ja der ein oder andere dabei der ein Auge auf mich wirft. Ich denke es gibt da jemanden der sich nicht sofort in dem Muster findet in dem ich suche, aber trotzdem etwas haben könnte, was mir gefallen könnte. Ermahnung Florian, wir denken nicht im Konjunktiv, wir handeln jetzt.

Dass ich sogar den Besuch meiner Eltern in ein fließendes Wochenende untergebracht habe ohne an Freizeit und Mehrwert zu verlieren begeistert mich sehr. Ich bin noch vor einem aufeinandertreffen in der Stadt, lasse die Haare moderat schneiden und schließe einen Punkt von meiner Projektliste, mit dem Erwerb eines James Rizzi Kunstwerkes ab.

Weiter geht es, ich wird zu wir und ich sammle Ideen für die Idee mit den bunten Kissen auf dem Bett. Nächste Woche steht das an.

Wir optimieren am nächsten Tag ein Detail in meiner Wohnung, es ist schon verrückt was man nach 1,5 Jahren immer noch an Möglichkeiten entdeckt. Wenn ich hier so sitze und mich im Kreis drehe und auf das schaue was entstanden ist in dieser Zeit, ist es eigentlich töricht nach was Neuem zu schauen. Aber die Mühlen mahlen auf diesem Gebiet bekanntlich langsam, das ist ein sehr langfristiges Projekt.

Sport das fünfte Mal in dieser Woche, Abendessen in den Hackeschen Höfen und Club in der Nacht. Es ist das einzige was ich an mir Kritisieren muss an mir, das ich einen Wolf gefressen habe an diesem T., einen Menschen den ich nicht kenne und trotzdem schon so anziehend finde. Ich muss da vorsichtig sein.

Also raus aus diesen Gedanken und zu schauen wie ALBA Berlin ein paar Körbe wirft, das erste Mal in der O2 world steht an.

Ich renne mit den Wölfen in der Nacht.

In meinen Händen liegt ein Jahr

Jahresrückblick schreiben. Nach der Reaktivierung des Blogs die nächste Aufgabe, auf dem Weg zurück. Im Radio läuft schon der Jahrescountdown der besten Hits, also wird es Zeit.

In meinen Händen liegt ein Jahr. Auf der einen Seite wiegen positive Dinge schwer, sie liegen mehr in der Zukunft. Ich habe meine Wohnung bezogen und mich eingelebt. Ich habe Arbeit gefunden und werde in wenigen Tagen starten, das ist die größte Freude momentan.

Die andere Hand ist leer geworden. Ich habe mich verstellt, falsch verhalten und war nicht Ich. Verloren habe ich Freunde und Kontakte und starte auf diesem Gebiet recht frisch.

Nun etwas Chronologie. Im Januar stand ich recht im frisch im Saft. Zu mindestens, was das ausgehen anbetrifft übertrumpfte ich mich Woche für Woche selbst. Ob ich dabei immer ich selbst war, weiß ich nicht so genau. Oberflächliche Kontakte sammeln, die Nacht zum Tag machen, irgendwas ging immer und ein Ende gab es nicht. In einem war ich mir stets sicher. Ich strebte und traute mich im April das erste mal, auch im Mai, auch, auch, auch… bis in den Dezember hinein.

Einblicke in neue Welten, unabhängig davon ob ich nun da sein wollte oder nicht. Ständige Weiterentwicklung im Kopf wandte ich mich alten Tugenden ab und wurde das erste mal im Leben richtig frech.

Ich will es doch allgemein halten, weil es keinen Moment gibt, den ich speziell für 2013 charakterisieren möchte.

Wir sehen uns bald wieder hier.

Happy new year

Ein Gedanke

Zum ersten Mal seit langem, das ich darüber hinaus komme mehr als eine Zeile zu schreiben ohne abzubrechen. Lang war ich auf der Suche nach Inspiration und den Worten etwas richtig zu verpacken. Da war es gut, dass ich Berlin und seine alten Muster für einen kurzen Zeitraum verlassen habe.

Ich weiß, dass ich es schon oft genug thematisiert habe, aber noch nie war der Gedanke dafür so klar wie jetzt. Ich habe überhaupt gar kein Problem damit Anschluss zu finden. Kaum war ich in Köln hatte ich 2 Kontakte. Eine Grundlage, die ich für weitere schöne Tage nutzte. An dieser Stelle darf ich gern einen Dank rausschieben. Dass ich hier keine Namen verwende ist bekannt. Also vielen Dank. Grinsebacke.

Das andere Problem ist eindeutig, dass ich nach wie vor allein bin. Verdrängen funktioniert ganz gut, aber es gibt dann immer diese Situationen, wenn man allein im Café sitzt oder schlimmer noch nach Hause zurückkehrt und weiß das niemand am Hauptbahnhof.
Um es etwas konkreter zu formulieren. Ich habe mittlerweile gelernt wie du funktioniert. Nachts wenn alles schläft bist du wach und in Aufruhr. Ich würde gern mit dir sein.

Hast du mich lieb?
Ich blies dir arge Wolken von der Stirn und tat ihr blau
Was tust du mir in meiner Todesstunde?

Schhneespuren

Der Winter geht langsam in seine sibirische Heimat zurück und was zurück bleibt ist ein brauner Teppich aus Matsch. Was haben wir in diesem Winter für Spuren hinterlassen auf unserem Weg zur Arbeit, zu Freunden, in den Club oder wieder nach Hause. Und jetzt also alles wieder weg.

Da muss man doch einmal darüber nachdenken was wir für Spuren diesen Winter hinterlassen haben.
Viel war von Protest geprägt. Für oder gegen Internet. Für oder gegen Nazis. Für oder gegen.

Wofür bin ich eigentlich?

Ich habe mich nicht immer ganz korrekt, der Regeln entsprechend verhalten. Spontan ja, aber auch manchmal über das Ziel hinausgeschossen. Belehrt trenne ich mich von Dingen und lasse gleichzeitig neue entstehen.

Zwischen wildem Drang und unbedingtem Herausgehen und häuslicher Liebe. So schaut es aus.

Fast am Limit

Es ist gut zu wissen, das ich fast am Limit lebe. Nach 8h Arbeit ist meist noch nicht Schluss. Ich bin unterwegs, allein beim Sport, bei Freunden zu Hause oder mit Freunden auf Konzerten oder zum Essen und Einkaufen. Trotzdem würde noch mehr gehen. Schmerzlich musste ich auch diese Woche wieder erleben, das es gar nicht einfach ist neue Freunde zu finden, besonders dann, wenn vertrauenswürdige Chatbekanntschaften kurzfristig absagen hinterbleibt ein Gefühl, welches nur eine Leere beinhaltet.

Da tut es auch nicht gut sich im Kreise der Familie zu bewegen. Es funktioniert einfach nicht so gewünscht wenn hier zwei Gedankenwelten aufeinandertreffen. Die eine besteht aus Fragen und die meinige aus Antworten und Aussagen. Ich bin glücklich und minimalistisch besonders in der Weihnachtszeit. Vollgepumpt mit ständigen neuen Informationen bin ich es irgendwann leid zu beantworten ob mir was materielles als Weihnachtswunsch fehlt oder ob ich Appetit auf eine überteuerte Speise auf dem Weihnachtsmarkt habe.

Eine Antwort wäre Akzeptanz. Aber ich bin mir mittlerweile sicher das ich diese im familieären Rahmen nie zu 100% bekommen werde. Ein offizielles Outing gab es zwar schon, aber missverstanden kam es nie an. Also wird es irgendwann über den härteren Weg gehen, wenn ich einfach meinen Freund mitbringe. Dazu müsste das mit den Verabredungen mal klappen. Ein Teufelskreis.

Jedenfalls bin ich frohen Mutes und auch schon bereit auf kommendes. Ich habe wieder mal ein paar Wort verwendet die nicht die meinigen waren. Der scharfe Beobachter wird schon wissen welche es sind. Vielleicht gibt es ausgerechnet dafür Kritik, es kann sein, aber ich bin ein freundlicher Mensch. Egal was auf mich zukommt, ich werde es freundlich kommentieren.

Blätterstraße

Meine Füße tasten sich durch die Welt. Diesmal spüren sie ganz neue, aber auch altbekannte Sachen. Zu dem Boden haben sich wieder Blätter gesellt und die Straßen sind voll damit. Also lasse ich meine Fü0e schleifen und ein rascheln entstehen. In der Hektik achtet niemand darauf. Ich bin diesmal ganz anders. Schweigen ist diesmal meine Kommunikation. Ich genieße einfach so wie es ist.
Sicherlich waren die Pläne andere. Ich bin ja nicht allein. Worte reichen als Aufmerksamkeit. So vergehen die Stunden irgendwo in der Stadt. Ich lasse mich begeistern und schaue langsam dem Sonnenuntergang entgegen. Wir verschwinden in Geschäften und irren in der Puppenabteilung umher. Süß wenn 2 Jungs für eine dreijährige Nichte nach einem Geschenk suchen. Überforderung macht sich breit und so bleibt es nur beim schauen.
Es ist dunkel. Die Blätter sind mit etwas Feuchtigkeit bedeckt. Manchmal verliere ich den Halt und muss mich stützen. Zum Glück fasst jemand zu.

Stunden

Vierundzwanzig Stunden.

Es ist die fünfte Stunde und dreißigste Minute. Ich bin kurz wach. Alles ist stumm, auch das Handydisplay hat mir nichts mitzuteilen.
Es ist die sechste Stunde und zehnte Minute. Der Radiowecker spielt eine Melodie und ich werde entgültig wach. Fünf Minuten verweile ich noch.
Es ist die sechste Stunde und vierzigste Minute. Ich sitze am Frühstückstisch. Auf meinem Teller liegt ein geteiltes Brötchen und ein paar Apfelspalten. Noch träume ich aber die süße des Apfels und die Harmonie des Tee´s erwachen mich.
Es ist die siebte Stunde und zwanzigste Minute. Nach einer erfrischenden Fahrradfahrt bin ich auf Arbeit angelangt. Ich genieße für einen Moment die frische Luft und strahle kurz.
Es ist die zehnte Stunde und vierzigste Minute. Ich pausiere kurz, heute habe ich nur eine Banane dabei,
Es ist die erste Stunde nach Mittag. Wir haben beschlossen gemeinsam Mittag essen zu gehen. Unglaublich der Humor hat mich gepackt.

Die Zeit vergeht ein Stück.

Es ist die dritte Stunde nach Mittag und die vierzigste Minute. Ich habe mich für den Heimweg zurecht gemacht. Gemütlich rolle ich nach Hause, lasse die Sonne im Rücken strahlen und warte ab.

Es ist die sechste Stunde. Es ist sehr ruhig so allein. Der Fernsehe läuft stumm, ab und zu mag ein Mensch der etwas wissen mag, aber die interessanten Dinge bleiben aus.
Es ist die achte Stunde und zweiundvierzigste Minute. Viel ist nicht passiert heute. Trotzdem blogge ich.

Gedanken

Warum sitzt da ein Mann am Spreeufer ganz allein. Er ist fein angezogen mit schwarzen eleganten Hosen und einem langärmligen lila Hemd. Sein Blick ist traurig und es ist ungewöhnlich.

Warum sitzt da ein Mann am Spreeufer ganz allein. Er hat ein Blindenabzeichen an der Jacke aber eine Fotokamera in der Hand. Er schaut nichts sagend und wartet auf einen Lichtblick.

Warum jagen mehrere Männer am Plänterwald sich durch den Wald. Sie tragen Hosen im Armeestil und schwarze Hemden. An Stöcken haben sie Fotokameras befestigt und es sieht aus wie ein Spiel aber dann klettern sie über den Zaun des stillgelegten Spreeparks und es wird illegal.

Warum spricht mich ein fast zahnloser Mann am Dönergeschäft in Adlershof an. Er erkennt sofort meinen sächsischen Dialekt und weiß sofort gut Bescheid. Er kennt Details über diese Region und scheint auch Fachwissen zu besitzen.

Die Heimfahrt nach meiner heutigen Stadttour bleibt rätselhaft.