Vorhang auf

Es ist die erste Zeile, von dem Lied das ich gerade höre. Etwas gequält begann meine Woche von Sonntag auf Montag mit 2 Freunden im GMF, Anlass weil ich Geburtstag habe. Gequält, weil der Rücken hinten rechts etwas gezwickt hat, Folge von etwas zu viel Schlaf, ja ihr habt richtig gehört, auch sowas kann ungesund sein.

 

Montag zum Glück frei, langsam und bescheiden durch den Tag, Waffel essen und Freunde beim Abenddinner zum Burger treffen. Ein ganz besonderer Moment, wenn ich genau sein will, so schön das ein Danke eigentlich nicht reicht, 5 wertvolle Menschen an einem Tisch, schöne wertvolle Geschenke und ganz viel Adrenalin Ausstoß.

 

Die Woche weiter, ich nehme mir vor, ich mache Sport gegen das Zwicken, der Rhythmus lautet Völkerball, Badminton, Völkerball, Badminton, Badminton. Ich ziehe das an 5 Abenden durch bis Samstag und prompt geht es mir besser.

 

Viel mehr noch, Stammtisch am Samstag, es fallen Worte, Lob und Kritik und ich bekomme den Antrieb für das Trainingslager im August und vielleicht sogar die Liga ab September.

 

Letztes Jahr war ich voller Projekte und das wiederholt sich jetzt wieder. Nächste Woche steht das Kräuterpflanzen auf dem Balkon an, einer der letzten Aktivitäten die die Wohnung hier betreffen, sobald es offiziell ist spuck ich es auch aus.

Harte Woche

Wenn man sich ständig einredet das es eine harte Woche wird, dann wird es auch eine. Ich habe die Frühjahrsmüdigkeit, definitiv. Also das Schlafpensum erhöht und andere Aktivitäten sausen lassen, im gewissen Maß kann  ich das vertreten.

 

Die Woche begann super.

 

Montags bei einem lauwarmen Abend am Ufer der Spree zwischen den  Tee Pee Zelten spazieren und bei einer Privatparty bei der Chefin einer Japanischen Designagentur anwesend sein, eigentlich keinen kennen, nur den Manager an der Seite, trotzdem cool.

 

Dienstag war dann der Tag der mich aus dem Rhythmus bringen sollte, arbeiten bis 20 Uhr, mit vielen Mikropausen, zwischendurch auch was geschafft, ein Versuch an einer der schnellsten Lackiermaschinen der Welt, sicherlich ein Meilenstein in meinem Berufsleben, aber es gibt Dinge die ich besser kann und spannender finde.

 

2 Tage habe ich gebraucht, um mich wieder in meinen Rhythmus rein zu pendeln, an einem Projekt habe ich noch gearbeitet, es ist das ewige Suchen nach einer neuen Bleibe im Stadtzentrum, diesmal ging es zu einem Neubau im Friedrichshain, schön war es und sogar so schön das ich mich drauf beworben habe.

 

Probiert habe ich es auch mit Badminton und tanzen, doch jetzt steht erstmal älter werden auf dem Programm und dann geht es weiter.

Köln

Willkommen im November, ich raste nicht und setze mich nicht zur Ruh, 2 mal fliegen hin und her, dazu viel Programm in dieser schnellen Zeit, so schnell das ich doch glatt 4h von diesem Samstag der Horror Nacht unterschlagen habe, genau dieser Moment, wenn sich so 50 Mann, in einem Wohnzimmer versammeln und zu 2 Künstlern lauschen, wunderschön, danke dafür.

 
Dann also los rein in diese Woche, am Montag schnell noch ein paar Handmuster zum metallisieren, dann rein ins Taxi an den Flughafen. Da sitzt er also der kleine große Junge in seinen bunten Turnschuhen zwischen den ganzen Business Typen. Ich bin aufgeregt, es ist nicht mein erstes Mal, aber immerhin geht es zu einem Seminar von hohem Wert.
Am ersten Abend nur essen vom Buffet, noch nicht viel los, einfaches Zimmer, komisches Rundlauf im Hotel, egal, Augen zu und Gute Nacht.

 
Dienstag ein paar Stunden Seminar, so der Knaller wird das nicht, das spüren alle irgendwie recht früh, aber anstatt in Lethargie zu versinken traue ich mich raus. Die anderen verweilen beim Kegelturnier, mich treibt es nach Köln, treffen mit K. und nochmal K., MIA. Konzert ganz groß, ohne blaue Flecke, diesmal in der Menge, Platzangst überwunden, irgendwas hat mir einen Schub gegeben.

 
Mittwoch wir langweilen uns irgendwie weiter, es zieht sich bis 17:30 Uhr, ich genieße danach die Annehmlichkeiten in der Sauna und nicht nur, Abendessen und ab ins Bett.
Donnerstag ich lache mich schlapp beim Werner Film in der Nacht, vorher gibt es ein überaus gutes Treffen mit einem Kabinenteiler für AIDA, ja wir schmieden Pläne für die Zukunft, 2016 ist nicht mehr fern.

 
Freitag dann zurück, leider etwas Zeit verschwendet am Flughafen, aber egal, das plant und bezahlt die Firma. Ich bereite und denke lieber weiter voraus für 2016, Koffer kaufen mit Tante am Samstag, Tanzen zu Glasperlenspiel am Abend mit mir allein, Freunde mit denen ich glücklich werde gab es diese Woche um genau zu sein keine, ein vergammelter Sonntag und weitere Pläne für die nahe Zukunft, der Anspruch an mich selbst ist immer hoch, ich will immer raus, immer was machen, dafür habe ich die nächste Woche organisiert und die wird groß. Hamburg. CHVRCHES, wieder Flugzeug Gran Canaria, Sonne 25 Grad.

Unicorn

Ich hab noch Glitzerstaub im Gesicht, es wird schon hell und das in einer Woche die dunkel im Herzen war, aber das ist alles doof gedacht, am Ende war es besser denn je und das Ende Oktober, ja wo führt das denn noch hin.

 
Wir aßen uns satt bei Fisch im Reis, auch Sushi genannt dazu ein sauer scharfer Tropfen und ein knuspriger Snack, das ist Montag, das ist Japanese Restaurant in Johannisthal.
Sport wie gewohnt am Dienstag. Völkerball, werfen, ducken, fangen und ich bin die Queen die nicht schlecht spielt, auch mal auf die Knie fällt und wieder aufsteht.

 
Denkwürdig und ja ich schreibe es genauso nieder der schwarze Mittwoch war gar keiner, es war einfach nur der Anlass das ich seit genau an diesem Tag seit 1 Jahr Single bin und das habe ich gefeiert bei Buscetta und Pizza, zu Stermann und Grissemann die Rippen aus dem Leib gelacht, ach den kennt ihr schon, genauso wie das was ich am Donnerstag schreibe , diese #tbt Geschichte hau ich jeden Donnerstag raus und ihr glaubt den Scheiß auch noch, das ist alles 1 Jahr alt, alter scheiß von gestern, nichts mehr ist aktuell, kein Job zwischen alten Maschinen, keine Beziehung mehr, dafür vollkomme Freiheit in Gleitzeit und mit allen Freunden die man sich nur denken kann.

 
Ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe, Wochenende das war fast nur noch heterosexuell, das man da auch immer diese blöde Unterscheidung machen muss, ich kann flirten wo ich will, sei es bei der WG Party mit heißen Extrudier Geschichten oder später im Rosis bei goldenen Momenten zwischen Glitzerstaub, Luftschlangen und Konfettikanone, Club ist, wenn es von der Decke tropft, so muss das sein bei einer Party die alle versammelt die Rang und Namen haben, sei es der Graf Dracula oder Bekannte aus den entlegensten Winkeln von Berlin.
Schade, wirklich schade dass ich kurz in Köln bin, aber gut, wirklich gut das ich auch da schon wieder Anschluss habe.

Ich lass ein Haar

Ich lass ein Har diese Woche, nur welche Farbe hat es eigentlich.

 
Ist es grau, des Alterns wegen?

Ist es schwarz vom Ärgern?

Ist es blond, weil ich Freude strahle?

Ist es gar blau, so wie bei Mieze Katz?

 
Egal wie ich mich schüttle, diese Woche fällt ganz viel von mir ab.

 
Es ist immer abhängig vom Anspruch den man mitnimmt, wenn man ausfliegt und wiederkehrt.
Natürlich hätte ich eine tolle Woche in Berlin haben können, bei Freunden und bei Sport, tagsüber vielleicht mit Ausflügen in der Stadt versehen, oder Langeweile, aber ich mag keine Konjunktivkonstruktionen, also habe ich mich entschieden aus zu fliegen.

 
Erst ging es nach Sachsen, um da relativ schnell fest zu stellen, wie wenig da los ist. Keine alten Kontakte mehr, die Luft riecht nicht nach Mobbing und Gewalt, alles ist verflogen, was übrig bleibt ist Alter auf den Straßen, zwischen Asia Imbiss und Dönerstand.
Also gab es ein zurückhaltendes Programm aus Oma & Opa, sowie Großtante besuchen, viel Essen, wenig sehen, ein wenig Kino und weiter nach München.
Hinein in eine saubere reine Stadt, rotzfrech tönt die Mieze im Backstage Protest, gut wir haben schon besseres gesehen und ich habe auch schon wilder getanzt aber es war okay, weil es nach wie glücklich macht, Punkt aus, fertig los für 2 weitere Tage, einmal in der Filmwelt zu Bavaria Filmstudios und dem Tierpark bei Hellabrunn. Erwähnen muss ich noch, das ich die sitzende Frau von Picasso gesehen habe, ein fabelhaftes Meisterwerk, aber dann bitte ganz schnell zurück nach Berlin, da wo alle so schön dreckig rum laufen, das reden die, die keine Ahnung haben, kommen vom Dorf, da wo es nicht mal eine Gah-leh-ria gibt in die wir Abends einfach mal reinspazieren, nur um Lockstoff für die weiteren Stunden auf zu tragen.

Huckepack

Ich hab das rote Licht, den roten Mond gesehen, es war so wunderschön, komm ich nehme dich Huckepack und einfach mit.

 
Wer F&E arbeitet muss sich auch F&E kleiden. Ich trage ein Hemd dessen Oberfläche so behandelt ist das es changiert, Kleidung und Beruf verschmelzen, that fits, blau tailliert kommt drüber, halt den kennen wir doch schon, Vintage Kint Blazer, a touch of indie, it’s true i believe it.
It´s birthday bash, wir schreiben R.O.T und wenn ich jetzt hier so da oben stehe denke ich mir, wow das habe ich geschafft, dabei war ich früher doch nur ein kleines dummes Mobbingopfer.
DDP it´s time, für eine Party, so spontan so aus dem nichts das ich nicht weiß, komm ich an oder wo geh ich hin. Eine Route durch Berlin im Sound des Eurodance, ich fass das nicht und greif nach Luft.

 
So kaputt, so viel gesehen das ich vor dem Wochenende einmal tief atme, denn ich weiß es ist soweit für einen Ablauf wie aus dem Bilderbuch, diesmal perfekt ich kann nicht meckern, ich sage nicht ab und Date trotzdem, Pho Bo und einmal von vorn und von hinten.

 
Schon bald sitze ich verzweifelt im Reisebüro, für einen der sich nicht binden mag oder nicht gebunden, scheint allein reisen unheimlich schwer, ich kombiniere trotzdem, irgendwann.
Ich bin aus, am Hackeschen Markt und im Prenzlauer Berg, ich sehe 2 Wohnungen in denen ich definitiv nicht wohnen möchte, schon bald werde ich beim Möbel rücken helfen.

 
Keine Party am Freitag und am Samstag ich mache das alles am Sonntag, ich fahre raus nach Brandenburg und wieder rein nach Berlin, mich trennen nur 30 Minuten Power Mittagsschlaf vom nächsten Geburtstag, ich gehe essen um 2 Uhr und tanzen um 1 Uhr, das ist Berlin das ist Sonntag, ich mache meine Augen auf, es ist Montag 13 Uhr, Dachgeschoss, Prenzlauer Berg, wir haben es nicht getrieben uns nur bei der Kurzstrecke vom Taxi verrechnet, es ist immer noch Montag, viel Schlaf und Kartoffelstampf, das war mein Montag und mein Urlaubstag.

Haste Teile

So eine Überschrift charakterisiert die ganze Woche. Heute ist das nicht ganz so, denn dafür gibt es zu viele Themen die besprochen werden wollen.

 
Wir sind im Herbst, haben einen Temperatursturz hinter und von über 30 Grad bis auf 15 Grad und hüllen uns jetzt wieder ein in warmem Gedanken, wie passend das ich gleichzeitig eine Liebschaft präsentiere und ich bin da auch überraschend offen umgegangen mit. Fragen können immer unangenehm sein Kritik trifft mich hart, hilft mir aber auch zu überdenken und den Wunsch nach Bindung lauter zu rufen und besser zu zeigen. Ich gehe den Schritt weiter und beschäftige mich mehr mit meinem Gegenüber als zuvor.

 
Die Woche beginnt gemütlich mit Eis und Indiaca aber schon recht früh ahne ich dass wir diesmal ganz andere Geschichten schreiben.

 
Ich sitze Tags später im Theater höre mir Comedy und ernste Gespräche zur Integration an und um es nur mal an zu schneiden. Ja jeder ist willkommen, wir tragen Verantwortung für ein weiterhin friedliches Deutschland und Europa.

 
Mittwoch kommt die Liebschaft ins Spiel und sonntags frage ich mich warum ich so bin. Zwischendurch konstaniere das ich ein kleiner Stalker bin. Da ist es wieder dieses alles unter Kontrolle haben wollen. Wenn ich wirklich will dann denke ich nicht nur für mich selber sondern auch für einen weiteren. Scheitern ist erlaubt denke ich und so rappeln wir und vielleicht noch einmal auf.

 
Party machen war ich auch. Aber es scheint schwieriger zu werden die passende Party in Berlin zu finden. In der hetero Elektro Szene verteilen sie Drogen schlimmer denn je. Jetzt weiß ich auch das Teile Ecstasy ist. Der Kampf der Gay Partys tobt am anderen Ende. Propaganda gegen Ken und andere Clubs. Geboten wird ein Floor, eine lächerliche Seifenblasenmaschine und wilde Homos und Gogos. Musik ohne Übergänge Bitte und das Bier warm für 4€. Herzlich willkommen ich weiß es nicht

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We used to wait

Wir sind es gewohnt zu warten. Überschrift diese Woche geklaut bei J. aus dem WhatsApp Status, aber eigentlich innerlich gemeint und angewendet auf M. und da sind wir schon wieder bei dem inneren Chaos, einer ständigen Aufruhr, kurzum diese Woche war so gut das ich Sonntagmorgen 7:30 Uhr auf dem Balkon sitze, meine Monster frei lasse und das Glück einfach rausheule.

 

Was War das, ach ja Montag ja eigentlich frei aber anstatt Füße hoch heißt es lieber mal das neue GMF besuchen. Gut der Mega Knaller war es nicht aber da bin ich glücklicherweise mittlerweile sehr konsequent zu mir selber das zu erkennen und einfach zu beenden, was gar nicht angefangen hat.

 

Also lieber montags tagsüber eine Waffel und ein Eis dann schön zu IKEA und zum Sport. Schreiben wir kulinarisch weiter mit asiatischem Krautsalat und Hähnchen in Mango soße. Natürlich kurzfristig und spontan mit 2 Freunden und einer Freundin.

 

Es bleibt dabei ich renne am Mittwoch quer durch die Stadt, setze mich ein für die Mietpreisbremse und genieße am Abend Steak, Pfefferlinge und Kartoffelgratin.

 

Es bleibt immer noch dabei, ich renne auch am Donnerstag durch die Stadt, schönes Kubb Spiel am Humanplatz, schönes Ipanema Eis und am Abend einem Knoblauchrausch à la Aglio e olio.

 

Ich Wechsel den Schreibstil, ich bin im Wochenende, ich könnte reden über das Date am Freitagabend, mach ich aber nicht, weil ich niemanden hinter her laufe.

 

Also lieber fokussieren auf Freunde und Zeit teilen am Ufer der Spree im Treptower Park. Abends Zeit teilen mit dem Manager Freund. Um die Platte hetzen, im Finale stehen, den Floor wechseln und Geschichten auspacken, unterbrochen von einer Umarmung und wildem knutschen. Nein ich verschweige dir nichts. Irgendwann schließt sich der Kreis auch dieser. Wir kennen uns nicht mehr einfach nur virtuelle da ist jetzt was und ich lasse es ganz langsam wachsen, denn nochmal ich habe gut genug in mir erkannt das alles auf mich zu kommt, ich muss nicht suchen, ich muss nicht hetzen, ich darf sitzen schweigen und genießen.

Leave a trace

… eine Spur hinterlassen …

 
Das war Sie also die KW30, ich denke, also bin ich, ganz klassisch in Kalenderwochen nun. Arbeitstechnisch alles beim alten, da kann ich locker die Worte von 2014 wählen, aber diesmal hat es ein festes Fundament, okay das wird es nie ganz geben, aber wann gibt es das schon. Also Urlaub genehmigt, Visitenkarten angekommen und Namensschild an der Tür wird auch bald geändert.

 
Also schauen wir mal auf das zurück was diese KW30 wirklich ausgemacht hat. Sonntag in KW29 wohlgemerkt war ich voller Energie und schwärmte von diesen 3 neuen Dingen die auf mich zukommen würden, oder sagen wir 2 wirklich neue Dinge und ein was grob bekanntes.

 
Und so fand ich mich am Dienstag auf dem Boden der Tatsachen beim Völkerball wieder, aber nein gestolpert bin ich nicht, es war ein tolles Ballvergnügen, was ich öfters wiederholen werde.
Ich rauschte weiter durch die Woche, ein Donnerstag wie er nie war, mit dem Scooter nach der Arbeit in das bunte wilde Kreuzberg, Milchreis kaufen, auf der Bank löffeln und einen Text über Freundschaft lesen und grinsen weil ich welche hab, hier Johannisthal und in ganz Berlin nur in Moabit nicht, aber da brauche ich auch keine, was für ein Diss herrlich.

 
Die zweite Sache war nicht so lang im Voraus geplant, es kam mehr oder weniger über mich, mit einem Freund in die Stadt, Sushi essen und dann kräftig den Hintern knackig und gay bei Asbjorn schütteln.

 
Unheimlich gefreut habe ich mich auf das Freiwasserschwimmen in Teupitz am See, ich habe damit keine Erfahrung, auch weil ich als Kind nie wirklich im See baden war. Nun also 1,4 km durchs Wasser, geplagt von Zweifeln ob ich es schaffe, Fragen zum richtigen Tempo und einer tollen Feststellung es zu schaffen, Zeit egal, Hauptsache der Tag war schön, bei Gulasch und Kugeleis, aus einer Telefonzelle heraus zu Hause anrufen.

Eine große Karriere geht langsam zu Ende

Ich habe MIA. Schon überall gesehen, ob im kleinen Proberaum vor gerade mal 50 Fans oder in der Max Schmeling Halle vor 10.000 Fans. Und immer war die Botschaft der Setlist voller Liebe.
Gestern Abend hat zum ersten mal etwas gefehlt.

Die Würfel Bühne steht etwas verloren vor dem großen MIA. Banner. Der ganze technische Schnick Schnack macht das Bühnenbild fast schon wieder etwas kaputt. Dann wird das Licht gesetzt und die MIA. Jungs betreten die Bühne zu United States of Ich&DU fragen sie: „Sag mir was hast du heut Abend vor, sprich dich aus ich bin ganz Ohr“ Mieze wiederholt den Chorus und die Show beginnt. Schnell wird klar wie unterschiedlich die Geschmäcker im MIA. Publikum sind. Während der eine zum ersten Stück einfach tanzen mag, steht der nächste bei Kill 4 you ratlos in der vollen, aber nicht ganz ausverkauften Halle. Es ist der Wahnsinnige Bruch zwischen Elektropunkpop Attitude und QueenPop Kommerz den MIA. In Ihrer Setlist bedienen müssen. Und so richtig will das nicht gelingen. Die Aneinanderreihung der Stücke wirkt zu wahllos. MIA. Spielen das was sie können, spielen das was eben die ein oder die andere Fan Gruppe hören will, aber wirklich eine Verbindung, eine Geschichte gibt es nicht. Früher war Mieze bekannt für ausgefeilte Kostüme, Trapezshow und ganz ergreifende Momente, dann wenn sie bei „Ich atme“ oder „Brüchiges Eis“ auf den Boden sank wusste man wieviel Liebe die Band gibt.

Heute passen die Übergänge und Experimente auf der Bühne zwar immer noch, aber es fehl die Leichtigkeit und Perfektion. Klar gibt Mieze als Kapitän, als Fallschirm oder mit Ihren Jungs bei „Hoffnung“ ein schönes Bild ab, aber es fehlt die ganz große Überraschung.
Vielleicht kann man über „Hungriges Herz“ positives schreiben, dann wenn das Stück sich mal wieder neu erfindet und zu „Sweet dreams“ wird, weiß man das MIA. Voller Ideen und Live Attitude stecken. Trotzdem wer das „Hungrige Herz“ Intro von Willkommen im Club oder der Tacheles Tour kennt, den wird der Diskosound nicht schmecken.

Und so gleiten MIA. durch den Abend. Die neuen noch unveröffentlichten Stücken reihen sich unauffällig in die Setlist ein. Mieze redet über Freundschaft, Liebe und „Geld“. Nach Geld kommt wieder Liebe und sie gehen ab. Kaum gibt es Zugabe Rufe und trotzdem hauen sie noch ein Instrumental raus, wo es gleich mal den Strom raushaut. Die Technik bemüht nach 10 Sekunden steht das Elektro Gedudel wieder und Mieze darf sich zu“ Machtspiele“ und“ Was es ist“ austoben. Nach „Tanz der Moleküle“ wird man mit „Floß“ nach Hause geschickt. Mieze ist voller künstlicher Glück, wie in jeder Stadt der Tour und das Publikum ist traurig. Nach „DSDS“ haben MIA. Nur mit Nein!Nein!Nein! dahingefunden wo sie hingehören, der Rest ist verwaschen. Ein Album das nicht fertig werden will, eine Tour die nicht ausverkauft werden will, und eine Band die zwar will, aber wie lang noch darf?

Das Ende der Coolheit

Es ist eine Krankheit, eine neumodische Erscheinung, ein Berlin Effekt, wahrscheinlich in Berlin ganz besonders gern ausgelebt.

Spießig bin ich gewesen und das ganz bewusst. Ich kann mit diesem Effekt nichts anfangen, eine Party auf 21 Uhr anzusetzen, aber sich dann selbst als cool einzustufen und erst nach 24 Uhr einzutrudeln. Gerade dann wenn der Gastgeber sich dabei etwas gedacht hat. Umgezogen ist man, einige Kisten wanderten quer durch Berlin, fleißige Hände wurden benötigt und gefunden und dann will man einfach nur mal Danke sagen.

„wir wollen hier kein megabesaeufnis feiern“ … „sondern nur nen supernetten abend mit euch verbringen.“ … „feedback faenden wir ganz gut, dann wissen wir, wie viel pizza wir machen muessen, oder was euer lieblingsgetraenk ist“

Ich war so nett gewesen meinen Getränkewunsch vorher mitzuteilen und eine Kleinigkeit an Knabberei beizusteuern. Die Zeit hatte ich im Kopf gespeichert und war tagsüber mit meinem Freund noch unterwegs. Ganz pünktlich auf die Minute haben wir es auch nicht geschafft aber immerhin in einem vertretbaren Rahmen von etwa 15 min Maximalverspätung sich zu bewegen ist absolut in Ordnung.

Die Gastgeber waren auch super vorbereitet. Die Getränke im Kühlschrank, die Pizza im Ofen. Startklar in etwa 21 Uhr, nicht so supergenau auf die Minute aber trotzdem alles perfekt. Das Licht gesetzt und die Wohnung eingeräumt.

Schnell ergibt sich eine nette Pärchenrunde, gesprochen werden ein paar allgemeine Dinge, Pläne werden geschmiedet und dann dieses gespannte Warten auf ein Klingeln. Weitere Gäste zur angegeben Zeit Fehlanzeige. Denn die, die noch kommen wollen, wollen cool sein. Vorher protzen sie im Chat wie sehr sie sich freuen würden auf diesen super Abend, aber kommen wollen sie ja nicht pünktlich, das würde ja spießig sein, Lieber schnürt man die Spannung auf die eigene Person noch ein wenig, schreibt wo man sich gerade befindet und das es ja hier so cool wäre, weil Festival und so. Kommen wird man gern noch aber gern ein paar Stunden später weil dann ist man sicher cool zu sein.

Leider nicht, denn das ist vorbei.

Es lebe die neue Pünktlichkeit, maximal 15 Minuten zu spät im Freundeskreis, alles andere wird wissentlich ignoriert.

Auszeit in Sachsen

Am Sonntag um 10 Uhr fuhren ich und 2 Mitfahrer nach Sachsen. Der Beginn der Reise war eher ruhig. Wer Berlin verlässt, der sucht tendenziell Ruhe und Entspannung. So war es auch bei mir und meinen Mitfahrern. Einer wollte auf einen Geburtstag und noch ein paar Tage in der Sächsischen Schweiz anhängen. Der Andere wollte seine Eltern und Schwester besuchen und ein paar freie Tage für die Familie nutzen.

Ab Dresden waren wir zu zweit im Auto. Das Gespräch wurde lebhafter. Es ging um den groben Lebenslauf und Gründe warum man Sachsen verlässt. Schnell waren wir einer Meinung. Job mäßig bietet die Region keine attraktiven Angebote, kulturell noch weniger.

Zu Hause angekommen verfiel ich schnell in den sächsischen Rhythmus. Nach der Nudelsuppe ruhte ich mich auf dem Sofa aus und sah seit Wochen wieder bewusst fern. Danach ging es in den Garten zu Oma & Opa. Es gab Kaffee und Kuchen, wir redeten das Nötigste und ich entspannte.
Zum Abendessen war ich zurück bei den Eltern. Es gab Steaks vom Grill, Salat und Beilagen. Mein Vati präsentierte sich überrascht über die reichhaltige Auswahl. Das Abendessen hatte einen leicht künstlichen Charakter.

Der nächste Tag startete dynamisch. Gemeinsam mit meinem Vati wechselte ich die Reifen an meinem Auto und sorgte für Ordnung. Es ging weiter in die Stadt. Wir erledigten ein paar Dinge und brachten meinen PKW noch in die Werkstatt. Pünktlich um halb 12 waren wir dann beim Mittagessen bei meiner Oma. Die Anfangszeit lest ihr nochmal, ja, ich habe wirklich um diese Zeit gegessen.

Am späteren Nachmittag ging ich mit meiner Mutti auf den Friedhof und unternahm einen Spaziergang durch den benachbarten Park. Wir aßen noch ein Eis auf dem Marktplatz. Eigentlich hatte ich mich mit einer Freundin verabredet bin aber versetzt worden. Insgesamt bin ich sehr enttäuscht von der Verabredungsfreudigkeit meiner ehemaligen Freunde. Von 3 Anfragen blieb eine komplett unbeantwortet, die andere wurde berechtigterweise abgesagt und einmal bin ich wie gesagt versetzt worden.

Ich nutze den weiteren Nachmittag für einen weiteren Besuch bei Verwandten und ließ den Tag zu Hause ausklingen.
Für den letzten Tag zu Hause hatte ich mir nichts Spezielles vorgenommen. Ich hoffte ein wenig auf die Spontanität meiner Mitmenschen wurde aber enttäuscht. So verging der Tag am Fernseher, Computer und mit Bewerbungen. Es gab noch etwas Gutes zu essen, einen letzten Besuch bei der Oma und die Erkenntnis, dass alles wie früher war.

Den letzten Tag nutze ich für einen gemeinsamen Ausflug mit meinen Eltern nach Dresden, eine nette Zwischenstation auf dem Rückweg nach Berlin.

Ein Versprechen

Ein Moment der Spießigkeit und da waren sie die falschen Gedanken. Ich soll mir 2 oder 3 Städte in Deutschland suchen, die mir Gefallen und mich da gezielt bewerben. Moment gefallen schon, aber besser als in Berlin. Niemals.

„Nein nie zurück, nie nie nie…“

Ich habe gelernt hier zu leben und ich habe gelernt zu warten.
Ich habe jetzt ein Versprechen, dass irgendwann einmal für mich alles getan werden wird, damit ich glücklich bin. Eine gewaltige Aufgabe, los nimm sie an, du wirst nicht glauben wie unglaublich gut dir das tun wird.

Ich habe noch kein Versprechen für eine weitere Beschäftigung hier, aber ich weiß warten heißt auch hier die Devise. Ich werde meinen Platz und meine Nische finden.

wertschätzend

Ein Streifzug durch die Nacht. Ich kenne nun die Augenfarbe meiner Lieblingssängerin. Sie ist braun. Mir ist das noch nie so aufgefallen. Jetzt aber wo ich die Möglichkeit hatte, auch wenn es nur 2 Minuten waren mit ihr persönlich im direkten Dialog zu sprechen, ist mir das erst bewusst geworden. Sie strahlt so eine Wertschätzung gegenüber allen aus, es fasziniert mich. In der Lage zu sein kurz und knapp, aber trotzdem freundlich und aufmerksam zu kommunizieren, ist mir selten so entgegengebracht wurden.

Ein Fakt, den man nun nicht durchgängig von diesem TANGOWERK Abend behaupten kann. Es dreht sich im übrigen um diese Veranstaltung. Wir haben uns wieder versammelt. Ein kleiner Kreis von 6 Personen aus den unterschiedlichsten Teilen Deutschlands, die Wertschätzung entgegenbringen und auf diesen Moment warten der sich nun schon knapp über 2 Jahre zurück liegt. Mieze Katz für ein Lied zurück auf der Bühne.

Untereinander wertschätzen wir nicht komplett. Einige nette Worte die so nicht erwartet habe, das ist wirklich überraschend, aber auch eine unglaubliche Passivität empfangen mich. Das genau so ist wie es ist, ist auch gut so, denke ich. Ich akzeptiere es. Viel lieber sauge ich den Abend und das Glück in mich auf.

Anstand

Was macht Berlin nur aus mir. Es ist mir wirklich peinlich zu spät zu kommen, auch wenn ich wenig dafür kann.
Du tapferer Junge hast viel mit mir durchgemacht heute. Umgebucht vom Potsdamer Platz, auf den Alexanderplatz, auf das Ostkreuz und letztendlich wieder auf den Alexanderplatz.
Ich lieg in deinen Armen, atme durch und weiß nicht wie ich es sagen soll. Komm wir erklären uns Berlin.
Auf geht´s. Am Potsdamer Platz die erste Überraschung, ein roter Teppich, nicht für uns aber er versperrt uns den Weg. Sony Center, wir suchen einen Geldautomat und erklären uns dreidimensionales denken. Erst im Untergrund werden wir fündig.
Dann geht es hinauf, mit dem 2. schnellsten Fahrstuhl Europas. Komm wir erklären uns Berlin, im Nebel und Smog. Wo ist der Hauptbahnhof, wo der Kurfürstendamm und was steht da eigentlich auf dem Schild an dem Gebäude in der Ferne.
Pausieren, im Panoramacafe. Ja wir werden ernst genommen und zu Kaffee und Kuchen taucht Berlin sich in die Dunkelheit und das Licht wird rot.
Wir gehen weiter, zurück mit dem schnellsten Fahrstuhl Europas. Es kribbelt im Bauch, wir atmen durch, es ist lustig.
Du bist dran. Erklär mir Berlin. Brandenburger Tor. Abgeordnetenhaus und Kanzleramt, über die Spree zum Hauptbahnhof. Weiter mit der S Bahn. Ich bin dran, eine Frau möchte wissen wo man Deutsch essen kann. Ich erkläre es. Du bist dran. Lush hat Badekugeln, ich seh mich baden. Weiter, vorbei an Musik und im Licht der Stadt zurück.
Wir sind dran, eine kurze Umarmung und schon ist es vorbei.