Where do we go from here?

Vor gut 2 Wochen in Kopenhagen fotografiert und das dazu auch noch im Regenbogendesign, besser geht es nicht und so habe ich mir Gedanken gemacht wie geht es von hier aus weiter?


Die Erdbeeren vom Karls Erdbeerhof schmecken süß, so süß wie das Leben gerade schmeckt. Sich bei 39 Grad am Wochenende drinnen verbarrikadieren, ein kleines queeres Parkfest in Lichtenberg besuchen und den Montag bei angenehmen Temperaturen auf dem Balkon genießen.


Es ist mal wieder an der Zeit sich an die Liste der Notizen zu machen. Für was genau ich spationieren in Word gebraucht habe weiß ich nicht. Ich bin auch kein Designguru aber es klingt nach mir den Abstand zwischen den einzelnen Buchstaben gleichmäßig anzupassen. Ob es nun Inselbegabung oder Nerd ist, aber ich folge diesem Instagram Kanal von dem einen Typen der als Fred humorvoll und lehrreich die Welt des Grafikdesigns und der Typografie auseinandernimmt.


Es klingt komisch und ist fast zum Lachen, da bewirbt man sich auf eine ausgeschriebene Stelle mit 2 dicken Rechtschreibfehlern. Eine Firma die sich als Revolutionär darstellen will, aber ausgerechnet dieses Wort (revolitionieren) falsch schreibt. In Wirklichkeit handelt es sich aber um eine kleine Klitsche, hier einmal aus dem ostdeutschen übernommen und nichts mehr als liebevoll-ironisch gemeint eine Bezeichnung für einen kleinen, unbedeutenden und mäßig organisierten Betrieb.


Ich muss meiner Linie treu bleiben, denn in der Liste der Notizen tauchen auch die Buchbezeichnungen „Befreiung vom Überfluss“ und „All you need is less“ auf. Das erste Buch werde ich als nächstes Lesen um die Kritik am ewigen Wirtschaftswachstum zu verstehen. Es soll Themen beinhalten wie eine Reduzierung der Erwerbsarbeitszeit, z. B. auf 20 Stunden, die Nutzung der freien Zeit für Eigenarbeit wie Reparieren, Gärtnern, Teilen und die Entschleunigung des Konsums. Das zweite Buch ist mehr eine Mischung aus Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischer Sicht, begleitet von liebevollen, reduzierten Illustrationen. Ein Buch das ich nicht dringend lesen möchte, aber einen Gedankenanstoß dazu gibt sich immer wieder kritisch mit dem eigenen Gedankengut auseinander zu setzen. Letzte Woche z.B. hat ein kleiner Moment, die kurze Vorführung eines 125-ccm-Roller dazu geführt, dass ich mich auseinander gesetzt habe mit der Führerscheinerweiterung B196, Modellen und Zubehör nur um irgendwo an einer Stellschreibe 10-20 min pro Tag zu gewinnen die ich an anderer Stelle wieder vertrödeln würde. Alles nicht falsch aber an dieser Stelle ein „deutliches Schluss“ damit, eine Gesamtinvestition von ca. 6000€ ist es nicht wert, wenn man darüber nach denkt ein deutlich langsameres Leben in einer 15-Minuten Kiez Stadt in Berlin zu leben.


Ich habe mich in den letzten Wochen erfolgreich damit beschäftigt aus verschiedenen Kiez Kühlschränken zu essen, gutes Brot, meist gar nicht alt, dass ein oder andere leicht angedatschte Gemüse, frische Kräuter, alles verwertbar zu einem extra Belag einer Pizza oder einer Kräuterbutter, man kann in Berlin sehr günstig leben, wenn man es wirklich will.


Ich habe mir notiert bis zum 02.08 das Dot Chaos von Yayoi Kusama in Köln zu besuchen, gleichzeitig will ich München oder Wien bereisen, auf einem Pickleball Turnier in Gifhorn spielen und im August bei MIA. In Vellmar tanzen, eins bleibt am Ende immer gleich in mir ist Chaos und Aufbruch, alles auf einmal zu viel, den Bezug einer bestimmten Leistung habe ich bis auf den heutigen Tag ausgereizt, jetzt falle ich ohne Netz und doppelten Boden, wie tief und wie es von da aus weiter geht erfahrt ihr im nächsten Kapitel.

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