Spezialitäten Kabinett

Weiße Turnschuhe, grüne Hose, bunte Neonfarbe Jacke, weißer Hut und ein bleiches Gesicht mit nichtssagender Brille. Diesen Mann, schätzungsweise Mitte 30, hätte ich in der U- oder S Bahn nur ein müdes Lächeln geschenkt. Aber ich weiß mittlerweile, das es in Berlin viele Verrücke Typen gibt und man nicht nur nach Aussehen urteilen sollte.

Interessante Menschen mit charakterlicher Tiefe und einer gewissen Leidenschaft zur Kommunikation sind es, die mich begeistern. Neulich meinte ein Junge im Chat zu mir, ob ich Kommunikationswissenschaft studieren würde. Ja es stimmt tatsächlich, ich bin auf dem Gebiet etwas perfektionistisch. Aber viel lieber etwas offen und schräg, als total verschüchtert.

Sicherlich ist so ein Spieleabend etwas speziell und hat nur im geringsten etwas mit coolen Indie-Pop oder Homoszenen in Berlin zu tun, aber es ist trotzdem amüsant. Das was ganz harmlos um 8 beginnt, endet meist zwischen 1-3 in großer Freude. Stunden der Kommunikation, zwischen Freude, Ärger und non verbalen Momenten.

Ich mag es.

Schatten Springer

Es ist theoretisch und praktisch nicht möglich über seinen Schatten zu springen. Die Sonne und der Mond begleiten uns ständig und selbst in der finstersten Nacht begleitet uns ein innerer Schatten.

Was aber möglich ist, das dir die Sonne des Lebens so stark ins Gesicht scheint, das der Schatten hinter dir verborgen bleibt und du blind wirst. Gepaart mit unbedingtem Willen, dann ist vieles möglich.

So wage ich mich das 2. mal allein in das Schwuz. Auch unter der Woche ist das Clubleben in Berlin hart. Offizieller Einlass schon ab um 11. Ich war erst um 1 Uhr da und damit im guten Durchschnitt. Viel ging am Anfang noch nicht. 1 Popfloor und 1 Sportsfloor mit Kicker und Tischtennisplatte. Genau auf diese etwas andere Art der Kontaktmöglichkeit hatte ich abgezielt. Der Start zunächst misraten. Am Kickertisch keinen Anschluss gefunden und auf dem Tanzfloor fühlte ich mich allein auch deplaziert. Also besonn ich mich auf das was ich kann und weswegen ich da war. Tischtennis. Ich wusste der Abend würde sich entwickeln. Egal ob als aktiver Spieler oder passiver Zuschauer, Kontakt baut sich schnell auf. Nur mal den Ball fangen, nett lächeln und zurückwerfen oder einfach Fragen ob jemand mitspielen mag. Aber genau das ist es ja, jemanden ansprechen. Irgendwann, war die Runde dann komplett. So etwa 6 Mann die konstant miteinander, darunter 2 die mir gefallen. Irgendwann gab einer von denen seinen Schläger ab. Ich wollte ihn aber nicht aus den Augen verlieren, also musst eich genau das tun was für mich über den Schatten springen bedeutet. Genau das habe ich getan.

Der Rest des Abends war gerettet.

Was ist deine größte Angst

Ein Dankeschön an Tim, Matthias, Axel, Henry, Simon, Arne, Jana, Johannes, Lorenz, Mario und Tim.

Für die perfekte Organisation und Umsetzung eines wirklich tollen Nach Mittages, mit Billard, asiatischer Küche und 2 tollen Gesellschaftsspielen.

Lassen wir folgenden Satz einmal auf uns wirken.

Allein den Mut habe ich schon.

Es scheint ganz normal. Es beschreibt nur das ich Mut habe. Setzen wir nun das Komma an einer entscheidenden Stelle, bekommt der Satz eine ganz neue Bedeutung.

Allein, den Mut hat er schon.

Ja es ist tatsächlich so. Das Komma trennt das Wort Allein vom Rest des Satzes und zeigt deutlich auf das Allein auch allein bedeutet. Und trotzdem habe ich den Mut neue Dinge anzugehen. Auch wenn ich allein bin.

Ein weiterer Satz hat sich in den letzten Wochen in mein Gehirn gebrannt. Ich will, dass du weißt, was meine größte Angst ist. Ich habe am meisten Angst davor […],dass du mich abstößt […].

Ich sag dir mal was, es geht nicht anders als das jetzt mal zu schreiben. Ich wohne seit August hier in Berlin und kämpfe jeden Tag um Anschluss. Fast jeden Tag ein neues Erlebnis und auch Absagen, oder Nicht Reaktionen. Manchmal tut es weh. Ich habe ja noch nicht so eine große Basis wie du. Du kannst bestimmt auf Freunde zurückgreifen, die mit dir was machen. Ich dagegen stehe vor jedem Wochenende vor der Entscheidung was ich mit meiner Freizeit anstellen soll. Also gehe ich raus. Immer mit der Angst im Nacken auch abgestoßen zu werden. Manchmal strengt mich das psychisch sehr an, manchmal habe ich eine Freudenexplosion.

Wegen dir hatte ich beides.

In mir ist alles in Aufruhr.

Tacheles

Vom Suchen und Finden

Wenn schon suchen, dann das Glück. So sagt er der Berliner Songwriter Masen.

Man stelle sich einmal vor, es ist Freitag und dein Wochenende beginnt sich gerade Kopf zu stellen, gegen dich. Noch beschäftigt mit der Arbeit, beginnt gerade der geplante Tischtennistermin sich zu verabschieden. Im Kopf rechne ich schon die Minuten, die mir noch verbleiben. Irgendwie schaffe ich es dann doch. Dann halt das Abendessen to go auf die hand und schnell mit der Schnellbahn in die Stadtmitte. Ich Suche da ebenbürtige Mitspieler im Tischtennis und finde aber nur vom Ehrgeiz zerfressen Gegner. Also scheide ich im Doppel KO System schnell aus und suche mir die, die den Sport als Spaß verstehen und gewinne sogar.

Freitag Abend dann die erwartete Absage. Da gezielte Verabredungen bei mir nach wie vor nicht fruchten wollen, plane ich um. Aber auf was. Und so kommt es Samstag zu einem einfachen freundschaftlichen Treffen bei dem ich Dinge finde, die ich so nicht erwartet habe. Am Ausgang des Kunsthauses „Tacheles“ wird uns beiden Marihuana angeboten. Ja ich wusste ja noch nicht einmal wie man das schreibt. Angeblich soll man das rauchen wer weiß. Es vergehen die Stunden. Ich befriedige meine Lust auf süßes und werde in den Restposten von C&A fündig. Eine neue Jeans kleidet nun mein Bein. Es wird später und ich möchte nach Hause. An der Tram Station kommen 2 Typen Anfang 30 auf uns zu und sagen ganz unverblümt. Habt ihr Bock auf eine SM Session. Du bist der Passive und dein Freund filmt. Wir lehnen dankend ab das suchten wir nicht.

Sonntag Morgen ihr ahnt es schon. Es kommt die gewohnte Absage. Wie gut das ich bereits geplant habe. Also geht es tänzelnd mit der S Bahn zu meiner Tante. Eine Frau spricht mich an, ob ich an einer Kundenbefragung teilnehmen möchte. Ich habe nix dagegen und vertreibe mir ein paar Minuten in einem Gespräch, so kann man auch Menschen kennen lernen. Ganz in Ruhe vergeht der restliche Tag. Und darüber bin ich auch nicht böse.

Danke M&M

Schhneespuren

Der Winter geht langsam in seine sibirische Heimat zurück und was zurück bleibt ist ein brauner Teppich aus Matsch. Was haben wir in diesem Winter für Spuren hinterlassen auf unserem Weg zur Arbeit, zu Freunden, in den Club oder wieder nach Hause. Und jetzt also alles wieder weg.

Da muss man doch einmal darüber nachdenken was wir für Spuren diesen Winter hinterlassen haben.
Viel war von Protest geprägt. Für oder gegen Internet. Für oder gegen Nazis. Für oder gegen.

Wofür bin ich eigentlich?

Ich habe mich nicht immer ganz korrekt, der Regeln entsprechend verhalten. Spontan ja, aber auch manchmal über das Ziel hinausgeschossen. Belehrt trenne ich mich von Dingen und lasse gleichzeitig neue entstehen.

Zwischen wildem Drang und unbedingtem Herausgehen und häuslicher Liebe. So schaut es aus.

Perspektive

Die Perspektive gibt uns vor wie man die Dinge zu sehen hat.
Meine Perspektive ist die Beobachtung. Täglich, aber bevorzugt am Wochenende verfalle ich in diese Perspektive. Umso näher Menschen mir sind, umso ausgeprägter ist es.

Ich stehe dabei ganz gern im Mittelpunkt. Aber nur dann wenn die Menschen um mich herum mich schätzen. So wird aus einem Wort, eine Frage oder ein Lachkrampf. Ganz frei unbeschwert zähle ich die Minuten, nachts und morgens um 6.

Es streng ein wenig an. Immer präsent sein und in jeder Situation das Richtige zu tun wird nicht möglich sein. Ich muss auch Fehler eingestehen. Dann blicke ich zurück und weiß das Fehler immer dann passieren wenn du nicht frei bist. Zu mindestens wiegt der Fehler dann viel schwerer.

Ich drehe mich um und habe nun eine andere Perspektive. Es ist schön auch auf der anderen Seite.

keck

Kommuniziert.
Es necken sich 2 Jungen am Ostkreuz. Es ist bitterkalt und trotzdem sind sie draußen. Keine Kontrolle mehr. Die Nase läuft und die Tränen frieren im Gesicht. Lachen und es muss sein.

Kaffee am Morgen. Ungewöhnlich für mich. Ich muss inne halten. Menschen in der Ferne gehen. Mensche in der Ferne sind nicht erreichbar und melden sich zurück mit ruhiger Stimme und mitreißenden Geschichten.

Kapitelüberschrift 4. Ordnung. Fußnote. Kopf & Fußzeile. Die Perfektion ist zurück. Jeder Satz wird auf seinen wissenschaftlichen Charakter geprüft. Der Schritt ist nicht unscheinbar. Es ist ein nächster der großen und deswegen Schreibe ich momentan hier weniger.

Die Aussage stimmt. Du bloggst ja gar nicht mehr. Aber ich kann es immer noch.

Gesichter der Stadt

Mein Mathe Lehrer sagte einmal: Man muss 15 min am Hauptbahnhof verbringen um ein großes Spektrum der menschlichen Gesellschaft kennen zu lernen.

Ich übertrage das einmal auf Berlin.

Es beginnt mir Frank. Das ich überhaupt seinen Namen kenne ist kurrios. Es ist ein gewöhnlicher Samstag Abend mit Freunden in einer Schwulen Bar im Prenzlauer Berg gegen 1 Uhr. Ein älterer Herr, schätzungsweise Anfang 50 betritt die Bar. Er ist fein gekleidet und passt so gar nicht zum Publikum. Er nimmt Platz und bestellt ein Glas Wein. Unauffällig verbringt er die ersten Minuten in der Bar. Dann nimmt er zum Kellner Kontakt auf und wird etwas lockerer. Wenig später nimmt er an unserem Tisch platz. Unaufdringlich mit seinem Glas Wein verweilt er ein wenig. Dann kommt die Bedienung auf uns zu und sagt: Jungs sucht euch was aus. Frank ist es ein Bedürfnis jedem etwas aus zu geben. Wir sind leicht iritiert aber nehmen das Angebot schließlich an. Sowas passiert ja schließlich auch nicht alle Tage.

Auf dem Heimweg mit der S Bahn mache ich 2 weitere Begegnungen. Es ist knapp nach 2 Uhr als ein Mann die Bahn betritt. Er fällt toal auf. Er trägt schwarze dünne enge Hosen und darüber eine lila Strumpfhose die netzartig und zerrissen ist. Am Oberkörper trägt er eine undefinierbare dicke Jacke aus grüner Wolle die unregelmäßig gewebt und fleckig ist. In der Hand hält er eine Schlange aus Gummi und tätowiert ist er zusätzlich auch. Seine Frisur ist wirr, eigentlich hat er eine Glatze trotzdem an manchen Stellen einzelne lange Haare.

Wenig später betritt ein Pärchen die Bahn. Der Mann ist mitte 30 und total unauffällig. An der Hand führt er ein Mädchen mit sich, gerade mal 20 bestimmt. Sie ist asiatischer Abstimmung und trägt hohe Schuhe mit Pelz. Ihr gesamter Stil ist sehr fein und künstlich. Man merkt ihr förmlich an das sie keine Freunde empfindet lässt sich aber trotzdem auf den Mann ein, scheinbar weil ihr keine andere Wahl bleibt.

Poesie

Poesie, das ist wenn aus Buchstaben Wörter werden und wenn aus Wörtern ein Satz wird und wenn dieser Satz auf einen anderen trifft und sie zusammen eine Wirkung entfalten die dich berührt, dann ist das Poesie.

Haben wir eigentlich Freunde. Ich weiß es nicht. Natürlich trifft man wie ein Satz auch auf Menschen und Freunde. Aber ich glaube das ist wie ein gute Buch, das man irgendwann zuschlägt. Ich finde das ist alles nur Abschnittsweise. Man kennt sich für einen bestimmten Zeitraum besser und das reicht dann auch. Von Anfang an bis an das Tunnelende, nur selten.

Es ist nur so eine Art „Ziemlich bester Freund“. Du weißt er ist bei dir, er begegnet dir, begleitet dich, schubst dich und kritisiert dich. Man hält vielleicht zusammen und auch einiges aus, aber irgendwann kommt auch der Punkt da ist in der Nacht Stille und dann weißt du, er fehlt dir.

Das letzte Mal

Spinat mit Kartoffeln ohne Ei. Etwas Kuchen und Gulaschsuppe mit Brot und Wurst. Von allem nur wenig und alles zu Hause. Das waren die letzten Mahlzeiten 2010. Psychisch sehr niedergeschlagen nach einem anstrengendem Weihnachtsfest im Zweispalt mit der Familie. Körperlich auch mit wenig Kraft, ausgemergelt nach einem Magen Darm Infekt. Langeweile und Wach bis 22 Uhr. Danach im Bett und nur wach zwischen 23:45 Uhr und 00:30 Uhr. Das war Silvester 2010. Eine andere Option hätte ich auch nicht gehabt.

Dieses mal.

Schweinefleisch mit Nudeln, asiatisch, am Kuhdamm. Ein doppelter Esspresso macchiato in Berlin Mitte. Mohnstollen zu Hause und später noch Tortellini mit Tomatensoße auch zu Hause. Viel besser. Und Optionen habe ich auch. Da warten 2 Freunde auf mich um mit mir in eine Bar zu gehen. Oder ich wähle eine Kneipe mit 2 anderen Freunden. Optionen gibt es hier immer und was sich geändert hat ist der Status von isoliert auf allein mit Anschluss.

Tacheles.

wertschätzend

Ein Streifzug durch die Nacht. Ich kenne nun die Augenfarbe meiner Lieblingssängerin. Sie ist braun. Mir ist das noch nie so aufgefallen. Jetzt aber wo ich die Möglichkeit hatte, auch wenn es nur 2 Minuten waren mit ihr persönlich im direkten Dialog zu sprechen, ist mir das erst bewusst geworden. Sie strahlt so eine Wertschätzung gegenüber allen aus, es fasziniert mich. In der Lage zu sein kurz und knapp, aber trotzdem freundlich und aufmerksam zu kommunizieren, ist mir selten so entgegengebracht wurden.

Ein Fakt, den man nun nicht durchgängig von diesem TANGOWERK Abend behaupten kann. Es dreht sich im übrigen um diese Veranstaltung. Wir haben uns wieder versammelt. Ein kleiner Kreis von 6 Personen aus den unterschiedlichsten Teilen Deutschlands, die Wertschätzung entgegenbringen und auf diesen Moment warten der sich nun schon knapp über 2 Jahre zurück liegt. Mieze Katz für ein Lied zurück auf der Bühne.

Untereinander wertschätzen wir nicht komplett. Einige nette Worte die so nicht erwartet habe, das ist wirklich überraschend, aber auch eine unglaubliche Passivität empfangen mich. Das genau so ist wie es ist, ist auch gut so, denke ich. Ich akzeptiere es. Viel lieber sauge ich den Abend und das Glück in mich auf.

Fast am Limit

Es ist gut zu wissen, das ich fast am Limit lebe. Nach 8h Arbeit ist meist noch nicht Schluss. Ich bin unterwegs, allein beim Sport, bei Freunden zu Hause oder mit Freunden auf Konzerten oder zum Essen und Einkaufen. Trotzdem würde noch mehr gehen. Schmerzlich musste ich auch diese Woche wieder erleben, das es gar nicht einfach ist neue Freunde zu finden, besonders dann, wenn vertrauenswürdige Chatbekanntschaften kurzfristig absagen hinterbleibt ein Gefühl, welches nur eine Leere beinhaltet.

Da tut es auch nicht gut sich im Kreise der Familie zu bewegen. Es funktioniert einfach nicht so gewünscht wenn hier zwei Gedankenwelten aufeinandertreffen. Die eine besteht aus Fragen und die meinige aus Antworten und Aussagen. Ich bin glücklich und minimalistisch besonders in der Weihnachtszeit. Vollgepumpt mit ständigen neuen Informationen bin ich es irgendwann leid zu beantworten ob mir was materielles als Weihnachtswunsch fehlt oder ob ich Appetit auf eine überteuerte Speise auf dem Weihnachtsmarkt habe.

Eine Antwort wäre Akzeptanz. Aber ich bin mir mittlerweile sicher das ich diese im familieären Rahmen nie zu 100% bekommen werde. Ein offizielles Outing gab es zwar schon, aber missverstanden kam es nie an. Also wird es irgendwann über den härteren Weg gehen, wenn ich einfach meinen Freund mitbringe. Dazu müsste das mit den Verabredungen mal klappen. Ein Teufelskreis.

Jedenfalls bin ich frohen Mutes und auch schon bereit auf kommendes. Ich habe wieder mal ein paar Wort verwendet die nicht die meinigen waren. Der scharfe Beobachter wird schon wissen welche es sind. Vielleicht gibt es ausgerechnet dafür Kritik, es kann sein, aber ich bin ein freundlicher Mensch. Egal was auf mich zukommt, ich werde es freundlich kommentieren.

Pikachu

Es ist Samstag Morgen, irgendwann zwischen halb 2 und drei Uhr. Einige Meter vor mir steht ein gelbes Pikachu, bekannt aus Pokemon. Es hat so gar nichts damit zu tun was sich gerade abspielt. Es ist schräg, genau so schräg wie die Menschen die sich versammelt haben um bei Captain Capa und ihren Indie Elektro Klängen zu pogen.
Derbe Hard core soll es werden, sagt ein Freund ein paar Stunden vorher. Etwas Angst habe ich natürlich schon, so mit meiner Platzangst. Aber es ist genau das was ich brauche. Ein paar Menschen die Spaß mit mir teilen und etwas Platz zum tanzen. Kein Gedränge, keine schlechte Luft und ab geht´s.

2 Tage später. Sonntag Morgen kurz nach halb 10. Ich habe genau drei Beschwerden. Meiner linken Wade gefällt das Trepp ab und auf laufen so gar nicht. Mein rechter Fuß fühlt sich leicht taub an und an meiner rechten Schulter ist ein roter Fleck, muss wohl von einem Zusammenstoß kommen.

Stört mich das. NEIN. Es soll doch genau so sein.

Dezember

Magischer Monat.
Am Anfang eines Monats ist noch alles offen, das ich trotzdem jetzt schon Vorfreude poste liegt nicht am herannahenden Weihnachtsfest, sondern verbirgt sich irgendwie dazwischen.
Die Zeit die jetzt anbricht sorgt trotzdem für etwas Verwirrung bei mir. Es ist als würde der Dezember uns krampfhaft etwas vorschreiben. Irgendwie kommt mir alles so hektisch vor und es konzentriert sich alles auf diesen einen Tag der am 24. Dezember stattfindet. Mir schmeckt das so gar nicht, sich jetzt krampfhaft etwas wünschen zu müssen und auch für andere diese krampfhaften Wünsche erfüllen zu müssen.
Um ehrlich zu sein bin ich jetzt 23 Tage davor auch noch ohne konkrete Pläne. Ich mag wieder überraschen und verstreue lieber viele kleine Geschenke und sähe Weisheiten und Wahrheiten in die Welt.

Ja genau so war das. Vor fast einem Jahr saß ich vor einem weißem Blatt Papier und schrieb wirre Sätze. Da war etwas dahin gekritzelt von wegen, das man sich 2011 wieder sieht.
Glaube mir, wenn es so eintritt, es wird magisch.

Einfach mal da sein

Diese Woche ging es mir nicht so gut. Fröstlich aber auch heiß schleppte ich mich durch die Zeit.
Irgendwie erschien mir alles im Stillstand und ich war einfach nur da.
Da wo ich mich dieses Wochenende auch befand war zu Hause beziehungsweise da wo ich zu Hause definiere wenn ich nach Hause fahre wo ich aufgewachsen bin.
Erstaunlich wie die Zeit da still steht. Die Grundexistenz an Infrastruktur ist zwar vorhanden, aber wirklich mit Leben gefüllt sind nur wenige Plätze.
Richtig zu Hause war das früher belastend, jetzt ist es erholend. Einfach mal dasitzend, wie in Watte gepackt für ein paar Stunden. Im Hintergrund eine Endloskommunikation und Entscheidungslosigkeit, verständlich warum Entwicklung hier anders verstanden wird.
So dehnt sich die Zeit von Freitag Abend bis Samstag Nachmittag, ich bekomme sie rum bin einfach da und das war es auch schon wieder.