Abenteuer

Ich möchte ein Gefühl konservieren, unbeschreiblich gut zwischen Nervenkitzel und Erleichterung.

Es ist Samstag Morgen und ich bin nach 2 Wochen Praktikum mit meinen Kollegen auf Betriebsfahrt. Es sind fast 40 Mann, ich kenne sie noch nicht alle und bin ein wenig unsicher. Aber keinen stört das. Einer sagt sogar: „Flo, schön das du gekommen bist.“

Ich bin erleichtert, wir stehen vor dem Abenteuer und Kletterpark in Potsdam und sind ein wenig aufgeregt. Wir sind angeschnallt und stehen kurz vor dem Startpunkt. Ein Mädchen steht neben mir und sagt: Flo, ich habe Angst.“ Ich antworte und sage: „Ich auch“
Wir sichern uns und steigen in den Parcour ein. Der Anfang macht Spaß. Wir hangeln und von Plattform zu Plattform, über Schwebebalken, Seile, Netze und bewegliche Elemente.
Es wird immer schwerer aber wir schaffen es.

Ein gutes Gefühl.

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Willst du bei mir bleiben?

Es ist 06:00 Uhr. Ich esse ein Salamibrötchen und trinke Pfefferminztee.
Es ist grau und blau am Himmel.
Es ist etwas leere in meinem Kopf.

Mir fehlen Worte um etwas zu beschreiben, still träume ich vor mir hin.
Entfernt nehme ich die Stimme aus dem Radio wahr.
Sanft beginnt Musik plötzlich auszusprechen was ich denke. Ich höre diese Melodie das erste mal und schweige.
Als der Text beginnt bin ich verzaubert. Alle Knoten lösen sich.

Es sind tatsächlich Klee die mich verzaubern.

Weiter plätschert das Lied. Ich fühle Sonnenstrahlen in mir und sehe mich auf einer Bank im Park sitzen.

Wer will mit mir bleiben?

Gedanken

Warum sitzt da ein Mann am Spreeufer ganz allein. Er ist fein angezogen mit schwarzen eleganten Hosen und einem langärmligen lila Hemd. Sein Blick ist traurig und es ist ungewöhnlich.

Warum sitzt da ein Mann am Spreeufer ganz allein. Er hat ein Blindenabzeichen an der Jacke aber eine Fotokamera in der Hand. Er schaut nichts sagend und wartet auf einen Lichtblick.

Warum jagen mehrere Männer am Plänterwald sich durch den Wald. Sie tragen Hosen im Armeestil und schwarze Hemden. An Stöcken haben sie Fotokameras befestigt und es sieht aus wie ein Spiel aber dann klettern sie über den Zaun des stillgelegten Spreeparks und es wird illegal.

Warum spricht mich ein fast zahnloser Mann am Dönergeschäft in Adlershof an. Er erkennt sofort meinen sächsischen Dialekt und weiß sofort gut Bescheid. Er kennt Details über diese Region und scheint auch Fachwissen zu besitzen.

Die Heimfahrt nach meiner heutigen Stadttour bleibt rätselhaft.

Sprücheklopfer

Heute mache ich mir kein Abendbrot.
Heute bin ich stolz.

Wer reckt da sein weißes Näschen in den Wind.
Auf dem Fahrrad da, das junge Kind.

Es läuft und es ist so fantastisch einfach das es mir alle Ängste nimmt.
Tausend Regeln gibt es um Wäsche zu waschen und ich merke mir einfach nur 60° für Handtücher und Unterwäsche und 40° Wäsche für T-Shirts und Überzieher. Damit Mutti beruhigt ist schnell noch ein Farbfangtuch eingeworden und los geht das Gerumpel.

Zwischendurch wird Abendbrot gegessen, heute bin ich stolz.

Alles noch fein säuberlich aufgehängt darf die Kühle Abendluft nun trocknen.

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Angeblich hat meine Tante heute im IKEA Thomas Gottschalk erkannt?

Scheiss indie leben

Überschrift falsch geschrieben. Ja das ist so ein Scheissindieleben.
Eigentlich bin ich ja einer dieser Pop Sternchen, die ganz süß und spießig ihre CD von der Lieblingsband nach dem Konzert signieren lassen und stolz und cool sind. Dem Trend hinterher das ist doch kein Leben.

Berlin was machst du aus mir?

Ich zwänge mich in eine schwarze Röhrenjeans. Das Feuer in den Beinen lodert plötzlich. Der Arsch knackig und gay. Ich fühle mein Scheiss Leben gar nicht mehr.
Das Oberteil soll heiß sein. England geht immer. Blau und gewickelt kommt drüber jetzt hält mich wenig mehr. Die Brille ist der Oberhammer, die Kabine wird zum tanzfloor.

Indie.

Bin ich dabei.

Will kein Depp mehr sein.

Berlin das macht du aus mir.

Zwischen Extremen

Ferngesteuert, Automatisch.

Es braucht nicht viel. Ein guter Moment, ein wenig Musik, ein wenig Platz und schon flitzen 2 hektische Beine auf wenigen Quadratmetern Teppichboden hin und her, das ganze nennt sich dann tanzen oder besser gesagt eine Mischung aus Jubelarie und tanzen. 3-5 Minuten je nach Stimmung und ausgewähltem Liedtitel, dann ist alles vor rüber und beruhigt sich ganz schnell.

Ein wenig mehr braucht es für das andere extrem, meist nicht ganz ohne Grund baut sich hierbei langsam Spannung auf und entlädt sich dann ebenso in 3-5 Minuten in Tränen, Selbstmitleid und eigener Enttäuschung. Oftmals folgt darauf ein fettes grinsen, verbunden mit dem Wissen das doch alles gar nicht so schlimm ist.

Es folgt die Feststellung das sich mit beiden Extremen ganz ausgezeichnet Leben lässt, ich möchte es gar nicht missen.

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