younow

Ich bin immer noch überwältigt von diesem schönen Abend.
Ich bin immer noch Glückselig ob der vielen Freunde die den Weg in das wunderschöne Berlin J. gefunden haben.
Ich bin immer noch fasziniert von der Idee meine Lesung und die Aftershow Party live in das Internet zu stellen und die Dynamik und das unvorhersehbare zu beobachten.

Dann wenn A. die Lampe auf den Kopf fällt, die Community lacht, ja dann ist Samstag Nacht. Weil ja hier alles von IKEA ist. Die Lampe,  die Schränke,  die Tassen,  die Menschen!  Wir sind wie eine Hartz 4 Kommune in ihrer 1 Zimmer Wohnung auf dem Weg in ihre Samstag Party Nacht.

Eigentlich wollte ich ja etwas schreiben über Löschung,  Szene und so, wieder die üblichen Zeilen von innerlichen Zerrissenheit, wenn die Liebe gay schreit und die Freunde Indie rufen.

Aber so ist das dann halt. Dieser Abend bringt für mich Fortschritt in ganz neuen Medien. Das ich younow so mag liegt an dieser witzigen unkomplizierten Art der Plattform, dieser Möglichkeit der Selbstdarstellung und Nicht Ernsthaftigkeit und das es trotzdem die Möglichkeit bietet neue Freunde zu finden.

Kik und Instagram gesellen sich auch noch dazu und so explodiere ich gerade an der Lust mich mit zu teilen.

Und was ist eigentlich mit Romeo. Ach ja das läuft ja auch noch nebenbei, so ganz unbemerkt. Es ist wie ein Laster was man gern hat, was man liebt und hasst. Es ist ja im Prinzip auch nur eine spezielle Form von neuen Leuten kennen lernen. Aber wann habe ich spontan schonmal Zeit, bei diesem Freundeskreis. Irgendwann diese Woche vielleicht Freitag Abend oder Samstag habe ich mal ein freies Zeitfenster, ja und dann kann ich es treiben oder lassen, denn bis dahin hat sich schon wieder was neues ergeben und das geht immer so und immer so und immer so weiter.

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Ich bilde mir Hoffnung ein

Ich zog alleine los, das ist immer so, wenn ich aus meinem Freundeskreis ausbrechen mag. Eng gesteckt ist der Zeitplan sowieso, da ist es auch egal ob man vorher im Urlaub weilt oder so. Freunde warten immer, wollen was machen, aber manchmal habe ich meine Macken und behaupte etwas ganz bestimmtes erleben zu wollen und dann breche ich aus.

Am Mittwoch war das so. Gestört aber geil legten auf, im Astra, einem Club in dem ich noch nie war, also doppelt spannend für mich. Ich habe ja diese Houseliebe, besonders dann wenn DJ´s sich öfters an Deutsche Stücke wagen, und das ist bei dem Team der Fall.

Nun gut, voll war es, mit vielen die sich zwischen 16 und 25 schimpfen, größtenteils einfach bekleidet, mit einem Bier bewaffnet und nicht wirklich freundlich zueinander. Nach vorn habe ich mich gewagt, etwas am Rand, trotzdem voll war es. Friedlich habe ich mich verhalten und trotzdem schimpfte einer sofort das ich zu nah an ihm dran stehen würde und die andere meinte mein Ellenbogen wäre gefährlich, wenn die wüssten wie ich tanzen kann, auf dem Boden liegend zappeln wie ein lebendiger Aal, da war das nur Kinderkram, ein bisschen rumstehen, ein paar bekannte Songs mit einem Housebeat unterlegt, nicht mal das Intro war spannend, dabei bin ich Intro Fan und Oh je Satzzeichen habe ich auch schon wieder vergessen. Also muss ich sagen, mäßig war es, gehyped halt, da war der Ostblockschlampenabriss den ich im Frühling 2014 erlebt habe härter und überraschender.

Ein was gutes hat es, mir ist diese Überschrift in den Kopf geschossen beim Tanzen, gut das ich schnell genug am Handy war, schon Sekunden später wusste ich nicht mehr was gerade da war in diesem Gehirnkreisel.

Was ich erkannt habe ist die große Zufriedenheit wenn ich allein los ziehe, dieses Selbstbewusstsein, dieses Gönnen was ich früher nicht hatte und sich seit Gran Canaria nochmals entwickelt hat. Ich will euch nicht langweilen mit der ewig These das ich im ständigen Wandel bin, das scheint bei mir immer so. Was dazu gekommen ist, ist dieses Gönnen, dieses nicht mehr nachdenken, sondern Leben im Moment, statt einer Apfelschorle sind es dann 2 und anstatt um 1 Uhr nach Hause zu fahren fahre ich eben noch an den Bundesplatz und hole das Monster mit den braunen Haaren ab und gehe ins Schwuz tanzen bis 5 Uhr.

Wenn ich eine kleine Selbstkritik bringen darf, dann muss ich ein wenig aufpasse,  das mich das mit dem Ständigen Wandel nicht überfordert. Ich muss auch mal lernen Stillstand zu genießen, dass das gerade nicht so ist mir bewusst,  das es bald wieder etwas anders sein wird auch, aber ich freue mich auf alles was da kommt

Und ganz besonders

Das ist jetzt ein Bruch

Auf meinen 1. Gig – meine Comedy Action Show Lesung MORGEN in der Busche.

Bilder im Kopf

Ich bin schon wieder in Berlin, so schnell vergeht die Zeit. Als Nachtrag quasi die letzten beiden Tage auf Gran Canaria, die sich nicht so spannend lesen, aber trotzdem etwas ausgelöst haben, was wichtig für mich ist.

Der ganze Urlaub war schon von einer großen Lockerheit geprägt. Beeinflusst von meinem Reisepartner und dem schönen Spruch, aber bitte doch im Moment zu leben und nicht zu viel im Voraus zu planen.

Und so startete unser Freitag mit einer spontanen Änderung. Kurzfristig sprang ich als Fahrer ein, weil mein Reisepartner seinen Führerschein nicht dabei hatte. Eigentlich hasse ich solche spontanen Änderungen, weil sie Unruhe in meinen Körper bringen. Aber diesmal stellte ich mich schnell auf diese Situation ein, beherrschte das Schaltauto schon nach der 2. Kreuzung und fühlte mich frei und sicher.

Und so ging es nach Las Terrazas in ein Outlet Center auf der Jagd nach besondere spanischer Mode oder bekannten und günstigen Markenprodukten. Ausgelöst hat es in mir das ich ganz besonders auf Muster und Farbe stehe, am besten Bunt, denn tragen kann ich offensichtlich alles. Ausgewählt habe ich aber nur ein Stück mit einem schönen und bekannten Motiv, was ich bald auftragen werde

Später fand ich im Atlántico noch eine kleine goldene Casio Uhr, einer dieser Stücke die mir schon länger im Kopf rumschweben.

Am nächsten und letzten Tag blieb ich für mich allein, weil diesmal mein Reisepartner einen anderen Rhythmus einschlug. Also rein in die Dünen zum Sonnen und später an der Promenade entlang, eine Steinskulptur bauen und ein Eis essen und ganz viel glücklich sein in diesem Moment.

In der Kathedrale

Das ich aus dem Blog Rhythmus gekommen bin, wertet es als gutes Zeichen.

Gestern morgen zeigte sich die Sonne das erste mal richtig und das bedeutet den ersten Ausflug an den Strand. Das mag langweilig klingen aber wer ein bisschen was über Gran Canaria weiß wird mit der Codierung Strandbad Nummer 7 bestimmt etwas anfangen können. Da angekommen trafen wir dann noch 2 weitere gleichgesinnte aus Berlin für ein lockeres plaudern.  Weiterhin  stand ein Bad im Atlantik und  ein kurzer Ausflug in die Dünen an. Alles so wie Gott mich schuf, ein befreiendes Gefühl.

Den weiteren Tag verbrachten wir bei Tapas und Menü im Hotel. Abends schlichen wir dann wieder nach Playa del Ingles,  wo angeblich die Luft brennt. Ein heißes Pflaster wie man uns sagte. In einer Bar erweiterten wir die Runde und es wurde ein schöner Abend.

Der neue Tag begrüßte uns so wie der vorherige. Also wieder einen Ausflug in die Dünen.  Diesmal den roten Weg entlang und dann links tiefer hinein, da bei den 3 Palmen gibt es ein Gelände mit Büschen und einer Art Kathedrale wo Männer Männer glücklich machen. Der Rückweg wieder an den Strand und in den Atlantik.

Zum Mittagessen an die Promenade und zum Papagei der Nässe knackt. Noch eine große Kugel Eis als Nachtisch und dann dann immer der Promenade nach bis zur nächsten Badebucht zum Sonnenuntergang.

Leicht aktiv

Komm wir kiffen jetzt noch einen. Na da musst du ja nur bis zum Tennisplatz rüber gehen. Da wo der Bimbo den nach Hauseweg antritt oder schnell noch was dealt.

Man weiß es nicht in dieser Gegend hier, die so ruhig und idyllisch voller friedvoller Golfspieler scheint. Irgendwie mischt sich etwas dubioses unter uns. Es ist alt und weiße und tastet sich geschickt in der Sauna heran. Ja es ist etwas kühler als letztes Jahr und der Saharasand verdeckt die Sonne. Schnell werden ein paar Grundfakten abgefragt und in der Dampfsauna das Gespräch weiter eingewickelt.  Wir vertiefen das beim Abendessen ganz unauffällig bis zu dem entscheidenden Satz nach der Gay Szene.  Ausgang ungewiss.

Und sonst so. Wieder viel gelacht und eben auch etwas aktiv gewesen, im sportlichen Sinne. Boccia, Shuffleboard,  Aquagym und eine Runde Tennis.

Abends wieder Schach was psychisch extrem auslaugt. Und so kommt es zu ganz neuen Wortschöpfungen. Schwimmschach. Fickschach. Alles lässt sich irgendwie kombinieren und so fällt auch auf das ich im Urlaub bisher 3 Latte und einen Espresso hatte.

Rochade

Es beginnt ganz einfach.  20 Grad bei einem frischen Wind. Das sind die Bedingungen für den ersten kompletten Gran Canaria Tag.

Bei frischem Frühstück mit Smoothie und Müsli sitzen wir schon wieder zwischen denen die ihren Lebensabend genießen.

Also bringen wir etwas Schwung in die Bude und leihen erstmal ein Rad für einen ersten Ausflug, der uns zum Golfplatz führt.  Eine ungewöhnliche Anreise für eine ungewöhnliche Sportart. Gehoben ist das und so werden wir gleich von der ersten älteren Dame angesprochen.  Einen Mann hätte sie der so gern Golf spielt, während sie ja in den Dünen liegt. Dann kommt noch ihre Tochter ins Spiel die den Sport ja so liebt. Irgendwie werde ich aber das Gefühl nicht los, das man erstmal viel Geld reinpumpen muss, bis man halbwegs spielen kann. Und so bleibt es bei ein paar konzentrieren Schlägen und Puts.

Der Nachmittag gestaltet sich mit einer umfangreichen Wanderung durch die Bühnen nach Playa del Ingles. Den Moment genießen, einmal für sich sein und Spuren ziehen die schnell wieder verwischen. Vor Ort schwanken wir zwischen feiner spanischer Designer Kleidung und Tourismus Schnick Schnack. Ein erster Blick für heute.

Lieber vertiefe ich mich in etwas ganz einfachen wie Schach.  Mit wenig Ahnung wird gezogen diskutiert und rocharchiert.  Was bleibt ist die Bewunderung für das einfache mit wahnsinniger Tiefe. Das simple ausgefallene kommt mir so nah.

Im Blogstress

Das ist also der erste Abend in Gran Canaria.  Ja ich habe es mal wieder getan. Nicht wirklich spontan aber doch irgendwie kurzfristig.  Diesmal ohne Eltern, dafür mit dem, mit dem ich schon in Tokio war.

Das heißt Leichtigkeit,  dieses fast blinde Verstehen und ganz viel Spaß.

Das geht schon bei der verwirrenden Suche nach dem Car 2 go Parkspot am Flughafen in Schönefeld los und endet hier in der Lobby vom Hotel.

Dazwischen gibt es viel. Besonders die Details sind es dann doch die zum schmunzeln bringen. Und irgendwie passen wir doch nicht ganz ins Raster. Im Flieger sieht man Familien mit noch nicht Schulpflicht Kindern oder eben Rentner die dem Winter flüchten.

Wir probieren es auf die gehobene Variante. Lassen im Flugzeug essen servieren und reden im Bus mit einem älteren Paar über Golf. Ja weißt du noch wie ich damals an der 9 den Schlag ins Rough verzogen habe. Authentisch sind wir und marschieren weiter in das gebuchte Hotel.

Eine Runde durch die Anlage in die Dampfsauna und später zum Abendessen. Am Nachbartisch geht es wieder um Golf und das alles so super toll ist. Entspannung legt sich über den Tag und der endet bei einer Partie Schach.  Ich verliere, gebe mich fair und reif geschlagen und

Gute Nacht!

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Gefangen in der Gleichseitigkeit. Dreieck, Dreieck, immer wieder Dreieck. In mir so große innere Zerrissenheit wie nie. Weil die Liebe gay ruft, aber die Freunde Indie rufen, besser noch schreien.

Alle positiven und negativen Gefühle fange ich gerade in Bildern und Symbolen auf. Dreieck, Selfie, Texte, Videos, Postings, mir ist jedes Mittel recht mein Inneres nach Außen zu kehren.

Dabei versuche ich aber auch zu verstehen. Was ist gerade Trend, wo brennt die Luft, in dieser schnellen Zeit. Dreieck das war 2013, Selfie 2014. Klingt lang her, aber ich bin in meinem Denken langsam und trage nun Dreieck mächtig auf und poste fleißig Selfies.

Von der ALS Ice Bucket Challenge hörte man gehörig genug aber es war eher ein Sommertrend. Zu kurz das ich ein Teil davon werden konnte oder wollte. Ich sah mich schon auf dem Balkon mit Eiswasser stehen, da kam der erste Herbstregen. Dubsmash war so kurz im Trend, das ich noch nicht mal die App installieren konnten.

Und jetzt 2015 wo treibt es uns hin. Irgendwie scheint alles schon probiert und dann beißt irgendwo einer in ein Toast und erfindet einen neuen Trend.

Nicht ganz so unbekannt ist das Thema einer Lesung. Aber ziemlich angestaubt in der schnellen Welt bleibt kaum Zeit für ein ausformuliertes ganzes. Ein bisschen modernisiert hat sich das durch den Poetry Slam, aber mal ganz ehrlich. Wer hat schon mal einen gesehen?

Jetzt nun also Action Show Lesung, da habe ich was angekündigt was wie eine große Blase in meinem Kopf seit Dezember herumwabert. Klar ist ich werde auf die Bühne gehen, ein Intro wird eine Geschichte erzählen, rein musikalisch ohne Worte. Ich werde choreografieren, etwas darstellen, zum verstehen anregen und dann frei erzählen was mir einst auf der Seele brannte. Dazu ein Witz, eine Geschichte, etwas Konfetti, wer weiß das schon?

Großer Gewinn, kleiner Verlierer

Ich darf in meinem Blog schreiben was ich will. Auch bei der Wahl meiner Überschrift bin ich frei. Und wenn jetzt irgendein Insider hier was erkannt haben will, dann muss ich sagen.

Ja es stimmt.

Die Sache ist jetzt vom Tisch. Man macht sowas auch nicht. Sich im Freundeskreis verklagen, das ist, dafür fehlen mir sogar die Worte.

Gerade geht es auch viel um Ablehnung und Akzeptanz, immer  noch Hin und Her gerissen zwischen Indie und Gay, wird das auch immer so bleiben. Weil die Liebe gay schreit aber die Freunde Indie rufen, wie ein ewiges Labyrinth gefangen in der Clubmusik, die ich Liebe und mir später zum Hals raushängt.

Mutig bin ich, weil ich etwas wage, für mich allein, im Flax, sitze ich da, mit meiner Zeitung, in der Ecke, hockt er, auf der Mauer auf der Lauer sitze ein Hungriges Herz, wird beachtet und nicht beachtet, sieht Freunde und Ex Freunde. Geschichten sind es die mich traurig machen. Spricht mich einer an: „Wie lang hat es gehalten?“ „2.5 Monate sage ich stolz““ Solang“ sag er, das hätte ich euch gar nicht zugetraut, grinst und geht. Die Schnelllebigkeit der Szene nervt mich. Das man so wahnsinnig schnell raus ist ohne was falsch gemacht zu haben. Das gibt es bei Indie nicht und deswegen ziehe ich weiter.

Ich will heute mal eine Richtung einschlagen, die sagen wir, experimenteller ist, elektronisch sozusagen. Mich treibt ja das Neue, die Überraschung, das große und Unberechenbare an. Und da es mir Privaten, diesmal zu privat war musste Elektro her, also rüber in den Ritter Butzke, ganz entspannt so 3:30 Uhr, aber trotzdem aufgeregt, denn das ist einer dieser Elektro Clubs, der bei Top10 Berlin auf Platz 7 geführt wird, noch vor dem Tresor. Einlass um diese Uhrzeit kein Problem mehr, doors 12€ bitte, drinnen noch eine Mate und dann auf dem Mainfloor. 3 min später staune ich, von oben schießt Konfetti, auf dem Boden ist alles weiß, wildfremde Menschen stoßen mit mir an und dann treffe ich auch noch auf Indie Bekannte.

Wir wechseln den Floor. Ab um 5 Uhr spielen die Wasted Ruffians, es ist so wunderbar leicht diese Elektronik, trotzdem ausgetüftelt mit Auf und Ab zum soften Abgehen und entspannen und reden. Eine meiner Bekannten fragt mich etwas ernstes was ich um diese Zeit nicht erwarte. Was machst du eigentlich im realen Leben. Ich antworte kurz im Telegrammstil, wie in diesem Blogbeitrag heute.

Der Elektro läuft weiter. Ich glaube das ist das schöne und auch gefährliche an diesem Stil. Es gibt kein Anfang und kein Ende, es treibt dich einfach durch Zeit und Raum und ganz schnell zieht ein Set ins Land und es ist 7:30 Uhr morgens und du findest dich immer noch im Club wieder.

 

 

Die Leute wollen das

1. Januarausflug, irgendwie der trägste Tag in dieser Stadt. Ich brauche erst gar nicht fragen ob jemand Zeit hat denn eh man nach dem Silvestertaumel wieder in die Spur kommt ist es viel zu spät.

Offen hat sowieso nichts und auch die Schwimmhalle in der ich mich fit halten will wirbt mit unattraktiven Öffnungszeiten. Also schwanke ich den ganzen Tag zwischen einmaliger Homoattraktivität oder Date mit mir allein.

Doch irgendwie kommt unser Chat nicht so richtig in Gang und als der die richtige Wendung nimmt plane ich in 5 Minuten um, heute darf ich das, habe ja keine andere Verpflichtung. Gut ich weiß das ist so eine schnelle Sache wo man ein bisschen die Münder aufeinanderlegt und sich dann anderen Regionen widmet, aber heute ist das okay für mich.

Ich treffe also ironischerweise den Menschen der mich vor einem Jahr geblendet hat, weil er von vorn ein ganz netter Junge ist, aber hinten rum immer noch 3-4 Chats am Laufen hat wurde mir das irgendwann mal zu bunt. Es hatte sowieso nie so richtig gepasst, weil mir die Begeisterung an ihm fehlte. Ein Mensch so ganz ohne Hobby, der ab und zu mal einen Brettspieleabend macht aber sonst eher mit seinem Studium rumhängt und nichts sucht, ist nicht kompatibel für mich.

Heute bin ich nur für kurze Zeit zu Gast und trotzdem schaue ich mich. Gut es ist ein bisschen chaotisch das kann am Neujahr liegen, aber Kisten in der Küche, Post im Bad und überall andere Überraschungen wundern mich doch. Kreativ wirkt das auf mich nicht, eher nach keiner Lust und so, und dann frage ich mal nach und da heißt es: „Ach ja ich ziehe um nächste Woche“ „Ist mir zu klein hier, ich bleibe in Lichtenberg, ich denke 100m² sollten reiche. Ich bin verdutzt. „Kostet zwar 1000€ aber ich bin ja auch bald fertig mit dem Studium und so“

Eines ist mir nun klar, das Projekt mit der Wohnung werde ich vorantreiben, ich bin da immer noch viel zu schüchtern bei meiner Suche, denn wenn ein Student sich das leisten kann, darf ich das erst recht, gehe ja auch arbeite, irgendwie als einziger der so ziemlich was vernünftiges macht.

Neujahr

It could be something new that blogging goes more and more in new directions. English is a fancy style, maybe used in future oftenly. But at first I want to wish you a

HAPPY NEW YEAR

Neujahr also, der Schalter ist auf null gelegt und wieder geht´s von vorne los. Aber warum von vorn, das war doch ein wunderbarer Jahreswechsel, mit vertrauten und fremden Gesichtern und einer Sympathie die seines gleichen sucht. Ein klassischer Partyabend, nur alles eine Nummer aufregender diesmal. Zum Vor-Vor trinken auf ein KitKat, dann weiter nach Friedrichshain zum bunten Staunen an Feuerwerkshimmel und dann gegen 2 in einen Club rein.

Neujahr heißt auch, sich einmal Gedanken zu machen zu dem was kommt. Ja die Zukunft deuten oder besser noch ganz aktiv mit gestalten. Ganz unbemerkt aber nicht spurlos wird es an euch vorbeigegangen sein. Ich blogge jetzt professioneller über eine Adresse die ich direkt bei facebook einbinden kann.

Der Blog wird weiterhin eine private Lebensgeschichte blieben, aber es wird mehr und mehr kommerziell. Ich werde mehr abgrenzen zwischen Privatperson und Kunstfigur . Letztes Jahr bin ich privat als Model in einem schwulen Club, unter den wachsamen Augen enger Indiefreunde, gelaufen. Dieses Jahr wird es eine Lesung als Kunstfigur geben, ich traue mich mehr und mehr auf Bühnen und entdecke die Welt. Ich bleibe für das was ich stehe, aber Liebe, Schwul und Indie stehen mir exzellent.

Gerade schlägt was wildes exzessives in mir. Viel zu schüchtern war ich beim Friseurtermin Ende 2014, jetzt will ich Undercut 2015, das ist das erste kleine Projekt was ich angehen werde, morgen schon! Aber da kommt noch mehr auf mich zu. Ich trage schon die ersten Indieshirts der Kollektion 2015 im Club auf und Freundschaft wird für mich mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit.

Also schauen wir weiter in die Zukunft. Ab Februar werde ich größere Brötchen packen, Lacktechniker und so, in Reinickendorf, das war das zur Arbeit was ich angekündigt hatte. Aber pendeln will ich das? Ja muss ich ja erstmal zwangsläufig, aber jetzt kommts.

Johannisthal da wohne ich und ich habe diesen Standort immer verteidigt. Die energiesparenden Wohnung, der Balkon in der 4. Etage als Süd West Blick bis zum Fernsehturm, die gute Anbindung bis zum Schlesischen Tor und die S Bahnen in 10 min Fußweg mehr oder weniger vor der Tür. Aber ich bin Entwicklung und nach Grünau und Johannisthal habe ich nun mächtig Lust auf darauf ein Mitte Hipster zu sein. Nun muss es nicht zwingend Mitte sein aber irgendwo im Stadtring wohnen ist der nächste Schritt und so groß das es ein ganzes Jahr Projekt wird.

2014

2014. Überschrift richtig geschrieben, aber das war ja auch nicht so schwer.

Ein Jahr vom suchen, finden und wieder suchen. Geprägt von ständigem Drang und großer Selbstzufriedenheit.

Ich weiß nicht ob ich es sanft oder hart schreiben soll, aber vor genau einem Jahr hatte ich mich quasi rar gemacht.

Gayindieheart in der Krise nach einer Trennung im Dezember 2013, sozial stark isoliert und nicht fähig zu schreiben.

Silvester war also scheiße. Gefeiert habe ich quasi allein, nur zusammen mit einer Person in die ich Hoffnungen setzte, die mich blendeten.

Die Frage wie ich mich rausgekämpft habe beschäftigt mich gerade am meisten. Der erste Antrieb im Januar war meine neue Arbeit, eine reguläre Struktur und Beschäftigung.  Am Anfang noch das große Glück sollte sich schnell tiefe Leere in mir breit machen. Es ist schon komisch, da hat man eine Arbeit und kommuniziert so gut wie nicht mit den Kollegen, da man den ganzen Tag in einem Raum verbringt der sich Labor nennt aber mehr einer großen Abstellkammer ähnelt.

Großer Druck und Drang in mir. Am Anfang war da viel Szene. Altbekannte Orte wieder entdecken, neues probieren und sich leider Unzuverlässigkeit gegenüber stellen und sich auch ein wenig ausnutzen lassen. Der Drang war auch die wenigen Freunde einzubinden und Berlin neu zu entdecken. Mit einem zitty Jahrbuch in der Hand ging es schlechten Burger essen und immer wieder an verschieden Orte in der Stadt. Erfahrungen sind das, die ich gern sammel, aber sich auf das besinnen was mal war konnte ich in dieser Zeit nicht.

Viel gegeben habe ich in dieser Zeit, immer auf der Suche nach Kontakt. Bekommen habe ich wenig Rückhalt. Der Verein und das regelmäßige Schwimmtraining stabilisierten mich, genau an dem Tag als eine Anzeige wegen Stalkings mich erreichte oder ich erfahren habe das aus meiner Anzeige wegen Körperverletzung nichts wird. Der Februar fühlt sich trotzdem leer an.

Trotzdem bin ich stark geblieben und habe regelmäßig mein Leben geteilt und der Frühling brachte Aufschwung.  In mir war Energie die ich an den Wochenenden ganz stark im Club auslebte. Connection, Schwuz, Konzert von Frida Gold das ließt sich erstmals recht fulminant, da war sogar der Zwerg noch mit dabei. Kurzer Ausflug wegen der Arbeit nach Brüssel, ein seltener Moment in dem ich mich gebraucht und wert geschätzt fühlte. Und irgendwie hat es in mir geblüht, denn da kam ja schon der April.

Da lese ich schon wieder etwas von einem Konzertbesuch. Das war bei Glasperlenspiel, wo ich 2 Tickets gekauft hatte und mir wieder mal kurzfristig abgesagt hatte. Glücklicherweise konnte ich in den Unweiten meines Freundeskreises dann noch jemand ausfindig machen der die Freude mit mir teilte.

Ungekürzt kann ich meine Liebe vom 4. April teilen.

„Als Gott mich schuf, sagte er du bist mein schönstes Stück“ Das ist Liebe, Liebe zu einer Band. 5:15 Uhr auf dem Balkon der neuen Single lauschend, dabei tanzen und großartig verzaubert sein. Tausend und einen Dank für diesen Moment. Meine Queens MIA.

Wahnsinnig schnell ging es um diese Zeit voran. Da war ich offen für viele neue Idee, betrachtete zum ersten mal bewusst Kunst und verkrachte mich mit dem Zwerg der für eine lange Story in diesem Jahr sorgen sollte.

Ganz schnell geht es zum Geburtstag über wo ich mich ganz los löste von allen Freunden und bei meinem Ausflug ins Casino kräftig abräumte. Das ich den Abend dann trotzdem noch mit jemand verbrachte ist ein sehr wichtiger Satz, denn Anfang April sollten sich Freundschaften festigen und vieles von selbst laufen.

Tanzen und Party waren zu diesem Zeitpunkt immer noch wichtige Beschäftigungen. Gerade der harte Abriss Abend bei den Ostblockschlampen wird ewig bleiben, schon einen Tag säter mit 2 Freunden durch die Kunstszene in Schöneberg laufen und die ersten wichtigen Chats. Ja ich kann es wiederholen, da blühte und entstand was.

Denn im Mai sollte ich erstmalig über eine schwere Zeit reden, die von der ich fassungslos über mich ein großes ENTSCHULDIGUNG schreiben muss, Ihr wisst schon, die Sache vom spießigen Sachsen, den Getränken, der Anzeige und die harte Verbannung aller Freunde Mitte 2013.

Und so entschieden wir uns für Aussprache und das ich mich erstmal beteilige beim Umzug zu helfen und ein paar Leuten Hallo zu sagen. Ziemlich schüchtern schlich ich da an und war trotzdem wieder schnell beliebt. Irgendwas sozial nettes habe ich dann doch in mir, man muss es mir nur regelmäßig an meiner schwachen Stelle an der rechten Bauchseite rausmobben, weißt du!

Ganz automatisch gleiten wir so durch den Mai  in den Juni. Anfang Juni war auch der erste Berührungspunkt für einen Mensch den ich 2 Monate später meinen Freund nennen würde. Ich habe mich nicht aufgezwungen, einfach nur meine Telefonnummer weitergegeben und ihm ganz allein die Entscheidung überlassen was er damit macht. Er hat die Nummer nicht nur eingesteckt, sondern auch eingespeichert und mir geschrieben und so sollte der Sommer spannend werden.

Ich habe mich immer mehr integriert und vieles erlebt. So viel Energie hatte ich wohl ewig nicht mehr in mit. Der erste Sommer in der eigenen Wohnung, die Stadt die mich ständig antreibt und ganz große Pläne in der Hand. Vom Zwerg ließ ich mich dann auch nicht abhalten, auch wenn mir angedroht wurde das ich alle meine Freunde verlieren würde, meine berufliche Existenz und mein Lebensqualitätsstandard sinken würde, irgendwie am Ende vom Lied meine Lieblingswortkombination dieses Jahr.

Und so machte ich in der WM Zeit im Sommer richtig Dampf. Ausflüge mit alten Freunden nach Brandenburg und zahlreiche Berlinexkursionen standen an. Zeitweise sollte ich für viele Tage am Stück fast nur noch die Nacht in meiner Wohnung verbringen. Schnell noch den WM Sieg gefeiert und dann ging es los in das größte Abenteuer des Jahres.

Ohne Vorahnung und Sprachkenntnisse reiste ich nach Tokio. Hierzu sei die eigene Tokio Abteilung zu empfehlen, es waren zu viele Eindrücke in 10 Tagen um es für den Jahresrückblick nochmal zu verdichten.

Auch Tokio konnte mir keine Energie rauben. Nach 20h Rückreisezeit und 9h Schlaf trat ich wieder pflichtgemäß meinen sinnlosen Labordienst an und die Wut in mir auszubrechen sollte auch im August nicht abklingen. Immer tiefer in den Clubdschungel hinein, zum tanzen sogar nach Brandenburg mit dem Auto.

Ein Zufall und eine gepflegte heterosexuelle Veranstaltung, sollten mich endgültig mit meinem Freund zusammen bringen. Doch was ich gleich äußerte waren meine Prioritäten, das Freunde und Hobbys wichtig sind, aber ich immer für ihn da bin, wenn er es braucht.

Der August brachte Pärchensonntage und verstärkten Einfluss von Hetero Freunden. An gemeinsamen Wochenenden fanden wir immer einen Kompromiss, es ist auch hier zu viel alles zu schreiben, ich habe einfach geliebt und gelebt, das irgendwann mal ein Freund zu mir sagt das meine Beziehung der perfekte Kompromiss ist, ohne alte Freunde zu verlieren ehrt mich sehr.

Eine verdammt lustige Zeit in der die Angebote nur so reinflatterten. Ich lief als Model im Schwuz und fand eine Perfektion meines Lebens in Indiaca. So füllte sich die Woche um 3 Sporttermine und einen gemeinsamen Tag mit meinem Freund. Wochenenden sowieso ausgebucht. Vollkommene reale Existenz und alles lief, wunderbar.

Viel gemeinsame Zeit, 2 intensive Monate aber Ende Oktober sollte die Stimmung kippen. Mit 19 Jahren noch nicht bereit für eine Beziehung, ein kurzer nicht nennenswerter Urlaub mit meinen Eltern in Teneriffa und dann die endgültige Trennung vom Freund und der Arbeit. Was für ein Doppelschlag, Angezählt wie beim Boxen, es half heftige Integrierung und der offene Umgang mit Freunden. Wie viele mir so eng stehen und Mut zu sprechen, das hat für Freudentränen gesorgt. Der verdiente Lohn für ein 3/4 Jahr intensive Arbeit an meinen sozialen Kompetenzen, die ich nie verlieren darf. Die Homsünde darf sich nicht zu intensiv in mir ausbreiten. Ein bisschen Sport im Verein, mal Club, mal ein Date und allerhöchstens einen Schwanz im Arsch oder auch mal den eigenen wo reinstecken, das muss reichen.

Ich bin ganz gut durch die dunkle Jahreszeit gekommen, habe Nächte mit Party verbracht und viele Freunde aus 2013 reaktiviert. Ganz nebenbei habe ich eine neuer Arbeit ab 1.2.2015, das lest ihr dann auch bald.  Wer mir nicht verziehen kann, dem sei es erlaubt. Darüber hinaus bin ich schwul integriert und habe keine Angst irgendwo hinzugehen.

Voller Vorfreude sind auch schon Pläne für 2015 geschmiedet. Ich bin selbst genau so gespannt wie ihr, das glaubt ihr gar nicht!

Ich bin zufrieden

Die frohe kunde vorab. Weihnachten ist vorbei und viele kehren gerade wieder heim.

Vor einer Woche brachen viele auf in Ihre Heimatstadt mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite froh zum Jahresabschluss für ein paar Tage einen gewohnten Rhytmus in der Heimat zu erleben, auf der anderen Seite angespannt ob der Familie die einen mit Fragen und Langeweile erwartet.

Bei mir war das ganz ähnlich. Am Montag saß ich ohne eine konkrete Vision von Weihnachten im Bus und schon ist eine Woche vergangen.

Mit dem Ablauf an Weihnachten bin ich zufrieden weil es mir gelungen ist der Zeit eine sinnvollen Charakter zu verleihen.

Es begann wie gewohnt mit zu vielen Fragen und zu wenig antworten. Doch diese Zeit war schnell vorrüber. Schon einen Tag später trieb ich mich und meine Familie an zum letzten gemeinsamen Weihnachtseinkauf und auf den Weihnachtmarkt.

Der Weihnachtstag sollte der einzige sein an dem ich nicht das Haus verlassen sollte. Um der sich aufblähenden Langeweile am Nachmittag entgegenzuwirken brachte ich eine kleine Runde Rommé als Idee in die Runde und es wurde gut angenommen.

Nach den üblichen Weihnachtsgansritual am 1. Feiertag stand als Kontrastprogramm Kino auf dem Plan. Für 2h gut amüsiert bei Honig im Kopf und dann wieder nach Hause.

Der 2. Weihnachtsfeiertag mit dem üblichen gemeinsamen Mittagessen und dann als nächstes Kontrastprogramm auf in das Schwimmbad.

Das heißt insgesamt habe ich die Weihnachtszeit ein wenig aktiv und glücklich verbracht. Trotzdem bin Ich gerade voller Glück im Bus zurück nach Berlin zu sitzen.

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Elektronische Tanzmusik

Gestern Abend ging ich heim, mit dem Gefühl das mich irgendwas glücklich macht, ohne zu wissen was. Das Wochenende spannt sich mal wieder von Donnerstag bis Sonntag, musikalisch Indie Rock, über Hip Hop, 60s, Rock-Alternative, Singer Songwriter, Pop-Chats bis hin zu House, Elektro technoliden Klängen.
Alte Erfahrungen spielen eine große Rolle, aber der Reiz es mit neuem verknüpfen drängt sich bei dem Freundeskreis einfach auf.

Wir starten wieder einmal im Rosis am Donnerstag. Der Club, das Wohnzimmer, was ich ganz unbemerkt wohl am öftesten besucht habe bisher, nicht nur 2013, auch 2014 feiern wir eine „Welcome Back“ Hier ist unsere Indie Heimat, aber trotzdem bin ich bereit für Überraschungen. Zum Beispiel dann, wenn der klassische Indie Rock gebrochen wird von feinem Casper Rap, dann wenn der Tanzstil wechselt und aus dem einfachen Vor und Zurückschwingen ein wilder Bodentanz wird.

Freitag neue Wege

Die Nacht soll auch diesmal lang werden. Nach Steak und MIA. Konzert treibt es uns ins Kaffee Burger. Hier ist die Heimat aller die, die den Indie schon seit längerer Zeit leben, denen ein 60er Jahre Stück nicht fremd ist und die Ihre Jugend aufleben lassen wollen. Da uns ein vertrauter DJ auflegt sind wir mittendrin und wissen noch nicht ob wir uns wohl fühlen. Es ist schön zu Wissen das wir auch in 10 Jahren eine Heimat haben werden

Samstag noch neuere Wege

Das uns vertraute Bingo im NBI führt uns diesmal in das Laika nach Neukölln, eine ganz neue gemütliche Heimat. Wir finden altbekannte Freunde und treiben weiter in die sehr unscheinbare Kim Bar an der Brunnenstraße. Hier wird ganz stilvoll und klassisch Musik von Platte gespielt. Musik die schon seit den 60er Jahren komponiert ist und hier eine Heimat findet. Es ist nur eine Bar und auch nicht voll, Heimat wird das nicht für uns, aber ein paar neue Einblicke darum geht es jetzt. Ganz zum Schluss eine neue Indie Party im Privatclub. Auch in der Indieszene gibt es Gentrifizierungsproblem. Da kommt ein Holländer und legt fast wöchentlich in irgendeinem Club seine Kill All hipsters Party auf. Der Eintritt ist über Gästeliste bei facebook quasi immer frei, nur die dummen Touristen kommen und zahlen. Sich einmal dagegen zu stemmen und in der Indieszene noch eine Nische zu finden tut gut. So gibt es reduzierten Eintritt für Studenten, ein junges Publikum und viel Rock und Mischung.

Sonntag Abschied und alte Heimat

Es beginnt mit der letzten Sendung von TV noir (vorerst!, hoffentlich). Nach eine interessanten und tiefgründigen Show mit Tex und Götz feiern wir Abschied und Neubeginn bei Tomatencremesuppe und Weißbrot. Letzte Gespräche mit dem Freundeskreis der mich bisher begleitet hat, dann breche ich aus. Gegen 2 Uhr betrete ich recht entspannt das GMF im Cafe Moskau. Die Musik die mir hier entgegenpfeift hat seinen speziellen Reiz, Black Pop und düstere Elektro. Ich brauche ein bisschen um mich darauf einzulassen, aber dann finde ich mich rein und lasse mich darauf ein. Ich treffe ein paar alte bekannte die erstaunlicherweise nett grüßen oder auf dem Heimweg sich sogar überraschend nett mit mir unterhalten. Das sorgt dann auch dafür das ich glücklich bin, denn…

Gelernt vom Wochenende ist nun das alte, neue und alle Wege immer zu netten Kontakten, Freundschaft und Glück führen.

Eine große Karriere geht langsam zu Ende

Ich habe MIA. Schon überall gesehen, ob im kleinen Proberaum vor gerade mal 50 Fans oder in der Max Schmeling Halle vor 10.000 Fans. Und immer war die Botschaft der Setlist voller Liebe.
Gestern Abend hat zum ersten mal etwas gefehlt.

Die Würfel Bühne steht etwas verloren vor dem großen MIA. Banner. Der ganze technische Schnick Schnack macht das Bühnenbild fast schon wieder etwas kaputt. Dann wird das Licht gesetzt und die MIA. Jungs betreten die Bühne zu United States of Ich&DU fragen sie: „Sag mir was hast du heut Abend vor, sprich dich aus ich bin ganz Ohr“ Mieze wiederholt den Chorus und die Show beginnt. Schnell wird klar wie unterschiedlich die Geschmäcker im MIA. Publikum sind. Während der eine zum ersten Stück einfach tanzen mag, steht der nächste bei Kill 4 you ratlos in der vollen, aber nicht ganz ausverkauften Halle. Es ist der Wahnsinnige Bruch zwischen Elektropunkpop Attitude und QueenPop Kommerz den MIA. In Ihrer Setlist bedienen müssen. Und so richtig will das nicht gelingen. Die Aneinanderreihung der Stücke wirkt zu wahllos. MIA. Spielen das was sie können, spielen das was eben die ein oder die andere Fan Gruppe hören will, aber wirklich eine Verbindung, eine Geschichte gibt es nicht. Früher war Mieze bekannt für ausgefeilte Kostüme, Trapezshow und ganz ergreifende Momente, dann wenn sie bei „Ich atme“ oder „Brüchiges Eis“ auf den Boden sank wusste man wieviel Liebe die Band gibt.

Heute passen die Übergänge und Experimente auf der Bühne zwar immer noch, aber es fehl die Leichtigkeit und Perfektion. Klar gibt Mieze als Kapitän, als Fallschirm oder mit Ihren Jungs bei „Hoffnung“ ein schönes Bild ab, aber es fehlt die ganz große Überraschung.
Vielleicht kann man über „Hungriges Herz“ positives schreiben, dann wenn das Stück sich mal wieder neu erfindet und zu „Sweet dreams“ wird, weiß man das MIA. Voller Ideen und Live Attitude stecken. Trotzdem wer das „Hungrige Herz“ Intro von Willkommen im Club oder der Tacheles Tour kennt, den wird der Diskosound nicht schmecken.

Und so gleiten MIA. durch den Abend. Die neuen noch unveröffentlichten Stücken reihen sich unauffällig in die Setlist ein. Mieze redet über Freundschaft, Liebe und „Geld“. Nach Geld kommt wieder Liebe und sie gehen ab. Kaum gibt es Zugabe Rufe und trotzdem hauen sie noch ein Instrumental raus, wo es gleich mal den Strom raushaut. Die Technik bemüht nach 10 Sekunden steht das Elektro Gedudel wieder und Mieze darf sich zu“ Machtspiele“ und“ Was es ist“ austoben. Nach „Tanz der Moleküle“ wird man mit „Floß“ nach Hause geschickt. Mieze ist voller künstlicher Glück, wie in jeder Stadt der Tour und das Publikum ist traurig. Nach „DSDS“ haben MIA. Nur mit Nein!Nein!Nein! dahingefunden wo sie hingehören, der Rest ist verwaschen. Ein Album das nicht fertig werden will, eine Tour die nicht ausverkauft werden will, und eine Band die zwar will, aber wie lang noch darf?