Chaos & Aufbruch

Zwei so wunderschöne Wörter voller Energie zusammengebracht zu dieser Überschrift das hört sich doch verdächtig an. Ist das wirklich so von mir oder habe ich es wieder geklaut? Abgeguckt würde ich sagen, am letzten Tag der Ausstellung im Märkischen Museum und mit nach Hause genommen und überlegt wie das bei mir gerade so ist.

Das was ich will und das was ich bin, es fließt alles unheimlich gut ineinander. Manchmal denke ich mir, ich bin jetzt 33 und zu alt für den Scheiß und im nächsten Moment bin ich wahnsinnig genervt von mir selbst, von der Rast, das eine Ruhelosigkeit in mir aufbricht.

Das ist schon lustig wie schnell sich die Dinge manchmal drehen, an einem Montag noch durch den Einfluss von Gin & Wein auf dem Sofa gelacht, sich durch die Wohnung gekugelt und alte Parolen angehört von Protesten gegen Studiengebühren. An einem Freitag dann durch den Einuss von diversen Apps und Sinnlos Kommunikation irgendwo zwischen Wut und Traurigkeit sich im Bett versteckt, da war es plötzlich ganz dunkel.

Ich habe mich ein bisschen sortiert und darüber nachgedacht, eigentlich mag ich das genau so, jetzt wo die Tage etwas kürzer werden, etwas mehr Gemütlichkeit einkehrt und sich langsam ein Kreis schließt. Ich weiß nicht wann ich diesen Gedanken Blitz hatte, aber ich habe einige Monate gearbeitet, mal mehr und mal weniger, bin einen ganzen Schrank losgeworden, habe umgestellt, neu gekauft und verkauft. Es ist eigentlich alles perfekt aber es fehlt mir noch dieses ganz große Meisterwerk an der Wand „circles and straights“ von einem jungen Aktionskünstler aus dem tiefsten Wald. Es ist an der Zeit nach Monaten endlich Mal mit diesem Thema zu beginnen, wenn es schon immer wieder in mir hochkocht.

Chaos & Aufbruch was ist das nun genau. Ich hatte die letzten Wochen eine gute Idee, wollte mein Leben effektiver gestalten und habe mir einen alten Sport an neuem Ort gleich um die Ecke gesucht, anfangs war ich begeistert doch dann spürte ich etwas irgendwo zwischen Ablehnung und Ignoranz und das ist ein rotes Tuch für mich. Also habe ich mich noch Mal hingesetzt und weiter gesucht. Ich habe jetzt etwas begonnen, keine sportliche Evolution, aber darum geht es mir eben dann noch nicht. Es ist einfach locker und nah genug, sodass ich es bis jetzt für gut bewertet habe. Ganz abgeschlossen ist der Prozess noch nicht, aber ich bin sehr nah dran an einen Punkt zu kommen wo sich der Kreis schließt.

Chaos & Aufbruch ist auch die Frage wo ich die letzten Jahre war und wo ich zukünftig sein will. Jetzt spricht man von Transformation und Prozessen, wenn die nicht gelingen soll ungefähr 2025 Schluss sein. Ganz so schlimm finde ich das alles nicht. Ich habe Dinge probiert und Gespräche geführt. Meine Gedanken sind zu modern als das ich davon jemanden überzeugen kann. Ich sitze die Sache jetzt einfach noch ein paar weitere Jahre aus. Es droht die 35, ich habe mir heimlich dafür was vorgenommen. Mit 30 färbte ich die Haare, mit 35 habe ich einen ganzen Strudel an Gedanken. Manchmal spreche ich offen und laut darüber, führe Gespräch im Streit mit mir selber oder anderen. Für heute bleibe ich ganz stumm und verabschiede mich in eine Pause. 10 Tage Kreuz und Quer durchs Mittelmeer, ich habe das schon oft gemacht ich bin falsch und alt, nicht so modern wie ich doch oft tue.

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Run or Hide

I think I’ve changed my mind about a million times
Oh, to run or hide, oh, to run or hide
I’m gonna call this out, I’m coming back somehow
I won’t run or hide, I won’t run or hide

*aus Run or Hide von Run River North

Ich habe Meinung also eine Million Mal geändert, bin gelaufen, habe mich versteckt und bin wieder gekommen. Irgendwie passt das alles und nicht, es ist einfach da nach einem wilden Tag wie nur ich ihn erlebe, wo die Dinge auf die Minute stimmen, Kreuz und quer durch die Stadt nur um nach Hause zu kommen und zu wissen was ich da alles habe.

7 Jahre hatte ich das nicht mehr gehabt, also musste ich es wenigstens einmal üben. Überraschend wie gut ich manchmal bin, ganz intuitiv und ohne Vorbereitung. Lustige Fragen haben Sie mir gestellt, brav ertragen habe ich das alles, einmal fast ironisch gekontert und am Ende erzählen sie dir was von Menschenquälerei, eine Frau schaut traurig, einer lacht halb irre und ich grinse mir ins Gesicht.

Es ist wie so oft, manchmal muss man erst wohin gehen um zu wissen was man anderer Stelle hat, Ruhe und Gemütlichkeit und eine lange Woche vorgeplant.

Ich hatte ein bisschen Respekt vor diesem Schritt, weil ich wusste es ist kein kompletter Neuanfang, aber es sind neue Leute, eine andere Gesinnung und Herangehensweise auf höherem Niveau. Deswegen war ich auch sehr höflich und ungewöhnlich zurückhaltend und habe es mir erst 4 Mal angesehen. Gleichzeitig kann ich sagen, es ist genau das was ich mag, dieses im Fokus sein und irgendwie liebe ich es jetzt schon, es ist gleich um die Ecke und eigentlich noch nicht offiziell aber es wird so werden, die Struktur meiner Woche wird sich verändern und Dinge mitbringen die ich so noch nicht ahnen kann.

Kürzlich verabschiedete sich jemand von mir, sprach von Herbst und kein Wiedersehen, von Tüchern und dunklen Farben, aber ich bin noch nicht fertig mit diesem Jahr, eine Idee habe ich wieder aussortiert, aber dennoch ist da noch eine Liste die zu Ende gebracht werden will. Die letzten Woche hatte ich nicht so Lust aber jetzt ist sensationellerweise genau diese zurück. Also werde ich noch ein paar Dinge loswerden und eine letzte Runde drehen bis mir wieder was neues einfällt.

Wenn ich eine Sache bekanntlich nicht lassen kann, dann ist es das Reisen, jeder Tag ausgequetscht wie eine Zitrone. Da Weihnachten so blöd fällt wusste ich schon lange aus den restlichen Tagen bastel ich mir noch eine Reise, nicht hochsommerlich, aber auch nicht bitterkalt, am liebsten irgendwo dazwischen, Kreuz und quer 7 Städte in 10 Tagen so wie man das von mir gewohnt ist.

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Gleißend im Sonnenlicht

Ich mag die Dinge und ich dachte ich könnte das Mal wieder tun. Und so saß ich zehn vor acht gleißend im Sonnenlicht und ließ die Welt um mich drehen. Gerade noch warm genug für kurze Hosen mit einem frischen Hauch am Bein, harrte ich der Dinge aus. Heute ein S Bahn Streik, doch ich bin clever genug zu wissen was noch fährt und warte einfach ab. Das ist das wo ich mich selbst am liebsten sehe, Ruhe in mir selbst und genau wissend was kommt als nächstes.

Ich habe kurz zurück gespult um zu wissen was war da als letztes. Manchmal ist es gut den Blick von außen zu haben, dann weiß man wo hartnäckig der Schmutz sitzt oder bekommt Bestätigung für einen cozy place, ein gemütlicher Platz. Ich habe viel getan und pausiere gerade, gerade wandern die Interessen wieder rum. Ich habe mich endlich Mal wieder gezwungen Badminton zu spielen, ganze dreimal in einer Woche.

Innerlich führe ich viele Diskussionen, wo sehe ich mich in 3 oder 5 Jahren. Gibt es nochmal 1 oder 2 große Veränderungen. Welche davon will ich wirklich und welche führt mich wohin. Eins steht fest ich bin Zeit optimiert. Jede Tat von mir zielt darauf ab noch mehr Freiraum für mich selbst zu schaffen. Ich lasse jetzt schon saugen und wischen, spülen folgt bald noch. Manchmal sind die Dinge gar nicht so schlecht wie ich denke und trotzdem denke ich darüber nach mir das mal anzusehen, einen Pendelweg am Abend auf quasi null zu reduzieren und sich neue Kreise zu erschließen.

Was ich wunderbar kann ist für mich selbst sein, weil ich tatsächlich weiß dieses allein sein ist ein ganz elementarer Prozess in meinem Entspannungsprozess. Ich kann jederzeit wenn ich will meine Woche voll knallen und von einem Termin zum anderen springen, oft will ich das und brauche das genau so und dann sind da auch Gedanken ich will Zeit für mich, im Idealfall einen ganzen Tag für immer oder erstmal 10 Tage am Stück im Spätherbst.

Ich habe das Konzept mit der Liebe noch nicht ganz aufgegeben. Irgendwo ist da immer noch die Hoffnung lieber spät als nie jemanden zu finden mit Qualität, Stil und Klasse. Mit einem Witz und Charme der nicht nur mich selbst überzeugt sondern alle meine Freunde gleich mit. Jemand genau so locker wie ich und zeitgleich ernst in der Sache. Vorläufig habe ich mich auf Entzug gesetzt, keine schlechte Wahl weil es mich befreit von sinnlos vergeudeter Zeit und mehr Freiraum gibt. Manchmal laufe ich noch zurück, schüttel kurz mit dem Kopf und weiß dann ich bin jetzt Anfang Mitte 30, andere haben schon Kinder oder bauen ein Haus und ich hänge immer noch hier rum. Ich darf und muss mehr von mir erwarten.

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Es ist nur die

Es ist nur die Zeit, die vergeht so schnell und wieselflink, das manchmal scheint als sei nichts passiert. Mein letzter Text war kritisch gegenüber mir selbst am meisten und ein bisschen dem System, dem gelinde gesagt der Gedanke zugrunde liegt den Rest meines Lebens Arbeiten gehen zu müssen und das ganze Beschissene Dasein im Grunde in Frage stellt.


Mir ging es so, dass ich raus wollte aus der Blase des Lebens, etwas neu und anders machen, tausendmal gedreht und keinen Anfang gefunden, keinen Anreiz für was Neues, schrecklich müde und gelangweilt war ich besonders Pfingsten rum, 3 Tage sogar selbst isoliert, weil ich einen Verdacht hatte, der war zwar grundlegend negativ aber irgendwie war mit trotzdem heiß und kalt, dann war ich müde und faul, Zeit für eine Pause, wirklich gefragt oder interessiert hat es auch keinen.


Oft ist in mir die Lust nach Neuanfang, dann denke ich nach und recherchiere tausend Sachen bin kurz traurig und launisch und komme am Ende doch irgendwo wieder raus. Diesmal war lange nichts in mir, es brauchte ein paar sich immer gleich anfühlende Treffen bei Mario Kart, Eis, Eis und wieder Eis, ab und an ein Essen im Freien und lange triste graue Tage.


Und dann habe ich ganz langsam angefangen, ein wenig nachgedacht über Plastik überall – Wie werden wir es wieder los? Und mich erneut getraut und meinen Urlaub mit Bildung um 5 weitere Tage ausgeschlachtet. Gleichzeitig werde ich 14 Tage die Umwelt auf einem Kreuzfahrtschiff verpesten, ich bin ein falsches Vieh und die Möbel fliegen jetzt auch alle raus, die Bude ist eh zu vollgestellt. Halt so schnell geht das nicht oder eben doch. Letzte Woche saß ich noch auf dem Sofa philiosphierte mit mir selbst über Minimalisums und Smart Home, keine Woche später stehen 2 viel zu dicke Lesben mit einem viel zu kleinem Auto vor meiner Tür und bugsieren mit meiner Hilfe den 236 cm großen PAX aus meiner Wohnung. Ich bin nun um 1 Möbelstück ärmer, sortiere Kisten um, verkaufe Staubsauger, Bügelbrett und Putzeimer und freue mich schon, wenn ein Saug- und Wischroboter bald meine Arbeit übernimmt.


Es ist nur die Impfung und sie wird erst wirksam, wenn man einen Blog drüber schreibt.

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Pandemie

Ich war mal wieder im Museum und das obwohl die Zahl zum dritten Tag in Folge tiefrot über 100 leuchtete.

Raffeln nennt man das, grob abgeleitet von raffen, etwas eilig voller Habgier an sich reißen, eigentlich offiziell aber doch Raffeln, also etwas mit einer groben Reibe zu kleinen, stiftförmigen Stückchen zerkleinern, raspeln. Etwas das so manch einer mit meinem Gehirn in dieser Zeit gern machen würde.

Vor einem Jahr, als keiner wusste wie es weiter geht, der Bahnsteig menschenleer und 12 Monate später schallt es durchs Telefon. Es ist alles so ziellos und freudlos geworden. Ich finde das gar nicht so. Mag wohl auch daran liegen das ich kein Gewissen kenne, immer nach dem Suche was nicht mir gehört und an mich reise.

Ich bin nach der Wende aufgewachsen, viel Ostmentalität in mir, du stellst dich hinten an und wartest bis du dran bist, lieber 3 Fragen zu viel und schüchtern sein, als frech und in den Arsch gekrochen.

Im Prinzip war ich das auch nie, ob es die ersten Kämpfe um einen Holzroller oder die größere Bank in der Grundschule waren, oft genug habe ich verloren und mich wieder hinten angestellt. Es hat Jahre und Jahrzehnte gedauert um eine Mentalität zu entwickeln die Ich, Ich und nochmals Ich und hier schreien.

Das was ich jetzt gefunden habe liegt alles im legalen Grenzbereich, ob Bildungsurlaub, höhenverstellbarer Schreibtisch oder Headset, ich weiß was mir zu steht und bekomme es, auch wenn manch einer die Augenbraue dabei hochzieht. Und das Kapitel nimmt kein Ende und wird ergänzt um Begriffe wie Home Office Pflicht oder Testpflicht am Arbeitsplatz. Alles keine schönen Wörter für die eine Seite, für mich aber elementarer Bestandteil für einen Schritt zu mehr Normalität, denn man kann uns nicht monatelang einsperren, das führt zu nichts.

Genau das hat man uns schon seit einigen Monaten auferlegt, harte Einschränkungen und dann kommt natürlich irgendwann der Moment da denke ich mir, das hat früher einmal uns gehört, das Recht auf Sport, Kultur, Gastronomie und Freizeit und so ist es immerhin ganz gut das ich einen kleinen Teil davon erleben kann.

Natürlich habe ich mir auch Gedanken gemacht, wie wird sich das anfühlen, wenn alles auf einmal zurück kehrt. Im Prinzip bin ich mir treu geblieben, bin manchmal der Wahrheit etwas ausgewichen, habe aber auch keinen groben Unfung gemacht der mich ganz disqualifizieren würde. Jetzt zurück zu sein auf dem Sofa für ein Videospiel oder auf den Straßen für eine moderne Eiskreation ist eine willkommene Abwechslung.

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Ein neuer Lebenslauf

Ein neuer Lebenslauf, jetzt mit Projekten drin, wie Anfang 30 und noch keine Führungserfahrung, Doppelstudium fehlt, das würde Ihr Profil richtig rund und spannend machen, Gehalt verdoppeln gleich, 60h Woche und goodbye Leben halt.

Ich habe gedanklich ein bisschen aufgeräumt, nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal, in einer Nacht- und Nebelaktion neue Zeilen geschrieben und altes gekürzt. Alles was wichtig ist steht nach wie vor auf 2 Seiten, alles was viel wichtiger ist endet in einem komplizierten Selbstgespräch kurz nach Mitternacht.

Ich bin mal aus der Haut gefahren, habe Widerwort gegeben und das gar nicht bereut, am Ende war es auch nur eine Diskussion auf anderem Niveau, ein kurzes kneifen auch wenn ich das nicht mag, dann kommt die Freundschaft wieder auch wenn das keine ist.

Der Februar war perfekt, zu mindestens auf dem Kalender. 4 gleiche Wochen von Montag zu Sonntag zu gleich. Ein Wiedereinstieg nach Krankheit, ein kurzer Stress, viel Schnee und Gestöber, eine kindliche Idee und ein erster Hauch von Frühling und Eis.

Ein neues Projekt ist also gestartet, eine neue Idee auf einer Ebene Instagram, das ich privat kaum noch nutze, aber als neue Kunstfigur nun erobere. Leiden wird mein altes jetziges Ich nicht darunter, weil es mehr so eine Sommeridee ist, die sich tummelt in der Stadt, leckt am Eis und stark beeinflusst.

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Rätselabenteuer

Der erste Monat, so schnell zu Ende, eine erste Standortbestimmung nach 2 Wochen Bewegung und 2 Wochen Ruhe nach dem Schuss durch die Hexe höchstpersönlich.

Gegrübelt habe ich zuvor was mache ich mit dieser Zeit. Natürlich ein bisschen gefangen in diesem Trott mit Fahrten von A nach B und Spaziergängen im Kreis meist nur zu C, wobei damit oft ein Einzelhandel für Lebensmittel verknüpft war. Und so blieb neben kochen und braten vom besten Steak eben viel Zeit zum Rätseln. Erst auf der Jagd nach Träumerkugeln, ein großes Abenteuer gern auch im Team und später zu zweit vorm Bildschirm das letzte Lagerfeuer suchen, Lichtstrahlen oder Steinblöcke manövrieren, ganz egal Hauptsache es bringt ein wenig Zeit und Spaß.

Scherzhaft habe ich von einem kleinen Unfall gesprochen, wie ich mich da auf der Matratze kugelte und nach der quietschtenden Stelle in meinem Bett suche. Verborgen das Problem irgendwo zwischen Bett und Regal wo Holz auf Holz reibt, ganz einfach eigentlich und trotzdem hatte ich mich da einen Moment übernommen und zu schwer gehoben, eine Woche ging ich krumm und wollte mich nicht wirklich bücken, erst Wärmepflaster, später Wärmflasche und 3 Tage Schmerzmittel sollten mich langsam reparieren, eine weitere Woche Freizeit und ein Attest bescheren. Und so kehrte ich ganz langsam Schritt für Schritt zurück, betrachtete den Winter bei so manchem Spaziergang im 5 km Radius und bestieg Berge in Friedrichshain und Prenzlauer Berg.

Immer wieder kehrte ich zurück zu meist virtuellen Diskussionen wo wir schon seit Monaten streiten über die Vergangenheit und krasse reisen und dann kommt einer daher der setzt noch einen drauf. Es scheint als bleibt alles unplanbar.

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Zwanzig Einundzwanzig

Guten Abend meine Damen und Herren, das ist nach über 11 Jahren mein 320. Beitrag, nicht der Beste und auch nicht der Letzte, aber der Tradition folgend eine gesprochene Rückschau auf das Jahr 2020 und irgendwie auch ein vorsichtiger Blick in die Zukunft, ohne zu viel verraten zu wollen.

Höre ich mir die Dinge aus letztem Jahr noch einmal an, so stelle ich fest, da ist viel Melancholie in mir, zwischen Träumen, Entspannung und Selbstzufriedenheit und trotzdem immer auf dem Weg, manchmal voller Hass und Wut nicht nachzulassen im suchen und finden.

2020, was für ein Jahr. Eines das auf mysteriöse Art und Weiße immer in Erinnerung bleiben wird. Die ganz großen Kritiker werden jetzt den Aufschrei proben, aber für mich war es kein schlechtes Jahr, nein ganz im Gegenteil, viel mehr noch, ich habe alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die mir geboten wurden, habe neue und alte Hobbys entdeckt, bin mir selbst bei der größten Einschränkung treu geblieben und habe jeden Tag genossen. Natürlich gab es da auch blasse Momente irgendwo im späten Frühjahr als ich alles erledigt hatte und keine großen Zukunftspläne hatte, aber selbst da habe ich verstanden und viel neues erprobt. In Zeiten in denen die Kritik immer lauter wurde, bin ich weit über Landesgrenzen hinausgeflogen, habe mich mit einem Augenzwinkern immer an alle Regeln gehalten und trotzdem großen Ärger eingehandelt.

Selbstgespräche sind nicht weiter tragisch aber nach 3 Tagen werde ich langsam panisch. Zeilen nach einer Zeit, die nicht direkt einsam ist, aber dennoch geprägt von dem hier sitzen, mit einer Tasche voller Erinnerungen und auf der anderen Seite im Kopf eine Liste mit weniger Namen drin.

Immer wollen alle, das man gehorcht so wird mir vermittelt sonst hat man verloren. Natürlich wollte ich so viele Dinge von 2019 wiederholen, die Teil meiner Identität sind. Irgendwie kam es anders und so blieb mir manchmal nur die Wahl nicht nach der Meinung anderer zu tanzen. Was übrig bleibt am Ende des Jahres und dunklen Monaten ist die Erkenntnis, das ich einen Plan gefasst habe, nicht nur ein bisschen, sondern zum großen Teil mit meiner Identität zu brechen. Die Ironie an der Sache ist, das ich schon seit 4 Jahren einem Ort gegenüber stehe mit dem ich auf weiter Strecken Neuausrichtung verbinde. Das es bisher noch nicht dazu kam, liegt auch daran, das ich mich viel zu oft festgeklammert habe an gewohnten Dingen die Zeit füllen, mein Herz aber eben nicht mehr so oft.

Es hat gebraucht die letzten Zeilen genau so zu schreiben, weil sie schlechte Worte wie Mobbing, Isolation und Folter beinhalten und weil sie düster klingen. Das alles genau so passiert beinhaltet aber auch die Tatsache das viele oft mit offenen Mündern dastehen und bewundern, mit welchem Mut und Tatendrang ich voran gehe.

But there is one way you win over bullies, it’s by being happy and successful, I know that. Bullies are always threatened about talented people, so in a weird way it’s a compliment and shows my strenght.

Hallo Zwanzig Einundzwanzig

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Fuck, I’m lonley

Ein Schimpfwort als Übergang zwischen Perioden, nicht krass vielleicht, aber eben auch ein neuer Gedankengang, ein Spiel, der Gesellschaft einen Spiegel vors Gesicht halten, am Ende einer Periode. Eigentlich kam der Spruch von einem Pullover, aber das Menschlichkeit mein Stamm ist hatte ich nie so übersetzt.

Ich bin nur hier, ich will doch gar nichts präsentieren. Ich habe gelernt meine Stärken und Schwächen zu akzeptieren. Ich suche nach Worten im Umgang mit der Krise und mit mir selbst. Ich kann schon jetzt feststellen, ich bin extrem hoch geflogen, habe jede Möglichkeit ausgenutzt und den Bogen weit überspannt, das ich fallen würde war klar, doch trotzdem ist dieser November grau und eklig. Ich hatte mir vorgenommen aktiv zu sein, nicht faul zu werden und auch im tiefsten grau nach neuen Ideen zu suchen. Anfangs ist mir das auch gelungen mit Spaziergängen und konkreten Aufgaben doch irgendwann habe ich den Faden verloren, die Haare wieder kurz und nicht ganz so blond das missfällt mir doch. Nachts phantasiert und gerannt in der Wohnung, nach Luft geschnappt im Traum und tief geatmet auf dem Balkon.

Es ist eigentlich wie jedes Jahr, lustiger Weise meist wenige Tage kurz bevor ich die Weihnachtsdeko rausstelle überfällt mich eine großen Unzufriedenheit mit mir selbst. Ich weiß das da etwas ganz tief in mir ist, dann hege ich Gedanken von, wie lasse ich es frei und ich lösche den ganzen Scheiß.

11 Tage brodelt der Vulkan jetzt schon und ich weiß immer noch nicht wann er das nächste mal wieder Lava spuckt. Letztes Jahr waren schöne Worte in mir, komisch das ich sie nicht wieder gefunden habe, ganz stumm und starr habe ich mein Mindset gewechselt. Es heißt aufzubrechen und glücklich zu sein mit mir und einer neuen Generation.

Can i just be human, can I Just be me?

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Getting away with it

I wouldn’t say finally, but founding some rest after two weeks, a combination of a real holiday in Creete and some educational leave in Berlin.

As always in early October, some really nice and sunny days seem to with me. Time for some sun, a last focus on ice cream and thoughts about past and future. At first some flashback, it starts with some warm summer feelings, the after holiday time with discussions about good and bad. The really sad thing is that there is no special mark or event during this time. A complety other feeling than in the years before. No jump from date to date marked in my Facebook events, more a tremble look into the newspaper every day. So many questions about dos and dont’s, rules and regulations. The short time focus seem to be more important than ever. Yes I can remember some excellent lamb fillet on grill in the garden of my aunt & uncle, some failed evening dinner in Neukölln, a big and modern art installation at Hamburger Bahnhof, some fun time during sports and together with friends and yes this are all important things for social life and I wouldn’t say that I miss it really that much, but there is no big party in my time line to remember. I really thought about this words months ago, nice german sentence constructions about Berlin, the City where I living in and with it, so many exciting processes every day and on the other hand a remarkable point of standstill.

Lets get out and make the City happy again, we would getting away with it. All messed up. That’s the living.

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Jetzt

Jetzt ist ein Text zwischen aufbrausender Euphorie und ernsten Gedanken, irgendwo Entstanden im Dunstkreis zwischen Himmel und Meer.
Das ist also die schönste Zeit des Jahres, darauf habe ich gewartet und vorher verzichtet.
Bin 7 Monate durchgerannt und habe selten geruht. Ich wollte immer machen, selbst in der höchsten Phase von Kontakt und sozialen Beschränkungen.
Ich habe gesucht und gefunden, rare wilde Geschichten, Stunden im Sand und auf der Couch die Gedanken fließen lassen.
Die ersten Zeilen Hämmer ich in den Notizblock während das Flugzeug mich im Landeanflug in den Sitz presst.
3h lang gefangen in mir selbst, gelesen, still geredet und über schöne und traurige Dinge philosophiert.
Gleich bin ich frei, die schönste Zeit heißt Standort verändern, Koffer packen, Freunde, Philosophen, Glück und Streit einpacken und einfach mal raus aus Alltag, Stadt und Hitzeglocke.
Ich werde immer hier wenn ich fühle, schreiben für den schönsten Text der Welt nach langer Urlaubspause.
Und noch bevor ich richtig anfange zu schreiben packe ich hier etwas rein, was ich gefunden habe auf dem Rückflug, in Zeilen aus einem Reiseführer aus Kreta.
Ich hoffe nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei.
Hitze im Gepäck, da wandern sie nun, quer durch Landschaft aus Olivenhainen, zwischen Grillen die zirpen, bei ernsten Gesprächen bis zum Bäckerbrot.
Darauf habe ich mich also eingelassen, auf Langsamkeit, wenn der Tag erst um 10 beginnt, nichts mit 5 Städten in 7 Tagen, Dichtheit und vielen Terminen, eher weites, unbewohntes karges Land, unterbrochen von Tavernen und Shops Shops für Touristen.
Und so starten wir los, Ausflüge zu Lidl und quer durchs Land, zum Strand und in die Stadt hinein, das Auto ist zu und immer ein Pokémon im Gepäck. Erst nach der Kaffeestunde werden wir so richtig wach, immer auf der Suche nach gehorsam.
Wir waschen die Sorgen ab in einem rosa Bad und stauben ein bei einer Tour auf dem Quad. Etwas Kultur kommt auch nicht zu kurz, zwischen Brunnen, Moschee und orthodoxen Christen im Gebet steht ein Junge in Regenbogensocken. Ich bin jetzt offiziell schwul, mit neuem Rucksack auf dem Rücken geht es bald schon wieder nach Hause, noch einmal quer durchs Land, letzter Tavernen Stopp bei Risotto und kaltem Hund, dann hebt er ab, der Flieger und ich möchte schon bald wieder frei sein.

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Rasend interessant

Es ist die Summe vieler Einzelheiten die mich schwanken lassen zwischen weg von und hin zu. Es ist das Ende einer Woche, kurz vor Pause und Batterie aufladen. Diesmal ganz anders als gewohnt, die Spannung ist groß, geladen freue ich mich auf den Streit, weit weg von zu Hause, einen neuen Lebensentwurf kennen zu lernen.

Es ist beeindruckend wie gut die Dinge funktionieren, wie geplant ich durch eine Woche gleite, immer einen Plan vor Augen, wie blind geschlossen alles funktioniert was so nie da waren oder schon immer ist. Und trotzdem gilt auch hier. Manchmal herrscht zu viel Spannung in mir, immer alles wollen und in Gedanken kreisen. Es gibt Dinge die sind ein normaler Prozess da muss ich nicht nach Entschuldigungen suchen sondern einfach machen und hinterher um Verzeihung bitte.

Ich lese gerade in ganz guten Zeilen, in einem Buch mit einem ganz radikalen Konzept. Ich weiß bei mir wird es nie so werden, doch trotzdem bin ich auf einem guten Weg.

Eine Antwort nach dem Warum ist also die Frage nach der ständigen Selbstoptimierung. Ich bin auf der Suche nach Zeit und frage mich immer noch was kann ich besser machen.

Diese Woche war gut, weil sie viel von dem beinhaltete wonach ich suche und sie ist ja auch noch nicht ganz rum. Alles passiert und ich finde es rasend interessant.

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FOR THE MOST OF IT I HAVE NO WORDS

Einen Monat lang, alle Worte verloren, gewartet auf die große Explosion, Zeilen geschrieben in Englisch B2 und doch wieder verworfen, aber was da immer stand ist diese wunderschöne Überschrift, die mich begeistert und die ich mit mir herum getragen habe, genau in dieser Zeit. Aufgesammelt und mitgenommen in einer Kunstausstellung am Frankfurter Tor.

Das Jahr läuft, ich probiere neue Dinge aus, bin zufrieden zwischen scheitern und Erfolg. Finde mich wieder in ganz unterschiedlichen Rollenbildern und führe tiefenpsychlogische Gespräche, über den Lauf der Zeit und das Jahr das so verloren scheint.

Wie kann mit Gefühlen umgegangen werden, die eigenen aber auch die von fremden. Wir haben Grenzen, Kontinente und Ozeane überquert, doch unsere Körper sind immer noch eingenommen. Eingenommen von dem immer nach einem Ideal zu Leben, 9 to 5 und Konsum, von Dingen von denen ich mich befreien will und neuen Ideen.

Letztes Jahr war ich mir noch zu fein dafür, stand vor meinem eigenen Schatten, doch sprang nicht drüber, dieses Jahr also doch, beantragt und klar vor Augen. Bildungsurlaub, etwas Gutes für sich selber tun und etwas mehr Freizeit kreieren.

Es waren viele Dinge in Juni, wie im Juli. Ich habe sie geschehen lassen wie ein kleines Kind, war unten und oben, war weich und ganz hart.

Über alle dem stand Zeit zu kreieren, bin früh aus dem Büro raus und habe mich des öfteren in den Sand geworfen. Ich war seit vielen Wochen mal wieder richtig erschöpft und Mitternacht zu Hause nach einem Tag der mit Note 1 bewertet werden sollte.

Ich beschäftige mich weiter, lese ein neues Buch und tanze zu alter Musik.

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Heim

Hallo, du glaubst ja nicht was die letzten 24h alles los war, wie sie sich die Mäuler zerrissen haben nur weil einer sich die Haare färbt. Es ist doch egal ob blond, violett oder rosa und trotzdem ist es einer dieser Dinge zwischen ich kann es nicht mehr hören, drüber stehen und ich weiß genau was ich tue. Dabei haben wir doch eine schöne Charta mit blumigen Worten von Offenheit, Respekt und Toleranz gegenüber jedem, unabhängig von jeder Form von Rasse, Aussehen, Geschlecht, sexueller Orientierung usw. Ich bin da nicht altmodisch, doch trotzdem gibt es Dinge da beißt die Maus kein Faden ab, der Ton wird rauer und Schaum fließt aus dem Mund.

Und deswegen muss ich mich dringend unterhalten. Ich kann diesem Blog Dinge anvertrauen die eigentlich nur mein Gehirn weiß. Ein gewagtes Spiel, weil hier Dinge öffentlich werden, tief versteckt in Zweideutigkeit das ich selbst nach Wochen gar nicht mehr weiß warum.

Es ist alles, aber da kommt noch mehr, oh baby ich bin immer noch leer, noch längst nicht alles gesagt. Feinheiten und neue Zeilen werden sich schreiben, raus aus der Sicherheit rein in ein neues Abenteuer und wenn es nicht klappt bin ich um eine Erfahrung reicher. Der erste Schritt ist noch nicht einmal gemacht und dennoch formieren sich schon Gedanken, ein Atom fügt sich einem neuen Gemenge, und so ist alles wieder von vorn und es findet kein Ende.

Diese Zeilen stehen seit Wochen im Raum, nichts ist passiert und so stehe ich immer noch zwischen einer inneren Zerrissenheit welchen Weg ich nun einschlagen soll. Die Stimmung scheint noch immer angespannt. Leben nimmt wieder Fahrt auf und ich gehe raus und spazieren im ewigen Selbstgespräche zwischen richtig und falsch, mit einem lächeln auf den Lippen verborgen hinter Masken. Mein Blick fällt auf Kunst, meine Lippen spüren Eis, ich bin froh über jede dieser selbst bestimmten Minuten.

Und so lese ich fleißig Forderungen von noch mehr Verzicht von 5 zu 2 hin zu 4 zu 3. Meine Gedanken schlagen Kurven wie die Aktien die ich gekauft habe, immer nur eine Richtung nach oben wird es gehen.

*

mit Gedanken und Zeilen aus Yukno – Heim

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Ich freu‘ mich

Nenn‘ mich gut
Nenn‘ mich schlecht
Es is‘ egal was du denkst
Lass mich los, halt mich fest

Nenn‘ mich falsch
Nenn‘ mich echt
Es is‘ egal was du denkst
Gib mir Mut, nimm ihn weg

Merkst du denn nicht
Dass jetzt alles neu ist
Siehst du denn nicht
Es ist vorbei und ich freue mich

  • aus „Ich freue mich“ – Lina Maly

Irgendwas muss ich mir ja dabei gedacht haben, da lag er also der Termin beim Friseur mitten im Frühling, mitten im Mai, wenige Tage vor der großen Explosion.

Die Jungs zocken wieder Fifa, ich schöpfe wieder Mut, eine neue Lust entspringt und Worte dribbeln sich aufs Papier.

Ich sehe das jetzt als überstanden an, auch wenn ich große Kritik ernten werde, es gibt Dinge da weiß ich genau was ich tue und ich bin auf der Suche nach einer Rückmeldung die kritisch positiv und wertschätzend ist.

Was ich erfahren muss ist große Unlust, Regeln die gebrochen werden und Dinge die man nicht findet einfach so.

Ich stehe sozusagen in den Startlöchern, genau so wie ich wochenlang nicht begreifen wollte bin ich der erste der jetzt wieder losrennt, brav mit Maske auf und rein in Orte die mir lang verborgen blieben.

Ich habe Lust auf Pop on Paper, Kunsträume, ein frisches Schnitzel aus der Pfanne und auf Gespräche, Diskussionen, Streit, Wut und Pläne.

Und doch brauche ich noch einen freien Moment um mir selbst ein Papier vorzulegen, Worte auf zu schrieben und durch zu streichen, auf mich wirken zu lassen einen Lauf des Lebens und Sätze der Motivation. Erst wenn sich alles zusammenfügt bin ich zufrieden.

Ich freu‘ mich
Ich freu‘ mich auf die Stadt, auf den Morgen und die Nacht

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