Die Angst muss man auch verstehen

Aber fremdes ist manchmal auch sehr gut. 2€ hat mich diese Erkenntnis gekostet, aufgesammelt eines Morgens in einer merkwürdig leeren S Bahn irgendwo zwischen grauem Februar und Ferienzeit.Lang dauert nun die Reise schon.

Diese Reise nach Jerusalem oder Reise nach Rom ist ein Gesellschaftsspiel mit beliebig vielen Mitspielern, das einen einzigen Gewinner ermittelt; es kann auch als Kinderspiel betrieben werden.

Vorsichtig muss man sein mit jedem dieser Zeilen, denn das was am Anfang ganz glasklar klang ist jetzt ganz bitterböse ausgegoren. Ich kenne nun jeden dieser Tische ganz genau, besonders beliebt ist der runde kleine, hoch oben im Turm, dem Quadrat der Macht.

Es ist die Angst, immer nur die Angst, da kommt einer um die Ecke und mutiert das Firmenmotto „think outside the Box“ dramatisch um. Ende der 80er Jahre geboren und ausgestattet mit einer Neugier und Streitwut der Gen Z, neuerdings soll es Fälle geben da wird sich gleich am Tisch festgeklebt.

Nun da was feststeht wird diese Streiwut auf eine ganz neue Probe gestellt, nichts kann mich erschüttern, denn auch in stürmisch kalten Zeiten mit Schneetreiben und dunklen Tagen bleibt ein Netz um mich gespannt. Eng verworren und scharf überwacht immer ein Balanceakt zwischen Lob und Sanktion kann und will ich mich daraus nicht befreien.

Die Pläne sind nun schon gemacht und dabei werde ich nicht nur dem engsten sondern auch dem nächst weiteren Kreis schöne Momente bescheren. Einer dieser bleibt eine spezielle Überraschung und ich hüte mich vor zu vielen Worten.

Die Pläne sind nun schon gemacht. 2023 wird ein Stückwerk aus einigen kleinen Reisen und einem großen Abenteuer.

Auf mehr freie Zeit hatte ich mich gefreut, am Ende war die Angst vor etwas neuem wohl doch zu groß, ein Nein ist ein Nein, aber wie sagt man doch so schön das Ende der Fahnenstange ist längst noch nicht erreicht.

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Die Zeit nehme ich mir

Ich weiß man sollte das ja eigentlich nicht tun, denn Wünsche die man nicht geheim halten kann, gehen bekantlicherweise nicht in Erfüllung.

Eine der ersten Sachen die ich 2023 in den Himmel geschossen habe, ist das Paradoxum der Zeit, eine kontinuierliche Menge an tagein tagaus 24 gleichen Stunden und jeder will mehr davon.

Ich bin dieses Jahr sehr konsequent in meiner Herangehensweise, erst kürzlich als ich es in Englisch ausdrücken sollte vielen die Worte „First in, First Out“ , also frei übersetzt, was an Arbeit reinkommt wird auch erledigt und konsequent bis zu Ende gedacht und nicht erst auf diversen Stapeln aus Papier zwischen geparkt. Ein großes Problem in dieser Welt in der ich mich befinde ist es eine Entscheidung zu treffen, denn genau das mag man ja gar nicht, lieber ganz viele Besprechungen an runden Tischen. Ich bin da selbst auch nicht besser aber ich habe an dieser hochkomplexen Entscheidung 2 Jahre genagt, sie fast 1 Jahr gründlich vorbereitet und in den letzten Wochen intensiv Rücksprache gehalten. Beschlossen und verkündet, das darf ruhig jeder genau so Lesen. Das Ende der Vollzeit, weil es wichtigere Dinge im Leben gibt, Zeit für mich selbst und die Möglichkeit zur Care Arbeit die nicht in Geld sondern Wertschätzung gemessen wird, ein extrem hohes Maß an Selbstzufriedenheit, kontinuierliche Abläufe und eine kleine Prise Muse. Doch tut man sich genau da mit so schwer, da kommt jetzt einer der will was anderes machen, etwas neues und modernes und dann sind da schnell Ängste wenn sich das herumspricht dann wollen das doch alle. Längst geht es schon gar nicht mehr darum ob er es nun darf oder nicht, viele Worte sind nur ein Deckmantel für die eigentliche Sache, das Prinzip und so habe ich mich still gefragt was passiert eigentlich wenn man Monatelang einfach nur erörtert hat ohne eine schriftliche Entscheidung zu treffen, ist es dann so das ich mich widerfinde in Fragen wie in dem Buch. das ich kürzlich nicht ganz zu Ende las. Kann ich? Darf ich? Soll ich?: Philosophische Antworten auf alltägliche Fragen.

Lang habe ich an einer Entscheidung getüftelt, zweimal gemessen und mich mehrfach gewehrt dagegen, immer gedacht das geht schon ganz gut mit der Hand abwaschen, aber eigentlich so ganz sauber war es ja nie und manchmal muss einem die Kritik ganz knallhart vor Augen geführt werden, wenn man alles gleichzeitig will und trotzdem die Hälfte fehlt, sich das Geschirr stapelt und vor Weihnachten einfach keine Zeit für diesen Handgriff bleibt dann muss eine Spülmaschine her. Ende Dezember habe ich diese installiert, meine Küche frisch sortiert und die Abläufe gestrafft, frei nach dem Motto es gleich zu erledigen, ein neues Maß an Sauberkeit erlangen, um dann Komplimente zu bekommen wie, eine schöne Wohnung hast du, klar & minimalistisch, hübsch und praktisch eingerichtet, in toller Lage, da kannst du stolz auf dich sein und in diesem Zeiten heutzutage auch nicht mehr ganz selbstverständlich, gut durchgewärmt auch noch.

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Hallo ich bin jetzt Queerolant

Wenn es um texten geht, dann ist das genau wie mit Wortneuschöpfungen, es braucht halt seine Zeit bis alles zueinander findet.

Irgendwie habe ich mir das zur Aufgabe gemacht korrekt zu sein, das fing schon damals an, bei der Geschichte mit der Bank, als ich noch ein kleiner Lausebengel war, im Alter von gerade Mal acht Jahren. Es zieht sich quer durch mein Leben gegen Widerstände anzukämpfen und auszuloten wo die Grenzen sind.

Queer ist nun das Gebot der Stunde, dieser Begriff hat sich so ganz allmählich für mich entwickelt, weil man mit Mitte 30, andere sagen auch die fetten wilden Jahre sind vorbei, einfach nicht mehr schwul ist, sondern queer, anders halt, sich von der Cisgender-Heteronormativitäten Gesellschaft abgrenzend.

Und dann gibt es noch den Begriff des Querulant, mich stört schon diese sperrige Schreibweise. Als besonders unbeirrbar und zäh werden solche Menschen bezeichnet, die gern auch einen Rechtskampf führen trotz eines geringfügigens Anlass der kaum noch in einem angemessenen Verhältnis zum rechthaberischen, misstrauischen, fanatischen und unbelehrbaren Vorgehen steht.

Wie genau es kommt weiß ich nicht, ich habe diesen fanatischen Wahn einen Tag weniger arbeiten zu wollen, warum wird im Dschungel der Gedanken oftmals gar nicht klar, es ist einfach so, es gibt einen Rechtsanspruch darauf und es steht mir zu, also habe ich aus all den Worten dieses Jahr etwas zu Papier gebracht und auf Antwort gewartet, aber es ist dann immer so, wenn die Fronten langsam aushärten wird sich gründlich beraten und wenn ich das was da in geheimen farbigen Ordnern steht richtig deute, wird es darauf hinauslaufen das ich das bekommen kann was ich will, aber in einer unschönen Unregelmäßigkeit die nicht zu dem passt wie ich es mir ausgemalt habe.

Also heißt es nur abwarten, die Karten liegen noch nicht final auf dem Tisch, Weihnachten und Silvester werden kommen, die Gedanken werden diesmal nicht wechseln es ist ein festes Manifest auf Haltung und Selbstbewusstsein was ich teilweise schon über Jahre strickt.

Ich bin bald weniger und trotzdem mehr.

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kuratiert

Wer von „Kuratieren“ spricht, meint damit zumeist die Fähigkeit, Dinge auszuwählen, um sie raumbezogen an Schauplätzen zu präsentieren und dadurch in Konstellationen zusammentreffen zu lassen.

Kuratieren heißt für mich jeden Tag und jede Woche auszuwählen, welche Dinge und Hobbys wähle ich wie aus, mit wem bringe ich mich und meist andere zusammen, wann bestimme ich oder wann lasse ich mich Leiten.

Es ist sozusagen das Wort des Sommers nach dem ich solang gesucht habe. Es musste Zeit vergehen, ich sollte weit reisen und eine ganz andere Art Sommerurlaub genießen. Ich sollte zurück kommen und mich zu fett fühlen. Etwas unterkalorisch und vegetarisch habe ich gelebt, alles Anfang Juli und ganz so wohlgefühlt habe ich mich dabei nicht.

Es sollten Tage kommen mit fast an die 40 Grad, teilweise habe ich mich verkrochen und an anderen brav geschmort.

So richtig das eingestellt nach dem ich suche hat sich irgendwie dann zwischen Festival und heißen Sommernächten. Ich sollte mit großer Disziplin vorangehen und wieder regelmäßig den Schläger schwingen, im Sand Pritschen und Freundschaften wieder so richtig aufleben lassen. Abende bei Cocktail und in neuen Clubs, nächtelang unterwegs und ganz ganz ruhige Sonntage. Immer weniger zu tun zwischen Montag und Freitag, die Grenzen neu verschieben, halbe Tage und einen Text nach dem anderen gestalten. Sich nicht verarschen lassen von viel zu niedrigen Gehaltsangeboten und Gespräche im feinstem Hemd. Zwischendurch eine kurze Modevorführung wie vom anderen Stern, sich besinnen auf Minimalismus und einen neuen Stil. Einen Tick feiner und aufgeräumter soll es werden. Klassisch aber immer noch verrückt. Neue Ideen habe ich immer im Spagat zwischen Konsum und eigentlich nicht brauchen und einer dezenten Erneuerung.

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Zschhh

Zschhh ist ein Text von all den ruhigen und stillen Momenten, weil einfache Dinge oftmals so glücklich machen, wie der warme Duft von hausgemachten Eierkuchen oder eine Schüssel Milchreisglück einen Tag später.

Zuvor hatte ich eine Woche ausgesetzt, eine kleine Lebenskrise nach wenig Alkohol und kurzer Party, ganz neben der Spur für einen Tag auf dem Sofa und einen weiteren halben im Bett. Eine ganze Woche habe ich draus gemacht, bin umhergelaufen und war plötzlich bei den ersten richtigen Sonnenstrahlen und Eis ganz unglücklich.

Eine neue Strategie habe ich nicht zwingend festgelegt, aber etwas konsequenter in den Dingen. Eine erste Woche, abgearbeitet was anliegt, etwas mehr Kommunikation und Rückmeldung gefordert, Ordnung gehalten und erste Pläne für eine studentische Reise im August mit anschließender Bildungsurlaubswoche geschmiedet.

Übermensch bin ich jetzt, will Monster sein, frei, anfangs war ich skeptisch ob man den Booster wirklich braucht nach 2 Impfungen und einer Infektion, jetzt habe ich es doch gemacht und hänge etwas müde rum.Immerhin genug Zeit nach zu denken über all das, was ich diese Woche gesehen habe.

Mit Mitte 30 beschließt man irgendwann einen bestimmten Weg zu gehen, der eine lebt im Minimalismus, der andere im Maximalismus, der nächste gönnt sich eine Mietwohnung die 5x Mal teurer in der Kaltmiete ist als meine, wieder einer kommt in einer alten abgeranzten ausrangierten anusmarkierenden Ausflugshose, ich kenne jemanden in einer schönen Partnerschaft, viele weitere vom Sport und aus den letzten Jahren und immer dann wenn ich denke ich stehe an der Spitze meiner eigenen Erwartungsypyramide muss ich feststellen dass das Bauwerk der alten Ägypter ist von schier unendlicher Höhe, sodass mir selbst manchmal nicht ganz klar ist wo ich nun genau stehe.

Eine klare Strategie gibt es gerade nicht, aber ich merk, das mich Dinge reizen die eindeutig etwas mit Alter und Reife zu tun haben. Ich tummel mich auf neuen Partys und gönne mir hin und wieder neue Auszeiten. Dachte ich im ersten Moment heute an Museumsgeraffel und Currywurst, darf es immer öfters auch Mal ein paar Stunden im Bett und ein veganes Chili sin Carne sein.

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Für mich

Für mich ist ein Text der begann im Dschungel der Gedanken noch weit vor den ersten warmen Sonnenstrahlen Ende Februar, irgendwo zwischen Frühstück und Eis schrieb ich Zeilen die reiften einen Monat in einer Glocke und sind zu Ende sind bei der Beobachtung von Menschen und Abläufen irgendwo in der Rudi-Dutschke-Straße.

In diesem Text geht es vor allen Dingen um eine Haltung, um eine Einstellung zum Leben, um die größte Herausforderung der Freizeit der ich mich täglich neu und kreativ stelle. Diese kurze Zeitspanne zwischen Feierabend und Mitternacht, jede Minute und Sekunde die ich fühlen will, immer und immer wieder von neuem mit Dingen die mir Spaß machen und Einzigartig sind. Manchmal verliere ich mich in ganz alltäglichem, manchmal suche ich nach der Spitze des Eisberges.

Ich kann das tatsächlich nur für mich sein und ich bewundere andere die das können auch sehr dafür. Eine Verbundenheit zu sich selber und zum Leben und so sind mir aus einem ganzen Monat eben die Erinnerungen im Kopf in denen ich mir selbst ganz nah war, bei dem Spaziergang im Park zwischen Frühstück und Eis, bei dem Ausflug zu Kunst in Potsdam und der Freiheit sich bestimmte Zeiten ganz für sich selbst zu behalten.Und dann sind da die anderen Zeiten von Erlebnissen in Gemeinschaft, diese lustigen Gespräche kurz vor Mitternacht, zwischen Bier und Party, bei blauen Panzern und wilden Drifts.

Ich bin immer froh das genau so erleben zu dürfen, auch wenn es schon lange her ist, ich muss mich immer daran erinnern das ich einmal ganz wenig ich war und kaum Gemeinschaft hatte, dass mir viele Begegnungen Angst und Stress einjagten und ich nun Jahrzehnte später ganz entspannt im Olympiastadion sitzen kann.

Und so geht es auch schon wieder zu Ende dieser kleine Beitrag genau zu Beginn des Frühlings. Ich habe so wie immer viel vor in nächster Zeit, will reifen und Position einnehmen, will reisen und erleben, einmalige Momente, mich zurückbesinnen auf meine Wurzeln und neues erleben.

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Mein letztes Jahr in Vollzeit

Lang wusste ich nicht wie ich bei diesem Thema den Anfang mache. Mein Hochkomplexes Hirn frisst schon seit fast 2 Jahren an diesem Gedanken aber bisher habe ich kein Wort jemals zu Papier gebracht. Nun da jedes Projekt bei mir irgendeinen lustigen Codenamen trägt präsentiere ich nun für mich selbst die „4 Tage Woche“ Entstehungsdatum irgendwann Mai 2020, Zieldatum 01.04.2023, angesiedelt irgendwo zwischen Minimalismus und Frugalismus. Wenn jemand denkt das meint er doch nicht ernst dann muss ich erwidern, in meinem Hirn ist seit Wochen kein anderes Thema, quälend lange Nächte mit Gedanken zwischen Reichtum und Konsumverzicht habe ich verbracht. Immer wieder erkenne ich neu was ich wirklich will und bin, stets werden die Projekte abstruser und verworrener, brauchen lang um eine klare Linie zu finden. Es muss irgendwann Mai 2020 gewesen sein als es ganz plötzlich über mich kam, ein Geistesblitz der mir sagte wie wäre das eigentlich wenn ich nur noch an 4 Tagen in der Woche arbeiten würde. Ich habe mich in die Ecke gesetzt und ins Fäustchen gelacht, ach was wäre das schön, gleichzeitig lief mir eiskalt ein Schauer den Rücken runter, fühlt sich das ganze doch irgendwie nach Ausstieg, Rebellion und in den heiligen Kreisen in denen ich mich bewege richtig verboten an.

Es hat fast 2 Jahre gebraucht um den Gedanken erstmals auf Papier zu bringen, wer mich kennt der weiß ich bin zurück haltend und bescheiden, ich bin keiner der sich in den Vordergrund drängt oder das Maul aufreißt, aber ich kann mich klar ausdrücken besser schriftlich als mündlich und auch wenn es etwas kompliziert klingt, es gibt da so etwas wie das Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz – TzBfG) und ich habe beschlossen ich will das für mich anwenden. Die größte Hürde und Angst die mir im Weg steht ist nicht es irgendwann auf Papier zu schreiben und abzugeben, ich bin es einfach ich selbst.

Nun sind die Gedanken gekreist wie Planeten im Sonnensystem. Es soll der Mittwoch sein das ist schon länger klar, die Woche in zwei Hälften teilen und einen zusätzlichen Tag Freizeit gewinnen, es muss ja nicht gleich der Tennisschwung sein wie in dem Artikel von Stern den ich hoch und runter gelesen haben aber irgendwas wird es sein das ist klar. Ein 4 Säulenprinz bestehend aus Zeit für mich selbst, soziales Engagement, Zeit für Freunde und neue Hobbys und Mikroabenteuer, einfach Mal an einem freien Tag entspannt und sorgenfrei durch die Stadt spazieren oder die nächste Fährt in der Achterbahn erleben alles ist möglich.In diesem Jahr wird sich viel darum drehen, ich werde mich selbst auf dem Weg begleiten und sagen wie es so ist Gedanken zu diesem Thema zu finden. Eine große Baustelle und totales Chaos das ich mir selbst auferlegt habe ist es den vorhandenen Platz ganz effektiv zu nutzen, Möbel fliegen raus und Sachen finden einen neuen Platz, ein Konsumverzicht existiert für Kleidung und Deko, da ich absolut nichts neues brauche. Ich setzte die Karte jetzt voll auf Zeit, mit mir selbst und Freunden, die Liste ist selbst für einen Pandemie geplagten Januar lang, ich mache einfach alles was mir Spaß macht und neuerdings auch einfach Mal 15 Uhr Feierabend um schon Mal zu testen wie es ist plötzlich mehr Zeit zu haben.

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Sprichwort

Ein altes Sprichwort sagt, Schneid alte Zöpfe ab, Fang neues an. Sprichwort in den Mund genommen und drüber nachgedacht. Die Haare waren zu lang, irgendwas von radikal kurz hatte ich gefaselt, wieder nicht eingehalten doch immerhin ein bisschen anders als letztes Jahr, Pony jetzt nun seitlich und neues blond so klingen die ersten Worte Zwanzig Zweiundzwanzig.

Ich hatte wirklich genug Zeit darüber nachzudenken und zusammenzutragen was Zwanzig Einundzwanzig alles war. Aber da ist keiner dieser Einzelmomente nachhaltig im Gedächtnis geblieben als das ich tausend Worte drüber schreib. Dann doch lieber Quarantäne vibes. Ich komme natürlich nicht drum herum darüber zu schreiben, irgendwie ist es doch ganz ungewollt das ganz große Ding Ende des Jahres gewesen. Anfangs dachte ich ein – zwei schlechte Tage sind ganz normal in einer Zeit mit einer Mischung aus Regen & Schnee, gehüllt in viel Dunkelheit, doch dann wurde ich doch ein bisschen nachdenklich, die Corona WarnApp blinkte rot und erinnerte mich an das Risiko zwischen Kneipenquiz & Bowlinggruppe. Zwei nachdenkliche Nächte, etwas Gliederschmerz zwischendurch, zwischen Schnelltest negativ und positiv, irgendwo Gedanken von allein und schön dann fällt Weihnachten ja tatsächlich aus. Dann das Ergebnis rot auf weiß in großen Buchstaben steht da, positiver Befund, da muss man sich erstmal setzen, das Leben aus der Vergangenheit überdenken und 14 Tage Quarantäne Regeln. Durchgestanden habe ich es, mit einem Rhythmus aus Schlaf, TV, Playstation, Essen bestellen, Lebensmittel liefern lassen, kochen und sogar ein Buch habe ich gelesen. Anfangs war es die schönste Zeit meines Lebens mal so vollkommen frei und entspannt, zum Ende hin hatte ich 1-2 genervte Tage aber irgendwie war dann doch alles wieder gut.

Und so ist es dann auch gekommen zwischen den Jahren das ich doch endlich mal auf einen Rat gehört habe. 10h später, einigen tränenreichen Momenten später kann ich sagen, ich liebe mich so wie ich bin, versuche immer das toxische Gift um mich herum so gut wie es geht auszusortieren, auch wenn man es nie jedem recht machen kann, ich habe mich aktuell und schon seit Ende 2017 für einen Weg allein entschieden. Allein ist nicht einsam, ich habe ein Netzwerk gesponnen vom einfachen Treff für Restaurant oder Bar bis zur ganz großen 14-tägigen Kreuzfahrt Reise und ich weiß es funktioniert und wird immer weiter funktionieren. Neue Ideen basieren manchmal auf alten Gedanken und gerade habe ich gar keine davon, komisch, aber es ist immer diese Zeit am Anfang eines Zyklus und neuen Jahres. Ich bleibe einfach still und genieße die Zeit.

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Nichts

Ein Text über das nichts in einem Kontext wie ich ihn selbst nicht erwartet hätte.

Ich fange Mal so an, ich mache das, also das worüber ich jetzt schreibe schon fast 7 Jahre lang und es gab immer Mal Momente wo ich verdammt nah dran. Wirklich lang und hart habe ich an diesem Moment gearbeitet, kurz gezweifelt ob es wirklich so gut ist, aber dann doch einmal gemacht, nur eine Sache noch und dann ist da wirklich nichts, nichts auf dem Schreibtisch und auch nichts in der Ablage. Aber was ist dieses nichts und was bedeutet es genau. Kritische Beobachter sagen: „Oh das ist ja nichts, hast du nichts zu tun?“ Vermuten dahinter sogar eine Art Boykott. Ich sehe dahinter ein, ich bin mit mir im Reinen und schaffe alles was ich schaffen soll, sogar schneller als die Uhr Feierabend schlagen kann, ich kann also mehr. Übrig sind noch 8 dieser sogenannten Arbeitsstunden und ich scheue mich nicht jeden Tag ein klein wenig davon abzuknabbern, konsequent in der Sache tagsüber und keine Umwege direkt zur Galerie.

Nichts ist auch, wenn nichts fehlt, die letzte Woche wie im Rausch, jedem der es Wissen wollte habe ich es direkt gesagt, ich platze quasi vor Glücklichkeit. Dunkel und grau mag dieser Montag vor einer Woche gewesen sein, ich habe glückliche Stunden draus gemacht, Dinge gelernt etwas abseits von meinem Horizont, es auf andere Weise wiederholt am Dienstag, immer spontan und immer auf die Minute funktioniert hat es. Ich habe meine Pläne und feste Kreise, ich nehme dran Teil oder sage ab, aber ganz besonders froh bin ich wenn alles funktioniert wie eben erst erlebt, wenn ich so in Stimmung bin, das ich Einkäufe erledigen, Wohnung putzen und Kuchen backen kann, quasi 3 Dinge auf einmal erledige und der ganze Abend noch vor mir liegt, wenn ich zum Sport gehe und dann noch leicht verschwitzt zum Spielabend erscheine. Und dann kommt noch dieser einer Tag dazu, Samstag nennen wir ihn mit Standardprozessen wie Eisfluencen und ein bisschen Sport, aber dann ist da noch diese Nacht auf die ich lange warten musste, irgendwie zwei Jahre lang, wenn ich den Plan am Abend zuvor schmiede, mich durchsetze gegen die Empfehlung von Freunden und einfach allein losziehe, das Online Ticket in der Tasche, brav und stur 40 min gewartet und dann zwischen den Floors hin und herhüpfen, zwischendurch stelle ich mir die Frage wie unvernünftig bin ich und einige mich auf keine Spielerein in dunklen Räumen dafür tanzen zu gewaltig guter Housemusik ohne auf die Uhr zu schauen bis 6 Uhr morgens. Und so erlebe ich einen Sonntag wie in Trance an dem ich vollkommen für mich allein bin und so gar nichts fehlt. Und auch das hatte ich im Kopf diesmal nichts zu verpassen, obwohl ich das Weihnachtsfest ansich gar nicht mag, umso mehr mag ich die Zeit davor und so habe ich es auch nicht versäumt schon am Sonntag vor der Adventzeit alles weihnachtlich zu verwandeln und in eine erstaunlich glückliche Weihnachtsstimmung zu kommen.

Lange Zeit habe ich nichts unternommen, bei der Entscheidung wie genau die Zukunft für mich Aussehen wird, nun habe ich mich für einen kleinen Verein entschieden, alles ganz unaufgeregt, Badminton an 2 Abenden mehr nicht. Lange hatte ich mich auch gesträubt doch irgendwie ist die allgemeine Stimmung nun so, das nichts unternehmen die falsche Entscheidung wäre, also habe ich brav eine weitere Mitgliedschaft unterschrieben, die nicht ganz uneigennützig ist, denn nächstes Jahr habe ich große Zukunftspläne die damit zu tun haben Verantwortung zu übernehmen für das, also das worüber ich oben schon einmal geschrieben habe und kurz danach zu verkünden das ich einen Tag nichts tun mag, ein verrückter Plan aber von nichts kommt auch nichts.

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Chaos & Aufbruch

Zwei so wunderschöne Wörter voller Energie zusammengebracht zu dieser Überschrift das hört sich doch verdächtig an. Ist das wirklich so von mir oder habe ich es wieder geklaut? Abgeguckt würde ich sagen, am letzten Tag der Ausstellung im Märkischen Museum und mit nach Hause genommen und überlegt wie das bei mir gerade so ist.

Das was ich will und das was ich bin, es fließt alles unheimlich gut ineinander. Manchmal denke ich mir, ich bin jetzt 33 und zu alt für den Scheiß und im nächsten Moment bin ich wahnsinnig genervt von mir selbst, von der Rast, das eine Ruhelosigkeit in mir aufbricht.

Das ist schon lustig wie schnell sich die Dinge manchmal drehen, an einem Montag noch durch den Einfluss von Gin & Wein auf dem Sofa gelacht, sich durch die Wohnung gekugelt und alte Parolen angehört von Protesten gegen Studiengebühren. An einem Freitag dann durch den Einuss von diversen Apps und Sinnlos Kommunikation irgendwo zwischen Wut und Traurigkeit sich im Bett versteckt, da war es plötzlich ganz dunkel.

Ich habe mich ein bisschen sortiert und darüber nachgedacht, eigentlich mag ich das genau so, jetzt wo die Tage etwas kürzer werden, etwas mehr Gemütlichkeit einkehrt und sich langsam ein Kreis schließt. Ich weiß nicht wann ich diesen Gedanken Blitz hatte, aber ich habe einige Monate gearbeitet, mal mehr und mal weniger, bin einen ganzen Schrank losgeworden, habe umgestellt, neu gekauft und verkauft. Es ist eigentlich alles perfekt aber es fehlt mir noch dieses ganz große Meisterwerk an der Wand „circles and straights“ von einem jungen Aktionskünstler aus dem tiefsten Wald. Es ist an der Zeit nach Monaten endlich Mal mit diesem Thema zu beginnen, wenn es schon immer wieder in mir hochkocht.

Chaos & Aufbruch was ist das nun genau. Ich hatte die letzten Wochen eine gute Idee, wollte mein Leben effektiver gestalten und habe mir einen alten Sport an neuem Ort gleich um die Ecke gesucht, anfangs war ich begeistert doch dann spürte ich etwas irgendwo zwischen Ablehnung und Ignoranz und das ist ein rotes Tuch für mich. Also habe ich mich noch Mal hingesetzt und weiter gesucht. Ich habe jetzt etwas begonnen, keine sportliche Evolution, aber darum geht es mir eben dann noch nicht. Es ist einfach locker und nah genug, sodass ich es bis jetzt für gut bewertet habe. Ganz abgeschlossen ist der Prozess noch nicht, aber ich bin sehr nah dran an einen Punkt zu kommen wo sich der Kreis schließt.

Chaos & Aufbruch ist auch die Frage wo ich die letzten Jahre war und wo ich zukünftig sein will. Jetzt spricht man von Transformation und Prozessen, wenn die nicht gelingen soll ungefähr 2025 Schluss sein. Ganz so schlimm finde ich das alles nicht. Ich habe Dinge probiert und Gespräche geführt. Meine Gedanken sind zu modern als das ich davon jemanden überzeugen kann. Ich sitze die Sache jetzt einfach noch ein paar weitere Jahre aus. Es droht die 35, ich habe mir heimlich dafür was vorgenommen. Mit 30 färbte ich die Haare, mit 35 habe ich einen ganzen Strudel an Gedanken. Manchmal spreche ich offen und laut darüber, führe Gespräch im Streit mit mir selber oder anderen. Für heute bleibe ich ganz stumm und verabschiede mich in eine Pause. 10 Tage Kreuz und Quer durchs Mittelmeer, ich habe das schon oft gemacht ich bin falsch und alt, nicht so modern wie ich doch oft tue.

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Run or Hide

I think I’ve changed my mind about a million times
Oh, to run or hide, oh, to run or hide
I’m gonna call this out, I’m coming back somehow
I won’t run or hide, I won’t run or hide

*aus Run or Hide von Run River North

Ich habe Meinung also eine Million Mal geändert, bin gelaufen, habe mich versteckt und bin wieder gekommen. Irgendwie passt das alles und nicht, es ist einfach da nach einem wilden Tag wie nur ich ihn erlebe, wo die Dinge auf die Minute stimmen, Kreuz und quer durch die Stadt nur um nach Hause zu kommen und zu wissen was ich da alles habe.

7 Jahre hatte ich das nicht mehr gehabt, also musste ich es wenigstens einmal üben. Überraschend wie gut ich manchmal bin, ganz intuitiv und ohne Vorbereitung. Lustige Fragen haben Sie mir gestellt, brav ertragen habe ich das alles, einmal fast ironisch gekontert und am Ende erzählen sie dir was von Menschenquälerei, eine Frau schaut traurig, einer lacht halb irre und ich grinse mir ins Gesicht.

Es ist wie so oft, manchmal muss man erst wohin gehen um zu wissen was man anderer Stelle hat, Ruhe und Gemütlichkeit und eine lange Woche vorgeplant.

Ich hatte ein bisschen Respekt vor diesem Schritt, weil ich wusste es ist kein kompletter Neuanfang, aber es sind neue Leute, eine andere Gesinnung und Herangehensweise auf höherem Niveau. Deswegen war ich auch sehr höflich und ungewöhnlich zurückhaltend und habe es mir erst 4 Mal angesehen. Gleichzeitig kann ich sagen, es ist genau das was ich mag, dieses im Fokus sein und irgendwie liebe ich es jetzt schon, es ist gleich um die Ecke und eigentlich noch nicht offiziell aber es wird so werden, die Struktur meiner Woche wird sich verändern und Dinge mitbringen die ich so noch nicht ahnen kann.

Kürzlich verabschiedete sich jemand von mir, sprach von Herbst und kein Wiedersehen, von Tüchern und dunklen Farben, aber ich bin noch nicht fertig mit diesem Jahr, eine Idee habe ich wieder aussortiert, aber dennoch ist da noch eine Liste die zu Ende gebracht werden will. Die letzten Woche hatte ich nicht so Lust aber jetzt ist sensationellerweise genau diese zurück. Also werde ich noch ein paar Dinge loswerden und eine letzte Runde drehen bis mir wieder was neues einfällt.

Wenn ich eine Sache bekanntlich nicht lassen kann, dann ist es das Reisen, jeder Tag ausgequetscht wie eine Zitrone. Da Weihnachten so blöd fällt wusste ich schon lange aus den restlichen Tagen bastel ich mir noch eine Reise, nicht hochsommerlich, aber auch nicht bitterkalt, am liebsten irgendwo dazwischen, Kreuz und quer 7 Städte in 10 Tagen so wie man das von mir gewohnt ist.

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Gleißend im Sonnenlicht

Ich mag die Dinge und ich dachte ich könnte das Mal wieder tun. Und so saß ich zehn vor acht gleißend im Sonnenlicht und ließ die Welt um mich drehen. Gerade noch warm genug für kurze Hosen mit einem frischen Hauch am Bein, harrte ich der Dinge aus. Heute ein S Bahn Streik, doch ich bin clever genug zu wissen was noch fährt und warte einfach ab. Das ist das wo ich mich selbst am liebsten sehe, Ruhe in mir selbst und genau wissend was kommt als nächstes.

Ich habe kurz zurück gespult um zu wissen was war da als letztes. Manchmal ist es gut den Blick von außen zu haben, dann weiß man wo hartnäckig der Schmutz sitzt oder bekommt Bestätigung für einen cozy place, ein gemütlicher Platz. Ich habe viel getan und pausiere gerade, gerade wandern die Interessen wieder rum. Ich habe mich endlich Mal wieder gezwungen Badminton zu spielen, ganze dreimal in einer Woche.

Innerlich führe ich viele Diskussionen, wo sehe ich mich in 3 oder 5 Jahren. Gibt es nochmal 1 oder 2 große Veränderungen. Welche davon will ich wirklich und welche führt mich wohin. Eins steht fest ich bin Zeit optimiert. Jede Tat von mir zielt darauf ab noch mehr Freiraum für mich selbst zu schaffen. Ich lasse jetzt schon saugen und wischen, spülen folgt bald noch. Manchmal sind die Dinge gar nicht so schlecht wie ich denke und trotzdem denke ich darüber nach mir das mal anzusehen, einen Pendelweg am Abend auf quasi null zu reduzieren und sich neue Kreise zu erschließen.

Was ich wunderbar kann ist für mich selbst sein, weil ich tatsächlich weiß dieses allein sein ist ein ganz elementarer Prozess in meinem Entspannungsprozess. Ich kann jederzeit wenn ich will meine Woche voll knallen und von einem Termin zum anderen springen, oft will ich das und brauche das genau so und dann sind da auch Gedanken ich will Zeit für mich, im Idealfall einen ganzen Tag für immer oder erstmal 10 Tage am Stück im Spätherbst.

Ich habe das Konzept mit der Liebe noch nicht ganz aufgegeben. Irgendwo ist da immer noch die Hoffnung lieber spät als nie jemanden zu finden mit Qualität, Stil und Klasse. Mit einem Witz und Charme der nicht nur mich selbst überzeugt sondern alle meine Freunde gleich mit. Jemand genau so locker wie ich und zeitgleich ernst in der Sache. Vorläufig habe ich mich auf Entzug gesetzt, keine schlechte Wahl weil es mich befreit von sinnlos vergeudeter Zeit und mehr Freiraum gibt. Manchmal laufe ich noch zurück, schüttel kurz mit dem Kopf und weiß dann ich bin jetzt Anfang Mitte 30, andere haben schon Kinder oder bauen ein Haus und ich hänge immer noch hier rum. Ich darf und muss mehr von mir erwarten.

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Es ist nur die

Es ist nur die Zeit, die vergeht so schnell und wieselflink, das manchmal scheint als sei nichts passiert. Mein letzter Text war kritisch gegenüber mir selbst am meisten und ein bisschen dem System, dem gelinde gesagt der Gedanke zugrunde liegt den Rest meines Lebens Arbeiten gehen zu müssen und das ganze Beschissene Dasein im Grunde in Frage stellt.


Mir ging es so, dass ich raus wollte aus der Blase des Lebens, etwas neu und anders machen, tausendmal gedreht und keinen Anfang gefunden, keinen Anreiz für was Neues, schrecklich müde und gelangweilt war ich besonders Pfingsten rum, 3 Tage sogar selbst isoliert, weil ich einen Verdacht hatte, der war zwar grundlegend negativ aber irgendwie war mit trotzdem heiß und kalt, dann war ich müde und faul, Zeit für eine Pause, wirklich gefragt oder interessiert hat es auch keinen.


Oft ist in mir die Lust nach Neuanfang, dann denke ich nach und recherchiere tausend Sachen bin kurz traurig und launisch und komme am Ende doch irgendwo wieder raus. Diesmal war lange nichts in mir, es brauchte ein paar sich immer gleich anfühlende Treffen bei Mario Kart, Eis, Eis und wieder Eis, ab und an ein Essen im Freien und lange triste graue Tage.


Und dann habe ich ganz langsam angefangen, ein wenig nachgedacht über Plastik überall – Wie werden wir es wieder los? Und mich erneut getraut und meinen Urlaub mit Bildung um 5 weitere Tage ausgeschlachtet. Gleichzeitig werde ich 14 Tage die Umwelt auf einem Kreuzfahrtschiff verpesten, ich bin ein falsches Vieh und die Möbel fliegen jetzt auch alle raus, die Bude ist eh zu vollgestellt. Halt so schnell geht das nicht oder eben doch. Letzte Woche saß ich noch auf dem Sofa philiosphierte mit mir selbst über Minimalisums und Smart Home, keine Woche später stehen 2 viel zu dicke Lesben mit einem viel zu kleinem Auto vor meiner Tür und bugsieren mit meiner Hilfe den 236 cm großen PAX aus meiner Wohnung. Ich bin nun um 1 Möbelstück ärmer, sortiere Kisten um, verkaufe Staubsauger, Bügelbrett und Putzeimer und freue mich schon, wenn ein Saug- und Wischroboter bald meine Arbeit übernimmt.


Es ist nur die Impfung und sie wird erst wirksam, wenn man einen Blog drüber schreibt.

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Pandemie

Ich war mal wieder im Museum und das obwohl die Zahl zum dritten Tag in Folge tiefrot über 100 leuchtete.

Raffeln nennt man das, grob abgeleitet von raffen, etwas eilig voller Habgier an sich reißen, eigentlich offiziell aber doch Raffeln, also etwas mit einer groben Reibe zu kleinen, stiftförmigen Stückchen zerkleinern, raspeln. Etwas das so manch einer mit meinem Gehirn in dieser Zeit gern machen würde.

Vor einem Jahr, als keiner wusste wie es weiter geht, der Bahnsteig menschenleer und 12 Monate später schallt es durchs Telefon. Es ist alles so ziellos und freudlos geworden. Ich finde das gar nicht so. Mag wohl auch daran liegen das ich kein Gewissen kenne, immer nach dem Suche was nicht mir gehört und an mich reise.

Ich bin nach der Wende aufgewachsen, viel Ostmentalität in mir, du stellst dich hinten an und wartest bis du dran bist, lieber 3 Fragen zu viel und schüchtern sein, als frech und in den Arsch gekrochen.

Im Prinzip war ich das auch nie, ob es die ersten Kämpfe um einen Holzroller oder die größere Bank in der Grundschule waren, oft genug habe ich verloren und mich wieder hinten angestellt. Es hat Jahre und Jahrzehnte gedauert um eine Mentalität zu entwickeln die Ich, Ich und nochmals Ich und hier schreien.

Das was ich jetzt gefunden habe liegt alles im legalen Grenzbereich, ob Bildungsurlaub, höhenverstellbarer Schreibtisch oder Headset, ich weiß was mir zu steht und bekomme es, auch wenn manch einer die Augenbraue dabei hochzieht. Und das Kapitel nimmt kein Ende und wird ergänzt um Begriffe wie Home Office Pflicht oder Testpflicht am Arbeitsplatz. Alles keine schönen Wörter für die eine Seite, für mich aber elementarer Bestandteil für einen Schritt zu mehr Normalität, denn man kann uns nicht monatelang einsperren, das führt zu nichts.

Genau das hat man uns schon seit einigen Monaten auferlegt, harte Einschränkungen und dann kommt natürlich irgendwann der Moment da denke ich mir, das hat früher einmal uns gehört, das Recht auf Sport, Kultur, Gastronomie und Freizeit und so ist es immerhin ganz gut das ich einen kleinen Teil davon erleben kann.

Natürlich habe ich mir auch Gedanken gemacht, wie wird sich das anfühlen, wenn alles auf einmal zurück kehrt. Im Prinzip bin ich mir treu geblieben, bin manchmal der Wahrheit etwas ausgewichen, habe aber auch keinen groben Unfung gemacht der mich ganz disqualifizieren würde. Jetzt zurück zu sein auf dem Sofa für ein Videospiel oder auf den Straßen für eine moderne Eiskreation ist eine willkommene Abwechslung.

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Ein neuer Lebenslauf

Ein neuer Lebenslauf, jetzt mit Projekten drin, wie Anfang 30 und noch keine Führungserfahrung, Doppelstudium fehlt, das würde Ihr Profil richtig rund und spannend machen, Gehalt verdoppeln gleich, 60h Woche und goodbye Leben halt.

Ich habe gedanklich ein bisschen aufgeräumt, nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal, in einer Nacht- und Nebelaktion neue Zeilen geschrieben und altes gekürzt. Alles was wichtig ist steht nach wie vor auf 2 Seiten, alles was viel wichtiger ist endet in einem komplizierten Selbstgespräch kurz nach Mitternacht.

Ich bin mal aus der Haut gefahren, habe Widerwort gegeben und das gar nicht bereut, am Ende war es auch nur eine Diskussion auf anderem Niveau, ein kurzes kneifen auch wenn ich das nicht mag, dann kommt die Freundschaft wieder auch wenn das keine ist.

Der Februar war perfekt, zu mindestens auf dem Kalender. 4 gleiche Wochen von Montag zu Sonntag zu gleich. Ein Wiedereinstieg nach Krankheit, ein kurzer Stress, viel Schnee und Gestöber, eine kindliche Idee und ein erster Hauch von Frühling und Eis.

Ein neues Projekt ist also gestartet, eine neue Idee auf einer Ebene Instagram, das ich privat kaum noch nutze, aber als neue Kunstfigur nun erobere. Leiden wird mein altes jetziges Ich nicht darunter, weil es mehr so eine Sommeridee ist, die sich tummelt in der Stadt, leckt am Eis und stark beeinflusst.

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