Sex zu dritt

K. aus D. schrieb mir bei whatsapp.

~ sinngemäß ~

Er sei mal wieder in Berlin zu Besuch, Schulung am Wannsee mit den Kollegen und Kolleginnen, 3 Tage lang, einen Abend könne er freihalten für Sex, natürlich nicht in der Unterkunft, das wäre zu auffällig, gern bei mir auf dem Sofa, zu dritt wäre auch mal geil, gern jemand der versatille und nicht zu dominant ist, auch nicht zu früh wegen Schulung und Abendessen, aber auch nicht zu spät wegen der Gefahr sich zu verquatschen, man kennt das ja, das Wetter, die Arbeit, der letzte Gran Canaria Urlaub und dann noch Politik, dann kommt man ja gar nicht mehr zum ficken.

Ich holte tief Luft und antwortete.

Ja das ist möglich, ich kenne da den E. der wohnt ungefähr in meiner Nähe der könnte gut passen.

Super antwortete K. aber bitte unbedingt Bilder schicken!!!

Ich kontaktierte also E., zu ihm habe ich ein lockeres Verhältnis, nicht zu eng freundschaftlich aber auch nicht zu oberflächlich, im Boiler hatten wir uns gegenseitig schon mal verführt, die Erstbesteigung also unser erster Sex war ganz gut und da er meinen Geburtstag vor einigen Wochen vertrödelt hatte schenkte er mir aus der Not heraus einfach einen Gutschein für einen Gratis Fick, den wollte ich jetzt einlösen.

E. vertrödelte erstmal eine Woche lang zu antworten, sodass K. langsam nervös wurde, aber dann kam die Sache ins Rollen.

Bilder wechselten den Besitzer, man fand sich untereinander heiß und verständigte sich darauf es schön auf dem Sofa zu treiben.

Ort und Uhrzeit verdichteten sich, Dienstags sollte es sein, 20 Uhr nicht zu früh wegen Abendessen und gewissen vorbereitenden Tätigkeiten, aber auch nicht zu spät, wegen der Gefahr sich zu verquatschen man kennt das ja das Wetter, die Arbeit, der letzte Gran Canaria Urlaub und dann noch Politik, dann kommt man ja gar nicht mehr zum ficken.

19:55 Uhr – K. klingelte pünktlich an der Tür, das nenne ich sächsische Pünktlichkeit, wir begrüßten uns kurz bei ein paar Sätzen über die Schulung, die Arbeit, und die Kollegen. Ich schenkte noch einen Mangosaft ein weil er mit dem Auto gekommen war und dann machte K. es sich schon einmal auf dem Sofa bequem.

20:10 Uhr – E. Klingelte an der Tür. Für Berliner Verhältnisse nicht nur überraschend pünktlich, sondern fast zu früh. Hier soll es ja auch Partys geben die Samstags 23:59 Uhr starten und eigentlich geht man erst Sonntag Abend hin.

Ich jedenfalls war froh alles so gut koordiniert zu haben, begrüßte E. goss einen Sekt ein und ließ die beiden auf dem Sofa erstmal kennen lernen man kennt das ja, die üblichen Themen, das Wetter, die Arbeit, der letzte Gran Canaria Urlaub und so weiter.

Nach 45 min hörte ich den ersten gefährlichen Satz: „Der Philipp Amtor das ist ja auch eine scharfe Schnecke den würde ich gerne mal vernaschen, wenn der nur nicht bei der CDU wäre“ Beide waren nun gefährlich nah bei politischen Themen angekommen und deshalb wedelte ich sicherheitshalber mit den Kondomen und rief: „So Jungs, jetzt gibt es Sex, Sex zu dritt“

Bei K. Wusste ich ja was mich erwarten würde, eher so ein dünner Sprühschlauch, anfangs einfach und flexibel in der Anwendung aber wenn das Programm einmal läuft ist da ordentlich Druck drauf.

E. brauchte noch 10 min und kuschelte sich dann langsam an uns heran, ich öffnete seine Hose wusste ich doch um den dicken Saugschlauch der mich erwarten würde. Und so begann ich auch hier meine Arbeit. Im Eifer des Gefechts hatte ich mein schönes Petrolblaues Sofa ganz vergessen. Mist wir hätten doch ins Bett gehen sollen doch K. Wollte nicht zu weich meinte er und hier auf Sofa und Hocker ist es zu dritt ganz ideal.

90 min später waren wir zu dritt irgendwie ineinander verkeilt, ich musste erstmal alle Gliedmaßen sortieren, das war also Sex zu dritt, irgendwie geil, aber irgendwie auch anstrengend. E. Hatte es plötzlich ganz eilig und machte sich irgendwie ganz devot aus dem Staub ohne beim aufräumen zu helfen.

K. nahm sich noch 5 min Zeit Hocker und Sofa wieder in Position zu bringen, dann schaute er mich ganz dominant an und meine, ach das schöne Petrolblaue Sofa und die ganzen Flecken jetzt da drauf, da würde ich dir raten mal zu DM zu gehen und einen Sapur Teppichreiniger auszuleihen, der reinigt im Sprühextraktionsverfahren dann geht das alles wieder weg.

2 Wochen später.

Ich stehe also im dm Markt an der Rigaer Straße. In dem offenen Eingangs- und Kassenbereich grüßt es mich, man kennt sich halt, schwules Einwohnermeldeamt bist du einmal drin kommst du nicht wieder raus, Küsschen links, Küsschen rechts, na mein süßer wie kann ich dir denn helfen?

Ich schluckte kurz und stammelte dann.

„Ic- Ich hab- habe den Sapur 3000 Teppichreiniger reserviert, der reinigt im Spühextraktionsverfahren und bekommt alle Flecken weg“

Der Verkäufer reagierte ganz gelassen und sagte: „Ach mein süßer das ist doch gar kein Problem, das ist uns doch allen schon passiert nur Teppich reinigen oder noch mehr“

„Sofa auch“ sagte ich kurz und trocken

„Ach Sofa auch na das war bestimmt eine wilde Party“ sagt der Verkäufer und zwinkerte kurz.

„Ich hole dir mal die Mandy die zeigt dir alle Geheimnisse des Sapur 3000 Teppichreinigers, der reinigt im Sprühextraktionsverfahren.

Wenig später stand Mandy, Azubine im 1. Lehrjahr vor mir.

Ich musterte Sie einmal von oben bis unten und merkte mit der Mode der Jugend konnte ich nicht mehr viel anfangen, wenn man im Fall von Mandy überhaupt von Mode sprechen konnte, den ich sah mehr Haut als Stoff. Zu den schwarzen flachen Sneakern gesellte sich an Mandys Beinen lange nichts. Und dann irgendwann entdeckte ich schwarze kurze eng sitzende Jeans, Hot Pants nennt man sowas wohl auch. Ich schmunzelte kurz und fuhr mit meiner Studie fort, wurde kurz von dem funkelnden Bauchnabelpiercing geblendet und bewunderte dann noch ein Oberteil, eine Mischung aus etwas zu großem BH und zu knappen cropped top so muss das wohl heißen dachte ich mir.

Als ich damals mit 15 in meinem dm in Sachsen einkaufen war wurde ich von einer schlecht gelaunten Verkäuferin begrüßt, die trug immer unauffällige Hosen, eine bunte Bluse und darüber eine in der DDR als Dederon oder auch Kittelschürze bekanntes ärmelloses Kleidungsstück in zurückhaltendem Muster.

Jedenfalls fackelte Mandy nicht lange und führte mich in ein Hinterzimmer, eine Mischung aus Personalbüro und sagen wir es gelinde ein Hauch von Besenkammer war auch dabei.

Nicht ganz zufällig beugte sie sich dann noch zusätzlich weit nach vorne, zum Glück bin ich ein schwuler Mann dachte ich mir, so manch hetero hätte hier andere Phantasien gehabt, aber ich und Mandy waren voll konzentriert auf den Sapur 3000 Teppichreiniger, der reinigt im Sprühextraktionsverfahren.

Und schon begann die Produktpräsentation.

Also das hier, das dünne und flexible das ist der Sprühschlauch, so einen hat mein Freund auch HI HI HI, kicherte Mandy.

Ich wunderte mich kurz um die Offenheit da fuhr sie schon fort und das dicke hier mit dem Spreizer das ich der Saugschlauch, hatte ich auch schon mal HI HI HI kicherte es erneut.

Ich atmete einmal tief durch und lächelte Mandy still an.

„Sag mal was willst du denn eigentlich reinigen nur Teppich? fragte sie.

„Nein auch Sofa“ antwortete ich knapp.

In diesem Moment ging die Tür auf und der junge Verkäufer von eben stand im Raum.

„Kommt ihr beide hier zurecht? fragte er selbstbewusst?

Mandy antworte schlagfertig. „Ja ich habe dem Kunden hier eben den dünnen Sprühschlauch und den dicken Saugschlauch erklärt, soll ja für die Sofa Reinigung sein ist mir auch schon passiert“

Wir alle drei schwiegen uns an. Ich packte den Sapur Teppichreiniger unter den Arm und wir nickten uns zu und murmelten gleichzeitig

„Sex zu dritt“

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Elternbesuch

Wir fahren ein bisschen in die Stadt und sind dann 17:45 Uhr da schrieb meine Mutter bei whatsapp.

17:23 Uhr. Es klingelt an der Tür. Ich zuckte zusammen und ließ den Swiffer Staubmagnet fallen.

Mit 2 Einkaufskörben beladen betraten meine Eltern meine Wohnung. Ich zuckte erneut zusammen. Es ist Sonntag. Am Samstag Abend war ich beim Sport und hatte gegen 20:30 Uhr bei LIDL einen kleinen Wochenendeinkauf erledigt, danach gegessen und Playstation gespielt. Seit Sonntag Morgen gegen 9 Uhr höre ich eine „Chill & Clean“ Playlist bei spotify und ALEXA war ganz brav und stumm. Hatte ich etwas verpasst? War über Nacht eine Lebensmittelkrise in Berlin ausgebrochen?

Meine Mutter beruhigte mich. Es ist Sonntag und da haben die Geschäfte geschlossen, deswegen haben wir dir ein BISSCHEN was zu essen mitgebracht.

Es folgte eine 15 minütige Produktpräsentation.

Koberländer Urschinken vom Fleischer Heyer.

Wurst Strauss Frühlingsgruß vom Fleischer Piehler.

Harmonie Vollkornbrot vom Bäcker Kunze.

Mohnkuchen vom Verkaufsmobil der Bäckerei Kindel.

Feuerfleisch tafelfertig vom Fleischer Rohn in Thonhausen

Partybrötchenkranz von der Stangengrüner Mühlenbäckerei.

Zucchini von uns aus dem Garten.

Eingelegte Bauerngurken von uns aus dem Keller.

Rote Johannisbeeren Marmelade von der Oma.

Meerrettichwurzel von der Carmen aus dem Garten.

Knusperflocken aus dem Kaufland.

Ileburger Himbeerbrause aus dem Netto.

Russisch Brot aus dem Penny.

Aglio e Olio Gewürz vom Skiurlaub aus Südtirol

UND

betonte meine Mutter Eier von der Roswitha – HI HI HI – na nicht direkt von der Roswitha das geht ja gar nicht, aber von den Hühnern von der Roswitha HI HI HI, die Tochter, die Franziska die kennst du doch noch aus dem Kindergarten als du klein warst die ist ja auch so wie du.

„Lesbisch?“ fragte ich.

„Nein nicht lesbisch, das andere lesbisch“ sagte meine Mutter.

„Schwul!“ sagte ich.

Meine Eltern zuckten zusammen.

Das Wort schwul laut ausgesprochen in meiner 44m² großen 1.5 Zimmer Wohnung in Friedrichshain sorgte immer noch für Überraschung.

Meine Mutter holte sich zur Ablenkung die Putzsachen, mein Vater bewunderte meine Technik.

HO HO HO der Junge der hat den Fernseher größer als ich 55 Zoll und Dolby Surround von Teufel, das können wir uns nicht leisten, ich habe noch 2 gute Reciever aus der DDR im Keller und auf den Boden HO HO HO

„WAS IST DAS DENN?“ kreischte meine Mutter.

„Saugroboter“ sagte ich.

„Na der macht dir aber nicht die Scheuerleisten sauber“ sagte meine Mutter.

Den ganzen Vormittag war ALEXA stumm, nun meldet sie sich plötzlich.

Eine Scheuerleiste auch Sockelleiste genannt ist einer meist aus Holz gefertigter Beschlag der einen sauberen Anschluss des Bodenbelags an die Wand ermöglicht. Auf der oberen ca. 0,8 cm breiten Kante lagert sich in 44m² großen 1,5 Zimmer Wohnungen in Friedrichshain gern Staub ab.

„SIEHST DU SAGE ICH DOCH“ rief meine Mutter.

Bei meinem Einzug vor 8 Jahren hatte meine Mutter jeden cm² der Scheuerleiste mit mir zusammen gesäubert, das ist einfach, das macht man am besten 2x täglich, das ist wie Zähne Putzen und DAS hätte ich ja schließlich auch gelernt. Anfangs hatte sich meine Mutter nach der Sauberkeit der Scheuerleisten erkundigt, später fragte sie ob ich damit auch zurecht kommen würde, bei jedem Besuch hatten wir alles in der Wohnung geputzt und dann sagte meine Mutter beim gehen „Ach schade jetzt haben wir die Scheuerleisten WIEDER nicht gemacht, na das machen wir auf alle Fälle beim nächsten Mal.

In den letzten Jahren hatte ich ab und zu mal über die 0,8 cm breite Kante der Scheuerleisten gewischt. An den leichten fast nicht sichtbaren Staubfilm hatte ich mich gewöhnt. Sollte es heute endlich soweit sein?

„SO“ sagte meine Mutter „Wo ist denn bei dir der Scheuerla….“

„ICH HABE HUNGER“ rief mein Vater.

Es war 18 Uhr und mein Vater hatte JETZT Hunger. Nicht 17:59 Uhr und auch nicht 18:01 Uhr. Mein Vater hatte jetzt Hunger und wenn mein Vater jetzt Hunger hat, dann hat er JETZT Hunger.

„Eine gute Idee“ sagte meine Mutter „bei uns gibt es ja keine Restaurants mehr“

Ich zuckte zusammen, Hatte ich etwas verpasst? Gibt es in meiner 20.000 Einwohner Stadt wirklich keine Restaurants mehr, sollten sogar der Asia Imbiss an der Annoncenuhr und Ibo´s Dönerexpress die Corona Pandemie nicht überlebt haben. Ich sollte in 1-2 Jahren mal wieder nach Hause fahren um dies zu überprüfen.

Meine Mutter philosophierte über die Möglichkeiten. „Ein schönes deutsches Restaurant oder Italienisch“ das wäre doch was. Oder mal was exotisches vom Fidschi zum Beispiel. Ich ermahnte meine Mutter das Fidschi ein Schimpfwort oder abfällige Bezeichnung für ost- und südostasiatische und entsprechend so aussehende Menschen, insbesondere Vietnamesen ist und erklärte die entsprechenden Länderküchen aus Thailand, Vietnam und China.

Alexa meldete sich wieder.

Hier eine Empfehlung an Restaurants im Samariterviertel

Thai Curry. Exotische Currygerichte in familiärer Atmosphäre

Futura. Preisgekrönte Neapolitanische Pizzen in trendiger Kiezatmosphäre.

Anastasia. Osteuropäische Küche in gemütlichem Ambiente der 20er Jahre

„INDISCH“ rief mein Vater. Ich will indisch essen.

Ich zuckte zusammen. Hatte ich etwas verpasst? Der kulinarische Horizont meines Vaters beschränkt sich eigentlich auf das 3 Gang Menü aus Bockwurst, Brötchen & Senf. Jetzt also indisch.

Wir liefen los. Meine Mutter begann die Straßennamen vorzulesen.„Eldenaer Straße, Samariterstraße, Dolziger Straße, Bänschstraße, Schreinerstraße, Ach so schöne Straßen habt ihr hier, bei uns gibt es ja keine richtigen Straßen mehr.

Ich zuckte zusammen. Hatte ich etwas verpasst? Gibt es in meiner 20.000 Einwohner Stadt wirklich keine Restaurants und Straßen mehr, waren Diesterwegstraße, Holzstraße und Postberg verschwunden. Ich beschloss jetzt doch Weihnachten schon nach Hause zu fahren um dies zu überprüfen.

Plötzlich packte mich meine Mutter am Arm. „R – R – Ri – Ri – Riga – Rigaer Straße“ schnaufte sie. Da können wir nicht hingehen, das habe ich im Fernsehen gesehen und DA soll es ganz gefährlich sein, das gibt es Krawalle und linksautonome Jugendliche.

Mein Vater klopfe sich auf die Stelle seines Kopfes wo er keine Haare mehr hat. „Stahlhelm – Ich habe gedient, die paar Jugendlichen können uns nicht gefährlich werden.

Wir bogen in die Rigaer Straße ab und meine Mutter bewunderte die Häuser. „Ach schön, so schöne bunte Häuser habt ihr hier und die ganzen jungen Leute auf der Straße bei uns sind nach 18 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt und richtige Häuser gibt es ja auch nicht mehr“

Ich zuckte zusammen. Hatte ich etwas verpasst? Gibt es in meiner 20.000 Einwohner Stadt wirklich keine Restaurants, Straßen und Häuser mehr? Ich beschloss doch schon im August meinen Vater zum Geburtstag zu besuchen um dies zu überprüfen.

Wir erreichten das in warmen Farben gestaltete, stilvoll-moderne Lokal mit Wandmalereien in dem Spezialitäten der indischen Küche serviert werden.

Der Kellner gab uns die Speisekarte so dick wie ein Buch. 500 Gerichte in 3 Schärfegraden, Europäische Schärfe, Hausschärfe und authentische indische Schärfe, die habe aber noch NIE jemand bestellt.

Ich wählte ein mildes veganes Curry in Hausschärfe, meine Mutter eine Linsensuppe und so ein komisches indisches Brot. Mein Vater bestellte triumphierend selbst. Würziges Chicken Tikka Masala indische Schärfe sagte er. Der Kellner zuckte zusammen.„Sind sie sich da ganz sicher?“ fragte er nach.

Mein Vater klopfte sich auf die Stelle seines Kopfes wo er keine Haare mehr hatte und sagte: Stahlhelm – Ich habe gedient, bei der Armee hatten wir Bautzner Senf scharf und Gemüsemeerrettich extra scharf, das schaffe ich schon und ein Bier bitte – Radeberger.

10 min später wurde das Essen serviert. Ach ist das lecker sagte meine Mutter, sowas gibt es ja bei uns nicht und dein Vater isst ja gar kein indisch. Auch ich war sehr zufrieden. Mein Vater der eben noch von der Armeezeit sprach hatte sein Chicken probiert und verstummte sofort.

Sofort fing meine Mutter an zu schimpfen. „Vater was ist denn los? Ist es dir zu scharf, hab ich doch gleich gesagt dass das zu scharf ist, iss wenigstens ein wenig Reis, du schwitzt ja schon, Ach dein Vater der macht immer Sachen zu Hause isst er nur Bockwurst Brötchen Senf und JETZT will er plötzlich Indisch, wusste ich doch gleich dass das dir nicht schmeckt, 44 Jahre verheiratet der hat doch noch nie indisch gegessen bei uns zu Hause im Kaufland ist ein Inder da ist es nicht so scharf da waren wir schon paar mal.

Der Kellner hatte in der Zwischenzeit das Chicken Tikka Masala unauffällig abgeräumt, mein Vater bestellte ein zweites Bier – Radeberger uns leerte es in einem Zug.

Wir forderten die Rechnung an. Der Kellner kam mit Quittung und Kartenlesegerät 46,80€ macht das, meine Mutter kramte die Münzen zusammen. 47,50€ stimmt so. Ich erklärte meine Mutter das 10% Trinkgeld in Berlin üblich sind und gab ihr eine 2€ Münze. Sie schlug mir auf die Hand. „Ach quatsch ich gebe doch nicht so viel Trinkgeld für ein veganes Curry das ist ja nicht mal was richtiges zu essen, und das bisschen Linsensuppe und das komische indische Brot, außerdem hat dein Vater ja gar nicht richtig gegessen und wieder 2 Bier getrunken. Wir verliesen unauffällig das Restaurant.

„Jetzt noch ein Eis“ forderte mein Vater ein.

„Ich lade euch ein“ entgegnete ich.

„Ja das ist eine gute Idee“ sagte meine Mutter, aber ein Eis ohne Chemie denn Eis mit Chemie mögen wir nicht da bekommt dein Vater immer Durchfall.

„Ja da bekommen wir immer Durchfall“ sagte mein Vater.

Ich empfahl einen kleinen Eisladen in der Schreinerstraße. Eis am Stil, 100% Hausgemacht, vegan und ohne Zucker.

Mein Vater las laut vor. Eis am Stil, 100% hausgemacht, vegan und ohne Zucker na da WOLLEN wir mal SEHEN ob das SCHMECKT.

Wir studierten das Angebot. Ich bestellte Gurke mit Limette und meine Eltern überlegten noch. „Ich nehme Mango“ rief mein Vater.

„Mango isst du doch gar nicht“ sagte meine Mutter.

Wir nehmen etwas anderes am besten Erdbeere ohne Chemie.

Ich bestellte. 1x Gurke Limette für mich und 1x Erdbeere für meine Eltern die teilen sich das.

„Ja sehr gern, ist auch alles hausgemacht“ sagte die Verkäuferin, 4,60€ bitte.

Ich zwinkerte ihr zu und gab 5€, ist ja auch alles hausgemacht.

Meine Vater probierte. „Schmeckt gut aber irgendwie anders, vegan und ganz ohne Chemie das mögen wir doch nicht wir wollen Chemie und Durchfall.

„Ja“ rief meine Mutter wir wollen Chemie und Durchfall das schmeckt dann wenigstens richtig nach Erdbeere und nicht so vegan und außerdem ist ohne Chemie ja auch so teuer 4,60€ für das BISSCHEN Eis das waren ja früher 10 Mark und Trinkgeld hast du auch noch gegeben für Vegan das ist doch gar kein richtiges Eis.

Wir verliesen die Schreinerstraße. Ich brachte meine Eltern zurück in das Hotel Andels an der Landsberger Alle.

Mein Vater entdecke die Total Energies Tankstelle und jubelte begeistert.

Ja 3 Gang Menü Bockwurst Brötchen Senf mit viel Chemie endlich was richtiges zu essen.

Erleichtert lies ich meine Eltern zurück.

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Verstolpert und ins Licht geguckt

Ich bin wie ein schwebendes Objekt, heute hier morgen da, komme um 9 mal reingeschneit bin aber um 3 auch schon wieder weg, zwischendurch in der Ecke sitzen, Nase bohren, was kann ich eigentlich wirklich richtig gut?

Es gibt da etwas neues das habe ich gerade immer öfters entdeckt. Früher war das manchmal einfach nur ein einfaches abarbeiten, die Dinge einfach durchziehen, weniger genießen einfach machen, natürlich ist das alles schön, aber ich merke gerade etwas weniger ist mehr, den Fokus neu setzen, sich hart auspowern, egal ob beim Badminton, Volleyball, Fitness, Bowling oder neuerdings auch bei der Moderation einer Karaoke Show.

Es geht auf und ab, Berg und Tal, so wurde es mal besungen, besonders die letzten Tage waren genau so, schwitzen beim Sport, im Rampenlicht stehen, die Organisation für eine Abteilung beim Badminton übernehmen, Anspannung und wenig Schlaf, abfällige Bemerkungen über Frauen und wenig Plan, auch Mal aus der Haut fahren, immer professionell und in Stuhlkreis sitzen, Wahrnehmung, Wirkung und Wunsch als neue Methode, großes Lob erfahren für Bemusterungsfreigabe und eine Stringente Arbeitsweise, Hinweise bekommen nicht alles auf die Goldwaage zu legen, so schaut es gerade aus.

Rauchen auf dem Bahnsteig, das darf man nicht.Werbung mit falschen Bezirksangaben das darf man nicht. Entrecôte richtig zu schreiben ist offensichtlich nicht so einfach. Ich sehe das immer und manchmal nervt mich das total, ich bin immer so super korrekt und selbst die größte Schlampe, ja wann Bitteschön fällt das endlich auf, ein Fernsehformat sollte mal gründen, ganz debil in der Probezeit und trotzdem nicht gekündigt werden und danach alles auffliegen lassen, ich fände es ganz witzig wenn man sowas wirklich mal pitchen würde.

Ich bin zu Elisabeth gerannt, ich habe eine sehr hohe Eskalationsstufe gewählt und das alles nur wegen ein oder zwei Bedeutungslosen Sprüchen. Ich brauche für alles eine Mutti und kann Dinge nicht alleine entscheiden. Ich bin nicht flexibel. Ich liebe feste Muster und Strukturen und wenn der Hammer mal nach 16 Uhr fällt drohe ich gleich mit Anwalt wegen Verletzung gegen die Menschenwürde.

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Wenn man sich findet

Es geht viel um Rhythmus und Struktur und um das eine Mal, wenn alles ins Wanken gerät.

Ich bin durch gerannt durch diesen Dezember, der perfekt sein sollte und ohne Pause im Raum stand.Ein kurzer Abriss von dem was alles da war, ein Badminton Turnier mit Weihnachtsfeier, eine Weihnachtsfeier beruflich wie privat mit Freunden, Weihnachten dekorieren und Versuche im Backen, Fitness und Sport, viel zu wenig Arbeit und Androhung von Arbeit in einer unbekannten Stadt in Tschechien, die mich Nächte lang nicht schlafen lassen hat, Trauer und Abschied, eine Passage die ich nach Beratung zensiert habe, schwitzen und Schwänze, eine unfassbar genau getaktete Reise nach Köln mit ** Restaurant, Museen und Lichtinstallation, einer Dombesteigung und freundschaftliches Wiedersehen und am Ende gipfelte alles in einem Besuch von noch einem ** Restaurant, Essen wo ich mich in jedem Gang reinlegen möchte, zwischen deutscher Gründlichkeit und asiatischer Perfektion, dazu ein halber Liter Wein und dann kopfüber ins nächste Abenteuer, mit Kopfschmerz und Völlegefühl, Ossmanns Töchter, mit Onkel und Tante bis es einem schwummrig und fast schwarz vor Augen wird und der Rettungswagen kommt, da war ich ganz kreidebleich, einmal den Stecker gezogen , Füße hoch und ausgeruht.

Eine tiefenpsychologische Analyse war das nun nicht, aber ich habe mir einmal den Schmerz von Seele geredet, wie ein Wasserfall oder Springbrunnen halt. Alle möglichen Tricks wende ich gerade an, verschwinde am Nachmittag zu einer Reise zu mir selbst, ziehe im Bademantel meine Kreise und lasse mich durchkneten. Allein zwischen grausamer Wahrheit und Gedanken so war es schon immer und genau so habe ich es auch gewollt. Ein Gruppenmensch war ich noch nie und aus mir wird auch keiner mehr werden. Allein, zu zweit, zu dritt, maximal eine Kleingruppe, immer am Rand, immer in Sicherheit, Beobachten und analysieren so wird es sein und weiter gehen.

Neue Gedanken von Perfektion. Es lockt an jeder Ecke, aber Minimalismus heißt Einfachheit und Nichtbesitz und wenn sie dann doch Mal aufkommen diese Gedanken von Fitness tracken und SmartWatch muss ich diese ganz schnell aussortieren. Am besten bin ich immer dann wenn ich ganz nah bei mir bin, nicht erreichbar, nicht überwacht oder getrieben und gesteuert von höhere Macht wie Technik es nun mal an sich hat.

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Die Komplexität der Dinge

Ich schleiche, ich lustwandle, ich gehe los, ich beobachte, ich bin still und warte und warte, mir fehlt was, ich esse allein, Tagträume, ich schaue links und gehe rechts, oben und unten, alles ist Form und Farbe, organisch geformt wie Korallen oder bakterienartig, manch einer erkennt sogar Formen von Geschlechtsteilen darin.

Ich stehe in großen Hallen, Hamburger Bahnhof in Berlin, selbst die Verwirrung ist verwirrt und alles was ich mir wünsche noch tiefer einzutauchen in etwas pastellartiges Schritt für Schritt.Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Das Jahr 2023 reiht sich ein in die große Ordnung von Krisen, Inflation und Kriege, Klimakleber und Erderwärmung, Fachkräftemangel und 4-Tage Woche. Meiner Linie bin ich nicht ganz treu geblieben und trotzdem habe ich es gewagt, einen Ort verlassen wo ich schon länger nicht erwünscht war und mein Zelt neu aufgeschlagen. Neue Konditionen und Herausforderungen, Elektromobilität statt Papierbeschichtung. In den ersten Wochen ging das alles rasend schnell, Schlag um Schlag, es gab Momente da dachte ich bin so gut als hätte ich nie was anderes gemacht, sicherlich bin ich auch schon an meine Grenzen gestoßen weil ich lernen muss noch mehr zu fordern, noch mehr ich selbst zu sein.

Was ich geschafft habe, meine Ordnung wieder herzustellen, etwas straffer organisiert und mit einer gewissen Portion Mogelei alles in eine Woche zu pressen, Sport & fine Dining, Zeit mit Freunden und allein, lange Abende und Clubkultur am Wochenende, Kunst anschauen und Quatsch zu Hause treiben und nebenbei die kleinen großen Katastrophen mit Schlüssel abbrechen und Fahrradschloss knacken.Ich weiß nicht, will ich das nun regelmäßiger so machen, ist das eine kurze Ausnahme oder was ist das alles hier. Die Welt geht unter und ich muss trotzdem arbeiten? Es geht weiter doch neue Ideen tun sich als Horizont auf, es und ich ruhe eine Woche lang, auf bald und neue Worte.

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Alles was von mir übrig bleibt

Ostern hat mit Neubeginn zu tun. Frühling ebenso. Ein guter Anfang. Ein neuer Text. Es hat lang gedauert das entstehen zu lassen. Es verhält sich ein wenig so wie mit dem Frühjahr in diesem Jahr. Lange war ich eingehüllt in Lagen von Klamotten, die schwarze Jacke oben drüber die weder für Winter noch Frühjahr steht, irgendwo dazwischen, kein Ende, kein Anfang, kein Neubeginn.

Die kurzen Haare stehen dir aber gut, es macht dich jünger. Komplimente zur rechten Zeit, ein neuer Meilenstein wurde erreicht, aller 5 Jahre ist es besonders, diesmal mit Fotoshooting und Dinner im kleinen Kreis und Waffeln am Sonntag mit dem nächst größeren.

Du bist aber schlank geworden. Der Eindruck täuscht oder doch nicht. Ich tue was dafür, manchmal gar nicht, manchmal bis zu 4x die Woche, irgendwo gibt es ein Mittelmaß und das ist gut so.

Das Sakko kleidet dich aber gut, da hast du dich mal richtig schick gemacht. Ich dachte es sei mal wieder notwendig. Es hatte sich angeboten bei den steigenden Temperaturen und es war verknüpft mit einem kleinen Termin den ich als nichtig betrachte.

Was ich mir alles anhören muss.

Ihre Erfahrung ist mir positiv aufgefallen! Als technischer Experte im Bereich Paint & Coatings bringen Sie tolle Voraussetzungen für die Aufgaben als Projektingenieur mit! Es geht um eine Festanstellung bei einem internationalen Konzern im Grossraum Solothurn, nahe an der deutschen Grenze.

Interessantes Profil – Ich kontaktiere sie zum Teamaufbau als Teamleiter in Berlin.

Unser Kunde sagt Ihnen leider ab. Ihre Gehaltsvorstellung war nicht passend. Unser Kunde bietet nur 45.000€ bei einer 40h Woche.

Bitte entschuldigt die Verzögerung. Im April der Manager war in Urlaub und auch Vorgesetzter war in Dienstreise. Und der Manager muss alle Einzelheiten mit dem Senior Manager besprechen. Ich habe eine Nachricht an den Manager verschickt und ich versuche nächste Woche mit dem Manager bezüglich Ihr Prozess noch einmal zu sprechen.

Vierzig Stunden Woche. Neununddreißig Komma vier Stunden Woche. Siebenunddreißig Komma fünf Stunden Woche. Zweiunddreißig Stunden Woche und dabei die Mundwinkel verziehen. Etwas als normal betrachten was andere als Utopie sehen und noch mehr fordern. Wir gehen davon aus das der Kläger das Arbeitsverhältnis nicht fortsetzen will und würden dies gern aufheben. Hohes Gericht sehr verehrte Damen und Herren es geht heute um die Verhandlung zur Brückenteilzeit von einer Kündigung war bisher nie die Rede. Ich habe mir was vorgenommen und in den Kopf gesetzt. Der Prozess läuft jetzt schon seit Einhundertfünfunddreißig Tagen und ich habe noch nichts erreicht. Es wird weitergehen, ich werde standhaft bleiben und berichten. Fürs erste sind die Haare ab, das ist schon ein paar Wochen her, kurz ist es geworden, sehr kurz, blond wird es noch werden, rosa hatten wir auch schon Mal, das ist alles was von mir übrig bleibt.

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Die Angst muss man auch verstehen

Aber fremdes ist manchmal auch sehr gut. 2€ hat mich diese Erkenntnis gekostet, aufgesammelt eines Morgens in einer merkwürdig leeren S Bahn irgendwo zwischen grauem Februar und Ferienzeit.Lang dauert nun die Reise schon.

Diese Reise nach Jerusalem oder Reise nach Rom ist ein Gesellschaftsspiel mit beliebig vielen Mitspielern, das einen einzigen Gewinner ermittelt; es kann auch als Kinderspiel betrieben werden.

Vorsichtig muss man sein mit jedem dieser Zeilen, denn das was am Anfang ganz glasklar klang ist jetzt ganz bitterböse ausgegoren. Ich kenne nun jeden dieser Tische ganz genau, besonders beliebt ist der runde kleine, hoch oben im Turm, dem Quadrat der Macht.

Es ist die Angst, immer nur die Angst, da kommt einer um die Ecke und mutiert das Firmenmotto „think outside the Box“ dramatisch um. Ende der 80er Jahre geboren und ausgestattet mit einer Neugier und Streitwut der Gen Z, neuerdings soll es Fälle geben da wird sich gleich am Tisch festgeklebt.

Nun da was feststeht wird diese Streiwut auf eine ganz neue Probe gestellt, nichts kann mich erschüttern, denn auch in stürmisch kalten Zeiten mit Schneetreiben und dunklen Tagen bleibt ein Netz um mich gespannt. Eng verworren und scharf überwacht immer ein Balanceakt zwischen Lob und Sanktion kann und will ich mich daraus nicht befreien.

Die Pläne sind nun schon gemacht und dabei werde ich nicht nur dem engsten sondern auch dem nächst weiteren Kreis schöne Momente bescheren. Einer dieser bleibt eine spezielle Überraschung und ich hüte mich vor zu vielen Worten.

Die Pläne sind nun schon gemacht. 2023 wird ein Stückwerk aus einigen kleinen Reisen und einem großen Abenteuer.

Auf mehr freie Zeit hatte ich mich gefreut, am Ende war die Angst vor etwas neuem wohl doch zu groß, ein Nein ist ein Nein, aber wie sagt man doch so schön das Ende der Fahnenstange ist längst noch nicht erreicht.

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Die Zeit nehme ich mir

Ich weiß man sollte das ja eigentlich nicht tun, denn Wünsche die man nicht geheim halten kann, gehen bekantlicherweise nicht in Erfüllung.

Eine der ersten Sachen die ich 2023 in den Himmel geschossen habe, ist das Paradoxum der Zeit, eine kontinuierliche Menge an tagein tagaus 24 gleichen Stunden und jeder will mehr davon.

Ich bin dieses Jahr sehr konsequent in meiner Herangehensweise, erst kürzlich als ich es in Englisch ausdrücken sollte vielen die Worte „First in, First Out“ , also frei übersetzt, was an Arbeit reinkommt wird auch erledigt und konsequent bis zu Ende gedacht und nicht erst auf diversen Stapeln aus Papier zwischen geparkt. Ein großes Problem in dieser Welt in der ich mich befinde ist es eine Entscheidung zu treffen, denn genau das mag man ja gar nicht, lieber ganz viele Besprechungen an runden Tischen. Ich bin da selbst auch nicht besser aber ich habe an dieser hochkomplexen Entscheidung 2 Jahre genagt, sie fast 1 Jahr gründlich vorbereitet und in den letzten Wochen intensiv Rücksprache gehalten. Beschlossen und verkündet, das darf ruhig jeder genau so Lesen. Das Ende der Vollzeit, weil es wichtigere Dinge im Leben gibt, Zeit für mich selbst und die Möglichkeit zur Care Arbeit die nicht in Geld sondern Wertschätzung gemessen wird, ein extrem hohes Maß an Selbstzufriedenheit, kontinuierliche Abläufe und eine kleine Prise Muse. Doch tut man sich genau da mit so schwer, da kommt jetzt einer der will was anderes machen, etwas neues und modernes und dann sind da schnell Ängste wenn sich das herumspricht dann wollen das doch alle. Längst geht es schon gar nicht mehr darum ob er es nun darf oder nicht, viele Worte sind nur ein Deckmantel für die eigentliche Sache, das Prinzip und so habe ich mich still gefragt was passiert eigentlich wenn man Monatelang einfach nur erörtert hat ohne eine schriftliche Entscheidung zu treffen, ist es dann so das ich mich widerfinde in Fragen wie in dem Buch. das ich kürzlich nicht ganz zu Ende las. Kann ich? Darf ich? Soll ich?: Philosophische Antworten auf alltägliche Fragen.

Lang habe ich an einer Entscheidung getüftelt, zweimal gemessen und mich mehrfach gewehrt dagegen, immer gedacht das geht schon ganz gut mit der Hand abwaschen, aber eigentlich so ganz sauber war es ja nie und manchmal muss einem die Kritik ganz knallhart vor Augen geführt werden, wenn man alles gleichzeitig will und trotzdem die Hälfte fehlt, sich das Geschirr stapelt und vor Weihnachten einfach keine Zeit für diesen Handgriff bleibt dann muss eine Spülmaschine her. Ende Dezember habe ich diese installiert, meine Küche frisch sortiert und die Abläufe gestrafft, frei nach dem Motto es gleich zu erledigen, ein neues Maß an Sauberkeit erlangen, um dann Komplimente zu bekommen wie, eine schöne Wohnung hast du, klar & minimalistisch, hübsch und praktisch eingerichtet, in toller Lage, da kannst du stolz auf dich sein und in diesem Zeiten heutzutage auch nicht mehr ganz selbstverständlich, gut durchgewärmt auch noch.

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Hallo ich bin jetzt Queerolant

Wenn es um texten geht, dann ist das genau wie mit Wortneuschöpfungen, es braucht halt seine Zeit bis alles zueinander findet.

Irgendwie habe ich mir das zur Aufgabe gemacht korrekt zu sein, das fing schon damals an, bei der Geschichte mit der Bank, als ich noch ein kleiner Lausebengel war, im Alter von gerade Mal acht Jahren. Es zieht sich quer durch mein Leben gegen Widerstände anzukämpfen und auszuloten wo die Grenzen sind.

Queer ist nun das Gebot der Stunde, dieser Begriff hat sich so ganz allmählich für mich entwickelt, weil man mit Mitte 30, andere sagen auch die fetten wilden Jahre sind vorbei, einfach nicht mehr schwul ist, sondern queer, anders halt, sich von der Cisgender-Heteronormativitäten Gesellschaft abgrenzend.

Und dann gibt es noch den Begriff des Querulant, mich stört schon diese sperrige Schreibweise. Als besonders unbeirrbar und zäh werden solche Menschen bezeichnet, die gern auch einen Rechtskampf führen trotz eines geringfügigens Anlass der kaum noch in einem angemessenen Verhältnis zum rechthaberischen, misstrauischen, fanatischen und unbelehrbaren Vorgehen steht.

Wie genau es kommt weiß ich nicht, ich habe diesen fanatischen Wahn einen Tag weniger arbeiten zu wollen, warum wird im Dschungel der Gedanken oftmals gar nicht klar, es ist einfach so, es gibt einen Rechtsanspruch darauf und es steht mir zu, also habe ich aus all den Worten dieses Jahr etwas zu Papier gebracht und auf Antwort gewartet, aber es ist dann immer so, wenn die Fronten langsam aushärten wird sich gründlich beraten und wenn ich das was da in geheimen farbigen Ordnern steht richtig deute, wird es darauf hinauslaufen das ich das bekommen kann was ich will, aber in einer unschönen Unregelmäßigkeit die nicht zu dem passt wie ich es mir ausgemalt habe.

Also heißt es nur abwarten, die Karten liegen noch nicht final auf dem Tisch, Weihnachten und Silvester werden kommen, die Gedanken werden diesmal nicht wechseln es ist ein festes Manifest auf Haltung und Selbstbewusstsein was ich teilweise schon über Jahre strickt.

Ich bin bald weniger und trotzdem mehr.

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kuratiert

Wer von „Kuratieren“ spricht, meint damit zumeist die Fähigkeit, Dinge auszuwählen, um sie raumbezogen an Schauplätzen zu präsentieren und dadurch in Konstellationen zusammentreffen zu lassen.

Kuratieren heißt für mich jeden Tag und jede Woche auszuwählen, welche Dinge und Hobbys wähle ich wie aus, mit wem bringe ich mich und meist andere zusammen, wann bestimme ich oder wann lasse ich mich Leiten.

Es ist sozusagen das Wort des Sommers nach dem ich solang gesucht habe. Es musste Zeit vergehen, ich sollte weit reisen und eine ganz andere Art Sommerurlaub genießen. Ich sollte zurück kommen und mich zu fett fühlen. Etwas unterkalorisch und vegetarisch habe ich gelebt, alles Anfang Juli und ganz so wohlgefühlt habe ich mich dabei nicht.

Es sollten Tage kommen mit fast an die 40 Grad, teilweise habe ich mich verkrochen und an anderen brav geschmort.

So richtig das eingestellt nach dem ich suche hat sich irgendwie dann zwischen Festival und heißen Sommernächten. Ich sollte mit großer Disziplin vorangehen und wieder regelmäßig den Schläger schwingen, im Sand Pritschen und Freundschaften wieder so richtig aufleben lassen. Abende bei Cocktail und in neuen Clubs, nächtelang unterwegs und ganz ganz ruhige Sonntage. Immer weniger zu tun zwischen Montag und Freitag, die Grenzen neu verschieben, halbe Tage und einen Text nach dem anderen gestalten. Sich nicht verarschen lassen von viel zu niedrigen Gehaltsangeboten und Gespräche im feinstem Hemd. Zwischendurch eine kurze Modevorführung wie vom anderen Stern, sich besinnen auf Minimalismus und einen neuen Stil. Einen Tick feiner und aufgeräumter soll es werden. Klassisch aber immer noch verrückt. Neue Ideen habe ich immer im Spagat zwischen Konsum und eigentlich nicht brauchen und einer dezenten Erneuerung.

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Zschhh

Zschhh ist ein Text von all den ruhigen und stillen Momenten, weil einfache Dinge oftmals so glücklich machen, wie der warme Duft von hausgemachten Eierkuchen oder eine Schüssel Milchreisglück einen Tag später.

Zuvor hatte ich eine Woche ausgesetzt, eine kleine Lebenskrise nach wenig Alkohol und kurzer Party, ganz neben der Spur für einen Tag auf dem Sofa und einen weiteren halben im Bett. Eine ganze Woche habe ich draus gemacht, bin umhergelaufen und war plötzlich bei den ersten richtigen Sonnenstrahlen und Eis ganz unglücklich.

Eine neue Strategie habe ich nicht zwingend festgelegt, aber etwas konsequenter in den Dingen. Eine erste Woche, abgearbeitet was anliegt, etwas mehr Kommunikation und Rückmeldung gefordert, Ordnung gehalten und erste Pläne für eine studentische Reise im August mit anschließender Bildungsurlaubswoche geschmiedet.

Übermensch bin ich jetzt, will Monster sein, frei, anfangs war ich skeptisch ob man den Booster wirklich braucht nach 2 Impfungen und einer Infektion, jetzt habe ich es doch gemacht und hänge etwas müde rum.Immerhin genug Zeit nach zu denken über all das, was ich diese Woche gesehen habe.

Mit Mitte 30 beschließt man irgendwann einen bestimmten Weg zu gehen, der eine lebt im Minimalismus, der andere im Maximalismus, der nächste gönnt sich eine Mietwohnung die 5x Mal teurer in der Kaltmiete ist als meine, wieder einer kommt in einer alten abgeranzten ausrangierten anusmarkierenden Ausflugshose, ich kenne jemanden in einer schönen Partnerschaft, viele weitere vom Sport und aus den letzten Jahren und immer dann wenn ich denke ich stehe an der Spitze meiner eigenen Erwartungsypyramide muss ich feststellen dass das Bauwerk der alten Ägypter ist von schier unendlicher Höhe, sodass mir selbst manchmal nicht ganz klar ist wo ich nun genau stehe.

Eine klare Strategie gibt es gerade nicht, aber ich merk, das mich Dinge reizen die eindeutig etwas mit Alter und Reife zu tun haben. Ich tummel mich auf neuen Partys und gönne mir hin und wieder neue Auszeiten. Dachte ich im ersten Moment heute an Museumsgeraffel und Currywurst, darf es immer öfters auch Mal ein paar Stunden im Bett und ein veganes Chili sin Carne sein.

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Für mich

Für mich ist ein Text der begann im Dschungel der Gedanken noch weit vor den ersten warmen Sonnenstrahlen Ende Februar, irgendwo zwischen Frühstück und Eis schrieb ich Zeilen die reiften einen Monat in einer Glocke und sind zu Ende sind bei der Beobachtung von Menschen und Abläufen irgendwo in der Rudi-Dutschke-Straße.

In diesem Text geht es vor allen Dingen um eine Haltung, um eine Einstellung zum Leben, um die größte Herausforderung der Freizeit der ich mich täglich neu und kreativ stelle. Diese kurze Zeitspanne zwischen Feierabend und Mitternacht, jede Minute und Sekunde die ich fühlen will, immer und immer wieder von neuem mit Dingen die mir Spaß machen und Einzigartig sind. Manchmal verliere ich mich in ganz alltäglichem, manchmal suche ich nach der Spitze des Eisberges.

Ich kann das tatsächlich nur für mich sein und ich bewundere andere die das können auch sehr dafür. Eine Verbundenheit zu sich selber und zum Leben und so sind mir aus einem ganzen Monat eben die Erinnerungen im Kopf in denen ich mir selbst ganz nah war, bei dem Spaziergang im Park zwischen Frühstück und Eis, bei dem Ausflug zu Kunst in Potsdam und der Freiheit sich bestimmte Zeiten ganz für sich selbst zu behalten.Und dann sind da die anderen Zeiten von Erlebnissen in Gemeinschaft, diese lustigen Gespräche kurz vor Mitternacht, zwischen Bier und Party, bei blauen Panzern und wilden Drifts.

Ich bin immer froh das genau so erleben zu dürfen, auch wenn es schon lange her ist, ich muss mich immer daran erinnern das ich einmal ganz wenig ich war und kaum Gemeinschaft hatte, dass mir viele Begegnungen Angst und Stress einjagten und ich nun Jahrzehnte später ganz entspannt im Olympiastadion sitzen kann.

Und so geht es auch schon wieder zu Ende dieser kleine Beitrag genau zu Beginn des Frühlings. Ich habe so wie immer viel vor in nächster Zeit, will reifen und Position einnehmen, will reisen und erleben, einmalige Momente, mich zurückbesinnen auf meine Wurzeln und neues erleben.

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Mein letztes Jahr in Vollzeit

Lang wusste ich nicht wie ich bei diesem Thema den Anfang mache. Mein Hochkomplexes Hirn frisst schon seit fast 2 Jahren an diesem Gedanken aber bisher habe ich kein Wort jemals zu Papier gebracht. Nun da jedes Projekt bei mir irgendeinen lustigen Codenamen trägt präsentiere ich nun für mich selbst die „4 Tage Woche“ Entstehungsdatum irgendwann Mai 2020, Zieldatum 01.04.2023, angesiedelt irgendwo zwischen Minimalismus und Frugalismus. Wenn jemand denkt das meint er doch nicht ernst dann muss ich erwidern, in meinem Hirn ist seit Wochen kein anderes Thema, quälend lange Nächte mit Gedanken zwischen Reichtum und Konsumverzicht habe ich verbracht. Immer wieder erkenne ich neu was ich wirklich will und bin, stets werden die Projekte abstruser und verworrener, brauchen lang um eine klare Linie zu finden. Es muss irgendwann Mai 2020 gewesen sein als es ganz plötzlich über mich kam, ein Geistesblitz der mir sagte wie wäre das eigentlich wenn ich nur noch an 4 Tagen in der Woche arbeiten würde. Ich habe mich in die Ecke gesetzt und ins Fäustchen gelacht, ach was wäre das schön, gleichzeitig lief mir eiskalt ein Schauer den Rücken runter, fühlt sich das ganze doch irgendwie nach Ausstieg, Rebellion und in den heiligen Kreisen in denen ich mich bewege richtig verboten an.

Es hat fast 2 Jahre gebraucht um den Gedanken erstmals auf Papier zu bringen, wer mich kennt der weiß ich bin zurück haltend und bescheiden, ich bin keiner der sich in den Vordergrund drängt oder das Maul aufreißt, aber ich kann mich klar ausdrücken besser schriftlich als mündlich und auch wenn es etwas kompliziert klingt, es gibt da so etwas wie das Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz – TzBfG) und ich habe beschlossen ich will das für mich anwenden. Die größte Hürde und Angst die mir im Weg steht ist nicht es irgendwann auf Papier zu schreiben und abzugeben, ich bin es einfach ich selbst.

Nun sind die Gedanken gekreist wie Planeten im Sonnensystem. Es soll der Mittwoch sein das ist schon länger klar, die Woche in zwei Hälften teilen und einen zusätzlichen Tag Freizeit gewinnen, es muss ja nicht gleich der Tennisschwung sein wie in dem Artikel von Stern den ich hoch und runter gelesen haben aber irgendwas wird es sein das ist klar. Ein 4 Säulenprinz bestehend aus Zeit für mich selbst, soziales Engagement, Zeit für Freunde und neue Hobbys und Mikroabenteuer, einfach Mal an einem freien Tag entspannt und sorgenfrei durch die Stadt spazieren oder die nächste Fährt in der Achterbahn erleben alles ist möglich.In diesem Jahr wird sich viel darum drehen, ich werde mich selbst auf dem Weg begleiten und sagen wie es so ist Gedanken zu diesem Thema zu finden. Eine große Baustelle und totales Chaos das ich mir selbst auferlegt habe ist es den vorhandenen Platz ganz effektiv zu nutzen, Möbel fliegen raus und Sachen finden einen neuen Platz, ein Konsumverzicht existiert für Kleidung und Deko, da ich absolut nichts neues brauche. Ich setzte die Karte jetzt voll auf Zeit, mit mir selbst und Freunden, die Liste ist selbst für einen Pandemie geplagten Januar lang, ich mache einfach alles was mir Spaß macht und neuerdings auch einfach Mal 15 Uhr Feierabend um schon Mal zu testen wie es ist plötzlich mehr Zeit zu haben.

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Sprichwort

Ein altes Sprichwort sagt, Schneid alte Zöpfe ab, Fang neues an. Sprichwort in den Mund genommen und drüber nachgedacht. Die Haare waren zu lang, irgendwas von radikal kurz hatte ich gefaselt, wieder nicht eingehalten doch immerhin ein bisschen anders als letztes Jahr, Pony jetzt nun seitlich und neues blond so klingen die ersten Worte Zwanzig Zweiundzwanzig.

Ich hatte wirklich genug Zeit darüber nachzudenken und zusammenzutragen was Zwanzig Einundzwanzig alles war. Aber da ist keiner dieser Einzelmomente nachhaltig im Gedächtnis geblieben als das ich tausend Worte drüber schreib. Dann doch lieber Quarantäne vibes. Ich komme natürlich nicht drum herum darüber zu schreiben, irgendwie ist es doch ganz ungewollt das ganz große Ding Ende des Jahres gewesen. Anfangs dachte ich ein – zwei schlechte Tage sind ganz normal in einer Zeit mit einer Mischung aus Regen & Schnee, gehüllt in viel Dunkelheit, doch dann wurde ich doch ein bisschen nachdenklich, die Corona WarnApp blinkte rot und erinnerte mich an das Risiko zwischen Kneipenquiz & Bowlinggruppe. Zwei nachdenkliche Nächte, etwas Gliederschmerz zwischendurch, zwischen Schnelltest negativ und positiv, irgendwo Gedanken von allein und schön dann fällt Weihnachten ja tatsächlich aus. Dann das Ergebnis rot auf weiß in großen Buchstaben steht da, positiver Befund, da muss man sich erstmal setzen, das Leben aus der Vergangenheit überdenken und 14 Tage Quarantäne Regeln. Durchgestanden habe ich es, mit einem Rhythmus aus Schlaf, TV, Playstation, Essen bestellen, Lebensmittel liefern lassen, kochen und sogar ein Buch habe ich gelesen. Anfangs war es die schönste Zeit meines Lebens mal so vollkommen frei und entspannt, zum Ende hin hatte ich 1-2 genervte Tage aber irgendwie war dann doch alles wieder gut.

Und so ist es dann auch gekommen zwischen den Jahren das ich doch endlich mal auf einen Rat gehört habe. 10h später, einigen tränenreichen Momenten später kann ich sagen, ich liebe mich so wie ich bin, versuche immer das toxische Gift um mich herum so gut wie es geht auszusortieren, auch wenn man es nie jedem recht machen kann, ich habe mich aktuell und schon seit Ende 2017 für einen Weg allein entschieden. Allein ist nicht einsam, ich habe ein Netzwerk gesponnen vom einfachen Treff für Restaurant oder Bar bis zur ganz großen 14-tägigen Kreuzfahrt Reise und ich weiß es funktioniert und wird immer weiter funktionieren. Neue Ideen basieren manchmal auf alten Gedanken und gerade habe ich gar keine davon, komisch, aber es ist immer diese Zeit am Anfang eines Zyklus und neuen Jahres. Ich bleibe einfach still und genieße die Zeit.

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Nichts

Ein Text über das nichts in einem Kontext wie ich ihn selbst nicht erwartet hätte.

Ich fange Mal so an, ich mache das, also das worüber ich jetzt schreibe schon fast 7 Jahre lang und es gab immer Mal Momente wo ich verdammt nah dran. Wirklich lang und hart habe ich an diesem Moment gearbeitet, kurz gezweifelt ob es wirklich so gut ist, aber dann doch einmal gemacht, nur eine Sache noch und dann ist da wirklich nichts, nichts auf dem Schreibtisch und auch nichts in der Ablage. Aber was ist dieses nichts und was bedeutet es genau. Kritische Beobachter sagen: „Oh das ist ja nichts, hast du nichts zu tun?“ Vermuten dahinter sogar eine Art Boykott. Ich sehe dahinter ein, ich bin mit mir im Reinen und schaffe alles was ich schaffen soll, sogar schneller als die Uhr Feierabend schlagen kann, ich kann also mehr. Übrig sind noch 8 dieser sogenannten Arbeitsstunden und ich scheue mich nicht jeden Tag ein klein wenig davon abzuknabbern, konsequent in der Sache tagsüber und keine Umwege direkt zur Galerie.

Nichts ist auch, wenn nichts fehlt, die letzte Woche wie im Rausch, jedem der es Wissen wollte habe ich es direkt gesagt, ich platze quasi vor Glücklichkeit. Dunkel und grau mag dieser Montag vor einer Woche gewesen sein, ich habe glückliche Stunden draus gemacht, Dinge gelernt etwas abseits von meinem Horizont, es auf andere Weise wiederholt am Dienstag, immer spontan und immer auf die Minute funktioniert hat es. Ich habe meine Pläne und feste Kreise, ich nehme dran Teil oder sage ab, aber ganz besonders froh bin ich wenn alles funktioniert wie eben erst erlebt, wenn ich so in Stimmung bin, das ich Einkäufe erledigen, Wohnung putzen und Kuchen backen kann, quasi 3 Dinge auf einmal erledige und der ganze Abend noch vor mir liegt, wenn ich zum Sport gehe und dann noch leicht verschwitzt zum Spielabend erscheine. Und dann kommt noch dieser einer Tag dazu, Samstag nennen wir ihn mit Standardprozessen wie Eisfluencen und ein bisschen Sport, aber dann ist da noch diese Nacht auf die ich lange warten musste, irgendwie zwei Jahre lang, wenn ich den Plan am Abend zuvor schmiede, mich durchsetze gegen die Empfehlung von Freunden und einfach allein losziehe, das Online Ticket in der Tasche, brav und stur 40 min gewartet und dann zwischen den Floors hin und herhüpfen, zwischendurch stelle ich mir die Frage wie unvernünftig bin ich und einige mich auf keine Spielerein in dunklen Räumen dafür tanzen zu gewaltig guter Housemusik ohne auf die Uhr zu schauen bis 6 Uhr morgens. Und so erlebe ich einen Sonntag wie in Trance an dem ich vollkommen für mich allein bin und so gar nichts fehlt. Und auch das hatte ich im Kopf diesmal nichts zu verpassen, obwohl ich das Weihnachtsfest ansich gar nicht mag, umso mehr mag ich die Zeit davor und so habe ich es auch nicht versäumt schon am Sonntag vor der Adventzeit alles weihnachtlich zu verwandeln und in eine erstaunlich glückliche Weihnachtsstimmung zu kommen.

Lange Zeit habe ich nichts unternommen, bei der Entscheidung wie genau die Zukunft für mich Aussehen wird, nun habe ich mich für einen kleinen Verein entschieden, alles ganz unaufgeregt, Badminton an 2 Abenden mehr nicht. Lange hatte ich mich auch gesträubt doch irgendwie ist die allgemeine Stimmung nun so, das nichts unternehmen die falsche Entscheidung wäre, also habe ich brav eine weitere Mitgliedschaft unterschrieben, die nicht ganz uneigennützig ist, denn nächstes Jahr habe ich große Zukunftspläne die damit zu tun haben Verantwortung zu übernehmen für das, also das worüber ich oben schon einmal geschrieben habe und kurz danach zu verkünden das ich einen Tag nichts tun mag, ein verrückter Plan aber von nichts kommt auch nichts.

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