Die Zeit nehme ich mir

Ich weiß man sollte das ja eigentlich nicht tun, denn Wünsche die man nicht geheim halten kann, gehen bekantlicherweise nicht in Erfüllung.

Eine der ersten Sachen die ich 2023 in den Himmel geschossen habe, ist das Paradoxum der Zeit, eine kontinuierliche Menge an tagein tagaus 24 gleichen Stunden und jeder will mehr davon.

Ich bin dieses Jahr sehr konsequent in meiner Herangehensweise, erst kürzlich als ich es in Englisch ausdrücken sollte vielen die Worte „First in, First Out“ , also frei übersetzt, was an Arbeit reinkommt wird auch erledigt und konsequent bis zu Ende gedacht und nicht erst auf diversen Stapeln aus Papier zwischen geparkt. Ein großes Problem in dieser Welt in der ich mich befinde ist es eine Entscheidung zu treffen, denn genau das mag man ja gar nicht, lieber ganz viele Besprechungen an runden Tischen. Ich bin da selbst auch nicht besser aber ich habe an dieser hochkomplexen Entscheidung 2 Jahre genagt, sie fast 1 Jahr gründlich vorbereitet und in den letzten Wochen intensiv Rücksprache gehalten. Beschlossen und verkündet, das darf ruhig jeder genau so Lesen. Das Ende der Vollzeit, weil es wichtigere Dinge im Leben gibt, Zeit für mich selbst und die Möglichkeit zur Care Arbeit die nicht in Geld sondern Wertschätzung gemessen wird, ein extrem hohes Maß an Selbstzufriedenheit, kontinuierliche Abläufe und eine kleine Prise Muse. Doch tut man sich genau da mit so schwer, da kommt jetzt einer der will was anderes machen, etwas neues und modernes und dann sind da schnell Ängste wenn sich das herumspricht dann wollen das doch alle. Längst geht es schon gar nicht mehr darum ob er es nun darf oder nicht, viele Worte sind nur ein Deckmantel für die eigentliche Sache, das Prinzip und so habe ich mich still gefragt was passiert eigentlich wenn man Monatelang einfach nur erörtert hat ohne eine schriftliche Entscheidung zu treffen, ist es dann so das ich mich widerfinde in Fragen wie in dem Buch. das ich kürzlich nicht ganz zu Ende las. Kann ich? Darf ich? Soll ich?: Philosophische Antworten auf alltägliche Fragen.

Lang habe ich an einer Entscheidung getüftelt, zweimal gemessen und mich mehrfach gewehrt dagegen, immer gedacht das geht schon ganz gut mit der Hand abwaschen, aber eigentlich so ganz sauber war es ja nie und manchmal muss einem die Kritik ganz knallhart vor Augen geführt werden, wenn man alles gleichzeitig will und trotzdem die Hälfte fehlt, sich das Geschirr stapelt und vor Weihnachten einfach keine Zeit für diesen Handgriff bleibt dann muss eine Spülmaschine her. Ende Dezember habe ich diese installiert, meine Küche frisch sortiert und die Abläufe gestrafft, frei nach dem Motto es gleich zu erledigen, ein neues Maß an Sauberkeit erlangen, um dann Komplimente zu bekommen wie, eine schöne Wohnung hast du, klar & minimalistisch, hübsch und praktisch eingerichtet, in toller Lage, da kannst du stolz auf dich sein und in diesem Zeiten heutzutage auch nicht mehr ganz selbstverständlich, gut durchgewärmt auch noch.

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