Im Homoladen

Im Homoladen, gibt´s was neues von MIA. und noch viele andere nette Sachen.

Es begann im Januar. Ein Ausflug zum MIttwoch´s Buffet endet im Freudenrausch. 2 Tage vor Veröffentlichung von „Fallschirm“ halte ich nicht nur Single sondern auch alle Remixe in meinen Händen. Dafür musste ein kleiner Schein den Besitzer wechseln, aber dafür handelt es sich auch um ein lohnenswertes Sammlerstück.

Einige Zeit später. Es ist Bingoabend und die Lottofee lost mir diesmal einen Link zu. Wieder die neue Single „Immer wieder“ mit fast allen Remixen.

Nur 2 Wochen später bin ich fast der Meinung es gäbe nichts neues. Aber auch diesmal werde ich überrascht. Für mich schon bereit gestellt, ein Tacheles Tour Plakat, sowie ein Stapel Flyer.

Nicht nur deswegen sind die Ausflüge lohnenswert. Einfach Freitag, mit der richtigen Stimmung da vorbeischauen, meist wird ein toller Party Abend daraus. Mit etwas Mut, seinen Benutzernamen auf einen Zettel schreiben, oder besser noch persönlich miteinander sprechen, darauf folgt meist ein schöner Samstag, es klappt öfter und öfter.

Morgen der wichtigste Tag dieses Jahr.

Du, du wagst es?

Der letzte Satz

Ich werde mich melden, ganz bestimmt.
Das ist er immer, der letzt Satz in einer homosexuell geprägten Kommunikation.
Es folgt die Absage, oder das sich derjenige nicht mehr meldet.
Ich habe darin eine gewisse Routine entwickelt, das es mich fast gar nicht mehr stört.

So war es dann auch heute morgen um 11 wieder.
Ich stehe plötzlich vor der Aufgabe allein den Tag zu gestalten.
Es läuft ab wie immer. Ein wenig Angst, eine Entscheidung und dann geht es los. Ein gewisser Beutel mit der Aufschrift MIA. unterstützt mich dabei. Insgeheim hoffe ich ja, in Berlin einen gleichgesinnten zu finden, dann werde ich ihn oder sie ansprechen.
Vorbei am Alexanderplatz, ein Tacheles Sticker, es war zu erwarten.

Angekommen im flax zum Bruch. Steffen weiß sofort Bescheid. Ich bin der Junge aus dem Süden mit dem komischen Akzent und er fragt sofort ob ich bei der MIA. Autogrammstunde war. Er hätte immer an mich gedacht und so zeige ich stolz meinen Beutel mit den Autogrammen. Beutel als Kommunikationsmittel, das klappt doch.

Der tag vergeht. Ich speise wie immer ausgiebig, chatte und unterhalte mich auch, das ist die Hauptsache.

Später zu Hause. Meine Absage meldet sich doch. Mit dem Hund wäre was gewesen. Na schauen wir mal.

wertschätzend

Ein Streifzug durch die Nacht. Ich kenne nun die Augenfarbe meiner Lieblingssängerin. Sie ist braun. Mir ist das noch nie so aufgefallen. Jetzt aber wo ich die Möglichkeit hatte, auch wenn es nur 2 Minuten waren mit ihr persönlich im direkten Dialog zu sprechen, ist mir das erst bewusst geworden. Sie strahlt so eine Wertschätzung gegenüber allen aus, es fasziniert mich. In der Lage zu sein kurz und knapp, aber trotzdem freundlich und aufmerksam zu kommunizieren, ist mir selten so entgegengebracht wurden.

Ein Fakt, den man nun nicht durchgängig von diesem TANGOWERK Abend behaupten kann. Es dreht sich im übrigen um diese Veranstaltung. Wir haben uns wieder versammelt. Ein kleiner Kreis von 6 Personen aus den unterschiedlichsten Teilen Deutschlands, die Wertschätzung entgegenbringen und auf diesen Moment warten der sich nun schon knapp über 2 Jahre zurück liegt. Mieze Katz für ein Lied zurück auf der Bühne.

Untereinander wertschätzen wir nicht komplett. Einige nette Worte die so nicht erwartet habe, das ist wirklich überraschend, aber auch eine unglaubliche Passivität empfangen mich. Das genau so ist wie es ist, ist auch gut so, denke ich. Ich akzeptiere es. Viel lieber sauge ich den Abend und das Glück in mich auf.

Pikachu

Es ist Samstag Morgen, irgendwann zwischen halb 2 und drei Uhr. Einige Meter vor mir steht ein gelbes Pikachu, bekannt aus Pokemon. Es hat so gar nichts damit zu tun was sich gerade abspielt. Es ist schräg, genau so schräg wie die Menschen die sich versammelt haben um bei Captain Capa und ihren Indie Elektro Klängen zu pogen.
Derbe Hard core soll es werden, sagt ein Freund ein paar Stunden vorher. Etwas Angst habe ich natürlich schon, so mit meiner Platzangst. Aber es ist genau das was ich brauche. Ein paar Menschen die Spaß mit mir teilen und etwas Platz zum tanzen. Kein Gedränge, keine schlechte Luft und ab geht´s.

2 Tage später. Sonntag Morgen kurz nach halb 10. Ich habe genau drei Beschwerden. Meiner linken Wade gefällt das Trepp ab und auf laufen so gar nicht. Mein rechter Fuß fühlt sich leicht taub an und an meiner rechten Schulter ist ein roter Fleck, muss wohl von einem Zusammenstoß kommen.

Stört mich das. NEIN. Es soll doch genau so sein.

im Spiegel

Ein graues Tuch, es hängt in den Wolken. Dazu gesellen sich tausend Wasserperlen, spielen Nebel darin. Nichts reflektiert sich, es ist alles einheitlich, unheimlich still. Der Weg hindurch bahnt sich nicht so forsch. Es bremst.
Zum Glück färbt es nicht ab. Der Spiegel glänzt und ich drehe mich davor. Kurz im Haar umhergewuschelt bin ich wieder fertig.
Nacht liegt kurz danach recht schwer. Die feuchte Luft fordert immer noch ihren Kampf. Eigenartig das ich immer kämpfe, das war nicht mein Gewand gewesen bisher.
Es fühlt sich gut an, nachts wieder nach Hause zu wandeln, mit dem Wissen etwas erlebt zu haben.

lauter

Ihr seit laut, wir sind lauter. Ob nun Suzie von Klee in ihrem Disco Oberteil mit enger Jeans, Felix von Polarkreis 18 im gewohnten weiß oder alle anderen Künstler, ich bin Konzertmäßig mal wieder unterwegs gewesen.
Auftakt noch harmlos mit einer Mischung aus Klassik und Elektronik zur Arte lounge. SO geheim das ich jetzt noch nichts spezielles sagen kann.
Schon einen Tag später zu einem kleinen Konzert von Fertig los! In einer der ersten Reihen, mitsingend.
Definitiv aber der Höhepunkt zum lauter Festival am Samstag. Endlich mal wieder was los in der alten Heimat Zwickau. Der Auftakt zu Kopfüber noch sehr laut mussten wir vier, ja ich war nicht allein allein uns erst mal auf die Tribüne zurück ziehen. Später solle es dann besser werden. Spätesten bei Baru, aber allerspätestens bei SK5 war der Sound dann besser eingestellt.
Die Höhepunkte am Ende, das gleich 3 an der Zahl. Ich hatte mich auf Klee gefreut, eine eher romantische Show erwartet und musste sehen das die live gewaltig rocken kann, wie zum Beispiel bei „Lichtstrahl“ oder dem bekannteren Hit „Gold“
Bei Polarkreis 18 erwarteten natürlich alle das Lied schlechthin, bekamen eine abwechslungsreiche Show mit Stage diving und durch die Menge laufen bekommen. Zum Schluss gab es dann doch allein allein und ich hüpfte umher.
Das Culcha Cundela auch aufgetreten sind und die Show toll war erwähne ich, aber es ist halt nicht so mein Musikstil.

Willst du bei mir bleiben?

Es ist 06:00 Uhr. Ich esse ein Salamibrötchen und trinke Pfefferminztee.
Es ist grau und blau am Himmel.
Es ist etwas leere in meinem Kopf.

Mir fehlen Worte um etwas zu beschreiben, still träume ich vor mir hin.
Entfernt nehme ich die Stimme aus dem Radio wahr.
Sanft beginnt Musik plötzlich auszusprechen was ich denke. Ich höre diese Melodie das erste mal und schweige.
Als der Text beginnt bin ich verzaubert. Alle Knoten lösen sich.

Es sind tatsächlich Klee die mich verzaubern.

Weiter plätschert das Lied. Ich fühle Sonnenstrahlen in mir und sehe mich auf einer Bank im Park sitzen.

Wer will mit mir bleiben?