65k

Ich weiß nicht ob das Lachen wirklich so laut war, das man es auch im Schwarzwald gehört hat, aber das was ich jetzt niederschreibe ist die Mitzeichnung eines ironischen Gespräches und was es ausgelöst hat bei mir.

Es ist mal wieder passiert, da ist jemand über mein Profil in einem Karriereportal gestolpert, hat mich angeschrieben und später gleich kurz mit mir telefoniert. Es hat keine 10 min small talk gedauert da hatte er schon den perfekten Job für mich, eine „once in a life chance“ um es gleich mal direkt zu sagen, ein Unternehmen, Weltmarktführer und die sich nur um ihre Mitarbeiter kümmern, ja natürlich. Und so heuchelte ich ironisch Interesse und lies mich im Gehalt gleich mal hoch handeln auf 65k und jetzt finden wir mal den Fehler an der Sache. Das ganze befindet sich natürlich in einer sehr schönen Gegend von Deutschland, ruhig und malerisch gelegen so richtig schön weit ab vom Schuss irgendwo hinter Böblingen bei Stuttgart fast in Frankreich im Wald bei Schwarz.

Und so weiß ich jetzt schon, dass das nichts wird, was mich eigentlich mehr interessiert ist die Frage warum eigentlich ich. Was ist an meinem Lebenslauf eigentlich so besonders das ich plötzlich so viel Wert sein soll.

Ehrlich gesagt kann man da quatschen so viel man will. Es gab diese „once in a life chance“ für mich vor 7 Jahren. Ich bin nach Berlin gekommen nach durchschnittlichem Studium mit wenig Selbstbewusstsein und es war nicht wirklich zu erwarten das es klappen würde in einer Millionenstadt zu überleben, schließlich war ich einige Jahre zuvor in Dresden kläglich gescheitert. Also habe ich mich hart rannehmen und einführen lassen in das was die Stadt zu bieten hat. Ich hatte selbst Ideen wie ich Anschluss finde und bin innerhalb eines Jahres verdammt mutig geworden. Übermütig bin ich abgestürzt ohne Job und Perspektive stand ich am Rand von Berlin. Dann ist irgendwas passiert, das mich in eine eklige Abhängigkeit getrieben hat, das größte Übel der Menschheit ist die künstliche Erfindung von Arbeit und das sie exkat in einem bestimmten Zeitraum 40h die Woche statt zu finden hat. Ich habe es gehasst, mich dagegen gewehrt und bin irgendwann geflogen und dann ist etwas passiert was ich manchmal selbst nicht glauben kann. Es gibt ein paar Menschen die an mich glauben, die mir die Freiheit geben in gewissen Grenzen das zu tun was ich kann, natürlich bleibt es nach wie vor ein Tauschgeschäft zwischen Lebenszeit und Geld, nur ist in diesen Fall das Verhältnis einigermaßen angemessen. Wenn ich ehrlich bin ist das was ich jetzt mache auch nicht mehr als das was ich einfach mache, wenn ich etwas genauer bin ist es sogar schlimm das ich mit meiner Arbeit und den Produkten an denen ich arbeite indirekt ein Produkt und eine Suchtkrankheit unterstütze. Deswegen habe ich mich hingesetzt und darüber nachgedacht, das an meinem Lebenslauf doch irgendwas besonderes sein muss, das in mir viel mehr Potential steckt als ich momentan abrufen muss weis ich nun. Ich weiß auch das es sich irgendwann ändern wird ob das nun 5, 50 oder 500 Tage dauern wird weis ich nicht so genau, denn viele Stellenangebote kollidieren nicht mit meinem Ideal wenig zu arbeiten, leistungsfähig zu sein und trotzdem genug zu verdienen für ein ausgewogenes Leben.

Es ist erstaunlich was ich aus dem mache was mir eine Woche zu bieten hat, ein langer Tag auf Arbeit wirbelt meine Pläne durcheinander und so erfülle ich einen Tag später eben mein Soll, entdecke einen neuen Ort und lecke ein echt teures Eis. Ich integriere mich in eine regelmäßige Runde und beweise das ich auch entschlossen auftreten kann im gemeinsamen Kampf gegen eine Hausverwaltung die nicht so gut ist wie es den Anschein hat. Es ist eine schwere Entscheidung aber ich stelle die einmalige Mietversammlung über eine regelmäßige Runde Bowling.

Diesmal habe ich wirklich großen Spaß am Freitag lecke erneut ein gutes Eis mit einer Freundin und spiele Badminton an meinem persönlichen Limit bis die Beine schwer werden. Am nächsten Tag reicht es schon wieder zu einem Ausflug mit einem Freund um einen neuen Platz am anderen Ende meines Bezirkes zu entdecken und durch die Stadt zu marschieren und ein bisschen zu demonstrieren. Ich treibe erneut Sport am Abend, trotzdem schwinge ich mich am Sonntag auf meinen Scooter und fahre quer durch den Bezirk nur um noch einmal den neuen Platz und ein für mich neues Systemgastronmierestaurant zu entdecken. Es geht weiter mit einer Backstunde in der Backstube am Ostbahnhof und einem letzten Sommerspaziergang beim Fest der Lichter. Das ist Berlin, das ist die Dichte an Veranstaltungen die ich brauche und wenn jemand wirklich will das ich den Wald nach Schwarz komme dann mache ich das wirklich nie oder wir reden nochmal drüber bei 650k.

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Du bist was du dir traust

Es ist mir lange nicht passiert, das ich einen Text, den ich geschrieben habe einfach so kommentarlos wieder gelöscht habe. Was ist es wert Zeilen zu veröffentlichen die Zusammenhanglos dahingetippt sind und nicht die Energie wieder spiegeln mit der ich heute unterwegs bin. Es ist wahr, mit einem bestimmten Lied im Ohr stehe ich in der S Bahn und denke nochmals nach über 11 Tage und die 2.5 Wochen danach. Was hat es nun gebracht wieder etwas mit sich herum zu tragen was ich eigentlich nicht brauche und was mache ich aus dem was ich damit erlebt habe. Es ist schon verwunderlich das ich mit dem was ich mit mir selbst erlebe meistens so zufrieden bin das mir alles andere nicht wichtig genug erscheint. Aber ich habe da meine klaren Ideale im Kopf, mit der Idee jede Woche einen neuen Ort zu entdecken. Und so tue ich das beim Frühstück am Sonntag genau so wie beim letzten Eis im Herbst und gleichzeitig goldenen Oktober.

Trotzdem tut es mir leid um jeden Moment den ich nicht zusammen erleben kann. Ich weiß es kommt selten vor und klingt bei einer 32h Woche fast schon unmöglich aber auch ich kenne Arbeitstage die bis zum Einbruch der Dunkelheit gehen. Es fällst mir schwer eine soziale Entscheidung und Absage zu treffen und auch wenn meine Zeilen kühl und routiniert klingen so ist es genau das was ich gelernt habe durch eine ständige Penetration an Worten. Sich klar ausrücken, Gründe angeben, entschuldigen, die nächste Gelegenheit vorschlagen. Das es manchmal nicht so passt kann vorkommen das es ein nächstes Mal gibt ist aber viel klarer als bei meinem anderen Experiment was ich da gerade betreibe.

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Schmoren

Ich schmore im eigenen Saft, wälze mich von links nach rechts und überlege ob ich nicht doch was vergessen habe, aber die Zeit hat sich schon weiter gedreht, also ein letztes Wort noch zum letzten Urlaubstag der so unheimlich gut zu mir passt.

Ich lasse mich hübsch machen, das weiß blond verschwindet langsam trotzdem bleibt meine Frisur interessant, im 3€ Primark Shirt zum Lunch ins 2 Sternerestarant, das war nicht ganz der Plan aber ich habe es trotzdem gemacht und so bleibe ich offen für neues, sei es Alge, Gänseleber oder Stockfisch.

Ich falle zurück in den Alltag, lese 2 Tage lang auf Arbeit meine Mails und denke nach über kryptische Zahlen, was der nächste Schritt nun sei nach 32/5 diese Frage steht im Raum und ich philosophiere über 28/4. Es bleibt bei ersten neuen Aufgaben, schönen Mails und einmalig mangelnder Durchsetzungkraft. Ich steuer durch die Woche und erlebe neue Sachen, jede Woche mindestens ein neuer Ort zwischen gewohnten Routinen. Etwas abgeändert muss es lauten das eine neue Routine sich erkocht werden wird aus einer Box vegetarisch mal A und mal B.

Eigentlich hatte ich ja noch diesen Plan mit Eis und so aber dann schlägt das Wetter einfach um ganz böse in den Herbst hinein. Und so bleibt es bei einer angefangen Woche mit Feiertag und ein bisschen Sonnenschein den ich im Bett genieße.

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Zwischenapplaus bitte

Ich muss mich korrigieren, die Sätze mit Kreuzfahrt durch Mittelmeer, Meerenge und ein bisschen Atlantik wirken ein wenig einfach und abgedroschen, sie sind zu einfach und drücken nicht das aus was ich wirklich erlebt habe. Ich hatte alles vorausgeplant von zu Hause aus, ich war vorbereitet und abgebrüht wie nie zuvor und hatte ganz vergessen welche Magie möglich ist auf AIDA, einmal AIDA immer AIDA, AIDA ist nur 3 mal im Jahr, es sind nicht einfach nur Sätze zum runterschreiben, dahinter steht ein Lebensgefühl, eine Interpretation dessen wie ich wirklich bin, immer ausgeplant, immer beschäftig, klug beobachtend, glücklich und ganz besonders und wichtig mutig.

Es beginnt alles in Palma, nach perfekter Anreise mit einem sonnigen Tag, einmal quer über die Insel, mit einem Abschluss und dem Anspruch bei spanischen Tapas.
Es folgt ein Sonntag wie ein Sonntag nun mal ist, einchecken auf dem Schiff, kurz umschauen und Taktik für den nächsten Tag festlegen, denn auf See werden gleich die Weichen gestellt für die nächsten Tage.

Und so schieben wir die Scheiben beim Shuffleboard, knüpfen Kontakte und ich kann nicht leugnen das mein Blick das erste mal auf jemand fällt. Der Tag vergeht beim Volleyball und ein wenig Entspannung mit Kurs auf Malaga. Picasso und Warhol überraschen uns mit großartiger Kunst, ich fange ein seltenes Pokemon und erfülle damit jemanden einen Herzenswunsch. Es treibt mich weiter nach Cadiz, in den weißen Dörfern entsteht das beste Foto des Urlaubs danach verblasst die Erinnerung kurz um erst in Lissabon an der AIDA Sternbar wieder aufzutauchen, noch ist längst nicht alles klar, aber ich habe das erste mal so ein Gefühl, das ich jetzt aufgeregt sein muss um später Radzufahren im Sonnenuntergang. Ich bin erst nicht so begeistert von den Plänen einen Spaziergang auf dem Expo Gelände zu machen, ich würze das mit einem Besuch im Ozeanarium, einer Fahrt in der Seilbahn trotz Platzangst und einer geheimen Turmauffahrt, es gipfelt in einem 5 min Blitzkauf von neuen Schuhen. Die Nacht wird lang bei der Silent Party bis wir weiter auf See treiben. Es wird ein intensiver Tag auf See mit einer neuen Runde Shuffleboard, einem verwirrendem Nachmittag zwischen Sport und Entspannung. Es folgt ein Abend an dem ich mit mir selbst diskutiere ob ich nun jemand spiegel weil ich das gut finde oder ob ich den Trend mit der 7/8 Hose selber setze. Es sind fragen wie kurz sie sein muss um doch nicht 3/4 zu sein und welche Farbe an Socke ich dazu tragen möchte . Fakt ist auf dem Schiff falle ich nun auf, da kennen sie den Jungen mit den wilden weiß blonden Haaren irgendwo zwischen klassisch schwarz und wildem Colourblockdesign nun endlich.

Es folgt Cartagena, es ist nichts los in Cartagena, es ist Sonntag, wir spielen Shuffleboard und ich betreibe fleißig Analyse, trotzdem bin ich nicht glücklich für einen Moment, das Abendessen italienischer Art schmeckt mir nicht und die Schlagernacht auf dem Pooldeck langweilt mich, meine Augen erspähen etwas nun weiß ich es fast sicher aber wann ist sicher wirklich sicher und so grübel ich und brauche bis Valencia um frei zu sein. Es ist ein schönes Gefühl schlauer als AIDA zu sein, für 4,50€ fahren wir den ganzen Tag durch die Stadt, entspannen beim besten Espresso der Stadt süß in der Unternote trotzdem kräftig und rund. Der Wissenschaftspark beindruckt mich kurz doch mein Herz habe ich eher an der alten Formel 1 Rennstrecke und einem langen Spaziergang verloren.
Ich kehre zurück zum Schiff, esse mich einmal quer durch die Welt um dann im Brauhaus zu landen, lange Bierbänke, eine werfe ich direkt mal um, Tollpatsch bleibt Tollpatsch und im Gespräch, dann geht es ganz schnell, ein paar direkte Fragen, ein kurzer Moment zu zweit, eigentlich ist es ja nur eine Frage, doch ich wollte Gewissheit haben für mich selber, um mich danach ganz mutig zu fühlen. Die Spannung löst sich erst in Barcelona, an einem Tag quer durch die Stadt mit beindruckendem Nahverkehr und Archtiektur, es folgt ein Spieleabend und ein weiterziehen in Gruppe. Ich glaube der Punkt an dem wir zusammen gewachsen sind war schon Tage zuvor, diese Kreuzfahrt fühlt sich schon längst  wie eine große Klassenfahrt an und so landen wir glücklich in Ibiza, singen lustige Lieder und quizzen uns zu tollen Preisen, unglaublich das es schon der letzte Abend ist, ich habe Gänsehaut für lange Zeit, ein letzter Tag in Palma, ein schneller Heimflug, eine neue Gruppe bei whatsapp mit Freunden von AIDA 2018 im Mittelmeer, es war wirklich eine meiner besten Urlaube bisher und vielleicht sieht man sich irgendwann mal wieder, dieser Satz stammt nicht direkt von mir, nein von einer Gastgeberin die uns wirklich ins Herz geschlossen hat, Danke für alles mit Regenbogen und Kussmund.

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Kurz vor der Pause

Das war er also der Sommer 2018 in Berlin, ein letztes Mal draußen sitzen im Shirt bis kurz vor Mitternacht, mit dem Roller quer durch die Stadt und so viele Dinge mehr.
Offiziell für beendet erkläre ich ihn nun und was macht man da am besten, einfach noch um 13 Tage verlängern, kreuz und quer durchs Mittelmeer, mit Meerenge und ein bisschen Atlantik. Es ist mein Hobby ich verheimliche das nicht. Auch wenn es langsam zur Gewohnheit wird so kurz vorher kann ich sagen, so gut vorbereitet wie diesmal fühlte ich mich selten. Die Ausflüge sind gebucht, die Orte sie ich sehen will markiert, ein seltenes Pokemon soll ich auch noch finden und der Rest ergibt sich. Eine neue Begleitung an meiner Seite, nun gut so neu nun auch wieder nicht, die Wellen sollten im gleichen Takt schlagen der Rest ergibt sich, das ist das schöne an mir das ich so extrem unkompliziert bin und alles um mich herum akzeptiere, trotzdem stolziere ich durchs Leben und habe einen klaren Plan von dem was ich will.

So war das auch diesen Sommer, da gab es feste Hobbys und Strukturen, Wochen die wahnsinnig voll waren und ganz selten auch mal einen extrem langweiligen Sonntag. Ich erinnere mich noch gern an eine spontane Entscheidung im Mai mit Schwimmen und griechisch essen. Ich will mich nicht verlieren in einem großen Rückblick und Einzelheiten. Was ich sagen will ist, das ich immer Wert auf Gemeinschaft gelegt habe und wenn mal jemand nicht wollte habe ich es einfach allein gemacht. Das ist im Prinzip keine neue Stärke von mir, es brauchte eher den Mut es einfach neu zu entdecken, Dinge sofort entdecken, nicht aufschieben und einfach glücklich sein.

In diesem Sinne, schönen Urlaub, 13 Tage Pause und Zeit einen Koffer voller Ideen für den Herbst zu sammeln. Kaum wenn ich zurück bin wird es schon weiter gehen mit Friseurtermin und einem ganz besonderem Mittagessen.

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Die große Runde Zahl

Und da stehe ich, die Sonne geht golden, am von Kornfeldern eingerahmten Horizont, unter.
Ich habe meine innere Geschwindigkeit abgestellt und frage mich wirklich, wie kann man hier leben. Auf was wartet man hier. Ein Pferd will geritten werden, eine Junge rollt mit seinem Holzroller den Hügel hinab und ein Mädchen spielt im Sand.

Wahrscheinlich war der Gegensatz schon immer so, aber diesmal fällt es mir so krass auf wie nie zuvor. Ich habe meine innere Geschwindigkeit im Vergleich zu den letzten Jahren nochmals weiter aufgedreht, hier fließt alles langsam und so still das es mich beklemmt, innere Unruhe beginnt, der Magen wird flau, nach 2 Tagen sitze ich wieder im Zug nach Hause und das ist dann auch gut so, auch wenn es insgesamt Schön war.

Diese Woche hatte eine klare Struktur, mit einem Film den ich nur schwer verstanden habe, lag es am Powernap oder der anspruchsvollen Handlung ohne Ende, ich weiß es nicht.

Ich habe einen Tag im freien verbracht mit Freunden und Musik, das war wirklich schön und muss auch mal gewertschätzt werden, besonders weil ich einen neuen Eisladen entdeckt habe.

Ich habe geholfen und beobachtet wie das Leben in Künstlerkreisen so läuft, aber ganz besonders freut es mich das ich das Ordnungsamt ausgetrickst habe und Berlin nun noch ein Stücken ärmer aber sexy ist.

Ich habe meine Woche abgerundet mit einem kleinen Bowling Spiel und mit einer Vorspeise von Curry und Huhn, gut war es und so soll es auch bleiben.

Trotzdem bin ich tiefer gegangen in meiner Recherche, weil es mir nicht reicht einfach nur zu essen, nein ich will richtig gut essen, am liebsten auf Sterneniveau, aber auch da habe ich meinen eigenen Kopf, ein Konzept soll es haben und am besten eine alkoholfreie Begleitung haben und da das selbst in der großen Stadt ein kleine Herausforderung ist, ist meine Wahl noch nicht endgültig gefallen aber ich habe eine Tendenz für einen ersten Test zum Lunch

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Die Schönheit der großen Stadt

Da stehe ich vor diesem kubistischen Bild, farbige Flächen, wild gemustert, langsam verschmilzt das Bild zu Straßen, Häusern, Fenstern, Treppen und immer tiefer dringe ich ein in das Muster einer Stadt, dieser Stadt. Es ist meine Stadt, die ich immer tiefer kennen lerne. Kein Ort ist vor mir sicher, was habe ich nicht schon alles gesehen und vor allen Dingen will ich noch sehen.

Wie nennt man diese Leute die sich sehr stark mit sich selbst beschäftigen. Ich finde kein Wort dafür doch eins weiß ich ganz genau, als erstes habe ich die Apps gelöscht, der nächste Schritt war gerade sehr genau aufzuräumen, Ich fühle mich jetzt sortierter denn je, bereit für Projekte die Herbst und Winter charakterisieren werden.

Es gibt Tage da stehe ich morgens auf und weiß nicht was ich am Abend machen werde, da streite ich den ganzen Tag mit mir selber ob ich nun zur Lesung oder doch zum Sport gehe und dann gibt es andere Tage da weiß ich sehr genau wo ich nächstes Jahr sein werde.

Zwischenzeitlich habe ich überlegt sows wie eine Sommerpause einzulegen, aber mal ehrlich was bringt das schon ob ich nun schreibe oder nicht, neue Kreaitivtät wird dadurch nicht entstehen. Ich habe mein stures Programm, war schon wieder in der Galerie und habe Berlin betrachtet mehr brauche ich auch nicht.

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Appgesteuert

Das ist also die Erkenntnis des Sommers. Dieses eine Wort nach dem ich gesucht habe, das ausdrückt wie es so ist wenn es zwischen mir und mir hin und her geht.

Tatsächlich ist es so das ich mich in den letzten Wochen nicht frei gefühlt habe. Bei all den Dingen die ich unternommen habe, besonders bei dem Ausflug zu MIA. in die Gärten der Welt oder nach Potsdam zur Abstraktion von Gerhard Richter, ich kam mir ständig ferngesteuert, besser gesagt Appgesteuert vor, immer dieser Blick auf das Handy mit dem Wunsch das da doch jemand kommen möge und worin gipfelte es, in zwei mehr als fragliche und sinnlose Ausflüge in den B Bereich von Berlin.

Und so geschah es dann eines Abends an einem dieser x-beliebigen Tage im Juli, ich weiß das jetzt der ein oder andere höhnisch in die Hände klatscht und lacht weil ich es schon wieder getan habe, aber ehrlich gesagt ich fühle mich jetzt freier als zuvor und ich habe eine klare Vision davon wo ich hin will.

Bisher war in mir eine so lose Ansammlung von Listen, Dingen die ich mal abarbeiten will, daraus ist jetzt die konkrete Forderung an mich selbst entstanden 1x in der Woche etwas neues zu erleben. Und so gesehen war der Ausflug nach Potsdam zur Abstraktion ein richtig guter. Denn ehrlich gesagt genau das bin ich. Etwas sehen, nicht verstehen oder begreifen und einfach auf sich wirken lassen und eine eigene Meinung zu basteln. Dieses verrückte ohne Anfang oder Ende einfach so bunt auf bunt, grau oder einfach langgestreckte Linien.

Und so habe ich mich auf das besonnen was wirklich Spaß macht, bin mit Freunden auf Konzerten gewesen, habe meinen ganz persönlichen Plan weiterverfolgt und schon mal angefangen einfach los zu ziehen, sei es ins Sportbad mit Hightech Rutsche oder wieder in Gruppe zum Bowl Restaurant das ich schon immer mal testen wollte und das alles frei ohne gelenkt zu sein von einer App mit Radar.

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Storkower Straße

Technische Probleme plagten den Blog die letzten Tage, ich war kurz davor alles hin zu schmeißen. Fast fühlte es sich an, als ist dieser Beitrag der letzte seiner Art. Ich bin gut darin zu codieren, aber ich weiß nicht ob es mir heute gelingen wird und wenn dann rauskommt was ich getrieben habe werden bestimmt alle Systeme runtergefahren.

Ich habe mich gewehrt gegen den Gedanken, weil der Blog so schlecht und langweilig er auch geworden ist die einzige kreative Leistung ist, die ich vollbringen, zwischen einem langweiligen Leben mit Arbeit und spießigen Hobbys die sich in Vereinsaktivität, ein bisschen Club und Museum sehr schnell zusammenfassen lassen.

Fast fühlt sich mein Leben wie eine Dauerschleife an in der ich heftige House Hits aus 2014 und andere Dinge entdecke auf die ich gleich eingehen werde. Wo ist die Inspiration und Neuerung die ich in 2018 einfach erwarten muss. Klar bin ich wie verrückt dabei neue Sachen zu entdecken, schlürfe das erste mal ein wachsweiches Egg benedict und weiß dann, das ich doch alles richtig mache.

Ein Widerspruch ist es dann trotzdem warum ich sowas mitten in der Nacht notwendig habe. Geisteskrank als Wort ist dabei noch viel zu schwach formuliert. Eigentlich dachte ich ja mein Körper würde ganz anders auf diese Begegnung reagieren, sowas wie Zusammenbruch und zu hohe psysische Belastung hätte ich eher erwartet. Abe eigentlich ist es ja klar, denn wir empfinden keine Gefühle. Vielleicht ging dann doch alles viel zu schnell um einmal in Ruhe drüber nach zu denken. Am Ende war es ein ganz ruhiges aufeinander treffen mitten in der Nacht an einem fast Menschenleeren Bahnhof. Kein Drehbuch hätte das je so vorgesehen. Wahrscheinlich gehört das zu meinem Leben dazu, das die verrücktesten Dinge immer Nachts passieren. Ich habe gesehen was ich sehen wollte und gehört was ich hören wollte. Es hat mich nicht sonderlich berührt, nachts bin ich wieder ins Bett gegangen mit der Gewissheit es war falsch und gleichzeitig gut das getan zu haben.

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Nach Bahrenfeld im Bus

Es ist egal, aber ich schreibe trotzdem, über eine Woche im Fluss obwohl ich mehr abgesagt als zugesagt habe. Ich bin mir und meinen Vorstellungen treu geblieben, wer Mitglied im Verein ist muss das auch ausnutzen, also ran an den Schläger.

Ich Blicke zurück, die Playlist lässt Sommerklassiker erklingen, erinner dich mal, das war 2014 oder 2015 und dann entdecke ich einfach mal so lustige Zeilen wie oben.

Ich träume eigenartige Dinge, von Millionen die ich im Lotto gewinne und welches Auto ich mir dann kaufen würde, wie ich zum russischen Oligarch werde und eine Spielshow in der Ringbahn moderiere.

Ich bin es nicht offen, trage keine Symbole an mir und manchmal wünschte ich mir das es einfacher ist. Es sind diese Begegnungen wie in der U5 die mich zweifeln lassen, die das was tief in mir verborgen ist zum Ausdruck bringen, es zermartert mein Gehirn und dann wische ich sinnlos bei tinder nach rechts obwohl ich weiß das es nie so sein wird.

Ich verstecke mich und auf der anderen Seite bin ich präsent, niemand fällt so sehr auf mit weiß goldenem Haar, dem Roller in der Hand, viele sprechen über mich nur der eine eben nicht.

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Midsommar

Ich hatte mir das alles ganz einfach vorgestellt, einfach mal den Weißheitzahn ziehen lassen und weiter geht’s. Ich habe mich schon sitzen sehen bei Abendessen und Frühstück, mein Auto beim TÜV und ich am Leben teilnehmen.

Ganz anders war es. Erst floss mir der Speichel, dann wurde die Backe dick. Und so saß ich bei Suppe und Brot, wälzte mich im Bett und sah erstmals die Bälle Rollen bei der Fußball WM.

So langsam wurde es besser, erst bei Tofu mit Reis, dann Hüherfrikasse und dann pünktlich zum ersten Deutschland Spiel die erste Bratwurst der Saison.

Jetzt sind wir also im Fußball Fieber, vor 4 Jahren war mir das nicht so wichtig, vielleicht hatte ich es auch ein bisschen verpasst mit Freunden zum Public Viewing zu gehen. Dieses Jahr nun alles besser, beim zweiten mal im Burger Laden morgen schon wieder woanders. Getippt habe ich auch, diesmal auf England und so falsch liege ich damit nicht.

Es ist der Sommer es sind die langen Tage, ich war beim Festival so wie ich das für mich definiere gezielt zu einem Künstler gehen und glücklich sein.

Manchmal gönne ich mir auch eine Auszeit, Abende am TV obwohl es lange hell ist, die Zeit ins Land gehen lassen für neue Monate, neue Ideen und Begegnungen, es wird Sommer.

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Love, Simon

Und so wage ich es zu Beginn zu zitieren.

„Ich habe gemerkt wie eine einzelne Träne mir über die Backe floss und dann habe ich einmal rübergeschaut und da war alles nass.“

Es ist ganz schwere Kost die ich heute aufarbeiten muss, besonders dann wenn es mich so unvorbereitet trifft. Es ist schon eine Woche her, trotzdem wirkt dieser Montag nach. Dabei ist der Ablauf immer gleich, beginnend mit einem Treffen am Ostkreuz, einem vegetarisch asiatischem essen, danach wird ein Parkettplatz gekauft und es sich im Rang bequem gemacht, das ist Kino und ein Überraschungsfilm.

Gut ich könnte vieles schreiben, dieser Vergleich vom Riesenrad in dem man sitzt, in dem einem Moment noch ganz oben in dem anderen schon ganz unten, aber das ist kopiert und gelogen so ging es mir nicht dabei.

Es ist auch nicht meine Geschichte die ich da gesehen habe, auch nicht verdammt nah dran, es ist eher die grundsätzliche Frage was ist da jahrelang passiert mit mir und wann habe ich es gemacht und ganz besonders was hat es mit mir gemacht.

Wahrscheinlich ging es mir dann doch genau so das ich jahrelang die Luft angehalten habe und erst als ich nach Berlin gekommen bin so langsam angefangen habe zu atmen.

Was sich daraus entwickelt hat ist, jede Periode genau zu beobachten und ihr einen Sinn oder ein Thema zu geben, dieser Versuch jeden Sommer noch ein Stückchen besser zu werden. Mittlerweile zähle ich nicht mehr die Tage an denen ich etwas unternehme, sondern die an denen ich nichts unternehme. Was sich daraus entwickelt hat ist eine unglaubliche Lust zu Leben, fast schon eine Art Sucht jeden Tag etwas neues zu entdecken. Reguläre Abläufe interessieren mich kaum noch. Natürlich gebe ich Dingen wie Badminton und Bowling ihre Bedeutung und manchmal beiße ich mich auch richtig rein.

Was übrig bleibt ist die Erinnerung an einen wahnsinnig rührenden Film, zumindestens für mich und die Tatsache heute war ein ruhiger Tag und es war auch schön sich der Müdigkeit und Langeweile einmal entspannt hinzugeben.

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Ganz in schwarz

Techno sollte es werden, Retro ist dabei rausgekommen. Dabei hatte ich mich doch extra ganz in schwarz mit goldener Uhr gekleidet, bereit für den nächsten Club Ausflug in neuem Gefilde, doch auch das soll es Berlin dann plötzlich wieder geben, eine Schlange schon um 1 Uhr jenseits der 90 min und irgendwann die Erkenntnis, lass uns neue Pläne schmieden.

Es ist wie Funken in meinen Kopf, besser ist es wenn man meine Gehirnströme nicht misst, da werden Pläne geschmiedet und Optionen bereitgehalten, um dann manchmal sekundenschnell umzuentscheiden. Gewaltige Aufgaben, kein Tag der ruhig steht, jeder Tag der sich drängt der beste zu sein, ganz nebenbei breche ich Rekorde oder ist es etwas wichtig wie lang ich genau in einem Club war, was zählt ist das Gefühl und die Stimmung und wenn ich früh morgen 7 Uhr ganz plötzlich Tischtennis spielen möchte, so mach ich das.

Es schockt mich auch kein Allergie und Hitzeschub, die Möbel müssen in die 17. Etage, der Schrank bricht zusammen, Sanktionen warten schon.

Und schon zähe ich die Stunden bis zum Kino und Bingo in kurzen Hosen.

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Change my mind

I didn’t know what happened on Monday or Tuesday, but the start of the week definitely changed my mind.The influence of a little Chat was so heavy, that I decided to change my language for this blog.

It is always the same, it starts with a little hi and than it goes very fast. For me it is often very annoying, at first I get a nice compliment that I am not one of this superficial boys how you can find so often in Berlin. Than I share some pics and get not answer. It seems to be, that you Must be very pretty and muscular to get a Chance.

Sometimes I really miss the time where chatting and dating was very slow. Sometimes it was only 1 message per month but then this one was very long and thoughtful.

I had a bit fear before Tuesday. A Day without any plan or idea. That means shopping some salad and take time for himself and the joystick, yeah you guess right from The playstation I mean. End of the day I was very happy to done all what I want.

The Rest of the week was easy. It is always the decision between beeing alone or stay with friends. For friday and saturday I choosed friends, take a long walk through the city, watch some murals, and find crazy spots.

For sunday I choosed to be alone. Very far away from the loud carneval of culture, in a museum for applied arts. Take a very quiet look into the future of food and eat the best ice cream atferwards with vanilla, olive oil, salt and some choko cream. But the day never ends. Take a long ride through the city, only me and my scooter, ending in a bar with some friends.

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Zwischen den Aktivitäten

Da sah ich mich schon vor einem Egg benedict sitzen, das pochierte Ei etwas gesalzen und dann das flüssige Eigelb langsam verlaufen lassen. Doch ich muss lernen um 12:30 ist es nicht zu spät zum Frühstücken, in Friedrichshain ist das genau die richtige Zeit, also doch rüber zum Asiaten und essen wie immer. Dabei bin ich schon seit einigen Stunden auf den Beinen. Ich glaube ich bin momentan doch Spießiger und sortierter als sonst, dabei bin ich immer auf der Suche nach einem neuen Wahnsinn. Also halte ich mal fest nach nur 3 Tagen der Arbeit wegen kommt ein langes Wochenende, Tür und Tor stehen mir weit offen aber ich suche nach dem Sinn zwischen Tag und Nacht und entscheide mich für einen klassischen Tagesablauf mit Aufstehen, Ordnung schaffen, Mittag essen etwas nachmittags Aktivität sei es bei der Tante, im Museum für Magie oder auf dem heimischen Sofa. Abends suche ich dann Ausgleich bei Sport.

Es ist schon verrückt wie oft ich mein Schlüsselloch anbiete, das ich ab und zu auch einen Schlüssel finde stimmt mich froh, das noch niemand abgeschlossen hat darüber wird nach zu denken sein.

Es sind Zeilen wie diese die entstehen beim aufwärmen für Volleyball, schlagen der Federbälle beim Badminton oder wenn 3 Finger sanft in das Loch einer Bowlingkugel gleiten und zum Strike Wurf ansetzen. Wochenlang habe ich über den Trick dahinter nachgedacht, dann habe ich es versucht mit einer schweren Kugel dessen Löcher ich mit meinen zarten Händen nicht richtig greifen kann. Doch dann schlägt es hinten ein und aus Kraft wird Energie und alle Pins fallen oder besser gesagt 220 Stück von 300 möglichen. Im Bowling ist es also wie im Leben auch, es ist ein langer Weg zur Perfektion sie zu finden braucht lang, viele werden sie nicht erreichen und sich mit dem zufrieden geben was sie schon haben, ich bin da anders untersuche jedes Detail eines einzelnen Tages und einer langen Woche, manchnal fühlt es sich wie das qualvollen Abarbeiten von Listen an, im andernden Moment überrascht mich meine eigene Ablehnung zum Leben, ich darf ein nein nicht akzeptieren, denn ein Nein heißt Isolation und das kenne ich aus alten Tagen die ich nicht und nie wieder will.

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