Du bist was du dir traust

Es ist mir lange nicht passiert, das ich einen Text, den ich geschrieben habe einfach so kommentarlos wieder gelöscht habe. Was ist es wert Zeilen zu veröffentlichen die Zusammenhanglos dahingetippt sind und nicht die Energie wieder spiegeln mit der ich heute unterwegs bin. Es ist wahr, mit einem bestimmten Lied im Ohr stehe ich in der S Bahn und denke nochmals nach über 11 Tage und die 2.5 Wochen danach. Was hat es nun gebracht wieder etwas mit sich herum zu tragen was ich eigentlich nicht brauche und was mache ich aus dem was ich damit erlebt habe. Es ist schon verwunderlich das ich mit dem was ich mit mir selbst erlebe meistens so zufrieden bin das mir alles andere nicht wichtig genug erscheint. Aber ich habe da meine klaren Ideale im Kopf, mit der Idee jede Woche einen neuen Ort zu entdecken. Und so tue ich das beim Frühstück am Sonntag genau so wie beim letzten Eis im Herbst und gleichzeitig goldenen Oktober.

Trotzdem tut es mir leid um jeden Moment den ich nicht zusammen erleben kann. Ich weiß es kommt selten vor und klingt bei einer 32h Woche fast schon unmöglich aber auch ich kenne Arbeitstage die bis zum Einbruch der Dunkelheit gehen. Es fällst mir schwer eine soziale Entscheidung und Absage zu treffen und auch wenn meine Zeilen kühl und routiniert klingen so ist es genau das was ich gelernt habe durch eine ständige Penetration an Worten. Sich klar ausrücken, Gründe angeben, entschuldigen, die nächste Gelegenheit vorschlagen. Das es manchmal nicht so passt kann vorkommen das es ein nächstes Mal gibt ist aber viel klarer als bei meinem anderen Experiment was ich da gerade betreibe.

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Blog