Eine große Karriere geht langsam zu Ende

Ich habe MIA. Schon überall gesehen, ob im kleinen Proberaum vor gerade mal 50 Fans oder in der Max Schmeling Halle vor 10.000 Fans. Und immer war die Botschaft der Setlist voller Liebe.
Gestern Abend hat zum ersten mal etwas gefehlt.

Die Würfel Bühne steht etwas verloren vor dem großen MIA. Banner. Der ganze technische Schnick Schnack macht das Bühnenbild fast schon wieder etwas kaputt. Dann wird das Licht gesetzt und die MIA. Jungs betreten die Bühne zu United States of Ich&DU fragen sie: „Sag mir was hast du heut Abend vor, sprich dich aus ich bin ganz Ohr“ Mieze wiederholt den Chorus und die Show beginnt. Schnell wird klar wie unterschiedlich die Geschmäcker im MIA. Publikum sind. Während der eine zum ersten Stück einfach tanzen mag, steht der nächste bei Kill 4 you ratlos in der vollen, aber nicht ganz ausverkauften Halle. Es ist der Wahnsinnige Bruch zwischen Elektropunkpop Attitude und QueenPop Kommerz den MIA. In Ihrer Setlist bedienen müssen. Und so richtig will das nicht gelingen. Die Aneinanderreihung der Stücke wirkt zu wahllos. MIA. Spielen das was sie können, spielen das was eben die ein oder die andere Fan Gruppe hören will, aber wirklich eine Verbindung, eine Geschichte gibt es nicht. Früher war Mieze bekannt für ausgefeilte Kostüme, Trapezshow und ganz ergreifende Momente, dann wenn sie bei „Ich atme“ oder „Brüchiges Eis“ auf den Boden sank wusste man wieviel Liebe die Band gibt.

Heute passen die Übergänge und Experimente auf der Bühne zwar immer noch, aber es fehl die Leichtigkeit und Perfektion. Klar gibt Mieze als Kapitän, als Fallschirm oder mit Ihren Jungs bei „Hoffnung“ ein schönes Bild ab, aber es fehlt die ganz große Überraschung.
Vielleicht kann man über „Hungriges Herz“ positives schreiben, dann wenn das Stück sich mal wieder neu erfindet und zu „Sweet dreams“ wird, weiß man das MIA. Voller Ideen und Live Attitude stecken. Trotzdem wer das „Hungrige Herz“ Intro von Willkommen im Club oder der Tacheles Tour kennt, den wird der Diskosound nicht schmecken.

Und so gleiten MIA. durch den Abend. Die neuen noch unveröffentlichten Stücken reihen sich unauffällig in die Setlist ein. Mieze redet über Freundschaft, Liebe und „Geld“. Nach Geld kommt wieder Liebe und sie gehen ab. Kaum gibt es Zugabe Rufe und trotzdem hauen sie noch ein Instrumental raus, wo es gleich mal den Strom raushaut. Die Technik bemüht nach 10 Sekunden steht das Elektro Gedudel wieder und Mieze darf sich zu“ Machtspiele“ und“ Was es ist“ austoben. Nach „Tanz der Moleküle“ wird man mit „Floß“ nach Hause geschickt. Mieze ist voller künstlicher Glück, wie in jeder Stadt der Tour und das Publikum ist traurig. Nach „DSDS“ haben MIA. Nur mit Nein!Nein!Nein! dahingefunden wo sie hingehören, der Rest ist verwaschen. Ein Album das nicht fertig werden will, eine Tour die nicht ausverkauft werden will, und eine Band die zwar will, aber wie lang noch darf?

Tanzen

Es wird immer mehr zum Lieblingshobby. Ich wusste schon immer das genau das in mir steckt. Manchmal muss ich diebisch lachen wenn der House Beat meinen Körper ergreift und ich durch die Wohnung flitze.

So dann auch am Wochenende. Der Auftakt im Schwuz ganz bewusst auf dem Indie Rockfloor. Gegen 1 Uhr war ich da die typische Berliner Zeit wo jede Party startet. Der ein oder andere Favorit Song versteckte sich im Set. Gut war es. Nicht mega genial aber die Momente des diebischen Lachens zu erzeugen ist nicht immer notwendig.

Samstag Nachmittag ein Ausflug nach Baruth in Brandenburg. House sollte es geben von mehreren DJ’s. Gut gemacht war die Location irgendwo zwischen Gartenkolonie und Feuerwehrhaus. An der Musik lag es nicht. Vielleicht eher an der Jugend, der Wärme aber am allermeisten wohl an der Uhrzeit. Und so tanzten um 17 Uhr nur eine handvoll Leute sehr individuell und das war auch schon wieder gut genug.

Abends die Propaganda. Etwas müde war ich schon. Der Elektrofloor wollte mich und andere nicht ganz mitziehen. Phasenweise witzig wenn es hart war. Zwischendurch tanzbar aber ohne eine Prise die einen nach vorn treibt.

Popfloor gut aber irgendwie wollte ich das gerade nicht hören. Schluss um 4.

Hier noch eine Bilderkiste. Asiatische Nudel Suppe mit eingelegter Ingwerbeilage.

Let’s just pretend it’s summer

Feta oder Filter?
Maya oder Punk?

Die Fashion week ist in der Stadt und die angesagte Mode tummelt sich in Mitte. Es ist Indie Sommer Zeit. Die Hosen werden knapp, die Muster floral und bunt ist gerade eine total angesagte Sprache. Wir wagen wieder was. Einer in blau, der andere glitzert Diamant. Wie kann eine Stadt nur so hip sein. Angestoßen wird mit Pilsener, kleiner Scherz und gestöbert wird bei Urban Outfiters. Die Mode ist von Kinderhänden hergestellt aber trotzdem teuer, so das Fazit. Wir wuseln Richtung Alexanderplatz vorbei an Pharrell williams, der von Happy, sieht aber nicht Happy aus. Kurz danach entwickelt sich meine Schwäche für Schuhe wieder. Ich finde adidas ist ein schicker Laden.

Auf dem Alexanderplatz lassen wir uns noch darüber belehren, was die Abholzung von Bäumen anrichten kann und speißen zum Schluss bei Burger King.
Etwas langweilig bis hierhin?

Es ist so. Atmet die Indie Szene nun gerade durch oder ist es Ihr letzter Atemzug. Wir sind auf der Suche nach Kulturen die irgendwann mal untergegangen Ich bin für Maya. Er für Punk. Hinter uns brüllt einer ins Telefon. Was soll ich mitbringen? Filter? Ich habe Feta verstanden.

Ich meine jedes Wort hier ernst. Das mit meiner leichten sozialen Ungeschicktheit genauso wie mit dem beruflichen Konsequenzen und ich finde ich habe verdient das sich beides positiv entwickelt.

Wir werden Freunde

Der Blog liegt mir so am Herzen, weißt du.

Es ist wohl über ein Jahr her, da war ich fast der Star. Spezialisiert auf Indie Music, gay Outfits und einer Neigung zur Selbstliebe. Sich zu präsentieren, das waren Kerngedanken in mir. Verloren hatte ich diese Sicherheit, zu Boden gefallen von jemandem der dominanter ausdrückte was richtig und was falsch sei.

Wo ich gewesen sei, es wäre doch immer so lustig mit mir gewesen. Dieser Humor, diese leichte soziale Ungeschicktheit, das war doch spaßig. Spaßig möchte ich nicht sein, das war früher, ein trauriger Charakter. Daraus resultiert auch diese soziale Ungeschicktheit, verzeiht mir, ich habe das nie richtig gelernt. In mir wohnt ein kreatives Chaos und ich kann genau das in diesen Momenten nach außen kehren. Und trotzdem bin ich pedant und geplant. Ich könnte meine Erlebnisse vom Wochenende aufreihen, aber das ist gähn.

Gewandelt hat sich natürlich einiges. So richtig Indie bin ich nicht mehr, vielleicht atmet die Szene gerade auch durch oder ich mag es extremer. Elektronisch muss es sein, Progressive, gern House oder so richtige OSTBLOCKSCHLAMPEN Musik zum ausrasten, tanzen schubsen, Spaß haben. Ich tauche so gern ab in diese Welt und ich lasse euch so gern teilhaben.

In meinen Händen liegt ein Jahr

Jahresrückblick schreiben. Nach der Reaktivierung des Blogs die nächste Aufgabe, auf dem Weg zurück. Im Radio läuft schon der Jahrescountdown der besten Hits, also wird es Zeit.

In meinen Händen liegt ein Jahr. Auf der einen Seite wiegen positive Dinge schwer, sie liegen mehr in der Zukunft. Ich habe meine Wohnung bezogen und mich eingelebt. Ich habe Arbeit gefunden und werde in wenigen Tagen starten, das ist die größte Freude momentan.

Die andere Hand ist leer geworden. Ich habe mich verstellt, falsch verhalten und war nicht Ich. Verloren habe ich Freunde und Kontakte und starte auf diesem Gebiet recht frisch.

Nun etwas Chronologie. Im Januar stand ich recht im frisch im Saft. Zu mindestens, was das ausgehen anbetrifft übertrumpfte ich mich Woche für Woche selbst. Ob ich dabei immer ich selbst war, weiß ich nicht so genau. Oberflächliche Kontakte sammeln, die Nacht zum Tag machen, irgendwas ging immer und ein Ende gab es nicht. In einem war ich mir stets sicher. Ich strebte und traute mich im April das erste mal, auch im Mai, auch, auch, auch… bis in den Dezember hinein.

Einblicke in neue Welten, unabhängig davon ob ich nun da sein wollte oder nicht. Ständige Weiterentwicklung im Kopf wandte ich mich alten Tugenden ab und wurde das erste mal im Leben richtig frech.

Ich will es doch allgemein halten, weil es keinen Moment gibt, den ich speziell für 2013 charakterisieren möchte.

Wir sehen uns bald wieder hier.

Happy new year

Guten Morgen, gute Nacht

As the sun goes down neon is all we have
And it’s calling all the lonely people

Auf Deutsch.
Wenn die Sonne untergeht, ist Neon alles was wir haben.
Und es ruft alle Menschen, die einsam sind

Sundown im GMF.
Sonnenuntergang auf einer Dachterrasse in einem Club, in dem sonntags eine der besten Partys der Stadt untergebracht ist. Sie ist schwul. Macht ausgerechnet das den Unterschied?

Gestern war ich allein, ohne dich und trotzdem traute ich mich. Ich trug dasselbe Oberteil vom Vortag, Neongrün.

Vielleicht mag es Zufall sein, vielleicht Absicht. Ich rufe dich.

Ja, gestern musste ich unbedingt an diesem Ort sein. In meinem Streben nach Perfektion und Einmaligkeit war ich um 21:23 Uhr auf der Dachterrasse, exakt 5 Min. nach Sonnenuntergang. In diesem Moment ging es um nichts, nur um den Moment, den ich mit mir selbst genießen wollte. Da sind alle anderen Gäste um mich herum gesichtslos.
Was mich von anderen Menschen unterscheidet, ist mein Mut. Ich gehe gern allein weg und traue mir zu, den Schritt zu tun und in eine bestimmte Welt einzutauchen. Manchmal finde ich Anschluss, manchmal nicht. Mir fällt es schwer, wenn ich gar niemanden kenne, wenn der Ort an dem ich mich befinde mich abweist und mich nicht inspiriert.

Gestern war perfekt. Ich fand Anschluss in Freunden, die vernünftig sind, ein gepflegtes Gespräch bevorzugen und Zusammenhalt beschwören. Ab und an entfernte ich mich, weil ich wieder allein sein wollte. Mit einem vermissenden Gedanken an dich und meiner Leidenschaft zu beobachten, trieb ich umher. Auf dem Elektrofloor fand ich jene Außergewöhnlichkeit, die mich begeistert: 2 Damen und ein Herr tanzen zuckend umher, in einer Mischung aus Yoga und Tanz verschmelzen sie zu dem Beat. Sie beschließen ihre Schuhe auszuziehen, damit sie sich besser erden können. Es mag witzig aussehen, aber sie gehören an diesen Ort wie jeder andere auch.

Glasperlenspiel

Glasperlenspiel, das sind nicht nur Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg, sondern mitlerweile, neben dem Schlagzeuger, mit Bass und Gitarre auch eine richtige Band.

Deutscher Pop, elektronisch verfeinert und tanzbar aber auch nachdenklich, so präsentierte sich das Duo am Freitag bei Ihrem Abschlusskonzert in Berlin.

„Ich schwör dir, heute sind wir grenzenlos“
Das ist nicht nur der Auftaktsong, sondern auch gleichzeitig Motto des Abends. Zu den bekannten Hits gesellen sich im Laufe des Abends viele tanzbare Stücke aus dem aktuellen Album. Mit Licht und Effekten wird nicht übertrieben, der Fokus liegt ganz auf dem Duo, während Daniel fleißig an der Klaviatur spielt und live remixt, singt Carolin gefühlvoll und kräftig. Schnell gewöhnt man sich an Beat und Tempo und vergisst dabei leicht sich selbst. Der angenehme Schwung des Abends wird zur Mitte kurz gebrochen. Eine längere Ansage fordert zum Innehalten auf. „Wollen wir nicht das gleiche?“ heißt es im folgenden Song und die Romantik bricht den Pop dabei.

Zum Ende drehen beide nochmal gut auf. Aus „Risiko“ wird ein richtiger Song zum mitsingen und tanzen. Die aktuelle Single „Nie vergessen“ und der Klassiker „Echt“ dürfen natürlich nicht fehlen.
Im Zugabteil überraschen beide mit einer „Echt“ Remix Version und lassen den Abend mit „Herzzschlag“ ruhig aber bestimmt ausklingen.

Ich schweige

http://www.youtube.com/watch?v=ib-GL34v9SE

Als ich diesen Blog erstellt habe kündigte ich Großes an. Ich wollte revolutionieren, provozieren und „neu“ sein. Jetzt realisiere ich, mein Blog ist abhängig von meiner Stimmung. Ich kann am besten schreiben, wenn ich Wut und Trauer in mir habe. Jetzt gerade nicht, weil ich glücklich bin. Deswegen schweige ich.

„You don’t know If you could see how much I love you How much better the world gets when you are here.“ 
aus „To the Moon“ von Lena

Auf der Suche nach dem Wort

Ich liebe das Wort.

Deswegen ein kurzer Rückblick auf das letzte Jahr. Erst jetzt an dieser Stelle, weil manchmal ein Wort aus dem Wortschatz erst verschwinden muss, bevor einem bewusst wird wie wichtig es war.

Tacheles prägte das Jahr 2012. Tacheles, wofür stand Tacheles. Mit dieser Frage wurde ich oft konfrontiert.

Tacheles war ein Kunsthaus in Berlin. Ich mag Kunst und versuchte immer eine gewisse Kreativität zu vermitteln.

Tacheles ist das aktuelle MIA. Album, jeder weiß das es meine Lieblingsband ist und das ich mich fallen lassen kann wie bei keiner anderen Band.

Tacheles ist ein schönes Wort. Es steht für Direktheit in jeder Lebenslage, ich versuchte es zu leben, bis zum letzten Tag.

Und so verschwand Tacheles letzte Woche so urplötzlich das sich noch nicht jeder daran gewöhnen kann. Dein Profil, Tacheles, du hast es gelöscht. Auf einmal sprechen mich Menschen darauf an die vorher schweigend an mir vorbeigelaufen wären, immer in dem Wissen, den kenne ich ja aus dem Forum, aber ansprechen mag ich ihn jetzt lieber nicht, anschreiben vielleicht.

Tacheles wiederbeleben, das wäre kein Fortschritt. Ich bin ständig auf der Suche nach Innovation und neuen Ideen. Ich schaue mir jetzt lieber einen Jungen in real an und spreche ihn kurz an, wenn ich ihn interessant finde, anstatt wochenlang auf ein Profil zu starren.

Für 2013 ein neues Profil oder ein neues Wort, das alles beschreibt was ich gerade erlebe, das ist gerade nicht in Planung.

Ein Streifzug

Ein Streifzug durch dieses Jahr.

Ich glaube es ging darum viele Dinge neu zu definieren. Berlin, was ist das? Kann man das irgendwie fassen und begreifen? Nein. Das muss man erleben. Die Zeitrechnung erfolgt hier nicht nur zwischen Sonnenaufgang und Untergang, nein es lebt jede einzelne Sekunde dieser 24h die jeden Tag vergehen.

Die einzige Möglichkeit in diesem Großstadttreiben zu überleben ist mitzumachen. Ich kann wirklich von mir behaupten dies erlebt zu haben. Nur ein Beispiel. Nehme man sich die Uhrzeit 6:30 heraus. Ich erlebte zu diesem Zeitpunkt alles. Ob nach der Disko beim Bäcker mit einem freundlichen Guten Morgen begrüßt zu werden oder bereits sich auf Arbeit einzuloggen, weil man unbedingt früh etwas schaffen will.

Berlin hat wirklich dafür gesorgt mein Herz richtig zum Schlagen zu bringen. Andersherum muss ich mich dann fragen wann es mal nicht so war. Besondere Momente die mich aus dem Takt brachten.

Gleich ganz am Anfang des Jahres, im Januar, in Gedanken noch irgendwo in 2011 hängend überrollt mich plötzlich audiomediale positive Energie. Es passiert irgendwann am 6. Januar nachmittags als ich mein Ohr ganz sachte an ein altes Radio drücke: „Ich, zurück…“
Im März dann endlich Tacheles. Ich weiß noch ganz genau wie ich mit Beutel und La Boom auf dem S Bahnhof herumwirbelte. Auf dem Weg zu einem Menschen der für eine bestimmte Zeit besonderes werden sollte. Ein erster Kuss im Lustgarten, ein letzter Kuss am S Bahnhof. Warum haben wir uns nicht getraut es länger auszuhalten?

So verbringe ich die Tage vor meinem Geburtstag im April doch wieder allein. Vielleicht wirklich die einzigste Zeit dieses Jahr in der es mit wirklich schlecht ging. Zur Aufmunterung ein Geburtstag mit den engsten Freunden, die es auch heute immer noch sind.

Es folgt eine Zeit die so im Flug vergeht das ich keine einzelnen Daten herauspicken kann. Es begab sich irgendwann im Mai das ich plötzlich einen neuen Freundeskreis aufbaute, der viel Energie von mir verlangte. Partynächte, ungewöhnliche Leute und viele Erlebnisse außerhalb des grauen Lebens. Gleichzeitig arbeite ich an einem Projekt, das eine 6 jährige Studientätig abschließen sollte. Der Erfolg sollte sich im Oktober endgültig vollenden.

Für den 17. September muss ich ein Erlebnis als ganz besonders markieren. Wenn man fast 1 Jahr darum kämpft, mehrmals verarscht wird und dann trotzdem vertraut kann das nur etwas mit Liebe zu tun haben. Kurz vor um 5 mitten in der Nacht, ganz allein und ein paar Monate später im Dezember zwischen vielen Menschen. Es soll genauso sein. Wir wissen es voneinander, aber wir leben es nicht aus.

Den Winter habe ich ganz ausgiebig mit einer Lieblingsbeschäftigung verbracht. Das was dazwischen „Sturm“ und „Das Haus (Neubau)“ passiert ist für außenstehende sicherlich rätselhaft. Für mich ist es Ausdruck größer Liebe, die in Überwindung von Ängsten gipfelt.

In diesem Sinne

Boom

Auf ein gutes Neues Jahr

gefangen

Ein einzelner Händedruck und dabei haben wir uns nicht einmal in die Augen geschaut. Das ist also das Ergebnis eines zweiten Treffens. Es ist so konträr zu allem was ich bisher erlebt habe das ich immer noch nicht einordnen kann wo ich gerade stehe. Da habe ich sogar das Gefühl versagt die Neuropsychologie. Wir wissen wie wir es ausdrücken das wir uns lieben, aber wir wissen nicht wie wir damit umgehen soll. Also verschweigen wir das Problem einfach. Aber was tun wenn wir doch plötzlich einen Raum teilen. Das sich Interessen überschneiden ist natürlich und selbst in so einer großen Stadt wie Berlin ist immer Platz für ein Wiedersehen.

Also ist plötzlich alles Realität. Im Nachhinein wird mir bewusst, das nichts zufällig war. Der Ort an dem wir tanzten, die Art wie wir uns kleideten und auch die Personen die um uns rum waren. Alles gewohnt, alles vertraut und eigentlich wäre es dich nur ein kleiner Schritt. Doch wir beide sind gefangen und wissen nicht was passiert wenn wir uns übertreten und kommunizieren müssen. Ich vermisse den Diskoähnlichen Zustand in dem ich mich fallen lassen kann. Ich häre mein Herz nur allzu deutlich schlage, zucke, tanze, transpiriere und entscheide im letzten Moment einen Schritt.

Es bleibt nichts, nur das Gefühl das ich weiter dabei bleibe wie es schon in etlichen Beiträgen zuvor erwähnt habe.

Ein Gedanke

Zum ersten Mal seit langem, das ich darüber hinaus komme mehr als eine Zeile zu schreiben ohne abzubrechen. Lang war ich auf der Suche nach Inspiration und den Worten etwas richtig zu verpacken. Da war es gut, dass ich Berlin und seine alten Muster für einen kurzen Zeitraum verlassen habe.

Ich weiß, dass ich es schon oft genug thematisiert habe, aber noch nie war der Gedanke dafür so klar wie jetzt. Ich habe überhaupt gar kein Problem damit Anschluss zu finden. Kaum war ich in Köln hatte ich 2 Kontakte. Eine Grundlage, die ich für weitere schöne Tage nutzte. An dieser Stelle darf ich gern einen Dank rausschieben. Dass ich hier keine Namen verwende ist bekannt. Also vielen Dank. Grinsebacke.

Das andere Problem ist eindeutig, dass ich nach wie vor allein bin. Verdrängen funktioniert ganz gut, aber es gibt dann immer diese Situationen, wenn man allein im Café sitzt oder schlimmer noch nach Hause zurückkehrt und weiß das niemand am Hauptbahnhof.
Um es etwas konkreter zu formulieren. Ich habe mittlerweile gelernt wie du funktioniert. Nachts wenn alles schläft bist du wach und in Aufruhr. Ich würde gern mit dir sein.

Hast du mich lieb?
Ich blies dir arge Wolken von der Stirn und tat ihr blau
Was tust du mir in meiner Todesstunde?

Liebeskreisel

Die schönsten Momente im Leben nimmt man real kaum bewusst wahr, aber sie prägen, im Besten Fall ein Leben lang.
Es ging in so vielen Beiträgen genau darum, dann scheue ich mich jetzt auch nicht davor es auf den Punkt zu bringen.
Die größten Ängste überwunden, alle Zweifel beiseite geräumt und ein spontaner Moment. Es ist Nacht, vielleicht genau eine Uhrzeit wo nur noch wenige auf den Beinen sind, aber genau jetzt beschließen 2 Menschen den großen Schritt zu wagen. Von ganz allein zu Zweisamkeit in wenigen Sekunden kann das wirklich funktionieren? Auf die Antwort warte ich bis heute noch.
Vergessen werde ich nie, weitermachen muss ich trotzdem.
Es ereignet sich eine gewisse Zeit später. An einem unbekannten Ort, äußerlich betrachtet brach liegend, innerlich gut ausgestattet für Musik. Und Musik ist das Motto dieses Abends. Es beginnt ganz schüchtern, mit mitklatschen etwas Fußwippen, doch schon Minuten später springen alle quer durch den Raum. Das meist gewünschteste Lied erklingt und es bildet sich ein kleiner Kreisel, diesmal zu 4.
Ein Liebeskreisel

Kreisel im Kopf

Es mag emotional klingen, aber diese Satz wird die Welt verändern, glaube ich zu mindestens.

„Da gehen sie, die Hipster“
Es ist nachts, schon Freitag und irgendwas um halb 4. Schon etwas eigenartig um diese Zeit unterwegs zu sein, traut sich das der brave Junge. Immerdoch.
An mir ist nichts mehr Fake. Socken, Schuhe, Hosen, Unterhosen, T-Shirt, Frisur und Indie-Nerd Brille, alles dabei, nur meinen Jutebeutel habe ich vergessen. Da würden dann so coole Sprüche drauf stehen „Girls looking for girls“ , „Du hast Angst vom Hermannplatz“ oder „Fuck art let´s dance“

Macht alles keinen Sinn, muss es auch nicht. Herlich willkommen. Berlin.

Meine Wünsche sind nicht bescheiden

Was ist los?
Körperlich und seelisc brauchte ich genau seit gestern Abend eine Auszeit.
Nicht mehr Aufnahmefähig für meine Umwelt, steuerte ich gestern Abend zielsicher ins Bett, nicht um einzuschlafen, sondern um nachzudenken.

Ich habe viel gemacht in einer Woche, bin spontan gewesen, unterwegs gewesen und habe immer wieder Spaß gehabt. Kommunizieren, sich vorstellen, lächeln, Karaoke singen…
Gestern dann zu viel.

Bei einer bestimmten Person fehlen mir die Worte, wir haben ja gemerkt wie verkrampft wir geredet haben. Immerhin persönlich, besser als nichts.

Mir mangelt es an Konstanz. Ich treffe in Ansätzen zwar die richtigen Personen, aber immer nur für eine kumpelhafte Unternehmung und das war es dann auch schon wieder.

Es ist wirklich schwer jemanden zu finden.

Jemanden der mir meine Hand nimmt, um mich zu beruhigen oder um mich in den Club zu führen. Jemand der mir durchs Haar fährt, weil ich beim Frisör war oder der Wind sie zerzaust hat.

Jemanden der nicht danach fragt wann er anrufen soll, sondern einfach anruft.