Japanische DJ’s die ihr Handwerk beherrschen

Es ist nicht in Worte zu pressen, was ich gerade erlebe.

Der Tag startet etwas spät, gegen Mittag. Wir sind im Mori Art Museum. Gelegen in einer Gegend vergleichbar mit dem Potsdamer Platz. Alles sehr fein aber eben noch eine Nummer größer und moderner. Irgendwo in 220m Höhe schauen wir nach Kunst, angesiedelt in den letzten 50 Jahren rund um das Thema kindliche Fantasie.

Atmen raubend ist der Rundgang an der Glasfassade. Zum ersten mal werden die gigantischen Ausmaße der Stadt deutlich. So unglaublich das Tränen besser sagen was ich hier fühle. Wir gehen einige Stockwerke höher. Es riecht nach Meer ist etwas bewölkt und ein Warner frischer Wind weht.

Die 2. Tages Hälfte endet in einem kleinen japanischen Restaurant. Anhand von Bildern bestellen wir einige Dinge. Das Essen ist Landes typisch und die Bedienung höflich. Weil der Reis etwas zu trocken war bekommen wir Ersatz. Am Ende des Besuches schreibt der Kellner ein kleines thank you auf unseren Zettel. Wunderschön. Angekommen.

Wir wagen den ersten Clubausflug. In einer Lounge zu deep techhouse chillen wir ab. Der Fotograf kann von den europäischen Gesichtern kaum genug bekommen. Wir adden ihn bei facebook. Später lerne ich eine betrunkenen Australierin kennen. Sie ist willig und will nach draußen und fragt ob ich zahle. Ein live Hotel ist nicht weit weg. Irgendwie komme ich noch raus aus der Nummer.

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Schau nach oben

Der erste Ausflug in Shibuja. Gewohnt wie ich es bin orientiere ich mich an Straßen und Kreuzungen, stelle aber schnell fest, dass das Gewirr nicht zu entschlüsseln ist.

Ein erstes Foto. Ich schaue nach oben. 10, 20 oder sogar mehr Etagen sind keine Seltenheit. Gern verstecken sich in der 4. Oder 5. Etage noch Restaurants oder Bars.

Ich bin in Ni-Chome, wohl das Schwulen viertel. Bar an Bar. Japaner mischen sich mit Touristen. Es ist lau und der Cocktail interessant. Wo genau ich bin weiß ich nicht.

Später bin ich noch in einer Bar im Underground. Es läuft westliche Musik und alle tanzen.

Hier noch ein Bild. Es geht schon weiter.

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Jetlag

Fast 24h ist der Tokio Trip schon alt. Ultra früh war ich am Flughafen in Tegel, um da erstmal bei einem Bagel irgendjemanden von der Bild Zeitung kennen zu lernen. Warum auch immer.

Abflug pünktlich mit der Fogger70, echtes Fluggefühl in einer kleinen Maschine.

Umstieg und erstes Chillout in Amsterdam. Bei Klavier Musik in einer Ecke. Später Einsteig in die große Boeing. Letzer Aufruf für 3 Herren. Wir sind trotzdem zu zweit.

Essen im Flug köstlich. Eine ganze Reihe nur für mich und gut geschlafen.

Landung in Narjta und kaum Orientierungsschwierigkeiten. Erster Eindruck von Shibuja überwältigend. Kurze Pause gerade.

Bald geht es weiter.

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Let’s just pretend it’s summer

Feta oder Filter?
Maya oder Punk?

Die Fashion week ist in der Stadt und die angesagte Mode tummelt sich in Mitte. Es ist Indie Sommer Zeit. Die Hosen werden knapp, die Muster floral und bunt ist gerade eine total angesagte Sprache. Wir wagen wieder was. Einer in blau, der andere glitzert Diamant. Wie kann eine Stadt nur so hip sein. Angestoßen wird mit Pilsener, kleiner Scherz und gestöbert wird bei Urban Outfiters. Die Mode ist von Kinderhänden hergestellt aber trotzdem teuer, so das Fazit. Wir wuseln Richtung Alexanderplatz vorbei an Pharrell williams, der von Happy, sieht aber nicht Happy aus. Kurz danach entwickelt sich meine Schwäche für Schuhe wieder. Ich finde adidas ist ein schicker Laden.

Auf dem Alexanderplatz lassen wir uns noch darüber belehren, was die Abholzung von Bäumen anrichten kann und speißen zum Schluss bei Burger King.
Etwas langweilig bis hierhin?

Es ist so. Atmet die Indie Szene nun gerade durch oder ist es Ihr letzter Atemzug. Wir sind auf der Suche nach Kulturen die irgendwann mal untergegangen Ich bin für Maya. Er für Punk. Hinter uns brüllt einer ins Telefon. Was soll ich mitbringen? Filter? Ich habe Feta verstanden.

Ich meine jedes Wort hier ernst. Das mit meiner leichten sozialen Ungeschicktheit genauso wie mit dem beruflichen Konsequenzen und ich finde ich habe verdient das sich beides positiv entwickelt.

Wir werden Freunde

Der Blog liegt mir so am Herzen, weißt du.

Es ist wohl über ein Jahr her, da war ich fast der Star. Spezialisiert auf Indie Music, gay Outfits und einer Neigung zur Selbstliebe. Sich zu präsentieren, das waren Kerngedanken in mir. Verloren hatte ich diese Sicherheit, zu Boden gefallen von jemandem der dominanter ausdrückte was richtig und was falsch sei.

Wo ich gewesen sei, es wäre doch immer so lustig mit mir gewesen. Dieser Humor, diese leichte soziale Ungeschicktheit, das war doch spaßig. Spaßig möchte ich nicht sein, das war früher, ein trauriger Charakter. Daraus resultiert auch diese soziale Ungeschicktheit, verzeiht mir, ich habe das nie richtig gelernt. In mir wohnt ein kreatives Chaos und ich kann genau das in diesen Momenten nach außen kehren. Und trotzdem bin ich pedant und geplant. Ich könnte meine Erlebnisse vom Wochenende aufreihen, aber das ist gähn.

Gewandelt hat sich natürlich einiges. So richtig Indie bin ich nicht mehr, vielleicht atmet die Szene gerade auch durch oder ich mag es extremer. Elektronisch muss es sein, Progressive, gern House oder so richtige OSTBLOCKSCHLAMPEN Musik zum ausrasten, tanzen schubsen, Spaß haben. Ich tauche so gern ab in diese Welt und ich lasse euch so gern teilhaben.

Zwergen Aufstand

This is, what are you wating for

Angekündigt wurden mir reichlich feine Dinge. Berufliche Konsequenzen sollte es haben, den Kontakt zu all meinen Freunden würde ich verlieren und ganz nebenbei würde mein Lebensqualitätsstandard sinken. Schon allein für das Wort hast du einen Preis vedient.
Ich schaue mich mal um.

Beruflich läuft s ganz normal für mich, ganz vage gesagt gibt es Aufstiegsschancen oder Möglichkeiten zur Veränderung für mich. Ich gehe einer geregelten 40h Woche nach, und mache das für was ich mich qualifiziert habe. Hat wohl nicht ganz geklappt oder?

All meine Freunde sollte ich verlieren. Nun wie ist das möglich. Ich schaffe es an einem Freitag Abend meine 2 engsten Freunde zu treffen, einen weiteren guten auch und habe nebenbei noch kontakt zu 5-10 weiteren. Ich bin zu jedem freundlich und nehme mir Zeit für ein Gespräch, die üblichen Fragen. Mein Zeitmanagement ist perfekt, alles klärt sich in wenigen Worten. Hat wohl nicht ganz geklappt oder?

Mein Lebensqualitätsstandard sollte sinken. Noch einmal. Ich liebe dieses Wort. Ich sehe mich um und sehe das ich meine eigene Wohnung finanzieren kann. Ich besitze alles was ich brauche, gefüllt vom einfachen Expedit Regal, bis hin zu besonderen Stücken. Vielleich herrscht hier ein etwas kreatives Chaos, aber jeder der zu Besuch kommt ist erfreut über meinen Stil und die Art der Gastfreundschaft.

Und du? Von dir hat man ja schon länger nichts gehört. Probst wohl gerade den Zwergenaufstand. Verschanzt dich hinter deinem Chat und glaubst über alles bestimmen zu können. Freundschaft ist aber kein Puppentheater, wo man seine Puppen rausholt wenn man gerade mal mit ihnen spielen mag. Du ziehst da an den falschen Fäden, das ist jedem den ich frage bewusst. So bleibt nur zu sagen, ich wünsche dir von Herz zu Herz das es doch für dich einmal besser laufen mag.

Krass Flo, krass krass krass

Überschrift falsch geschrieben, das kennen wir doch schon!

Alte Zeiten kann man nicht aufleben lassen. Ich finde zurück ist kein erstrebenswerter Weg. Der Weg nach vorn ist gerade ein extrem energetischer.

Heute blogge ich und dabei habe ich gar keine Wut in mir. Gut ich wollte einen Witz machen. Einen Witzel über den Fritzel, aber ich bin da vorsichtig geworden. Es gibt Menschen die glauben eine unheimliche Macht zu haben. Sie könnten, Achtung Konjunktiv, dich um Schlaf und Verstand bringen. Sie könnten machen, das es dich deinen Job kostet weil du einen Flug buchst und nebenbei verlierst du alle deine Freunde

Kleiner Mann großes Syndrom. Schön das alles nur Konjunktiv ist und nebenbei eigentlich alles besser wird. Gerade ist das so das ich strebe, lebe, irgendwelche kleinen Reime bastle und irgendwie keine Zeit finden für diesen Schatz an Blog hier. Mit all seinen Worten, Rechtschreibfehlern und Zitaten die durch die Straßen von Berlin getragen werden.

Es lodert und dennoch will ich versuchen es hier aufleben zu lassen.

Ein verlorenes Wochenende

Ich mag mich. Ich mag die Stille. Ich mag das Laute. Ich mag meine Ordnung und dich mag es nicht wenn man in diese eindringt. Natürlich habe ich die Zeit und könnte jeden Keks in eine Dose packen, jedes Handtuch falten oder mehr Sauberkeit halten. Aber ich muss auch sagen, dass ich meinen nicht ganz so pedanten Lebensstil mag. Ordnung hat für mich eine andere Priorität. Ich habe die Dinge gern griffbereit, unverpackt und neige dazu zu benutzen.

Es ist ja auch so dass selten jemand zu Besuch kommt und ich mag es auch nicht sich zu verstellen. Solang die Toilette sauber ist, der Stuhl freigeräumt ist und ich sauberes Geschirr anbieten kann ist alles gut, Das andere kann man auch mal übersehen und ich weiß sowieso von Besuchen in anderen Wohnungen das es selten besser ist.
Verloren habe ich dieses Wochenende, weil jemand meinte Ordnung halten zu müssen, es zu perfektionieren und Systeme zu verändern. Ein Eindringen in meine Privatsphäre da werde ich auch gern laut und giftig.

Okay gut ich habe akzeptiert und werde auch etwas daraus lernen. Wer mich vermisst hat muss sich selbst die Frage stellen warum er nicht mal nach mir gefragt hat und ab Montag bin ich wieder da wo ich hingehöre. Nicht zu Hause sondern unterwegs.

Egal

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag schon letzte Woche schreiben – Egal

Eigentlich sollte dieser Eintrag einen anderen Anfang haben – Egal

Wäre Egal ein Rap, ich würde ihn so rappen E-G-AL, und noch einmal. E-GE-AL.

Wäre Egal eine Person, ich würde sie nicht kennen.

Letzen Samstag war mir von dem einen auf den anderen Moment alles egal. Ich hatte mich schon am Tag dafür wieder einmal dafür eingesetzt meine Freunde an einem Ort und Abend zusammen zu trommeln. Es hat nicht ganz so gut geklappt. Vielleicht ist gerade nicht die Zeit dafür. Der Winter friert die Skala an Aktivitäten ein, Krankheiten gehen um, und am Ende bin ich froh wenn sich eine kleine Gruppe bildet.

Aber da war ja noch dieser eine besondere Mensch, dem ich besonders viel Aufmerksamkeit widmen wollte. Der Start war gut. Pünktlich verabredet und ohne Probleme getroffen. Ein ruhiges essen zum Einklang und dann ein Abend mit Freunden. Aber plötzlich war ich egal. Er auf der Balz, ich im Schatten. Das schmeckt mir nicht, da bin ich empfindlich.

Nun ich habe mir überlegt, wenn egal ein Wort ist das uns beschreibt lege ich meine Naivität ab und lasse alle Planungen weg. Wunderbar schon eine Woche später bin ich freier. Ich gehe wohin ich mag, finde neuen Anschluss, halte alten und mag auch die Zeit mit mir ganz allein.

Wunderbar statt egal

Im Stillschweigen

Wir hatten uns noch einmal diese Chance gegeben. Vereinbart waren ein Treffpunkt und eine Uhrzeit. Erschienen bist du nicht. Es war deine und unsere Entscheidung. Es ist das Ende einer Serie, von der es keinen neuen Anfang geben wird.
Reden wollten wir. Einen genauen Ziel oder Plan hatten wir nicht. Es wäre wohl auch nur mehr um Versöhnung gegangen als viel mehr. Wahrscheinlich hätte ich auch meine Glaubwürdigkeit verloren, wäre wirklich etwas Besonderes passiert, so wie damals im April. Wir hatten einen Abend vorher persönlich gesprochen, ein Friedensangebot hatte ich gemacht, mehr will ich nicht.

Deine Sachen stehen adressiert im Flur. Morgen trage ich diese zur Post. Eine Kiste mit Erinnerungen, ich schicke sie zurück. Ich will diese Erinnerungen nicht. Kein Foto, keinen Brief, kein Plüschtier, kein Kissen, keine Ü-Ei Figur, keine CD. Nicht von einem Menschen und das muss ich so offen sagen, der mich Geschlagen hat und nicht in der Lage ist, sich zu entschuldigen.

Für meine Gedankenwelt markiere ich nun auch einen Neuanfang. Ich bin wieder auf der Suche. Ich weiß es fällt mir schwer jemanden das Gefühl zu geben, das er jemand ganz besonderes ist. Eine erste Andeutung fällte ich am Freitag. Ich suche nicht nur nach dem, sondern nach mehr. Jemand der für eine ganz bestimmte Sache brennt, für die er alles geben würde. So wie ein Engel und Küsse wie Sand am Meer. Probieren wir es, geben wir uns Zeit.

Früher war mehr offline

Viel passiert ist in den letzten Tagen nicht. Alles ist sauber, ordentlich und vorbereitet. Fast möchte ich schreien, ab morgen bin ich offline. Na ja fast. Ich werde meinen Rhythmus umstellen. Aufstehen um 5:30 Uhr. Arbeitsbeginn 7 Uhr. Feierabend 16 Uhr. Erreichbarkeit nicht vorhanden, warum auch?

Für mich ist es besser, ein logischer Schritt nach einem Arbeitssuche und Veränderung wird damit einkehren. Ich freue mich darauf nicht mehr die Zeit totschlagen zu müssen oder ständig erreichbar zu sein. Mein Leben wird straffer organisiert sein, darin bin ich ja sowieso perfekt.

Auch für die Freizeit danach gibt es konkrete Hobbys und Pläne.
Schön ist es trotzdem Freunde zu haben, denen eine Nachricht freut oder die meine Leben mit mir teilen. Es wird alles knapper werden, aber nicht unmöglich.

Phase 2 ist damit überwunden. Phase 3 heißt Neuanfang und Aufbruch zu neuen und alten Ufern.

In meinen Händen liegt ein Jahr

Jahresrückblick schreiben. Nach der Reaktivierung des Blogs die nächste Aufgabe, auf dem Weg zurück. Im Radio läuft schon der Jahrescountdown der besten Hits, also wird es Zeit.

In meinen Händen liegt ein Jahr. Auf der einen Seite wiegen positive Dinge schwer, sie liegen mehr in der Zukunft. Ich habe meine Wohnung bezogen und mich eingelebt. Ich habe Arbeit gefunden und werde in wenigen Tagen starten, das ist die größte Freude momentan.

Die andere Hand ist leer geworden. Ich habe mich verstellt, falsch verhalten und war nicht Ich. Verloren habe ich Freunde und Kontakte und starte auf diesem Gebiet recht frisch.

Nun etwas Chronologie. Im Januar stand ich recht im frisch im Saft. Zu mindestens, was das ausgehen anbetrifft übertrumpfte ich mich Woche für Woche selbst. Ob ich dabei immer ich selbst war, weiß ich nicht so genau. Oberflächliche Kontakte sammeln, die Nacht zum Tag machen, irgendwas ging immer und ein Ende gab es nicht. In einem war ich mir stets sicher. Ich strebte und traute mich im April das erste mal, auch im Mai, auch, auch, auch… bis in den Dezember hinein.

Einblicke in neue Welten, unabhängig davon ob ich nun da sein wollte oder nicht. Ständige Weiterentwicklung im Kopf wandte ich mich alten Tugenden ab und wurde das erste mal im Leben richtig frech.

Ich will es doch allgemein halten, weil es keinen Moment gibt, den ich speziell für 2013 charakterisieren möchte.

Wir sehen uns bald wieder hier.

Happy new year

Lernen glücklich zu sein

Muss ist kein schönes Wort. Ich war für einige Tage in der Heimat und meine Mutti sagt gern „müssen“. Ich finde das nicht passend. Ein können, dürfen, wollen oder selten auch ein sollen klingt besser in meinen Ohren.
Niemand hat zu mir gesagt, dass ich bloggen muss. Es gab ein neues Projekt in dem ich mich zu gezwungen fühlte. Dies hier ist mehr meine Persönlichkeit und Freiheit, deswegen reaktiviere ich den Blog.
Bevor ich den Jahresrückblick schreibe ein paar Worte zum aktuellen Stand.
Ich weiß nicht genau ob es mir gut geht oder schlecht. Ich muss lernen Dinge die passiert sind zu akzeptieren und mit dem was ich habe glücklich zu sein. Dabei helfen kleine Dinge. Heute war es ein Spaziergang durch die Heide.

Fakten und Gefühle

Es ist kein gutes Zeichen, wenn ich nachts aufwache, fantasiere und mit mir selbst rede. Ich bin schon neben meinem Freund eingeschlafen und habe etwas geredet, aber da war es im Traum. Das was gerade mit mir passiert sind psychische Vorboten, ich muss sie beachten.

Zweimal standest du am Wochenende in meinem Raum. Hinter dem Bett wolltest du mich erschrecken, auf dem Sofa hast du gewartet. Du warst so nah und doch so fern. Ich habe geredet und nicht verstanden. Am Morgen war ich nass geschwizt und habe mich zum Frühstück geschleppt.

Das alte Leiden ist wieder aufgebrochen. Damals, gebeutelt vom jahrelangem Mobbing kämpfte ich gegen Kakao und Filinchen. Heute sitze ich am Frühstückstisch und fülle meine Schale Müsli mit wenig Freude. Ich lebe in einem Haus ohne Leben. Ich bin der einzige Bewohner hier und fast alles was ich benutze gehört nicht mit mir selbst. Ich habe wenig Raum für Gestaltung und Persönlichkeit.

Ich will gern alles ändern. Eine Arbeit haben, in einer eigenen Wohnung am Frühstückstisch sitzen, nachts mit mir selbst und morgens mit dir reden.

Aber willst du das auch?

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Guten Morgen, gute Nacht

As the sun goes down neon is all we have
And it’s calling all the lonely people

Auf Deutsch.
Wenn die Sonne untergeht, ist Neon alles was wir haben.
Und es ruft alle Menschen, die einsam sind

Sundown im GMF.
Sonnenuntergang auf einer Dachterrasse in einem Club, in dem sonntags eine der besten Partys der Stadt untergebracht ist. Sie ist schwul. Macht ausgerechnet das den Unterschied?

Gestern war ich allein, ohne dich und trotzdem traute ich mich. Ich trug dasselbe Oberteil vom Vortag, Neongrün.

Vielleicht mag es Zufall sein, vielleicht Absicht. Ich rufe dich.

Ja, gestern musste ich unbedingt an diesem Ort sein. In meinem Streben nach Perfektion und Einmaligkeit war ich um 21:23 Uhr auf der Dachterrasse, exakt 5 Min. nach Sonnenuntergang. In diesem Moment ging es um nichts, nur um den Moment, den ich mit mir selbst genießen wollte. Da sind alle anderen Gäste um mich herum gesichtslos.
Was mich von anderen Menschen unterscheidet, ist mein Mut. Ich gehe gern allein weg und traue mir zu, den Schritt zu tun und in eine bestimmte Welt einzutauchen. Manchmal finde ich Anschluss, manchmal nicht. Mir fällt es schwer, wenn ich gar niemanden kenne, wenn der Ort an dem ich mich befinde mich abweist und mich nicht inspiriert.

Gestern war perfekt. Ich fand Anschluss in Freunden, die vernünftig sind, ein gepflegtes Gespräch bevorzugen und Zusammenhalt beschwören. Ab und an entfernte ich mich, weil ich wieder allein sein wollte. Mit einem vermissenden Gedanken an dich und meiner Leidenschaft zu beobachten, trieb ich umher. Auf dem Elektrofloor fand ich jene Außergewöhnlichkeit, die mich begeistert: 2 Damen und ein Herr tanzen zuckend umher, in einer Mischung aus Yoga und Tanz verschmelzen sie zu dem Beat. Sie beschließen ihre Schuhe auszuziehen, damit sie sich besser erden können. Es mag witzig aussehen, aber sie gehören an diesen Ort wie jeder andere auch.