Offene Klappe

Es war lustig es war erheiternd, es war ein Abend zur Mitte der Woche, einer der lang wurde, weil abwechslungsreich. Die Möglichkeiten abseits von Club und Sport sind riesengroß. Sie richtig zu nutzen mit einzelnen Freunden zusammen, ist gerade schon ein früher erster Frühling in mir.

Bahn fahre ich jeden Tag und da lese ich viel. Gerade ist es. Wer bin ich und wenn ja wie viele? Auch eine Leihgabe von einem Freund. Ich mag das Wort ganz bewusst betonen, weil es gerade jemanden gibt der denkt nur weil er nicht mehr in meinem engeren Freundeskreis ist hätte ich nun keine Freunde mehr. Das Leben außerhalb von Club kann doch weitsichtgier sein als man das immer annehmen mag.

Und so las ich und saß starr in der S Bahn.

Nicht geliebt zu werden ist schlimm, niemanden zu haben, den man lieben kann, ist noch schlimmer.

Und so stelle ich mich hin und rufe es hinaus. Ich bin wieder bereit für eine Frühlingsliebe die sich gern so lang hinziehen darf das es für immer meine Liebe ist.

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crazy words

Verrückte Worte. So verrückt war die Woche doch gar nicht und dann trotzdem schreiben. Nicht außergewöhnlich aber trotzdem erwähnenswert, denn jetzt wo ich niederschreibe, weiß ich was in Erinnerung bleiben wird.

Wo ist denn hier die Scheiß Vergangenheit?

Nicht weit weg wenn man richtig schaut, immer wieder Sonntags, Worte zum zurück blicken und nach vorne schauen. Nach einer regulären Woche mit Indiaca, schwimmen essen und Ko oder Co. Wo ich gerade über Co stolpere. Ja es gab einen Spieleabend und ja Scrabble war toll, weil Co nämlich auch ein vietnamesisches Volk ist und Grüntees gerade total in sind. Wer noch nicht wusste, das sich der Autor von Scrabble bei der Buchstabenverteilung an einer Titelseite der New York times orientiert har, der weiß es jetzt. Mein Unnützes Wissen sollte locker für einen Auftritt bei Wer wird Millionär reichen.

Ap­ro­pos Auftritt. Ich bin dem Thema der Lesebühne treu geblieben und war diesmal bei „crazy words“ im Danziger 50. Anständig ging es pünktlich um 16 Uhr los, weil das ganze in das Rockradio übertragen wurde. Passend dazu gab es von mir dann auch „Anstand“ und „Das Ende der Coolheit“

 

Und das ist auch schon das Ende.

Das Sofa ist weg

Das Sofa ist weg, kein Ding oder. Und weil die Freude zu einem All we are FlicFlac Remix überschwappt dieser Beitrag heute. Endlich Freiheit, ein Raum kann so anders aussehen wenn ein Möbelstück fehlt. Dazu habe ich auch noch gut Geld eingenommen, das ich quasi vorher in die Investition des Bettes gesteckt hatte, aber so ist das mit dem Konsum und dem ewigen Optimierungsgedanken. Es kann sogar sein das Malm und Kallax jetzt nochmal Ihre Plätze tauschen, dann sind ein paar logistische Wege um 30 Sekunden kürzer, aber das spielt nur eine Nebenrolle, nein eben nicht.

Obwohl ich seit 1,5 Jahren hier nun  schon wohne, etwas persönlicher kann es noch werden. Ein paar Fotos gut ausdrucken und an die Wand hänge, ein besonderes Kunstobjekt kaufen und die Farbe der Bettwäsche nochmal überdenken, dann, dann aber wirklich bin ich der so liebgewonnen Perfektion so nah

Und nun ab auf den Scooter  und schwimmen gehen.

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Deine Vergangenheit

Sturm, Aufruhr, ein lautes Lachen schallt durch Berlin Weißensee.

Was ist passiert?

Einer/eine weiß das genau!

Es gab einen Kommentar zu meinem letzten Beitrag, freischalten brauche ich das nicht, weil es lächerlich ist.

Es ist immer ein schmaler Grat zwischen meiner privaten Person und dem Blog als Kunstform und wenn ich es genau nehme trenne ich es auch. Das heißt wer nach meinem realen Namen sucht wird nicht zwingend hier landen oder eben doch, weil es gab ein kleines Schlupfloch.

Das hat jemand ausgenutzt und direkt losgelegt, wegen den vielen Rechtschreibfehlern und der Kommasetzung und das alles ja so lächerlich sei. Gut da ist was wahres dran, da habe ich wohl bei Frau V. im Deutschunterricht nicht richtig aufgepasst, aber das hier ist ein Blog, das ist Kunst.

Wenn du das Gelaber zum ablachen fandest, ist es dein Problem. Es muss schon etwas Energie gekostet haben jetzt 12 Jahre danach nochmal zu einem Mobbingversuch anzusetzen.  Ich sag dir mal was, wer vom Park Inn Hotel springt, als Model im Schwuz läuft und in der Busche auf der Bühne steht, dem schockt nichts und niemand mehr. Gelaber ist das was du hier bringt, ablachen ausdrücklich erwünscht.  Meine Freunde haben es bereits getan. Ja du hast richtig gehört. Freunde, das was du mir damals wohl nicht gönnen wolltest habe ich in der Großstadt geschafft. Du bist wohl im Dorf hängen geblieben mit deinen Gedanken irgendwo in der spießigen Provinz.

Vielleicht war in dem letzten Beitrag eine kleine Schwäche zu erkennen. Ich hatte für das Wochenende keinen sauber ausgearbeiteten Plan, aber dann hat es sich doch ganz schnell ergeben, wie ich das bereits gedacht hatte. Freitag also einfach bei Freunden, eine gemütliche Runde ein paar Gespräche, ein House DJ Set von einem geschätzten Freund. Samstags spanne ich aus in dem Wissen Abends mit anderen Freunden im Kino zu sitzen. Sonntag treibt es mich in das quirlige Kreuzberg in den breakfast market und wieder zurück. Club brauche ich nicht den kann ich selber zu Hause auflegen, aber ihr die mich vermissen seht mich bald wieder. Man kann halt nicht alle Freundeskreise bedienen.

Das Sofa muss weg

Banale Überschrift.  Es hätte auch heißen können das Gemüse wechselt jetzt, ein Erlebnis aus der Kantine diese Woche.

Eine Woche in der ich mir selbst treu geblieben bin, auch an dem Tag als ich  flexibel etwas länger bleiben musste.  Das war zwar mit 2 Absagen verbunden,  aber eine habe ich schon nachgeholt und bei der anderen warte ich noch ab. Und das schöne ist das ich nicht nur auf Arbeit flexibel war sondern auch meine Umwelt und Hobbys darauf reagiert haben. Der flexible Tag, liebevoll flexibler Mittwoch genannt, dann eben keine geplante Verabredung sondern ungeplant in dir Bar wo es immer so lecker Abendessen gibt und dann da ein ungeplante Treffen obendrauf.

Ich finde das mit den geplanten treffen sowieso gerade alles sehr anstrengend. Diese Woche hat doch gezeigt das es auch ohne geht. Montag beim Indiaca,  Dienstag beim schwimmen,  Mittwoch beim essen und im weitesten Sinne auch Donnerstag beim schwimmen.

Und jetzt steht ein Wochenende bevor wo ich noch nicht genau weiß was ich damit anfangen werde. Aber gerade wo ich sage das ich planen nicht so hip finde wünsche ich mir genau das. Der ewige Widerspruch eben.

Aber ich habe so eine vage Ahnung das sich alles ergeben wird und ich dem nur etwas mehr Zeit geben muss, bis es am Sonntag wieder einen tollen Eintrag gibt.

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In der Nacht

Ich komme entspannt und ich gehe entspannt und das was dazwischen liegt nennt sich Arbeit, oder sagen wir besser Berufung.  32h die Woche arbeiten, so entspannt war ich noch nie. Dabei trotzdem das Gefühl haben ernst genommen und gebraucht zu werden und trotzdem noch Zeit für Freunde zu haben. Freunde sind Arbeit, nein das sollten sie eigentlich nicht, aber wer wie ich den hohen Anspruch hat so viel wie möglich mit Freunden zu unternehmen darf sich nicht hängen lassen.

Diese Woche, da war noch viel Konsumgedanken im Kopf. Es ist wie ein Kreislauf, ich trenne mich von Dingen und schaue nach neuem, verbessere mein Ordnungssystem und steigere die Qualität. Ich suche nach einer Steigerung für mich selbst und hinterfrage. Kallax Regal aufgebaut und Schubkästen eingeschraubt. Wie ich den Platz auf nur 35m² nochmals optimiert habe ist eine große Leistung. Und trotzdem wohnlich, sauber, ordentlich das sind nun Ziele. Und Platz für neues heißt nun zu prüfen was ist der nächste Schritt wo geht es hin, das ist es ja was mich immer antreibt.

Ich suche nach besonderen Stücken und habe diese Idee im Kopf die mich nicht so loslässt. Ich will das hier nochmal bunt durchdesignen und es auf dem Körper tragen, und wenn es 200€ kostet dann bin ich auch bereit dazu.

Day to night das ist ein schönes Motto. Ich treibe hinaus und bin darauf vorbereitet, das es ein neues Wiedersehen gibt. Ich spüre kurz Wärme in mir und rede dann und amüsiere mich später, weil ich weiß es war eine schöne Zeit aber ich brauche das nicht, weil  ich einen Menschen will der zu mir passt und keinen der sich noch ausprobiert. In der Nacht, das ist das wo ich allein bin obwohl ich das nicht mehr jeden Abend mag und so konzentriere ich mich auf den Tag. Ich stelle fest, das es sich in der Sonne sehr schön leben lässt. Dann wenn man früh aufsteht und zum Frühstück geht, wenn man mehr hat vom Tag als nur Club und Nacht und cool.

Keine neuen Wege aber sich einfach darauf besinnen was zwischenmenschlich wichtig ist.

younow

Ich bin immer noch überwältigt von diesem schönen Abend.
Ich bin immer noch Glückselig ob der vielen Freunde die den Weg in das wunderschöne Berlin J. gefunden haben.
Ich bin immer noch fasziniert von der Idee meine Lesung und die Aftershow Party live in das Internet zu stellen und die Dynamik und das unvorhersehbare zu beobachten.

Dann wenn A. die Lampe auf den Kopf fällt, die Community lacht, ja dann ist Samstag Nacht. Weil ja hier alles von IKEA ist. Die Lampe,  die Schränke,  die Tassen,  die Menschen!  Wir sind wie eine Hartz 4 Kommune in ihrer 1 Zimmer Wohnung auf dem Weg in ihre Samstag Party Nacht.

Eigentlich wollte ich ja etwas schreiben über Löschung,  Szene und so, wieder die üblichen Zeilen von innerlichen Zerrissenheit, wenn die Liebe gay schreit und die Freunde Indie rufen.

Aber so ist das dann halt. Dieser Abend bringt für mich Fortschritt in ganz neuen Medien. Das ich younow so mag liegt an dieser witzigen unkomplizierten Art der Plattform, dieser Möglichkeit der Selbstdarstellung und Nicht Ernsthaftigkeit und das es trotzdem die Möglichkeit bietet neue Freunde zu finden.

Kik und Instagram gesellen sich auch noch dazu und so explodiere ich gerade an der Lust mich mit zu teilen.

Und was ist eigentlich mit Romeo. Ach ja das läuft ja auch noch nebenbei, so ganz unbemerkt. Es ist wie ein Laster was man gern hat, was man liebt und hasst. Es ist ja im Prinzip auch nur eine spezielle Form von neuen Leuten kennen lernen. Aber wann habe ich spontan schonmal Zeit, bei diesem Freundeskreis. Irgendwann diese Woche vielleicht Freitag Abend oder Samstag habe ich mal ein freies Zeitfenster, ja und dann kann ich es treiben oder lassen, denn bis dahin hat sich schon wieder was neues ergeben und das geht immer so und immer so und immer so weiter.

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Ich bilde mir Hoffnung ein

Ich zog alleine los, das ist immer so, wenn ich aus meinem Freundeskreis ausbrechen mag. Eng gesteckt ist der Zeitplan sowieso, da ist es auch egal ob man vorher im Urlaub weilt oder so. Freunde warten immer, wollen was machen, aber manchmal habe ich meine Macken und behaupte etwas ganz bestimmtes erleben zu wollen und dann breche ich aus.

Am Mittwoch war das so. Gestört aber geil legten auf, im Astra, einem Club in dem ich noch nie war, also doppelt spannend für mich. Ich habe ja diese Houseliebe, besonders dann wenn DJ´s sich öfters an Deutsche Stücke wagen, und das ist bei dem Team der Fall.

Nun gut, voll war es, mit vielen die sich zwischen 16 und 25 schimpfen, größtenteils einfach bekleidet, mit einem Bier bewaffnet und nicht wirklich freundlich zueinander. Nach vorn habe ich mich gewagt, etwas am Rand, trotzdem voll war es. Friedlich habe ich mich verhalten und trotzdem schimpfte einer sofort das ich zu nah an ihm dran stehen würde und die andere meinte mein Ellenbogen wäre gefährlich, wenn die wüssten wie ich tanzen kann, auf dem Boden liegend zappeln wie ein lebendiger Aal, da war das nur Kinderkram, ein bisschen rumstehen, ein paar bekannte Songs mit einem Housebeat unterlegt, nicht mal das Intro war spannend, dabei bin ich Intro Fan und Oh je Satzzeichen habe ich auch schon wieder vergessen. Also muss ich sagen, mäßig war es, gehyped halt, da war der Ostblockschlampenabriss den ich im Frühling 2014 erlebt habe härter und überraschender.

Ein was gutes hat es, mir ist diese Überschrift in den Kopf geschossen beim Tanzen, gut das ich schnell genug am Handy war, schon Sekunden später wusste ich nicht mehr was gerade da war in diesem Gehirnkreisel.

Was ich erkannt habe ist die große Zufriedenheit wenn ich allein los ziehe, dieses Selbstbewusstsein, dieses Gönnen was ich früher nicht hatte und sich seit Gran Canaria nochmals entwickelt hat. Ich will euch nicht langweilen mit der ewig These das ich im ständigen Wandel bin, das scheint bei mir immer so. Was dazu gekommen ist, ist dieses Gönnen, dieses nicht mehr nachdenken, sondern Leben im Moment, statt einer Apfelschorle sind es dann 2 und anstatt um 1 Uhr nach Hause zu fahren fahre ich eben noch an den Bundesplatz und hole das Monster mit den braunen Haaren ab und gehe ins Schwuz tanzen bis 5 Uhr.

Wenn ich eine kleine Selbstkritik bringen darf, dann muss ich ein wenig aufpasse,  das mich das mit dem Ständigen Wandel nicht überfordert. Ich muss auch mal lernen Stillstand zu genießen, dass das gerade nicht so ist mir bewusst,  das es bald wieder etwas anders sein wird auch, aber ich freue mich auf alles was da kommt

Und ganz besonders

Das ist jetzt ein Bruch

Auf meinen 1. Gig – meine Comedy Action Show Lesung MORGEN in der Busche.

Bilder im Kopf

Ich bin schon wieder in Berlin, so schnell vergeht die Zeit. Als Nachtrag quasi die letzten beiden Tage auf Gran Canaria, die sich nicht so spannend lesen, aber trotzdem etwas ausgelöst haben, was wichtig für mich ist.

Der ganze Urlaub war schon von einer großen Lockerheit geprägt. Beeinflusst von meinem Reisepartner und dem schönen Spruch, aber bitte doch im Moment zu leben und nicht zu viel im Voraus zu planen.

Und so startete unser Freitag mit einer spontanen Änderung. Kurzfristig sprang ich als Fahrer ein, weil mein Reisepartner seinen Führerschein nicht dabei hatte. Eigentlich hasse ich solche spontanen Änderungen, weil sie Unruhe in meinen Körper bringen. Aber diesmal stellte ich mich schnell auf diese Situation ein, beherrschte das Schaltauto schon nach der 2. Kreuzung und fühlte mich frei und sicher.

Und so ging es nach Las Terrazas in ein Outlet Center auf der Jagd nach besondere spanischer Mode oder bekannten und günstigen Markenprodukten. Ausgelöst hat es in mir das ich ganz besonders auf Muster und Farbe stehe, am besten Bunt, denn tragen kann ich offensichtlich alles. Ausgewählt habe ich aber nur ein Stück mit einem schönen und bekannten Motiv, was ich bald auftragen werde

Später fand ich im Atlántico noch eine kleine goldene Casio Uhr, einer dieser Stücke die mir schon länger im Kopf rumschweben.

Am nächsten und letzten Tag blieb ich für mich allein, weil diesmal mein Reisepartner einen anderen Rhythmus einschlug. Also rein in die Dünen zum Sonnen und später an der Promenade entlang, eine Steinskulptur bauen und ein Eis essen und ganz viel glücklich sein in diesem Moment.

In der Kathedrale

Das ich aus dem Blog Rhythmus gekommen bin, wertet es als gutes Zeichen.

Gestern morgen zeigte sich die Sonne das erste mal richtig und das bedeutet den ersten Ausflug an den Strand. Das mag langweilig klingen aber wer ein bisschen was über Gran Canaria weiß wird mit der Codierung Strandbad Nummer 7 bestimmt etwas anfangen können. Da angekommen trafen wir dann noch 2 weitere gleichgesinnte aus Berlin für ein lockeres plaudern.  Weiterhin  stand ein Bad im Atlantik und  ein kurzer Ausflug in die Dünen an. Alles so wie Gott mich schuf, ein befreiendes Gefühl.

Den weiteren Tag verbrachten wir bei Tapas und Menü im Hotel. Abends schlichen wir dann wieder nach Playa del Ingles,  wo angeblich die Luft brennt. Ein heißes Pflaster wie man uns sagte. In einer Bar erweiterten wir die Runde und es wurde ein schöner Abend.

Der neue Tag begrüßte uns so wie der vorherige. Also wieder einen Ausflug in die Dünen.  Diesmal den roten Weg entlang und dann links tiefer hinein, da bei den 3 Palmen gibt es ein Gelände mit Büschen und einer Art Kathedrale wo Männer Männer glücklich machen. Der Rückweg wieder an den Strand und in den Atlantik.

Zum Mittagessen an die Promenade und zum Papagei der Nässe knackt. Noch eine große Kugel Eis als Nachtisch und dann dann immer der Promenade nach bis zur nächsten Badebucht zum Sonnenuntergang.

Leicht aktiv

Komm wir kiffen jetzt noch einen. Na da musst du ja nur bis zum Tennisplatz rüber gehen. Da wo der Bimbo den nach Hauseweg antritt oder schnell noch was dealt.

Man weiß es nicht in dieser Gegend hier, die so ruhig und idyllisch voller friedvoller Golfspieler scheint. Irgendwie mischt sich etwas dubioses unter uns. Es ist alt und weiße und tastet sich geschickt in der Sauna heran. Ja es ist etwas kühler als letztes Jahr und der Saharasand verdeckt die Sonne. Schnell werden ein paar Grundfakten abgefragt und in der Dampfsauna das Gespräch weiter eingewickelt.  Wir vertiefen das beim Abendessen ganz unauffällig bis zu dem entscheidenden Satz nach der Gay Szene.  Ausgang ungewiss.

Und sonst so. Wieder viel gelacht und eben auch etwas aktiv gewesen, im sportlichen Sinne. Boccia, Shuffleboard,  Aquagym und eine Runde Tennis.

Abends wieder Schach was psychisch extrem auslaugt. Und so kommt es zu ganz neuen Wortschöpfungen. Schwimmschach. Fickschach. Alles lässt sich irgendwie kombinieren und so fällt auch auf das ich im Urlaub bisher 3 Latte und einen Espresso hatte.

Rochade

Es beginnt ganz einfach.  20 Grad bei einem frischen Wind. Das sind die Bedingungen für den ersten kompletten Gran Canaria Tag.

Bei frischem Frühstück mit Smoothie und Müsli sitzen wir schon wieder zwischen denen die ihren Lebensabend genießen.

Also bringen wir etwas Schwung in die Bude und leihen erstmal ein Rad für einen ersten Ausflug, der uns zum Golfplatz führt.  Eine ungewöhnliche Anreise für eine ungewöhnliche Sportart. Gehoben ist das und so werden wir gleich von der ersten älteren Dame angesprochen.  Einen Mann hätte sie der so gern Golf spielt, während sie ja in den Dünen liegt. Dann kommt noch ihre Tochter ins Spiel die den Sport ja so liebt. Irgendwie werde ich aber das Gefühl nicht los, das man erstmal viel Geld reinpumpen muss, bis man halbwegs spielen kann. Und so bleibt es bei ein paar konzentrieren Schlägen und Puts.

Der Nachmittag gestaltet sich mit einer umfangreichen Wanderung durch die Bühnen nach Playa del Ingles. Den Moment genießen, einmal für sich sein und Spuren ziehen die schnell wieder verwischen. Vor Ort schwanken wir zwischen feiner spanischer Designer Kleidung und Tourismus Schnick Schnack. Ein erster Blick für heute.

Lieber vertiefe ich mich in etwas ganz einfachen wie Schach.  Mit wenig Ahnung wird gezogen diskutiert und rocharchiert.  Was bleibt ist die Bewunderung für das einfache mit wahnsinniger Tiefe. Das simple ausgefallene kommt mir so nah.

Im Blogstress

Das ist also der erste Abend in Gran Canaria.  Ja ich habe es mal wieder getan. Nicht wirklich spontan aber doch irgendwie kurzfristig.  Diesmal ohne Eltern, dafür mit dem, mit dem ich schon in Tokio war.

Das heißt Leichtigkeit,  dieses fast blinde Verstehen und ganz viel Spaß.

Das geht schon bei der verwirrenden Suche nach dem Car 2 go Parkspot am Flughafen in Schönefeld los und endet hier in der Lobby vom Hotel.

Dazwischen gibt es viel. Besonders die Details sind es dann doch die zum schmunzeln bringen. Und irgendwie passen wir doch nicht ganz ins Raster. Im Flieger sieht man Familien mit noch nicht Schulpflicht Kindern oder eben Rentner die dem Winter flüchten.

Wir probieren es auf die gehobene Variante. Lassen im Flugzeug essen servieren und reden im Bus mit einem älteren Paar über Golf. Ja weißt du noch wie ich damals an der 9 den Schlag ins Rough verzogen habe. Authentisch sind wir und marschieren weiter in das gebuchte Hotel.

Eine Runde durch die Anlage in die Dampfsauna und später zum Abendessen. Am Nachbartisch geht es wieder um Golf und das alles so super toll ist. Entspannung legt sich über den Tag und der endet bei einer Partie Schach.  Ich verliere, gebe mich fair und reif geschlagen und

Gute Nacht!

Gefangen in der Gleichseitigkeit. Dreieck, Dreieck, immer wieder Dreieck. In mir so große innere Zerrissenheit wie nie. Weil die Liebe gay ruft, aber die Freunde Indie rufen, besser noch schreien.

Alle positiven und negativen Gefühle fange ich gerade in Bildern und Symbolen auf. Dreieck, Selfie, Texte, Videos, Postings, mir ist jedes Mittel recht mein Inneres nach Außen zu kehren.

Dabei versuche ich aber auch zu verstehen. Was ist gerade Trend, wo brennt die Luft, in dieser schnellen Zeit. Dreieck das war 2013, Selfie 2014. Klingt lang her, aber ich bin in meinem Denken langsam und trage nun Dreieck mächtig auf und poste fleißig Selfies.

Von der ALS Ice Bucket Challenge hörte man gehörig genug aber es war eher ein Sommertrend. Zu kurz das ich ein Teil davon werden konnte oder wollte. Ich sah mich schon auf dem Balkon mit Eiswasser stehen, da kam der erste Herbstregen. Dubsmash war so kurz im Trend, das ich noch nicht mal die App installieren konnten.

Und jetzt 2015 wo treibt es uns hin. Irgendwie scheint alles schon probiert und dann beißt irgendwo einer in ein Toast und erfindet einen neuen Trend.

Nicht ganz so unbekannt ist das Thema einer Lesung. Aber ziemlich angestaubt in der schnellen Welt bleibt kaum Zeit für ein ausformuliertes ganzes. Ein bisschen modernisiert hat sich das durch den Poetry Slam, aber mal ganz ehrlich. Wer hat schon mal einen gesehen?

Jetzt nun also Action Show Lesung, da habe ich was angekündigt was wie eine große Blase in meinem Kopf seit Dezember herumwabert. Klar ist ich werde auf die Bühne gehen, ein Intro wird eine Geschichte erzählen, rein musikalisch ohne Worte. Ich werde choreografieren, etwas darstellen, zum verstehen anregen und dann frei erzählen was mir einst auf der Seele brannte. Dazu ein Witz, eine Geschichte, etwas Konfetti, wer weiß das schon?

Großer Gewinn, kleiner Verlierer

Ich darf in meinem Blog schreiben was ich will. Auch bei der Wahl meiner Überschrift bin ich frei. Und wenn jetzt irgendein Insider hier was erkannt haben will, dann muss ich sagen.

Ja es stimmt.

Die Sache ist jetzt vom Tisch. Man macht sowas auch nicht. Sich im Freundeskreis verklagen, das ist, dafür fehlen mir sogar die Worte.

Gerade geht es auch viel um Ablehnung und Akzeptanz, immer  noch Hin und Her gerissen zwischen Indie und Gay, wird das auch immer so bleiben. Weil die Liebe gay schreit aber die Freunde Indie rufen, wie ein ewiges Labyrinth gefangen in der Clubmusik, die ich Liebe und mir später zum Hals raushängt.

Mutig bin ich, weil ich etwas wage, für mich allein, im Flax, sitze ich da, mit meiner Zeitung, in der Ecke, hockt er, auf der Mauer auf der Lauer sitze ein Hungriges Herz, wird beachtet und nicht beachtet, sieht Freunde und Ex Freunde. Geschichten sind es die mich traurig machen. Spricht mich einer an: „Wie lang hat es gehalten?“ „2.5 Monate sage ich stolz““ Solang“ sag er, das hätte ich euch gar nicht zugetraut, grinst und geht. Die Schnelllebigkeit der Szene nervt mich. Das man so wahnsinnig schnell raus ist ohne was falsch gemacht zu haben. Das gibt es bei Indie nicht und deswegen ziehe ich weiter.

Ich will heute mal eine Richtung einschlagen, die sagen wir, experimenteller ist, elektronisch sozusagen. Mich treibt ja das Neue, die Überraschung, das große und Unberechenbare an. Und da es mir Privaten, diesmal zu privat war musste Elektro her, also rüber in den Ritter Butzke, ganz entspannt so 3:30 Uhr, aber trotzdem aufgeregt, denn das ist einer dieser Elektro Clubs, der bei Top10 Berlin auf Platz 7 geführt wird, noch vor dem Tresor. Einlass um diese Uhrzeit kein Problem mehr, doors 12€ bitte, drinnen noch eine Mate und dann auf dem Mainfloor. 3 min später staune ich, von oben schießt Konfetti, auf dem Boden ist alles weiß, wildfremde Menschen stoßen mit mir an und dann treffe ich auch noch auf Indie Bekannte.

Wir wechseln den Floor. Ab um 5 Uhr spielen die Wasted Ruffians, es ist so wunderbar leicht diese Elektronik, trotzdem ausgetüftelt mit Auf und Ab zum soften Abgehen und entspannen und reden. Eine meiner Bekannten fragt mich etwas ernstes was ich um diese Zeit nicht erwarte. Was machst du eigentlich im realen Leben. Ich antworte kurz im Telegrammstil, wie in diesem Blogbeitrag heute.

Der Elektro läuft weiter. Ich glaube das ist das schöne und auch gefährliche an diesem Stil. Es gibt kein Anfang und kein Ende, es treibt dich einfach durch Zeit und Raum und ganz schnell zieht ein Set ins Land und es ist 7:30 Uhr morgens und du findest dich immer noch im Club wieder.