„Ich suche verzweifelt Halt in einer Welt die sich immer höher gen Himmel neigt.“
Ich habe etwas eigenes geschrieben, auch wenn das lang gedauert hat, eigentlich hänge ich ja hinterher mit dem Rhythmus den das Leben vorgibt und der Blog aufnimmt, aber ich kann so eine Reise nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.
Nach viel zu langem Warten ging es vor 2 Wochen von Samstag auf Sonntagnacht nach Abu Dhabi. Die Kernfakten vorab, meine erste richtige Reise allein, 8 Tage auf einem Kreuzfahrtschiff, die Anreise top, alles klar, Abu Dhabi per Stadtrundfahrt erkundet über die Saadiyat zur Scheich-Zayid-Moschee und zurück vorbei an der Skyline. Der erste Abend an Bord bei Abendessen und Eis, dann bin ich wohl zu Bett, mehr geben meine Aufzeichnungen nicht her.
Der erste Tag auf See, ich schlafe zu lang und suche erstmal nach Orientierung am Frühstücksbuffet, dann weiter zum Tischtennis erst Kontakte knüpfen, vieles läuft hier auf Englisch wie ich früh bemerke. Die Sicherheitsübung am Mittag wie ungewöhnlich und dann weiter zum Mittag und Tischfußball, es sind schnelle kurze Stationen und ich erhole mich am Außendeck. Der Abend bringt die Showcatwoman und die weitere Suche nach Orientierung, irgendwann zu Bett.
Wir landen an in Khor al fakan, ich wähle die Ostküstentour, es soll eine Busfahrt mit vielen kurzen Stationen werden, es beginnt bei einer sehr alten Moschee, dann treiben wir über einen Fisch und Gemüsemarkt, halten in einem kleinen Beduinendorf, erklettern einen Aussichtsturm und waren wohl noch irgendwie in einem Heimatmuseum. Zurück am Schiff mit Mittag, Kaffee und Volleyball, das Netz zu tief die Typen aus der Schweiz hübsch. Für den Abend wähle ich Bingo und die Italian Show in rot, weiß, grün.
Der nächste Tag in Muskat, diesmal bin ich auf eigene Faust unterwegs, rein in den Big Bus und bis zum Strand die Seele baumeln lassen. Bevor ich in den Bus einsteige will ein Junge von der Straße noch wissen was die AirMax in Europa kosten hier scheint dieser Schuh wohl noch teurer und besonders zu sein als in Europa, ich frage mich ja sowieso wie so ein Schuh nur so gehyped sein kann, egal ich trage ihn auch. Weiter geht die Rundfahrt durch die Stadt zum Hafen, kurz über den Souk und zurück zum Schiff. Der Nachmittag bietet eine Partie Basketball, ein abendliches Gewitter und eine Varieté Show.
Der nächste Tag in Kasab, der Hafen unspektakulär, die Jeep Tour auch, es geht über zu glatte Straßen zu dem ein oder anderen Fotostopp, gesehen habe ich viel Natur und Wüste, meins ist es nicht. Am Nachmittag spiele ich Tennis, bade im Pool und sehe die wohl beste Show unter dem Motto Ninja Turtles.
Es ist Freitag, ich stehe auf um 6, endlich bin ich da wo ich schon lang sein wollte, im Morgengrauen erwartet mich die Skyline von Dubai, in der Ferne funkelt der Burj Kalifa, ab jetzt bin ich auf mich allein gestellt. Ich wähle den Big Bus und die City tour, zum Gold Souk zurück zur Dubai Mall. Es geht über 6 bis 8 spurige Autobahnen, es gibt Hochhäuser ohne Ende, ich bin ein kleines Kind komme aus dem stauen nicht heraus. Erst geht es durch die Dubai mall, dann noch einen Iced coffee, das letzte Lied vor der Auffahrt auf dem Burj Khalifa heißt crazy Youngsters, gerade fühle mich am besten, ich genieße die Aussicht 555,7 m. Der Abend bringt einen nahezu perfekten Sonnenuntergang und die Dubai Fountain sehe ich auch noch.
Der 2. Tag in Dubai, mit dem Big Bus kombiniere ich die Beach und Marina Tour, sehe alles was es zu sehen gibt, angefangen beim Burj al arab, über Atlantis the palm, die Lost Chambers, die Emirates Mall und vorbei am tallest Block. Am Abend noch ein Sonnenbad, Karten schreiben für die Lieben zu Hause und einen Iced coffee.
Irgendwann nach 12h Reise zurück, glücklich, aber auch um die Erkenntnis reicher, allein reisen ist toll, aber ich teile meine Zeit lieber.
