Kulinarik, das Wort gibt es doch gar nicht meinte einer meiner Freunde einst. Oh doch erwiderte ich, nicht nur das es diesmal ausnahmsweise grammatisch korrekt ist, weiß ich darüber hinaus noch viel mehr.
Also habe ich mich auf die Suche begeben nach dem nächsten großen Trend nach Burger, Süßkartoffel und Co.
Erst blühte vegetarische Kost ganz stark auf, doch schon bald wurde alles veganisiert. Blöd nur für einen der sich zu Fleisch bekennt. So darf es dann auch die „Meat plate“ für 2 im black beards sein. Eines dieser unkomplizierten Restaurants mit flotter Jazz Musik, persönlichem Service und eben hervorragenden Fleischgerichten, neuerdings auch ganz praktisch zum teilen halt. Das ist nicht mehr so wie früher am Sonntags Tisch in Sachsen, schön das Mittag um 12, die exakt gleiche Portion Roulade, Soße, Kraut und Klöße für jeden.
In Berlin wird quer über den Tisch gegessen, sharing is caring, getreu dem Motto sein Essen nicht mehr nur bei Instagram zu teilen, sondern direkt am Tisch.
Ganz neu ist die Idee nicht, asiatische und arabische Küche zelebrieren das schon seit Jahrtausenden, aber der Deutsche hatte bisher gern immer seine eigene Portion Kartoffel an Schnitzel, Soße und Gemüse. Gut kein Problem, kann er auch gern weiterhin haben, aber nicht nur ich sehe im Prinzip des Teilens den nächsten Großen Trend.
Das ist dann auch gleichzeitig ein Aufruf gegen den Bestellwahn, deliveroo, foodora und wie sie alle heißen. Besser gemeinsam raus an den Tisch, speisen und teilen, teurer ist das auch nicht.
