Verschwommen

Erholung. Jeden Abend das gleiche Spiel, irgendwann sinke ich in den Schlaf und in der Nacht bricht die Wahrheit über mich herein.
Eigentlich sollte ich ja vergessen, würde vielleicht auch ganz gern, aber irgendwie kann ich nicht.
So beginnen viele Träume recht verschwommen. Irgendwo in der Stadt unterwegs, kann ich die Orte meist nicht zuordnen. Diesmal war es recht kühl und auch eher dunkel. Mehr im Wald und am Stadtrand begann diesmal die Reise. Und schon da war klar das jemand in meiner Nähe ist. Die selben markanten Dinge wie ich sie schon einmal beschrieben habe.

Ende wieder einmal an einem S Bahn Gleis. Viel heller und warm fixiere ich meinen Blick, drehe eine Runde und steige in den selben Wagen. Es bleibt das wir uns beobachten und kein Wort fällt.

Still go on

Monster mit den braunen Haaren

Vor ein paar Monaten hatte ich einen Traum. Ich war in der S Bahn unterwegs und es fühlte sich warm an, genau so wie letztes Wochenende.
Eine Fahrt wie immer. Einfahrt in einen Bahnhof, ein Blick nach draußen und die Tür öffnet sich.

Plötzlich für einen Moment sehe ich einen Junge, kurze Hose, ein T-Shirt, eine Tasche quer über den Bauch und braune Haare. Ich schrecke hoch, fast gegen die Dachschräge und muss feststellen, dass ich wirklich geträumt habe.
Jetzt ein paar Monate später betrachtet erinnert mich die Szene sehr stark an den Film „Wo die wilden Kerle wohnen“. Warum weiß ich nicht. Irgendjemand ist der wilder Kerl in diesem Traum.

Genauer betrachtet stand die S Bahn für Monate still, die Tür offen und keiner bewegte sich einen Schritt. Nur ein Fremder, der Zettel zwischen uns austauscht mit langen Sätzen.
Irgendwann werden die Sätze kürzer.

Und jetzt ist der Moment gekommen wo die S Bahn weiter fährt und die Tür sich schließt. Sollte es die Ringbahn sein werde ich an der Station wieder vorbeikommen und schauen.

Der Junge wird als Erinnerung noch sehr lang da stehen.