Fast am Limit

Es ist gut zu wissen, das ich fast am Limit lebe. Nach 8h Arbeit ist meist noch nicht Schluss. Ich bin unterwegs, allein beim Sport, bei Freunden zu Hause oder mit Freunden auf Konzerten oder zum Essen und Einkaufen. Trotzdem würde noch mehr gehen. Schmerzlich musste ich auch diese Woche wieder erleben, das es gar nicht einfach ist neue Freunde zu finden, besonders dann, wenn vertrauenswürdige Chatbekanntschaften kurzfristig absagen hinterbleibt ein Gefühl, welches nur eine Leere beinhaltet.

Da tut es auch nicht gut sich im Kreise der Familie zu bewegen. Es funktioniert einfach nicht so gewünscht wenn hier zwei Gedankenwelten aufeinandertreffen. Die eine besteht aus Fragen und die meinige aus Antworten und Aussagen. Ich bin glücklich und minimalistisch besonders in der Weihnachtszeit. Vollgepumpt mit ständigen neuen Informationen bin ich es irgendwann leid zu beantworten ob mir was materielles als Weihnachtswunsch fehlt oder ob ich Appetit auf eine überteuerte Speise auf dem Weihnachtsmarkt habe.

Eine Antwort wäre Akzeptanz. Aber ich bin mir mittlerweile sicher das ich diese im familieären Rahmen nie zu 100% bekommen werde. Ein offizielles Outing gab es zwar schon, aber missverstanden kam es nie an. Also wird es irgendwann über den härteren Weg gehen, wenn ich einfach meinen Freund mitbringe. Dazu müsste das mit den Verabredungen mal klappen. Ein Teufelskreis.

Jedenfalls bin ich frohen Mutes und auch schon bereit auf kommendes. Ich habe wieder mal ein paar Wort verwendet die nicht die meinigen waren. Der scharfe Beobachter wird schon wissen welche es sind. Vielleicht gibt es ausgerechnet dafür Kritik, es kann sein, aber ich bin ein freundlicher Mensch. Egal was auf mich zukommt, ich werde es freundlich kommentieren.

Einfach mal da sein

Diese Woche ging es mir nicht so gut. Fröstlich aber auch heiß schleppte ich mich durch die Zeit.
Irgendwie erschien mir alles im Stillstand und ich war einfach nur da.
Da wo ich mich dieses Wochenende auch befand war zu Hause beziehungsweise da wo ich zu Hause definiere wenn ich nach Hause fahre wo ich aufgewachsen bin.
Erstaunlich wie die Zeit da still steht. Die Grundexistenz an Infrastruktur ist zwar vorhanden, aber wirklich mit Leben gefüllt sind nur wenige Plätze.
Richtig zu Hause war das früher belastend, jetzt ist es erholend. Einfach mal dasitzend, wie in Watte gepackt für ein paar Stunden. Im Hintergrund eine Endloskommunikation und Entscheidungslosigkeit, verständlich warum Entwicklung hier anders verstanden wird.
So dehnt sich die Zeit von Freitag Abend bis Samstag Nachmittag, ich bekomme sie rum bin einfach da und das war es auch schon wieder.

Scheiss indie leben

Überschrift falsch geschrieben. Ja das ist so ein Scheissindieleben.
Eigentlich bin ich ja einer dieser Pop Sternchen, die ganz süß und spießig ihre CD von der Lieblingsband nach dem Konzert signieren lassen und stolz und cool sind. Dem Trend hinterher das ist doch kein Leben.

Berlin was machst du aus mir?

Ich zwänge mich in eine schwarze Röhrenjeans. Das Feuer in den Beinen lodert plötzlich. Der Arsch knackig und gay. Ich fühle mein Scheiss Leben gar nicht mehr.
Das Oberteil soll heiß sein. England geht immer. Blau und gewickelt kommt drüber jetzt hält mich wenig mehr. Die Brille ist der Oberhammer, die Kabine wird zum tanzfloor.

Indie.

Bin ich dabei.

Will kein Depp mehr sein.

Berlin das macht du aus mir.