Ich zog alleine los, das ist immer so, wenn ich aus meinem Freundeskreis ausbrechen mag. Eng gesteckt ist der Zeitplan sowieso, da ist es auch egal ob man vorher im Urlaub weilt oder so. Freunde warten immer, wollen was machen, aber manchmal habe ich meine Macken und behaupte etwas ganz bestimmtes erleben zu wollen und dann breche ich aus.
Am Mittwoch war das so. Gestört aber geil legten auf, im Astra, einem Club in dem ich noch nie war, also doppelt spannend für mich. Ich habe ja diese Houseliebe, besonders dann wenn DJ´s sich öfters an Deutsche Stücke wagen, und das ist bei dem Team der Fall.
Nun gut, voll war es, mit vielen die sich zwischen 16 und 25 schimpfen, größtenteils einfach bekleidet, mit einem Bier bewaffnet und nicht wirklich freundlich zueinander. Nach vorn habe ich mich gewagt, etwas am Rand, trotzdem voll war es. Friedlich habe ich mich verhalten und trotzdem schimpfte einer sofort das ich zu nah an ihm dran stehen würde und die andere meinte mein Ellenbogen wäre gefährlich, wenn die wüssten wie ich tanzen kann, auf dem Boden liegend zappeln wie ein lebendiger Aal, da war das nur Kinderkram, ein bisschen rumstehen, ein paar bekannte Songs mit einem Housebeat unterlegt, nicht mal das Intro war spannend, dabei bin ich Intro Fan und Oh je Satzzeichen habe ich auch schon wieder vergessen. Also muss ich sagen, mäßig war es, gehyped halt, da war der Ostblockschlampenabriss den ich im Frühling 2014 erlebt habe härter und überraschender.
Ein was gutes hat es, mir ist diese Überschrift in den Kopf geschossen beim Tanzen, gut das ich schnell genug am Handy war, schon Sekunden später wusste ich nicht mehr was gerade da war in diesem Gehirnkreisel.
Was ich erkannt habe ist die große Zufriedenheit wenn ich allein los ziehe, dieses Selbstbewusstsein, dieses Gönnen was ich früher nicht hatte und sich seit Gran Canaria nochmals entwickelt hat. Ich will euch nicht langweilen mit der ewig These das ich im ständigen Wandel bin, das scheint bei mir immer so. Was dazu gekommen ist, ist dieses Gönnen, dieses nicht mehr nachdenken, sondern Leben im Moment, statt einer Apfelschorle sind es dann 2 und anstatt um 1 Uhr nach Hause zu fahren fahre ich eben noch an den Bundesplatz und hole das Monster mit den braunen Haaren ab und gehe ins Schwuz tanzen bis 5 Uhr.
Wenn ich eine kleine Selbstkritik bringen darf, dann muss ich ein wenig aufpasse, das mich das mit dem Ständigen Wandel nicht überfordert. Ich muss auch mal lernen Stillstand zu genießen, dass das gerade nicht so ist mir bewusst, das es bald wieder etwas anders sein wird auch, aber ich freue mich auf alles was da kommt
Und ganz besonders
Das ist jetzt ein Bruch
Auf meinen 1. Gig – meine Comedy Action Show Lesung MORGEN in der Busche.
