Ich werd mein Leben leben

Ja es ist wahr. Ja ich hatte letzte Woche ein kleines Tief. Das ist in dem Beitrag „Älter werden“ bestimmt deutlich geworden.

Was genau eigentlich los war kann ich nicht sagen. Es ist wohl so, dass ich über meinen eigenen „Über mich“ Text gestolpert bin. Die Perfektion, die Macken, ich habe es nicht so unter Kontrolle gebracht wie ich mir das vorgestellt habe und dann ist das Kartenhaus der Gedankenwelt einfach zusammengestürzt und ich war ganz böse gefangen. Gut das ich es rausgelassen habe, mit Tränen Sonntagnacht 30 min lang bevor ich eingeschlafen bin.

Gut das ich Sonntag tagsüber was gemacht habe. Gut das ich eine Woche später ganz andere Zeilen schreiben kann.

Ich bin mir meinem eigenen Anspruch bewusst geworden und das es gar nicht schlimm ist auch mal zu scheitern, wenn eben Dinge nicht so funktionieren wie gedacht.

Also los dachte ich mir und schrie mir am Montag auf dem Weg zum Indiaca einen Satz ins Ohr:

„Ich werd mein Leben leben!“
„Ich werd mein Leben leben!“
„Ich werd mein Leben leben!“

Und siehe da es hat funktioniert. Auf auf zu neuen Taten mit einer Projektliste im Kopf.
Nun habe ich auf dem Balkon Salat angepflanzt, ob es funktioniert? No risk, no fun. Just try and give it a chance.

Ich habe mich sportlich betätigt. Wieder das bunte Programm aus Indiaca, Schwimmen und Badminton. Ja ich weiß, ich werde in keiner Sportart perfekt sein, aber das ist auch nicht mein Anspruch. Es geht mir um die Bewegung und um die Leute die dabei sind.
Ich lasse mich auch nicht verwirren von anderen. Nicht von denen die meinten ich wäre raus oder müsste auf Liste stehen. Ich kann das auch selber bezahlen und ich kann trotzdem noch Indie weggehen, ganz einfach Freitags Nacht.

Ich habe auch plötzlich kein Problem mehr den einen Ex-Freund zu sehen. Wenn er wüsste was er mit mir verpasst. Das Tempo was ich gerade wieder gehe ist hoch, ich bin so unheimlich aktiv, es ist so wunderbar. Dankeschön!

Niveauflexibel

Schöne Wörter, Schöne Sätze, schöne Freunde, schöner Osterbrunch.

Schöne Kommunikation? Sagen wir mal so, mit mir ist das immer recht speziell, da hat man schnell mal Spank und Fist als kleines Ostermenü.

Warum auch immer, ich bin für jede Abartigkeit zu haben, aber es geht auch besser. Philosophisch sozusagen. Ich habe da ein Problem. Aus dem Problem entbrennt eine Diskussion, es geht um dem Klimawandel, unsere Leistung dafür und dagegen, um Zukunft, um Bewusstsein und was ist wenn wir am Ende sind.

Über das Ende nachdenken, jetzt im Frühjahr ist nicht mein Stil. Gut kurz eingenickt bin ich, etwas müde die letzten Tage, viel darüber nachdenkend was Freundschaft nun genau ist, es etwas mit Abkopplung probiert, in neuem Fuß gefasst, so passiert das alles, der Lauf der Zeit eben.

Ich freue mich auf das was kommt, ganz besonders auf meinen Geburtstag. Einen schönen Satz den ich aufgeschnappt habe diese Woche

Die Alter ist nur eine Zahl mehr nicht, die Chemie muss passen.

Goldener Engel

Auf der Suche nach Worten, Überschriften und Konstruktionen die im Kopf existieren. Immer wenn das länger dauert wisst ihr was passiert. Gar nichts meint ihr. Aber das ist dann eher so, dass ich mir selbst ganz nah bin, ich flow rufe, also Fluss spüre und mir um kaum irgendwas Gedanken machen muss, weil es einfach so passiert.

Einen Designwechsel hatte ich angekündigt. Kritik wegen den IKEA Möbeln kam ja auch von irgendwem, aber da erinnere mich spontan an den Satz: „Coole Bude hier“ Bunt durchdesignt habe ich das hier schlussendlich nicht, aber T-Shirts auf A4 gefaltet und sortiert und sortiert und entsorgt und dann Ausschau gehalten. Ich mag ja besondere Stücke, Muster, Farbe, eben das was abseits von weiß, grau, schwarz ist und mein Sommershirt habe ich in blau rot weißer Fleckenoptik gefunden. Es ist quasi wie für mich gemacht.

Und kaum ein paar Tage später ist es soweit. Der Frühling strahlt extrem, fast schon trügerisch schraubt sich das Thermometer auf 15 Grad Celsius und kurz überlege ich den Kurzmantel gegen die Sommerjacke zu tauschen. Ich bin mir da nicht so sicher, denn das was sich da draußen abspielt ist trügerisch und so lasse ich Khaki im Schrank und wähle Grüngrau. Ich fliege aus in das Bikkini Haus, mit meiner Nachbarin auf dem Holländerfahrrad im Look der Französischen Avantgarde. Kurz weilen wir am Affenfelsen und treiben dann ab in ein recht industrialisiertes Shopping Zentrum. Den Concept Store für Berliner Designer habe ich selbst gewählt und so stöbern wir durch ganz besondere Mode die zwischen Untragbar, Auffällig und teuer schwankt. Aber es spiegelt meinen aktuellen Wunsch wieder. Ich möchte für dieses Jahr ein Stück Mode besitzen das ganz besonders und so warte ich auf Noé und werde im Frühsommer wiederkommen.

Der Goldene Engel flog am Montag auf mich hernieder. Ich bin ja immer noch überrascht von dieser Professionalität und Flexibilität. Wo ich früher einfach nur die Zeit bis 16 Uhr absaß, in einem stinkenden kleinen Kabuff, so nenne ich nun ein schönes Büro, eine eigene Produktionsstätte und Kollegen die mit mir scherzen mein eigen. Und wenn eben mal nichts zu tun ist dann bekommt man auch die Freigabe für einen Goldenen Nachmittag, ab auf den Scooter und raus.