Ein Samstag im November. Genau so grau wie er in jedem Gedichtband beschrieben wird.
Schon der Start in den Tag war äh. Mit meiner Gastfamilie wo ich zur Untermiete wohne zog sich das Frühstück wieder fast bis 11 Uhr hin. Der verspätete Vormittag verlief unspektakulär. Ich pendelte zwischen PC und etwas Hausarbeit. Gleichzeitig warte ich auf eine SMS, vergebens, ich hatte bereits geahnt, dass sich derjenige nicht trauen würde. Verspätet dann das Mittag essen. Frikassee vom Vortag, Kartoffeln und Salat wieder zusammen. Ich befürchtete schon dass die nächsten Stunden in weitere Langeweile enden würden.
Doch plötzlich klingelt das Telefon. Ein Freund auf den bisher immer Verlass war braucht Hilfe beim Umzug. Endlich bin ich in Action. Schnell organisiere ich noch einen weiteren Helfer und schon 10 min später fahre ich los. Es wird ein toller Nachmittag. Wir tragen Möbel bis in die 4. Etage, das Gefühl zu helfen tut gerade jetzt richtig gut. Zum Abendessen gibt es einen Burger und es steht die Frage. Wie weiter?
Ich wechsel das Oberteil, aus altmodischem T Shirt wird ein Hemd und gehe zu einer Single Party. Natürlich sitze ich da erstmal allein und rühre in meinem Milchkaffee. Es dauert seine Zeit doch dann komme ich zufällig in Kontakt. Die ersten Zweifel weichen und schon bald setze ich mich um. Freundschaftliche Gespräche. Man lädt mich ein auf ein Getränk und zum Essen, ich koste mich durch Chili Con Carne, Sushi, Kartoffelsalat und Kuchen, Irgendwann ist es 1 Uhr. Die Runde löst sich langsam auf. Mir wird noch ein Stück Tiramisu angeboten.
Ich habe an diesem Abend keinen Traumprinzen gefunden, aber mir erneut bewiesen das es viel besser ist auszugehen anstatt zu Hause zu bleiben.
