Bilder im Kopf

Ich bin schon wieder in Berlin, so schnell vergeht die Zeit. Als Nachtrag quasi die letzten beiden Tage auf Gran Canaria, die sich nicht so spannend lesen, aber trotzdem etwas ausgelöst haben, was wichtig für mich ist.

Der ganze Urlaub war schon von einer großen Lockerheit geprägt. Beeinflusst von meinem Reisepartner und dem schönen Spruch, aber bitte doch im Moment zu leben und nicht zu viel im Voraus zu planen.

Und so startete unser Freitag mit einer spontanen Änderung. Kurzfristig sprang ich als Fahrer ein, weil mein Reisepartner seinen Führerschein nicht dabei hatte. Eigentlich hasse ich solche spontanen Änderungen, weil sie Unruhe in meinen Körper bringen. Aber diesmal stellte ich mich schnell auf diese Situation ein, beherrschte das Schaltauto schon nach der 2. Kreuzung und fühlte mich frei und sicher.

Und so ging es nach Las Terrazas in ein Outlet Center auf der Jagd nach besondere spanischer Mode oder bekannten und günstigen Markenprodukten. Ausgelöst hat es in mir das ich ganz besonders auf Muster und Farbe stehe, am besten Bunt, denn tragen kann ich offensichtlich alles. Ausgewählt habe ich aber nur ein Stück mit einem schönen und bekannten Motiv, was ich bald auftragen werde

Später fand ich im Atlántico noch eine kleine goldene Casio Uhr, einer dieser Stücke die mir schon länger im Kopf rumschweben.

Am nächsten und letzten Tag blieb ich für mich allein, weil diesmal mein Reisepartner einen anderen Rhythmus einschlug. Also rein in die Dünen zum Sonnen und später an der Promenade entlang, eine Steinskulptur bauen und ein Eis essen und ganz viel glücklich sein in diesem Moment.

In der Kathedrale

Das ich aus dem Blog Rhythmus gekommen bin, wertet es als gutes Zeichen.

Gestern morgen zeigte sich die Sonne das erste mal richtig und das bedeutet den ersten Ausflug an den Strand. Das mag langweilig klingen aber wer ein bisschen was über Gran Canaria weiß wird mit der Codierung Strandbad Nummer 7 bestimmt etwas anfangen können. Da angekommen trafen wir dann noch 2 weitere gleichgesinnte aus Berlin für ein lockeres plaudern.  Weiterhin  stand ein Bad im Atlantik und  ein kurzer Ausflug in die Dünen an. Alles so wie Gott mich schuf, ein befreiendes Gefühl.

Den weiteren Tag verbrachten wir bei Tapas und Menü im Hotel. Abends schlichen wir dann wieder nach Playa del Ingles,  wo angeblich die Luft brennt. Ein heißes Pflaster wie man uns sagte. In einer Bar erweiterten wir die Runde und es wurde ein schöner Abend.

Der neue Tag begrüßte uns so wie der vorherige. Also wieder einen Ausflug in die Dünen.  Diesmal den roten Weg entlang und dann links tiefer hinein, da bei den 3 Palmen gibt es ein Gelände mit Büschen und einer Art Kathedrale wo Männer Männer glücklich machen. Der Rückweg wieder an den Strand und in den Atlantik.

Zum Mittagessen an die Promenade und zum Papagei der Nässe knackt. Noch eine große Kugel Eis als Nachtisch und dann dann immer der Promenade nach bis zur nächsten Badebucht zum Sonnenuntergang.

Leicht aktiv

Komm wir kiffen jetzt noch einen. Na da musst du ja nur bis zum Tennisplatz rüber gehen. Da wo der Bimbo den nach Hauseweg antritt oder schnell noch was dealt.

Man weiß es nicht in dieser Gegend hier, die so ruhig und idyllisch voller friedvoller Golfspieler scheint. Irgendwie mischt sich etwas dubioses unter uns. Es ist alt und weiße und tastet sich geschickt in der Sauna heran. Ja es ist etwas kühler als letztes Jahr und der Saharasand verdeckt die Sonne. Schnell werden ein paar Grundfakten abgefragt und in der Dampfsauna das Gespräch weiter eingewickelt.  Wir vertiefen das beim Abendessen ganz unauffällig bis zu dem entscheidenden Satz nach der Gay Szene.  Ausgang ungewiss.

Und sonst so. Wieder viel gelacht und eben auch etwas aktiv gewesen, im sportlichen Sinne. Boccia, Shuffleboard,  Aquagym und eine Runde Tennis.

Abends wieder Schach was psychisch extrem auslaugt. Und so kommt es zu ganz neuen Wortschöpfungen. Schwimmschach. Fickschach. Alles lässt sich irgendwie kombinieren und so fällt auch auf das ich im Urlaub bisher 3 Latte und einen Espresso hatte.

Rochade

Es beginnt ganz einfach.  20 Grad bei einem frischen Wind. Das sind die Bedingungen für den ersten kompletten Gran Canaria Tag.

Bei frischem Frühstück mit Smoothie und Müsli sitzen wir schon wieder zwischen denen die ihren Lebensabend genießen.

Also bringen wir etwas Schwung in die Bude und leihen erstmal ein Rad für einen ersten Ausflug, der uns zum Golfplatz führt.  Eine ungewöhnliche Anreise für eine ungewöhnliche Sportart. Gehoben ist das und so werden wir gleich von der ersten älteren Dame angesprochen.  Einen Mann hätte sie der so gern Golf spielt, während sie ja in den Dünen liegt. Dann kommt noch ihre Tochter ins Spiel die den Sport ja so liebt. Irgendwie werde ich aber das Gefühl nicht los, das man erstmal viel Geld reinpumpen muss, bis man halbwegs spielen kann. Und so bleibt es bei ein paar konzentrieren Schlägen und Puts.

Der Nachmittag gestaltet sich mit einer umfangreichen Wanderung durch die Bühnen nach Playa del Ingles. Den Moment genießen, einmal für sich sein und Spuren ziehen die schnell wieder verwischen. Vor Ort schwanken wir zwischen feiner spanischer Designer Kleidung und Tourismus Schnick Schnack. Ein erster Blick für heute.

Lieber vertiefe ich mich in etwas ganz einfachen wie Schach.  Mit wenig Ahnung wird gezogen diskutiert und rocharchiert.  Was bleibt ist die Bewunderung für das einfache mit wahnsinniger Tiefe. Das simple ausgefallene kommt mir so nah.

Im Blogstress

Das ist also der erste Abend in Gran Canaria.  Ja ich habe es mal wieder getan. Nicht wirklich spontan aber doch irgendwie kurzfristig.  Diesmal ohne Eltern, dafür mit dem, mit dem ich schon in Tokio war.

Das heißt Leichtigkeit,  dieses fast blinde Verstehen und ganz viel Spaß.

Das geht schon bei der verwirrenden Suche nach dem Car 2 go Parkspot am Flughafen in Schönefeld los und endet hier in der Lobby vom Hotel.

Dazwischen gibt es viel. Besonders die Details sind es dann doch die zum schmunzeln bringen. Und irgendwie passen wir doch nicht ganz ins Raster. Im Flieger sieht man Familien mit noch nicht Schulpflicht Kindern oder eben Rentner die dem Winter flüchten.

Wir probieren es auf die gehobene Variante. Lassen im Flugzeug essen servieren und reden im Bus mit einem älteren Paar über Golf. Ja weißt du noch wie ich damals an der 9 den Schlag ins Rough verzogen habe. Authentisch sind wir und marschieren weiter in das gebuchte Hotel.

Eine Runde durch die Anlage in die Dampfsauna und später zum Abendessen. Am Nachbartisch geht es wieder um Golf und das alles so super toll ist. Entspannung legt sich über den Tag und der endet bei einer Partie Schach.  Ich verliere, gebe mich fair und reif geschlagen und

Gute Nacht!