Nachtschicht

Nach den Erlebnissen der Vortage begann auch dieser Tag gegen Mittag.

In Shibuja war uns erst einmal nach Shopping zumute. In einem Loft, typisch japanisches gehobenes Kaufhaus wühlten wir uns durch viele Abteilungen. Es blieb beim sehen, staunen, verstehen.
Für 1h blieb ich allein und bin froh mich nicht verlaufen zu haben. Es ist alles so riesig und gleich. Es blinkt, tönt und es fällt mir schwer sich an etwas speziellem zu orientieren.

Weiter ging die Reise nach Shinjuku. So langsam kann ich mir Bezirke und ihre Besonderheiten merken. Eigentlich wollten wir nur in eine Elektronik Kaufhaus schauen aber am Ende blieben wir fast 1.5h und endeten in der Abteilung für Massagesessel. Auch hier gilt. Es lebt Überfall. Es blinkt, leuchtet. Automaten stimmen über tönen sich gegenseitig und nebenbei werden Produkte live per Mikrofon beworben.

Es folgt eine kleiner Spaziergang durch das Hochhausviertel. Ich kann ein paar Bilder machen. Zeit zum erholen bleibt nicht.

Der Heimweg ist eingetaktet und schon warte ich am Bahnhof in Nakameguro auf eine Verabredung. Grindr. Das was in Berlin als unzuverlässig und oberflächlich gilt wird hier ernst genommen. Wenige Minuten später steht mir einer dieser kleinen süßen Japaner gegenüber. Vollkommen angsfrei ob der nächsten Zeit. Ich nehmen ihn mit, kann mich auf englisch unterhalten. Es ist sehr nett.

Letzte Station an diesem Tag. Ageha. Eine gay Party wir ich sie mir nicht vorstellen kann. Anreise per Bus über den Highway. Wartezeit am Club 1h. Platz Angst? Keine!
Innen werde ich Zeuge von DJ Tum und Prozession. Der Main floor riesig in einer Halle. Dee Poofloor am Pool mit Schaum. 2000-3000 Menschen? Alles in Party. Keine Worte mehr nur noch diese Bilder.