Lang wusste ich nicht wie ich bei diesem Thema den Anfang mache. Mein Hochkomplexes Hirn frisst schon seit fast 2 Jahren an diesem Gedanken aber bisher habe ich kein Wort jemals zu Papier gebracht. Nun da jedes Projekt bei mir irgendeinen lustigen Codenamen trägt präsentiere ich nun für mich selbst die „4 Tage Woche“ Entstehungsdatum irgendwann Mai 2020, Zieldatum 01.04.2023, angesiedelt irgendwo zwischen Minimalismus und Frugalismus. Wenn jemand denkt das meint er doch nicht ernst dann muss ich erwidern, in meinem Hirn ist seit Wochen kein anderes Thema, quälend lange Nächte mit Gedanken zwischen Reichtum und Konsumverzicht habe ich verbracht. Immer wieder erkenne ich neu was ich wirklich will und bin, stets werden die Projekte abstruser und verworrener, brauchen lang um eine klare Linie zu finden. Es muss irgendwann Mai 2020 gewesen sein als es ganz plötzlich über mich kam, ein Geistesblitz der mir sagte wie wäre das eigentlich wenn ich nur noch an 4 Tagen in der Woche arbeiten würde. Ich habe mich in die Ecke gesetzt und ins Fäustchen gelacht, ach was wäre das schön, gleichzeitig lief mir eiskalt ein Schauer den Rücken runter, fühlt sich das ganze doch irgendwie nach Ausstieg, Rebellion und in den heiligen Kreisen in denen ich mich bewege richtig verboten an.
Es hat fast 2 Jahre gebraucht um den Gedanken erstmals auf Papier zu bringen, wer mich kennt der weiß ich bin zurück haltend und bescheiden, ich bin keiner der sich in den Vordergrund drängt oder das Maul aufreißt, aber ich kann mich klar ausdrücken besser schriftlich als mündlich und auch wenn es etwas kompliziert klingt, es gibt da so etwas wie das Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz – TzBfG) und ich habe beschlossen ich will das für mich anwenden. Die größte Hürde und Angst die mir im Weg steht ist nicht es irgendwann auf Papier zu schreiben und abzugeben, ich bin es einfach ich selbst.
Nun sind die Gedanken gekreist wie Planeten im Sonnensystem. Es soll der Mittwoch sein das ist schon länger klar, die Woche in zwei Hälften teilen und einen zusätzlichen Tag Freizeit gewinnen, es muss ja nicht gleich der Tennisschwung sein wie in dem Artikel von Stern den ich hoch und runter gelesen haben aber irgendwas wird es sein das ist klar. Ein 4 Säulenprinz bestehend aus Zeit für mich selbst, soziales Engagement, Zeit für Freunde und neue Hobbys und Mikroabenteuer, einfach Mal an einem freien Tag entspannt und sorgenfrei durch die Stadt spazieren oder die nächste Fährt in der Achterbahn erleben alles ist möglich.In diesem Jahr wird sich viel darum drehen, ich werde mich selbst auf dem Weg begleiten und sagen wie es so ist Gedanken zu diesem Thema zu finden. Eine große Baustelle und totales Chaos das ich mir selbst auferlegt habe ist es den vorhandenen Platz ganz effektiv zu nutzen, Möbel fliegen raus und Sachen finden einen neuen Platz, ein Konsumverzicht existiert für Kleidung und Deko, da ich absolut nichts neues brauche. Ich setzte die Karte jetzt voll auf Zeit, mit mir selbst und Freunden, die Liste ist selbst für einen Pandemie geplagten Januar lang, ich mache einfach alles was mir Spaß macht und neuerdings auch einfach Mal 15 Uhr Feierabend um schon Mal zu testen wie es ist plötzlich mehr Zeit zu haben.
