Nichts

Ein Text über das nichts in einem Kontext wie ich ihn selbst nicht erwartet hätte.

Ich fange Mal so an, ich mache das, also das worüber ich jetzt schreibe schon fast 7 Jahre lang und es gab immer Mal Momente wo ich verdammt nah dran. Wirklich lang und hart habe ich an diesem Moment gearbeitet, kurz gezweifelt ob es wirklich so gut ist, aber dann doch einmal gemacht, nur eine Sache noch und dann ist da wirklich nichts, nichts auf dem Schreibtisch und auch nichts in der Ablage. Aber was ist dieses nichts und was bedeutet es genau. Kritische Beobachter sagen: „Oh das ist ja nichts, hast du nichts zu tun?“ Vermuten dahinter sogar eine Art Boykott. Ich sehe dahinter ein, ich bin mit mir im Reinen und schaffe alles was ich schaffen soll, sogar schneller als die Uhr Feierabend schlagen kann, ich kann also mehr. Übrig sind noch 8 dieser sogenannten Arbeitsstunden und ich scheue mich nicht jeden Tag ein klein wenig davon abzuknabbern, konsequent in der Sache tagsüber und keine Umwege direkt zur Galerie.

Nichts ist auch, wenn nichts fehlt, die letzte Woche wie im Rausch, jedem der es Wissen wollte habe ich es direkt gesagt, ich platze quasi vor Glücklichkeit. Dunkel und grau mag dieser Montag vor einer Woche gewesen sein, ich habe glückliche Stunden draus gemacht, Dinge gelernt etwas abseits von meinem Horizont, es auf andere Weise wiederholt am Dienstag, immer spontan und immer auf die Minute funktioniert hat es. Ich habe meine Pläne und feste Kreise, ich nehme dran Teil oder sage ab, aber ganz besonders froh bin ich wenn alles funktioniert wie eben erst erlebt, wenn ich so in Stimmung bin, das ich Einkäufe erledigen, Wohnung putzen und Kuchen backen kann, quasi 3 Dinge auf einmal erledige und der ganze Abend noch vor mir liegt, wenn ich zum Sport gehe und dann noch leicht verschwitzt zum Spielabend erscheine. Und dann kommt noch dieser einer Tag dazu, Samstag nennen wir ihn mit Standardprozessen wie Eisfluencen und ein bisschen Sport, aber dann ist da noch diese Nacht auf die ich lange warten musste, irgendwie zwei Jahre lang, wenn ich den Plan am Abend zuvor schmiede, mich durchsetze gegen die Empfehlung von Freunden und einfach allein losziehe, das Online Ticket in der Tasche, brav und stur 40 min gewartet und dann zwischen den Floors hin und herhüpfen, zwischendurch stelle ich mir die Frage wie unvernünftig bin ich und einige mich auf keine Spielerein in dunklen Räumen dafür tanzen zu gewaltig guter Housemusik ohne auf die Uhr zu schauen bis 6 Uhr morgens. Und so erlebe ich einen Sonntag wie in Trance an dem ich vollkommen für mich allein bin und so gar nichts fehlt. Und auch das hatte ich im Kopf diesmal nichts zu verpassen, obwohl ich das Weihnachtsfest ansich gar nicht mag, umso mehr mag ich die Zeit davor und so habe ich es auch nicht versäumt schon am Sonntag vor der Adventzeit alles weihnachtlich zu verwandeln und in eine erstaunlich glückliche Weihnachtsstimmung zu kommen.

Lange Zeit habe ich nichts unternommen, bei der Entscheidung wie genau die Zukunft für mich Aussehen wird, nun habe ich mich für einen kleinen Verein entschieden, alles ganz unaufgeregt, Badminton an 2 Abenden mehr nicht. Lange hatte ich mich auch gesträubt doch irgendwie ist die allgemeine Stimmung nun so, das nichts unternehmen die falsche Entscheidung wäre, also habe ich brav eine weitere Mitgliedschaft unterschrieben, die nicht ganz uneigennützig ist, denn nächstes Jahr habe ich große Zukunftspläne die damit zu tun haben Verantwortung zu übernehmen für das, also das worüber ich oben schon einmal geschrieben habe und kurz danach zu verkünden das ich einen Tag nichts tun mag, ein verrückter Plan aber von nichts kommt auch nichts.

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