Ich mag die Dinge und ich dachte ich könnte das Mal wieder tun. Und so saß ich zehn vor acht gleißend im Sonnenlicht und ließ die Welt um mich drehen. Gerade noch warm genug für kurze Hosen mit einem frischen Hauch am Bein, harrte ich der Dinge aus. Heute ein S Bahn Streik, doch ich bin clever genug zu wissen was noch fährt und warte einfach ab. Das ist das wo ich mich selbst am liebsten sehe, Ruhe in mir selbst und genau wissend was kommt als nächstes.
Ich habe kurz zurück gespult um zu wissen was war da als letztes. Manchmal ist es gut den Blick von außen zu haben, dann weiß man wo hartnäckig der Schmutz sitzt oder bekommt Bestätigung für einen cozy place, ein gemütlicher Platz. Ich habe viel getan und pausiere gerade, gerade wandern die Interessen wieder rum. Ich habe mich endlich Mal wieder gezwungen Badminton zu spielen, ganze dreimal in einer Woche.
Innerlich führe ich viele Diskussionen, wo sehe ich mich in 3 oder 5 Jahren. Gibt es nochmal 1 oder 2 große Veränderungen. Welche davon will ich wirklich und welche führt mich wohin. Eins steht fest ich bin Zeit optimiert. Jede Tat von mir zielt darauf ab noch mehr Freiraum für mich selbst zu schaffen. Ich lasse jetzt schon saugen und wischen, spülen folgt bald noch. Manchmal sind die Dinge gar nicht so schlecht wie ich denke und trotzdem denke ich darüber nach mir das mal anzusehen, einen Pendelweg am Abend auf quasi null zu reduzieren und sich neue Kreise zu erschließen.
Was ich wunderbar kann ist für mich selbst sein, weil ich tatsächlich weiß dieses allein sein ist ein ganz elementarer Prozess in meinem Entspannungsprozess. Ich kann jederzeit wenn ich will meine Woche voll knallen und von einem Termin zum anderen springen, oft will ich das und brauche das genau so und dann sind da auch Gedanken ich will Zeit für mich, im Idealfall einen ganzen Tag für immer oder erstmal 10 Tage am Stück im Spätherbst.
Ich habe das Konzept mit der Liebe noch nicht ganz aufgegeben. Irgendwo ist da immer noch die Hoffnung lieber spät als nie jemanden zu finden mit Qualität, Stil und Klasse. Mit einem Witz und Charme der nicht nur mich selbst überzeugt sondern alle meine Freunde gleich mit. Jemand genau so locker wie ich und zeitgleich ernst in der Sache. Vorläufig habe ich mich auf Entzug gesetzt, keine schlechte Wahl weil es mich befreit von sinnlos vergeudeter Zeit und mehr Freiraum gibt. Manchmal laufe ich noch zurück, schüttel kurz mit dem Kopf und weiß dann ich bin jetzt Anfang Mitte 30, andere haben schon Kinder oder bauen ein Haus und ich hänge immer noch hier rum. Ich darf und muss mehr von mir erwarten.
