Zwanzig Einundzwanzig

Guten Abend meine Damen und Herren, das ist nach über 11 Jahren mein 320. Beitrag, nicht der Beste und auch nicht der Letzte, aber der Tradition folgend eine gesprochene Rückschau auf das Jahr 2020 und irgendwie auch ein vorsichtiger Blick in die Zukunft, ohne zu viel verraten zu wollen.

Höre ich mir die Dinge aus letztem Jahr noch einmal an, so stelle ich fest, da ist viel Melancholie in mir, zwischen Träumen, Entspannung und Selbstzufriedenheit und trotzdem immer auf dem Weg, manchmal voller Hass und Wut nicht nachzulassen im suchen und finden.

2020, was für ein Jahr. Eines das auf mysteriöse Art und Weiße immer in Erinnerung bleiben wird. Die ganz großen Kritiker werden jetzt den Aufschrei proben, aber für mich war es kein schlechtes Jahr, nein ganz im Gegenteil, viel mehr noch, ich habe alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die mir geboten wurden, habe neue und alte Hobbys entdeckt, bin mir selbst bei der größten Einschränkung treu geblieben und habe jeden Tag genossen. Natürlich gab es da auch blasse Momente irgendwo im späten Frühjahr als ich alles erledigt hatte und keine großen Zukunftspläne hatte, aber selbst da habe ich verstanden und viel neues erprobt. In Zeiten in denen die Kritik immer lauter wurde, bin ich weit über Landesgrenzen hinausgeflogen, habe mich mit einem Augenzwinkern immer an alle Regeln gehalten und trotzdem großen Ärger eingehandelt.

Selbstgespräche sind nicht weiter tragisch aber nach 3 Tagen werde ich langsam panisch. Zeilen nach einer Zeit, die nicht direkt einsam ist, aber dennoch geprägt von dem hier sitzen, mit einer Tasche voller Erinnerungen und auf der anderen Seite im Kopf eine Liste mit weniger Namen drin.

Immer wollen alle, das man gehorcht so wird mir vermittelt sonst hat man verloren. Natürlich wollte ich so viele Dinge von 2019 wiederholen, die Teil meiner Identität sind. Irgendwie kam es anders und so blieb mir manchmal nur die Wahl nicht nach der Meinung anderer zu tanzen. Was übrig bleibt am Ende des Jahres und dunklen Monaten ist die Erkenntnis, das ich einen Plan gefasst habe, nicht nur ein bisschen, sondern zum großen Teil mit meiner Identität zu brechen. Die Ironie an der Sache ist, das ich schon seit 4 Jahren einem Ort gegenüber stehe mit dem ich auf weiter Strecken Neuausrichtung verbinde. Das es bisher noch nicht dazu kam, liegt auch daran, das ich mich viel zu oft festgeklammert habe an gewohnten Dingen die Zeit füllen, mein Herz aber eben nicht mehr so oft.

Es hat gebraucht die letzten Zeilen genau so zu schreiben, weil sie schlechte Worte wie Mobbing, Isolation und Folter beinhalten und weil sie düster klingen. Das alles genau so passiert beinhaltet aber auch die Tatsache das viele oft mit offenen Mündern dastehen und bewundern, mit welchem Mut und Tatendrang ich voran gehe.

But there is one way you win over bullies, it’s by being happy and successful, I know that. Bullies are always threatened about talented people, so in a weird way it’s a compliment and shows my strenght.

Hallo Zwanzig Einundzwanzig

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