Nenn‘ mich gut
Nenn‘ mich schlecht
Es is‘ egal was du denkst
Lass mich los, halt mich fest
Nenn‘ mich falsch
Nenn‘ mich echt
Es is‘ egal was du denkst
Gib mir Mut, nimm ihn weg
Merkst du denn nicht
Dass jetzt alles neu ist
Siehst du denn nicht
Es ist vorbei und ich freue mich
- aus „Ich freue mich“ – Lina Maly
Irgendwas muss ich mir ja dabei gedacht haben, da lag er also der Termin beim Friseur mitten im Frühling, mitten im Mai, wenige Tage vor der großen Explosion.
Die Jungs zocken wieder Fifa, ich schöpfe wieder Mut, eine neue Lust entspringt und Worte dribbeln sich aufs Papier.
Ich sehe das jetzt als überstanden an, auch wenn ich große Kritik ernten werde, es gibt Dinge da weiß ich genau was ich tue und ich bin auf der Suche nach einer Rückmeldung die kritisch positiv und wertschätzend ist.
Was ich erfahren muss ist große Unlust, Regeln die gebrochen werden und Dinge die man nicht findet einfach so.
Ich stehe sozusagen in den Startlöchern, genau so wie ich wochenlang nicht begreifen wollte bin ich der erste der jetzt wieder losrennt, brav mit Maske auf und rein in Orte die mir lang verborgen blieben.
Ich habe Lust auf Pop on Paper, Kunsträume, ein frisches Schnitzel aus der Pfanne und auf Gespräche, Diskussionen, Streit, Wut und Pläne.
Und doch brauche ich noch einen freien Moment um mir selbst ein Papier vorzulegen, Worte auf zu schrieben und durch zu streichen, auf mich wirken zu lassen einen Lauf des Lebens und Sätze der Motivation. Erst wenn sich alles zusammenfügt bin ich zufrieden.
Ich freu‘ mich
Ich freu‘ mich auf die Stadt, auf den Morgen und die Nacht
