Und da stehe ich, die Sonne geht golden, am von Kornfeldern eingerahmten Horizont, unter.
Ich habe meine innere Geschwindigkeit abgestellt und frage mich wirklich, wie kann man hier leben. Auf was wartet man hier. Ein Pferd will geritten werden, eine Junge rollt mit seinem Holzroller den Hügel hinab und ein Mädchen spielt im Sand.
Wahrscheinlich war der Gegensatz schon immer so, aber diesmal fällt es mir so krass auf wie nie zuvor. Ich habe meine innere Geschwindigkeit im Vergleich zu den letzten Jahren nochmals weiter aufgedreht, hier fließt alles langsam und so still das es mich beklemmt, innere Unruhe beginnt, der Magen wird flau, nach 2 Tagen sitze ich wieder im Zug nach Hause und das ist dann auch gut so, auch wenn es insgesamt Schön war.
Diese Woche hatte eine klare Struktur, mit einem Film den ich nur schwer verstanden habe, lag es am Powernap oder der anspruchsvollen Handlung ohne Ende, ich weiß es nicht.
Ich habe einen Tag im freien verbracht mit Freunden und Musik, das war wirklich schön und muss auch mal gewertschätzt werden, besonders weil ich einen neuen Eisladen entdeckt habe.
Ich habe geholfen und beobachtet wie das Leben in Künstlerkreisen so läuft, aber ganz besonders freut es mich das ich das Ordnungsamt ausgetrickst habe und Berlin nun noch ein Stücken ärmer aber sexy ist.
Ich habe meine Woche abgerundet mit einem kleinen Bowling Spiel und mit einer Vorspeise von Curry und Huhn, gut war es und so soll es auch bleiben.
Trotzdem bin ich tiefer gegangen in meiner Recherche, weil es mir nicht reicht einfach nur zu essen, nein ich will richtig gut essen, am liebsten auf Sterneniveau, aber auch da habe ich meinen eigenen Kopf, ein Konzept soll es haben und am besten eine alkoholfreie Begleitung haben und da das selbst in der großen Stadt ein kleine Herausforderung ist, ist meine Wahl noch nicht endgültig gefallen aber ich habe eine Tendenz für einen ersten Test zum Lunch
