Passive Künstler

Es ist ein kleiner schöner zweideutiger Wortwitz von einem schon eine Woche zurückliegenden wirklich spannenden Wochenende. Bestes Wetter und ein aufregender Spaziergang durch die Schöneberger Galerie und Atelierwelt, dabei Kunst genießen und für was das andere steht wisst ihr selbst. 

So schön und abwechslungsreich diese Woche auch war, sie lässt mich fragend und zweifelnd zurück. Ob das alles richtig ist was ich getan habe und tun werde, nur Erlebnisse wissen das.

Ich bin eingestiegen bei einem gefestigten Erlebnis das trotzdem immer eine Überraschung mit sich bringt. Diesmal bei falscher und echter Ente und danach dem Überraschungsfilm einer Schweizer Produktion mit dem Kernsatz: „Manchmal muss man mutig sein“

Es scheint so als habe ich das mitgenommen und zum Kernelement nachfolgender Erlebnisse  gemacht. Mir war von Anfang an klar das es jeden Tag eine Aktivität geben wird, vollkommen unabhängig davon ob die Gruppe blau blinkt oder die homosexuelle blaue und gelbe App ruft. Sogar mein Status eine erregte sexuelle Flamme sollte mich nicht davon abhalten meiner Linie unfassbar treu zu bleiben.

Das war sie also die schöne Zeit bei Kuchen am Dienstag und unfassbar anstrengendem Badminton am Mittwoch.

Am Donnerstag hatte ich das Gefühl alles perfekt machen zu wollen. Erst besondere Parfüme kaufen, dann spontan eine Galerie besuchen und noch eine Ausstellung hinter her. Der krönende Abschluss bei einem Schnitzel Wiener Art und das alles allein. Da waren sie die Gedanken das ich nichts falsch gemacht habe in den letzten Jahren, keine Selbstständigkeit, keine falschen Rechnungen, keine Anklageschrift, nein ich selber bin dafür verantwortlich die Schraube der Lebensqualität immer tiefer zu bohren, langsam und stetig mit Ende 20 bin ich an einem Punkt angelangt bin wo ich weiß, ich bewege mich auf extrem dünnem Eis, sicherlich habe ich eine rote Linie überschritten und kurz mit dem Feuer getanzt aber was soll mich jetzt noch aufhalten. Gut ein kleines Anwaltsschreiben, das kann einen schon mal kreidebleich und zitternd auf dem Sofa sitzen lassen, aber deswegen klein bei geben und einfach Geld überweisen, dann hätten wir uns doch mobben lassen und einfach nur dämliche Schwäche bewiesen.

Also anders gesagt ich hatte eine ganz konkrete Idee von diesem Wochenende. Auf der einen Seite wollte ich individuell sein, auf der anderen auch Freunde einbinden, dass das nicht funktionieren würde bei grauem nassen November Wetter war klar, was ist das eigentlich für ein unfassbar schlechter Monat der uns so depressiv zurück lassen will.

Letztendlich wollte ich es mir selbst beweisen das ich Dinge allein Unternehmen kann und den Mut dazu habe neues zu probieren. Noch viel mehr wollte ich es mir beweisen das ich unfassbar jung bin. Zweimal Sport am Samstag, erst 2h Volleyball und dann 90 min Badminton und dann trotzdem noch im Schwuz tanzen gehen es geht. Auch wenn ich einsehen muss die ganz großen Zeiten sind vorbei aber auf der anderen Seite will ich es auch nicht akzeptieren Samstag abends einfach nur zu Hause sitzen.

Weder gestern noch morgen, die Pläne sind gemacht und alles wird weiter gehen.

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