Fakten und Gefühle

Es ist kein gutes Zeichen, wenn ich nachts aufwache, fantasiere und mit mir selbst rede. Ich bin schon neben meinem Freund eingeschlafen und habe etwas geredet, aber da war es im Traum. Das was gerade mit mir passiert sind psychische Vorboten, ich muss sie beachten.

Zweimal standest du am Wochenende in meinem Raum. Hinter dem Bett wolltest du mich erschrecken, auf dem Sofa hast du gewartet. Du warst so nah und doch so fern. Ich habe geredet und nicht verstanden. Am Morgen war ich nass geschwizt und habe mich zum Frühstück geschleppt.

Das alte Leiden ist wieder aufgebrochen. Damals, gebeutelt vom jahrelangem Mobbing kämpfte ich gegen Kakao und Filinchen. Heute sitze ich am Frühstückstisch und fülle meine Schale Müsli mit wenig Freude. Ich lebe in einem Haus ohne Leben. Ich bin der einzige Bewohner hier und fast alles was ich benutze gehört nicht mit mir selbst. Ich habe wenig Raum für Gestaltung und Persönlichkeit.

Ich will gern alles ändern. Eine Arbeit haben, in einer eigenen Wohnung am Frühstückstisch sitzen, nachts mit mir selbst und morgens mit dir reden.

Aber willst du das auch?

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