Ein Streifzug

Ein Streifzug durch dieses Jahr.

Ich glaube es ging darum viele Dinge neu zu definieren. Berlin, was ist das? Kann man das irgendwie fassen und begreifen? Nein. Das muss man erleben. Die Zeitrechnung erfolgt hier nicht nur zwischen Sonnenaufgang und Untergang, nein es lebt jede einzelne Sekunde dieser 24h die jeden Tag vergehen.

Die einzige Möglichkeit in diesem Großstadttreiben zu überleben ist mitzumachen. Ich kann wirklich von mir behaupten dies erlebt zu haben. Nur ein Beispiel. Nehme man sich die Uhrzeit 6:30 heraus. Ich erlebte zu diesem Zeitpunkt alles. Ob nach der Disko beim Bäcker mit einem freundlichen Guten Morgen begrüßt zu werden oder bereits sich auf Arbeit einzuloggen, weil man unbedingt früh etwas schaffen will.

Berlin hat wirklich dafür gesorgt mein Herz richtig zum Schlagen zu bringen. Andersherum muss ich mich dann fragen wann es mal nicht so war. Besondere Momente die mich aus dem Takt brachten.

Gleich ganz am Anfang des Jahres, im Januar, in Gedanken noch irgendwo in 2011 hängend überrollt mich plötzlich audiomediale positive Energie. Es passiert irgendwann am 6. Januar nachmittags als ich mein Ohr ganz sachte an ein altes Radio drücke: „Ich, zurück…“
Im März dann endlich Tacheles. Ich weiß noch ganz genau wie ich mit Beutel und La Boom auf dem S Bahnhof herumwirbelte. Auf dem Weg zu einem Menschen der für eine bestimmte Zeit besonderes werden sollte. Ein erster Kuss im Lustgarten, ein letzter Kuss am S Bahnhof. Warum haben wir uns nicht getraut es länger auszuhalten?

So verbringe ich die Tage vor meinem Geburtstag im April doch wieder allein. Vielleicht wirklich die einzigste Zeit dieses Jahr in der es mit wirklich schlecht ging. Zur Aufmunterung ein Geburtstag mit den engsten Freunden, die es auch heute immer noch sind.

Es folgt eine Zeit die so im Flug vergeht das ich keine einzelnen Daten herauspicken kann. Es begab sich irgendwann im Mai das ich plötzlich einen neuen Freundeskreis aufbaute, der viel Energie von mir verlangte. Partynächte, ungewöhnliche Leute und viele Erlebnisse außerhalb des grauen Lebens. Gleichzeitig arbeite ich an einem Projekt, das eine 6 jährige Studientätig abschließen sollte. Der Erfolg sollte sich im Oktober endgültig vollenden.

Für den 17. September muss ich ein Erlebnis als ganz besonders markieren. Wenn man fast 1 Jahr darum kämpft, mehrmals verarscht wird und dann trotzdem vertraut kann das nur etwas mit Liebe zu tun haben. Kurz vor um 5 mitten in der Nacht, ganz allein und ein paar Monate später im Dezember zwischen vielen Menschen. Es soll genauso sein. Wir wissen es voneinander, aber wir leben es nicht aus.

Den Winter habe ich ganz ausgiebig mit einer Lieblingsbeschäftigung verbracht. Das was dazwischen „Sturm“ und „Das Haus (Neubau)“ passiert ist für außenstehende sicherlich rätselhaft. Für mich ist es Ausdruck größer Liebe, die in Überwindung von Ängsten gipfelt.

In diesem Sinne

Boom

Auf ein gutes Neues Jahr